{"id":7136,"date":"2014-05-14T08:19:34","date_gmt":"2014-05-14T06:19:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7136"},"modified":"2014-05-14T08:19:34","modified_gmt":"2014-05-14T06:19:34","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7136","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem breit angelegten Aufschwung.<br \/>\n* Nach einem starken ersten Quartal aufgrund des milden Winters wird die<br \/>\nFr\u00fchjahrsbelebung voraussichtlich schw\u00e4cher ausfallen als gewohnt. Darauf<br \/>\ndeuten u. a. die aktuellen Indikatoren des Produzierenden Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; hin.<br \/>\n* Die weltwirtschaftlichen Perspektiven bleiben im Ganzen aufgehellt,<br \/>\nallerdings stellen geopolitische Spannungen zus\u00e4tzliche Risikofaktoren dar.<br \/>\nVom Au\u00dfenhandel sind aktuell per Saldo kaum Impulse zu erwarten.<br \/>\n* Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich fort.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"statistik\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\nhat im Winterhalbjahr, unterst\u00fctzt durch die milde Witterung, weiter an Dynamik<br \/>\ngewonnen [1]. Nach dem Wachstum von 0,4\u00a0% im Jahresschlussquartal 2013 [2] d\u00fcrfte<br \/>\nim ersten Quartal 2014 die gesamtwirtschaftliche Leistung nochmals kr\u00e4ftiger<br \/>\nzugenommen haben [3]. Allerdings wird im Gegenzug die Fr\u00fchjahrsbelebung etwas<br \/>\nschw\u00e4cher ausfallen als gewohnt. Insgesamt hat sich die Erholung gefestigt und an<br \/>\nBreite gewonnen. Sie wird ma\u00dfgeblich von den binnenwirtschaftlichen<br \/>\nAuftriebskr\u00e4ften getragen. Eine zentrale Rolle kommt dabei der guten Verfassung<br \/>\ndes Arbeitsmarktes zu. Positive Impulse kommen von den privaten und staatlichen<br \/>\nKonsumausgaben und den Investitionen in Bauten. Mit zunehmender<br \/>\nKapazit\u00e4tsauslastung und den anhaltend guten Finanzierungsbedingungen sind aber<br \/>\nauch die Investitionen in Ausr\u00fcstungen angesprungen. Vom Au\u00dfenhandel kommen<br \/>\ndagegen den Indikatoren zufolge per Saldo keine zus\u00e4tzlichen Wachstumsimpulse.<br \/>\nWie stark und nachhaltig sich der Aufschwung im weiteren Verlauf des Jahres<br \/>\nfortsetzt, wird nicht zuletzt von der Entwicklung des au\u00dfenwirtschaftlichen<br \/>\nUmfelds abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die Weltwirtschaft setzt ihren moderaten Wachstumskurs fort. Die<br \/>\nausschlaggebenden Impulse f\u00fcr Wachstum und Handel kommen zurzeit von den<br \/>\nIndustriel\u00e4ndern, allen voran von der US-Wirtschaft. Dazu tragen die nach wie vor<br \/>\nexpansiv ausgerichtete Geldpolitik, g\u00fcnstige Finanzierungsbedingungen und eine<br \/>\nweniger restriktive Konsolidierungspolitik der \u00f6ffentlichen Haushalte bei. Die<br \/>\nStaaten der Europ\u00e4ischen Union erholen sich noch vergleichsweise z\u00f6gerlich. In<br \/>\nJapan d\u00fcrfte der Zwang zur Haushaltskonsolidierung bremsen. D\u00e4mpfend auf die<br \/>\nWeltwirtschaft wirkt die schw\u00e4chere Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft<br \/>\nsowie das insgesamt geringere Wachstum in den \u00fcbrigen Schwellenl\u00e4ndern. Vor<br \/>\ndiesem Hintergrund d\u00fcrfte die Weltwirtschaft zun\u00e4chst in dem derzeitigen<br \/>\nmoderaten Tempo weiter expandieren. Die OECD hat in ihrem j\u00fcngsten Economic<br \/>\nOutlook ihre Wachstumsprognose f\u00fcr das laufende Jahr leicht zur\u00fcckgenommen und<br \/>\nrechnet mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,4\u00a0%. F\u00fcr 2015 wird dann ein Anstieg<br \/>\ndes Welt-BIP auf 3,9\u00a0% erwartet. Dabei bleiben die Risiken f\u00fcr die Weltkonjunktur<br \/>\nbeachtlich.<\/p>\n<p>Die deutschen Warenausfuhren sind im M\u00e4rz saisonbereinigt und in jeweiligen<br \/>\nPreisen den zweiten Monat in Folge sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen. Zuvor hatten sie sich<br \/>\nzwischenzeitlich recht lebhaft entwickelt. Im Trend blieben sie geringf\u00fcgig<br \/>\naufw\u00e4rtsgerichtet (Dreimonatsvergleich: +0,3\u00a0%). Die nur zuletzt leicht<br \/>\nr\u00fcckl\u00e4ufigen Einfuhren weisen weiterhin einen deutlichen Aufw\u00e4rtstrend auf<br \/>\n(Dreimonatsvergleich: +2,3\u00a0%). Angesichts r\u00fcckl\u00e4ufiger Einfuhrpreise f\u00e4llt dieser<br \/>\nbei realer Betrachtung noch st\u00e4rker aus. Dies zeugt von einer weiterhin lebhaften<br \/>\nBinnenkonjunktur. Die \u00dcbersch\u00fcsse in der Handels- und in der Leistungsbilanz<br \/>\nlagen im M\u00e4rz mit +16,4 Mrd. Euro bzw. +19,5\u00a0Mrd. Euro unter den<br \/>\nVorjahresst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Die Produktion im Produzierenden Gewerbe schw\u00e4chte sich im M\u00e4rz nach<br \/>\nviermonatigem Anstieg in Folge um 0,5\u00a0% ab. Die Erzeugung in der Industrie ging<br \/>\nleicht (-0,4\u00a0%), die im Baugewerbe kr\u00e4ftiger (-2,2\u00a0%) zur\u00fcck. Im ersten Quartal<br \/>\ninsgesamt erh\u00f6hte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe demgegen\u00fcber<br \/>\nbeschleunigt um 1,2\u00a0%. Die industrielle Produktion expandierte mit der gleichen<br \/>\nRate. Sowohl die Vorleistungs-, die Investitions- als auch die<br \/>\nKonsumg\u00fcterproduktion trugen hierzu bei. Die Impulse f\u00fcr die Industrieproduktion<br \/>\nkamen dabei den Ums\u00e4tzen zufolge sowohl aus dem Inland als auch aus L\u00e4ndern<br \/>\nau\u00dferhalb des Euroraumes. Unterst\u00fctzt durch den milden Winter wurde die Erzeugung<br \/>\nim Baugewerbe sehr kr\u00e4ftig um 4,7\u00a0% ausgeweitet. Im Gegenzug ist hier allerdings<br \/>\neine etwas weniger ausgepr\u00e4gte Fr\u00fchjahrsbelebung zu erwarten. Die<br \/>\nBestellt\u00e4tigkeit in der Industrie erlitt nicht zuletzt aufgrund geringer<br \/>\nGro\u00dfauftr\u00e4ge im M\u00e4rz einen R\u00fcckschlag (-2,8\u00a0%). Damit verharrten die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge im ersten Quartal auf dem Niveau des Vorquartals. Ohne<br \/>\nGro\u00dfauftr\u00e4ge, die erst \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum produktionswirksam werden,<br \/>\nerh\u00f6hten sich die Auftragseing\u00e4nge aber weiter um 1,9\u00a0%. Die positive<br \/>\nGrundtendenz in der Industrie ist daher intakt, ihre Dynamik d\u00fcrfte sich aber<br \/>\nvor\u00fcbergehend etwas abschw\u00e4chen. Hierf\u00fcr sprechen auch die Stimmungsindikatoren,<br \/>\ndie zwischenzeitlich im M\u00e4rz etwas ged\u00e4mpfter ausfielen, aber durchweg ein hohes<br \/>\nNiveau aufweisen.<\/p>\n<p>Die privaten Konsumausgaben d\u00fcrften nach der ged\u00e4mpften Entwicklung im<br \/>\nJahresschlussquartal 2013 im ersten Quartal dieses Jahres das<br \/>\ngesamtwirtschaftliche Wachstum wieder ma\u00dfgeblich gest\u00fctzt haben. Hierauf deutet<br \/>\nvor allem die Umsatzentwicklung im Einzelhandel hin. Die Einzelhandelsums\u00e4tze<br \/>\n(ohne Kfz-Handel) haben sich im M\u00e4rz zwar leicht abgeschw\u00e4cht, im gesamten ersten<br \/>\nQuartal lag das Umsatzvolumen in saisonbereinigter Rechnung aber um 1,3 % h\u00f6her<br \/>\nals im Vorquartal. Auch mit Blick auf die weitere Entwicklung zeigen sich die<br \/>\nUnternehmen des Einzelhandels recht optimistisch. Sie hoben ihre Erwartungen f\u00fcr<br \/>\ndie Gesch\u00e4ftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten im April wieder an. Vor<br \/>\ndem Hintergrund anhaltend positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt und steigender<br \/>\nEinkommen zeigt sich auch die Stimmung unter den Konsumenten bis in den Mai<br \/>\nhinein auf hohem Niveau aufgehellt. Der private Konsum wird daher auch im<br \/>\nweiteren Jahresverlauf der Konjunktur positive Impulse geben.<\/p>\n<p>Die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs<br \/>\nweiter. Die Fr\u00fchjahrsbelebung hat sp\u00fcrbar eingesetzt, f\u00e4llt aber auch hier wegen<br \/>\ndes zuvor milden Winters schw\u00e4cher aus als gew\u00f6hnlich. Die Zahl der<br \/>\nErwerbst\u00e4tigen stieg saisonbereinigt im M\u00e4rz um 33.000 Personen. Die Zahl der<br \/>\nArbeitslosen sank saisonbereinigt im April weiter um 25.000 Personen. Die<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigung ging um 17.000 Personen zur\u00fcck. Nach Ursprungszahlen gab es im<br \/>\nM\u00e4rz 41,81 Mio. Erwerbst\u00e4tige im Inland, 372.000 mehr als vor einem Jahr. Die<br \/>\nZahl der Arbeitslosen sank mit 2,943 Mio. Personen wieder unter die<br \/>\nDrei-Millionen-Schwelle. Die Zahl der gemeldeten Stellen nahm im April weiter<br \/>\nleicht zu. Die Umfragen des ifo Instituts und des IAB deuten klar auf eine<br \/>\nFortsetzung dieses positiven Trends hin.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Juni-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 22.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nEnergie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 09. Mai 2014 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<br \/>\n[3] Die Schnellmeldung zu den Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen<br \/>\nGesamtrechnung f\u00fcr das erste Quartal wird vom Statistischen Bundesamt am 15. Mai<br \/>\n2014 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem breit angelegten Aufschwung. * Nach einem starken ersten Quartal aufgrund des milden Winters wird die Fr\u00fchjahrsbelebung voraussichtlich schw\u00e4cher ausfallen als gewohnt. 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