{"id":7589,"date":"2014-09-12T10:57:16","date_gmt":"2014-09-12T08:57:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7589"},"modified":"2014-09-12T10:57:16","modified_gmt":"2014-09-12T08:57:16","slug":"bildungsminister-dr-ludwig-spaenle-gibt-ueberblick-ueber-bayerns-schulwesen-im-schuljahr-20142015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7589","title":{"rendered":"Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt \u00dcberblick \u00fcber Bayerns Schulwesen im Schuljahr 2014\/2015"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt \u00dcberblick \u00fcber Bayerns Schulwesen im Schuljahr 2014\/2015 &#8211; 1,68 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an den Schulen im Freistaat<br \/>\nHeute gab Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle einen \u00dcberblick \u00fcber das Bayerische Schulwesen zu Beginn des Schuljahres 2014\/2015. Rund 1,68 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchen im neuen Schuljahr die Schulen in Bayern, davon knapp 400.000 berufliche Schulen. Im Vorjahr waren es noch gut 1,7 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Die Anzahl der Schulanf\u00e4nger liegt im aktuellen Schuljahr bei rund 109.900 und damit um gut zwei Prozent h\u00f6her als noch im Vorjahr. F\u00fcr die Bildung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hat Bayern zum neuen Schuljahr rund 4.200 Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr alle Schularten eingestellt.<br \/>\n&#8222;Wir wollen unseren jungen Menschen m\u00f6glichst viele Chancen er\u00f6ffnen&#8220;, betonte Minister Spaenle.<br \/>\n&#8222;Durch den Erhalt der Anzahl der Lehrkr\u00e4fte bei deutlich r\u00fcckl\u00e4ufigen Sch\u00fclerzahlen ist es gelungen, die Relation zwischen einer Lehrkraft zu 17,2 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern im Schuljahr 2002\/2003 auf nun eine Lehrkraft zu 13,7 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu verbessern&#8220;, so der Minister. Er verwies auf den Beschluss von Staatsregierung und Regierungsfraktion, dass jede Lehrerstelle bis 2018 im Schulwesen verbleibt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2831\" rel=\"attachment wp-att-2831\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2831\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule-300x187.jpg\" alt=\"schule\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das bayerische Gymnasium wird weiterentwickelt<\/p>\n<p>&#8222;Wir setzen den Dialog zur Weiterentwicklung des Gymnasiums fort&#8220;, so der Minister. Auf seine Einladung diskutieren seit Fr\u00fchjahr Vertreter der gymnasialen Schulfamilie, Schulaufwandstr\u00e4ger sowie Bildungspolitiker aus allen Fraktionen des Landtags z.B. den gymnasialen Bildungsbegriff, damit verbundene p\u00e4dagogische Grundsatzfragen, Erwartungen an den Lehrplan, organisatorische Fragen und Fragen der Schulzeitdauer. &#8222;Wir wollen unsere jungen Menschen in ihrer Vielfalt m\u00f6glichst optimal f\u00f6rdern. Ein G 9 f\u00fcr alle ist ebenso \u00fcberholt wie ein G 8 f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler&#8220;, wiederholte Minister Spaenle.<\/p>\n<p>Als Grundkonturen des Gymnasiums der Zukunft nannte der Minister:<br \/>\n&#8222;Es gibt\u00a0\u00a0 e i n\u00a0\u00a0 bayerisches Gymnasium, das vertiefte Allgemeinbildung vermittelt und Absolventen auf ein Studium bzw. eine hochqualifizierte Berufsausbildung vorbereitet.&#8220; Seine Qualit\u00e4t bleibe unver\u00e4ndert hoch, sein Stoffumfang des Lehrplans auf 8 Zeitjahre bemessen.<br \/>\nDie enorme Heterogenit\u00e4t der Sch\u00fclerschaft mache zeitgem\u00e4\u00dfe p\u00e4dagogische Konzepte n\u00f6tig &#8211; erg\u00e4nzt um Modelle f\u00fcr den Ausbau individueller F\u00f6rderung. Dem Ausbau von Ganztagsangeboten kommt aus Sicht von Dr. Spaenle besondere Bedeutung zu. Das Gymnasium der Zukunft setzt auf den S\u00e4ulen der Weiterentwicklung der Gymnasialp\u00e4dagogik, des Lehrplans und der Angebote an Lernzeit auf.<br \/>\n&#8222;Am Ende dieses Dialogs werden Ministerrat und Landtag m\u00f6gliche \u00c4nderungen mit dem Ziel einer langfristig akzeptierten L\u00f6sung f\u00fcr ein zeitgem\u00e4\u00dfes Gymnasium beschlie\u00dfen. Diese wird der sehr heterogenen Sch\u00fclerschaft und den Standortbedingungen der Schulen in der Stadt und auf dem Land gerecht werden&#8220;, fasste Minister Spaenle zusammen.<\/p>\n<p>Neue Lehrplan-Generation setzt auf Kompetenzen und Wissen<\/p>\n<p>&#8222;Der LehrplanPLUS wird an rund 2.400 Grundschulen in Bayern eingef\u00fchrt&#8220;, f\u00fchrte Minister Spaenle aus. Er geh\u00f6rt zu einer ganz neuen Generation von Lehrpl\u00e4nen, die sich am Erwerb von Kompetenzen durch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und an der Vermittlung von Wissen orientiert.<br \/>\n&#8222;Mit der neuen Lehrplangeneration wollen wir auch die p\u00e4dagogische Arbeit an den Schulen aller Schularten st\u00e4rker aufeinander abstimmen. Damit erh\u00f6hen wir die Durchl\u00e4ssigkeit&#8220;, betonte Minister Spaenle.<br \/>\nAb dem Schuljahr 2017\/2018 werden dann in den weiterf\u00fchrenden Schulen neue Lehrpl\u00e4ne eingef\u00fchrt, die auf einer gemeinsamen Grundlage aufbauen und mehr Br\u00fccken zwischen den Schularten als bisher spannen werden.<\/p>\n<p>Flexible Grundschule an mehr Standorten<\/p>\n<p>Den jungen Menschen m\u00f6glichst viele Chancen er\u00f6ffnet die &#8222;Flexible Grundschule&#8220;, weil sich die Kinder dort nach ihrem individuellen Lerntempo die Grundfertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen aneignen.<br \/>\nDie Eingangsstufe der Grundschule, die auf zwei Schuljahre angelegt ist, k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler je nach ihrer pers\u00f6nlichen Leistungsf\u00e4higkeit in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen. Das Bildungsministerium weitet zum neuen Schuljahr die &#8222;Flexible Grundschule&#8220; von derzeit knapp 90 auf k\u00fcnftig 151 Grundschulstandorte aus. Zugleich erm\u00f6glicht das Ministerium es den Grundschulen, die guten Erfahrungen Flexibler Grundschulen mit Lernentwicklungsgespr\u00e4chen zwischen Lehrkr\u00e4ften, Sch\u00fclern und Eltern umzusetzen. Alle Grundschulen k\u00f6nnen k\u00fcnftig Zwischenzeugnisse in den ersten drei Jahrgangsstufen durch dokumentierte Lernentwicklungsgespr\u00e4che ersetzen.<\/p>\n<p>Inklusion kommt voran<\/p>\n<p>&#8222;Die inklusive F\u00f6rderung von Kindern und Jugendlichen mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf geh\u00f6rt f\u00fcr mich zu den Kernherausforderungen des Schulwesens&#8220;, betonte Minister Spaenle. Erste Erfolge sind sichtbar: Z.B. steigt die Zahl der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf, die die Regelschule besuchen: Im Schuljahr 2012\/2013 waren es rund 18.200 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, im vergangenen Schuljahr 2013\/2014 waren es bereits knapp 19.300.<br \/>\nZum neuen Schuljahr wird auch die Anzahl der Schulen mit dem Profil Inklusion um rund ein Drittel auf nun 164 erh\u00f6ht.<br \/>\nF\u00f6rderschulen bleiben in Bayern als Kompetenzzentren und Lernorte auch k\u00fcnftig bestehen. Sie k\u00f6nnen nun selbst das Profil &#8222;Inklusion&#8220; erhalten.<br \/>\nInsgesamt werden auch in diesem Schuljahr eigens f\u00fcr die Inklusion 100 zus\u00e4tzliche Lehrerstellen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Ganztagsangebot wird deutlich ausgeweitet<\/p>\n<p>&#8222;Es ist das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, den Eltern mit ihren Kindern eine fl\u00e4chendeckende und bedarfsorientierte Versorgung mit verschiedenen Ganztagsangeboten zu unterbreiten. Die Eltern m\u00fcssen dabei die Wahlfreiheit haben, ob ihre Kinder ein Ganztagsangebot besuchen oder nicht&#8220;, unterstrich der Minister. &#8222;Das Bildungsministerium hat auch in diesem Jahr wie in den vergangenen Jahren alle Antr\u00e4ge auf Einrichtung von gebundenen Ganztagsklassen, offenen Ganztagsgruppen und Gruppen der Mittagsbetreuung und verl\u00e4ngerten Mittagsbetreuung genehmigt, die die dazu n\u00f6tigen Bedingungen erf\u00fcllt haben.&#8220; Die Anzahl offener Ganztagsgruppen kann von rund 3.800 im Vorjahr auf nun rund 3.960 ausgeweitet werden. 1.027 Schulen k\u00f6nnen nun gebundene Ganztagsklassen einrichten, im Vorjahr gab es sie an 963 Schulen. Die Anzahl der Gruppen der Mittagsbetreuung und verl\u00e4ngerten Mittagsbetreuung kann von 6.386 auf nun rund 6.890 angehoben werden.<\/p>\n<p>Bayern erh\u00e4lt Schulstandorte und bietet qualit\u00e4tsvollen Unterricht an<\/p>\n<p>&#8222;Wir beantworten die Herausforderungen der demographischen Entwicklung unter der Pr\u00e4misse gleichwertiger Bildungsbedingungen in ganz Bayern&#8220;, lenkte Minister Spaenle den Blick auf den landesweiten Wandel. Zu den Ma\u00dfnahmen des Bildungsministeriums geh\u00f6ren:<br \/>\n&#8211; eine Garantie f\u00fcr rechtlich selbst\u00e4ndige Grundschulen.<br \/>\n&#8211; eine h\u00f6here Lehrerstundenzuweisung an kleine selbst\u00e4ndige Schulen im Vergleich zu gr\u00f6\u00dferen Grundschulen.<br \/>\n&#8211; eine Unterst\u00fctzung staatlicher Schul\u00e4mter in Gebieten kleingliedriger Schulstruktur mit Zusatzbudgets wie dem Demographiezuschlag. Dieser wird zum Schuljahr 2014\/2015 erh\u00f6ht.<br \/>\n&#8211; organisatorische Freir\u00e4ume im Mittelschulverbund. Verbundkoordinatoren k\u00f6nnen gemeinsam mit dem Verbundausschuss auch Klassen bilden, die weniger als 15 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben. Schulstandorte k\u00f6nnen erhalten werden, wenn nicht mehr durchgehend f\u00fcr jede Jahrgangsstufe vor Ort eine Klasse gebildet werden kann.<br \/>\n&#8211; eine abgestimmte Profilbildung an beruflichen Schulen der Region. Mit Schulen und Ausbildungsbetrieben wird das Profil vereinbart. Z.T. werden Auszubildende fachlich verwandter Berufe gemeinsam unterrichtet.<br \/>\n&#8211; die Errichtung neuer Schulen, um Fachkr\u00e4fte im l\u00e4ndlichen Raum weiter zu qualifizieren und dort zu halten. Neu errichtet werden z.B. die Staatliche Fachschule f\u00fcr Stahl- und Metallbau Pfarrkirchen, die Staatliche Fachschule f\u00fcr Mechatronik in Herzogenaurach sowie die Staatliche Berufsfachschule f\u00fcr Hotel- und Tourismusmanagement Kronach.<\/p>\n<p>Sprachangebote f\u00fcr junge Asylbewerber und Fl\u00fcchtlinge<\/p>\n<p>&#8222;Neue Chancen wollen wir jungen Fl\u00fcchtlingen und Asylbewerbern er\u00f6ffnen&#8220;, f\u00fchrte Minister Spaenle aus. Instrumente dazu sind:<br \/>\n&#8211; Sprachf\u00f6rderung in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen.<br \/>\n&#8211; \u00dcbergangsklassen f\u00fcr junge Fl\u00fcchtlinge sowie Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien. Im neuen Schuljahr gibt es voraussichtlich mehr als 300 \u00dcbergangsklassen.<br \/>\n&#8211; Klassen f\u00fcr berufsschulpflichtige Fl\u00fcchtlinge und Asylbewerber an Berufsschulen. An rund 60 Standorten werden im Schuljahr 2014\/2015 insgesamt rund 180 Klassen eingerichtet.<br \/>\n&#8222;Die Situation der Asylbewerberinnen und -bewerber ist dem Bayerischen Kabinett ein wichtiges Anliegen. Um ihnen gerecht zu werden, hat die Bayerische Staatsregierung an diesem Dienstag einen Kabinettsausschuss eingerichtet. Weitere Ma\u00dfnahmen werden von diesem vorgeschlagen&#8220;, skizzierte der Minister den Stand der Beratungen der Staatsregierung.<\/p>\n<p>Quelle: stmbw.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle gibt \u00dcberblick \u00fcber Bayerns Schulwesen im Schuljahr 2014\/2015 &#8211; 1,68 Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an den Schulen im Freistaat Heute gab Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle einen \u00dcberblick \u00fcber das Bayerische Schulwesen zu Beginn des Schuljahres 2014\/2015. 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