{"id":7468,"date":"2014-08-12T10:38:43","date_gmt":"2014-08-12T08:38:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7468"},"modified":"2014-08-12T10:38:43","modified_gmt":"2014-08-12T08:38:43","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-august-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7468","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2014<\/p>\n<p>* Nach dem starken ersten Quartal kommt es zu einer Abschw\u00e4chung im zweiten<br \/>\nQuartal. Neben einer schw\u00e4cheren Entwicklung im Euroraum trug hierzu die<br \/>\nVerunsicherung durch die geopolitischen Entwicklungen bei.<br \/>\n* Die Erzeugung und die Bestellungen im Produzierenden Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; liegen im<br \/>\nzweiten Quartal niedriger. Die positive konjunkturelle Grundtendenz ist<br \/>\naber nach wie vor intakt.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt ist stabil, die Einkommen steigen und die Konsumlaune ist<br \/>\nweiterhin hoch. Niedrige Zinsen, stabilisierte Finanzm\u00e4rkte und eine<br \/>\nwachsende Weltwirtschaft wirken anregend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"StatPressCN \u2039 frankensicht.de \u2014 WordPress_1336737358340\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Wirtschaft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\nd\u00fcrfte sich im zweiten Quartal abgeschw\u00e4cht haben. [1] Eine Gegenreaktion auf die<br \/>\nnicht zuletzt witterungsbedingt starke Produktionsausweitung im ersten Quartal<br \/>\nwar allgemein erwartet worden. Die Fr\u00fchjahrsbelebung fiel nach dem milden Winter<br \/>\nsehr schwach aus. Die wirtschaftliche Aktivit\u00e4t im Euroraum entfaltet sich indes<br \/>\nz\u00f6gerlicher als zuvor erhofft. Auch die geopolitischen Entwicklungen haben in den<br \/>\nvergangenen Monaten Spuren hinterlassen. Insbesondere der<br \/>\nRussland-Ukraine-Konflikt aber auch die Entwicklungen im Nahen Osten f\u00fchrten zu<br \/>\neiner zunehmenden Verunsicherung der Marktteilnehmer und damit auch zur<br \/>\nZur\u00fcckhaltung bei unternehmerischen Entscheidungen. Die Verunsicherungen d\u00fcrften<br \/>\ngegenw\u00e4rtig schwerer wiegen als die unmittelbaren Auswirkungen der verh\u00e4ngten<br \/>\nSanktionsma\u00dfnahmen. Insgesamt hat sich die Stimmung in der Wirtschaft sp\u00fcrbar<br \/>\neingetr\u00fcbt, die Bestellungen, die Produktion und die Ums\u00e4tze in der Industrie<br \/>\nschw\u00e4chten sich ab. Die Mehrheit der Unternehmen zeigt sich trotz<br \/>\nStimmungseintr\u00fcbung aber optimistisch hinsichtlich der aktuellen wirtschaftlichen<br \/>\nLage. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskr\u00e4fte haben nicht zuletzt dank des<br \/>\nstabilen Arbeitsmarktes weiterhin Substanz. Die positive konjunkturelle<br \/>\nGrundtendenz der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor intakt. Die Risiken f\u00fcr<br \/>\ndie weitere wirtschaftliche Entwicklung aus dem au\u00dfenwirtschaftlichen Umfeld<br \/>\nhaben sich aber fraglos erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Die Weltkonjunktur setzt ihren Kurs der allm\u00e4hlichen Belebung fort. Die schwache<br \/>\nEntwicklung zu Jahresbeginn scheint \u00fcberwunden. Sie war ma\u00dfgeblich auf den<br \/>\nvor\u00fcbergehenden, witterungsbedingten R\u00fcckschlag der US-Wirtschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren.<br \/>\nNun kommen die zyklischen Auftriebskr\u00e4fte wieder st\u00e4rker zum Tragen. Sie werden<br \/>\nin den Industriestaaten weiterhin unterst\u00fctzt durch die stark akkommodierenden<br \/>\nGeld- und weniger restriktiven Fiskalpolitiken. Die ma\u00dfgeblichen konjunkturellen<br \/>\nImpulse werden daher weiterhin von den entwickelten Staaten, allen voran den<br \/>\nVereinigten Staaten, erwartet. Allerdings verl\u00e4uft die Erholung des Euroraums nur<br \/>\nsehr z\u00f6gerlich. Neben der Bew\u00e4ltigung struktureller Herausforderungen sorgt hier<br \/>\nder Russland-Ukraine-Konflikt f\u00fcr Verunsicherung. Die Wachstumsdynamik in den<br \/>\nSchwellenl\u00e4ndern bleibt vorerst ebenfalls ged\u00e4mpft. Vor diesem Hintergrund und<br \/>\nangesichts des schwachen Einstiegs der Vereinigten Staaten in das laufende Jahr<br \/>\nhat der IWF Ende Juli seine Prognose des Welt-BIPs f\u00fcr das Jahr 2014 etwas auf<br \/>\n3,4\u00a0% nach unten korrigiert. F\u00fcr das Jahr 2015 geht er weiterhin von einem<br \/>\nWachstum von 4,0\u00a0% aus. Allerdings sind die Abw\u00e4rtsrisiken aufgrund der<br \/>\ngeopolitischen Lage gestiegen.<\/p>\n<p>Die deutschen Warenausfuhren erh\u00f6hten sich in jeweiligen Preisen im Juni um 0,9\u00a0%<br \/>\nund im gesamten zweiten Quartal um 0,5\u00a0%. [2] Preisbereinigt d\u00fcrfte der Anstieg<br \/>\nnoch etwas schw\u00e4cher ausgefallen sein. Im laufenden Jahr waren vor allem die<br \/>\nAusfuhren in die GUS-Staaten und nach Mittel- und S\u00fcdamerika r\u00fcckl\u00e4ufig. Obwohl<br \/>\nim Juni ein Anstieg um 4,5\u00a0% zu verzeichnen war, schw\u00e4chten sich die nominalen<br \/>\nWareneinfuhren dagegen im zweiten Quartal um 1,3\u00a0% ab. Dieser R\u00fcckgang wird in<br \/>\nrealer Rechnung auch durch die sinkenden Einfuhrpreise nicht g\u00e4nzlich<br \/>\nkompensiert. Insgesamt sind vom Au\u00dfenhandel weiterhin kaum Impulse f\u00fcr das<br \/>\nWachstum in Deutschland zu erwarten.<\/p>\n<p>Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach drei R\u00fcckg\u00e4ngen in Folge im<br \/>\nJuni wieder leicht angestiegen (+0,3\u00a0%). Im zweiten Quartal insgesamt<br \/>\nunterschritt die Gesamterzeugung den Stand des Vorquartals um 1,5\u00a0%. Eine<br \/>\nschw\u00e4chere wirtschaftliche Aktivit\u00e4t war als Gegenbewegung zu dem durch die milde<br \/>\nWitterung beg\u00fcnstigten und wachstumsstarken ersten Quartal allgemein erwartet<br \/>\nworden. Dies zeigt sich vor allem im Baugewerbe, das im zweiten Quartal einen<br \/>\nR\u00fcckgang der Erzeugung um 5,8\u00a0% zu verzeichnen hatte. Die Industrieproduktion<br \/>\nschw\u00e4chte sich um 1,0\u00a0% ab. Auch durch die geopolitisch bedingte Verunsicherung<br \/>\ngingen die Bestellungen in der Industrie im Juni erneut sp\u00fcrbar zur\u00fcck (-3,2\u00a0%),<br \/>\nwobei die aktuelle Entwicklung der Bestellt\u00e4tigkeit vor allem auch durch das<br \/>\ndeutlich unterdurchschnittliche Volumen an Gro\u00dfauftr\u00e4gen gepr\u00e4gt war. Im gesamten<br \/>\nzweiten Quartal hat sich die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen gegen\u00fcber<br \/>\ndem Vorquartal um 0,6\u00a0% abgeschw\u00e4cht. Vor allem die Erwartungskomponente des ifo<br \/>\nGesch\u00e4ftsklimas hat sich in den letzten Monaten eingetr\u00fcbt. Gleichwohl d\u00fcrfte<br \/>\nsich die insgesamt positive Konjunkturtendenz im Produzierenden Gewerbe<br \/>\nfortsetzen. Dies wird unter anderem durch das \u00fcberdurchschnittliche Niveau der<br \/>\naktuellen Lagebeurteilungen im ifo Konjunkturtest und durch den<br \/>\nMarkit\/BME-Einkaufsmanagerindex f\u00fcr die Industrie signalisiert. Letzterer<br \/>\nverbesserte sich im Juli und zeigt eine Expansion der Erzeugung an.<\/p>\n<p>Der private Konsum bleibt eine wichtige S\u00e4ule der wirtschaftlichen Entwicklung.<br \/>\nIm ersten Quartal des Jahres stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt<br \/>\num 0,7\u00a0%. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) schw\u00e4chten sich<br \/>\nallerdings im zweiten Quartal geringf\u00fcgig um 0,3\u00a0% ab. Das ifo Gesch\u00e4ftsklima der<br \/>\nEinzelh\u00e4ndler und insbesondere die Beurteilung der Gesch\u00e4ftslage blieb im<br \/>\ngesamten zweiten Quartal und auch im Juli freundlich. Die positive Einkommens-<br \/>\nund Besch\u00e4ftigungsentwicklung sowie die stabilen Verbraucherpreise sorgen<br \/>\nweiterhin f\u00fcr eine gehobene Konsumlaune bei den Verbrauchern.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil und eine St\u00fctze der binnenwirtschaftlichen<br \/>\nEntwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juli jahreszeitlich bedingt auf<br \/>\n2,871 Mio. Personen. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosigkeit aber um 12.000<br \/>\nPersonen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten stieg im Mai<br \/>\nsaisonbereinigt weiter um 20.000 und die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im Juni um<br \/>\n16.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren damit im Mai 42,24 Mio. Personen<br \/>\nim Inland erwerbst\u00e4tig, 377.000 mehr als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nEnergie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. August 2014<br \/>\nvorlagen. Erste Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten<br \/>\nQuartal 2014 werden vom Statistischen Bundesamt am 14. August ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2014 * Nach dem starken ersten Quartal kommt es zu einer Abschw\u00e4chung im zweiten Quartal. 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