{"id":7541,"date":"2014-08-31T08:05:38","date_gmt":"2014-08-31T06:05:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7541"},"modified":"2014-08-31T08:05:38","modified_gmt":"2014-08-31T06:05:38","slug":"hohe-ernteertraege-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7541","title":{"rendered":"Hohe Ernteertr\u00e4ge 2014"},"content":{"rendered":"<p>Berlin:<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsministerium stellt Erntebericht 2014 vor<br \/>\nSchmidt: &#8222;Ich freue mich \u00fcber hohe Ertr\u00e4ge und Erntemengen, die in diesem Jahr zum Teil sogar \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel liegen&#8220;<\/p>\n<p>Die deutsche Getreide- und Rapsernte hat in diesem Jahr sehr gute Ertr\u00e4ge gebracht. Das zeigt die aktuelle Erntebilanz des Bundeslandwirtschaftsministeriums. H\u00e4ufige Niederschl\u00e4ge in der Haupterntezeit haben den Landwirten allerdings vielerorts Sorgen bereitet. Die internationalen M\u00e4rkte f\u00fcr Getreide und \u00d6lsaaten sind wegen der reichlichen Ernte in vielen Regionen der Erde sehr gut versorgt &#8211; die Erzeugerpreise sind daher gegen\u00fcber dem Vorjahr deutlich gefallen. &#8222;Zwar haben die Wetterbedingungen den Landwirten mancherorts sehr viel abverlangt, ich freue mich aber, dass wir die hochgesteckten Erwartungen an die Ernte 2014 insgesamt noch \u00fcbertreffen k\u00f6nnen&#8220;, sagte der Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Christan Schmidt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"1euro\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Folgenden die wichtigsten Details zur Ernte:<\/p>\n<p>Die deutsche Getreideernte wird einschlie\u00dflich K\u00f6rnermais insgesamt nahezu 51,8 Millionen Tonnen erreichen. Das mehrj\u00e4hrige Mittel (2008 &#8211; 2013: 46,5 Millionen Tonnen) wird damit um 11 Prozent \u00fcbertroffen. Dies ist das vorl\u00e4ufige Ergebnis der &#8222;Besonderen Ernte- und Qualit\u00e4tsermittlung (BEE)&#8220; auf der Basis von repr\u00e4sentativen Ertragsmessungen. Insgesamt wurde auf etwa 6,50 Millionen Hektar Getreide zur K\u00f6rnergewinnung angebaut, nur geringf\u00fcgig weniger als im Vorjahr. Die Hektarertr\u00e4ge sind bei Getreide im Erntejahr 2014 vielfach sehr gut ausgefallen. Im Durchschnitt aller Getreidearten erreicht der Hektarertrag nach den bisher vorliegenden Messungen 79,7 Dezitonnen und liegt damit um 8,8 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Das mehrj\u00e4hrige Mittel (69,7 Dezitonnen je Hektar) wird um 14,4 Prozent \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Der milde Winter 2013\/2014 und die fr\u00fch einsetzende Vegetationsperiode hatten dem Wintergetreide je nach Region einen Entwicklungsvorsprung von drei bis vier Wochen verschafft. Dar\u00fcber hinaus konnte die Aussaat des Sommergetreides fr\u00fch beendet werden. Die Monate M\u00e4rz und April waren einerseits sehr warm, andererseits sehr niederschlagsarm. Der fl\u00e4chendeckende Regen im Mai wirkte sich positiv auf die Best\u00e4nde aus. Im Juni mussten die Pflanzen vielerorts Trockenstress \u00fcberstehen. Die Ertr\u00e4ge weisen eine beachtliche Bandbreite zwischen einzelnen Standorten aus. In Fr\u00fchdruschgebieten konnte die Ernte trotz vieler Regentage bereits Anfang August abgeschlossen werden. In ung\u00fcnstigeren Lagen, in denen die Best\u00e4nde sp\u00e4ter erntereif waren, oder dort, wo sie nach starken oder wiederholten Niederschl\u00e4gen ins Lager gingen, f\u00e4llt die Bilanz anders aus: Mancherorts bildete sich Auswuchs und vereinzelt sind die Best\u00e4nde nicht mehr druschw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Weizen ist in Deutschland die wichtigste Getreideart: 27,9 Millionen Tonnen Getreide wurden geerntet, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 98 Prozent dieser Menge entf\u00e4llt auf Winterweizen, der zugleich &#8211; abgesehen von K\u00f6rnermais &#8211; das h\u00f6chste Ertragspotenzial unter den Getreidearten aufweist. In diesem Jahr werden f\u00fcr Winterweizen im Bundesdurchschnitt Hektarertr\u00e4ge von 87 Dezitonnen erreicht. In Norddeutschland liegen wie in den Vorjahren die Ertr\u00e4ge noch wesentlich h\u00f6her.<\/p>\n<p>Die Roggenernte f\u00e4llt 2014 mit 3,87 Millionen Tonnen deutlich geringer aus als die gro\u00dfe Ernte des Vorjahres, da sich die Anbaufl\u00e4che um 19 Prozent verkleinert hat. Zur Nahrungsmittelproduktion in Deutschland werden weniger als eine Million Tonnen Roggen ben\u00f6tigt. Daher stehen recht gro\u00dfe Mengen f\u00fcr andere Verwendungen sowie f\u00fcr den Export zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Ernte der Wintergerste, der am fr\u00fchesten abreifenden Getreidekultur, brachte Hektarertr\u00e4ge von 77 Dezitonnen. Wie bei Winterweizen ist dies ein neuer Spitzenwert. Die Erntemenge \u00fcbertrifft mit 9,5 Millionen Tonnen diejenigen der letzten Jahre deutlich. An Sommergerste wurde auf einer etwas geringeren Anbaufl\u00e4che bei hohen Ertr\u00e4gen eine Ernte von 2,10 Millionen Tonnen eingebracht. Auf etwa drei Vierteln der Sommergerstenfl\u00e4che wird Braugerste angebaut.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den K\u00f6rnermais ist 2014 ein gutes Erntejahr. In der Phase der Kolbenf\u00fcllung waren optimale Bedingungen gegeben &#8211; die Voraussetzung f\u00fcr sehr gute Kornertr\u00e4ge. Aufgrund des sp\u00e4ten Erntezeitpunkts ist derzeit erst eine sehr vorl\u00e4ufige Sch\u00e4tzung der K\u00f6rnermaisernte m\u00f6glich. Vorsichtig gesch\u00e4tzt k\u00f6nnte die Ernte einen Ertrag von rund 96 Dezitonnen je Hektar erreichen, das w\u00e4ren rund 4,6 Millionen Tonnen.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Getreideernte 2014 ist als heterogen zu bezeichnen. Beim Weizen liegen die Proteingehalte unterhalb des langj\u00e4hrigen Durchschnitts. Besonders sp\u00e4ter geerntete Weizenpartien k\u00f6nnen meist nur als Futterweizen verwertet werden. Die Roggenernte pr\u00e4sentiert sich bisher mit durchweg sehr guten Backqualit\u00e4ten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Preisbildung sind die Entwicklungen an den internationalen M\u00e4rkten von erheblicher Bedeutung. F\u00fcr die EU-28 geht die Europ\u00e4ische Kommission von einer erneut \u00fcberdurchschnittlichen Getreideernte aus (insgesamt 307 Millionen Tonnen). Weltweit wird f\u00fcr Weizen im Wirtschaftsjahr 2014\/15 zum zweiten Mal in Folge eine relativ gro\u00dfe Erntemenge vorgesch\u00e4tzt. Trotz steigenden Verbrauchs k\u00f6nnen sich daher die Lagerbest\u00e4nde weiter erholen. Eine noch bessere Versorgungssituation wird f\u00fcr Mais, die weltweit wichtigste Grobgetreideart, prognostiziert. Diese g\u00fcnstigen Ernteaussichten pr\u00e4gten auch die Preisentwicklung an den internationalen M\u00e4rkten. Seit dem Sp\u00e4therbst 2012 sind die Notierungen, wenn auch mit kurzfristigen Schwankungen, in der Tendenz r\u00fcckl\u00e4ufig. Gegen\u00fcber der letzten Preisspitze Anfang Mai 2014 haben die Weizennotierungen um etwa 20 Prozent nachgegeben. Die Erzeugerpreise in Deutschland liegen f\u00fcr die meisten Getreidearten &#8211; mit Ausnahme von Roggen &#8211; derzeit je nach Fruchtart unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau (Futterweizen: rund -13 Prozent).<\/p>\n<p>Die Erntemenge an Winterraps erreicht trotz eines geringeren Fl\u00e4chenumfangs bei sehr hohen Ertr\u00e4gen 6,2 Millionen Tonnen. Das ist die zweitgr\u00f6\u00dfte Rapsernte, die in Deutschland je eingebracht wurde &#8211; sie wird nur von der Ernte 2009 \u00fcbertroffen. Die \u00d6lgehalte der bisher im Rahmen der BEE untersuchten Rapsproben liegen im mehrj\u00e4hrigen Vergleich in einem hohen Bereich.<\/p>\n<p>\u00dcbrige Kulturen<br \/>\nDie Witterungsbedingungen beg\u00fcnstigten in diesem Jahr die Entwicklung der Obst- und Gem\u00fcsekulturen und sorgten f\u00fcr einen fr\u00fchen Saisonstart. Die Ertr\u00e4ge des Baumobstes &#8211; \u00c4pfel, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen &#8211; werden die des Vorjahres \u00fcbertreffen. Auch die Erdbeersaison verlief in den meisten Regionen im Vergleich zum Vorjahr gut. Der Ertrag f\u00fcr Freilanderdbeeren liegt laut Vorerhebung deutlich \u00fcber dem schwachen Vorjahresergebnis, jedoch leicht unter dem mehrj\u00e4hrigen Mittelwert. Die Spargelernte begann in diesem Jahr au\u00dfergew\u00f6hnlich fr\u00fch. Erntemenge und Durchschnittsertrag erreichten nach ersten Sch\u00e4tzungen des Statistischen Bundesamts Rekordniveau.<\/p>\n<p>Von der ungew\u00f6hnlich warmen Fr\u00fchjahrswitterung profitierte auch der Kartoffelanbau. Die ersten Fr\u00fchkartoffeln wurden bereits im M\u00e4rz gelegt. Im weiteren Vegetationsverlauf wirkten sich in einigen Regionen die Niederschl\u00e4ge \u00fcberwiegend positiv auf die Entwicklung der Best\u00e4nde aus. Allerdings gab es auch weniger beg\u00fcnstigte Lagen, in denen anhaltende Trockenheit den Kartoffelbauern zu schaffen machte. In den Sommermonaten f\u00fchrten regional anhaltende Niederschl\u00e4ge zu erh\u00f6htem Infektionsdruck durch Pilze und bakterielle Erreger. Insgesamt kann f\u00fcr das Jahr 2014 von einer qualit\u00e4ts- und mengenm\u00e4\u00dfig eher guten Kartoffelernte ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Zuckerr\u00fcben wird ein gutes Ernteergebnis erwartet. Die Anbaufl\u00e4che wurde ausgedehnt. Auch herrschten im Gegensatz zum letzten Jahr g\u00fcnstige Witterungsverh\u00e4ltnisse. Die Fr\u00fchjahrsbedingungen erlaubten eine ungew\u00f6hnlich fr\u00fche Aussaat. Zwar war die Witterung in den Anbauregionen recht unterschiedlich, dennoch werden allgemein ein fr\u00fcher Kampagnenbeginn und hohe Hektarertr\u00e4ge erwartet.<\/p>\n<p>Der Wein zeigt einen bis zu 14-t\u00e4gigen Vegetationsvorsprung gegen\u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel. Der bisherige Witterungsverlauf beg\u00fcnstigte die Traubenentwicklung. Das Ernteergebnis wird von den weiteren Wetterbedingungen in den Wochen vor der Ernte abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Der erste Schnitt des Gr\u00fcnlands konnte sehr fr\u00fch eingebracht werden. Meist wurden gute Ergebnisse erzielt. Regional f\u00fchrte die Fr\u00fchjahrstrockenheit aber zu niedrigen Ertr\u00e4gen. Die folgenden Heu- und Silage-Schnitte wurden verbreitet durch anhaltende Sommerniederschl\u00e4ge behindert. Die Winterfutterversorgung ist jedoch in den meisten Regionen gesichert.<\/p>\n<p>Die Anbaufl\u00e4che von Silomais wurde ausgedehnt. Das Ertragsniveau l\u00e4sst sich derzeit noch nicht sicher absch\u00e4tzen, aber auch diese Kultur profitierte in besonderem Ma\u00dfe vom Witterungsverlauf.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Ernte 2014 mit Tabellen und Schaubildern gibt es im Internet unter: www.bmel.de\/ernte2014&lt;http:\/\/www.bmel.de\/ernte2014&gt;<\/p>\n<p>Quelle:_ bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundeslandwirtschaftsministerium stellt Erntebericht 2014 vor Schmidt: &#8222;Ich freue mich \u00fcber hohe Ertr\u00e4ge und Erntemengen, die in diesem Jahr zum Teil sogar \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel liegen&#8220; Die deutsche Getreide- und Rapsernte hat in diesem Jahr sehr gute Ertr\u00e4ge gebracht. Das zeigt die aktuelle Erntebilanz des Bundeslandwirtschaftsministeriums. 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