{"id":658,"date":"2012-04-10T14:58:27","date_gmt":"2012-04-10T12:58:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=658"},"modified":"2012-04-10T16:14:17","modified_gmt":"2012-04-10T14:14:17","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=658","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2012"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft scheint zu Jahresbeginn ihre vor\u00fcbergehende Schw\u00e4chephase<br \/>\nlangsam wieder zu \u00fcberwinden. Hierauf deuten die einschl\u00e4gigen<br \/>\nKonjunkturindikatoren hin. Die Chancen, dass die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten im<br \/>\nFr\u00fchjahr wieder zunehmen und die deutsche Wirtschaft das schwierige<br \/>\nWinterhalbjahr hinter sich lassen kann, haben sich verbessert. <!--more-->Hierf\u00fcr sprechen<br \/>\nnicht nur die Mehrzahl der Stimmungsindikatoren, deren Erwartungskomponenten sich<br \/>\nin den vergangenen Monaten sp\u00fcrbar aufgehellt haben. Auch im internationalen<br \/>\nWirtschaftsumfeld nehmen die Signale zu, die eine leichte Belebung der<br \/>\nwirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten erwarten lassen. Die Entwicklung im Euroraum<br \/>\ninsgesamt verl\u00e4uft zwar nach wie vor ged\u00e4mpft. Nach den weit reichenden<br \/>\ngeldpolitischen Sonderma\u00dfnahmen, den nationalen Anstrengungen zur Bew\u00e4ltigung der<br \/>\nStaatsschuldenkrise sowie den Fortschritten hinsichtlich der St\u00e4rkung der<br \/>\ninstitutionellen Rahmenbedingungen im Euroraum haben sich aber auch hier die<br \/>\nwirtschaftlichen Perspektiven verbessert. In anderen Regionen der Welt, etwa im<br \/>\nasiatischen Raum, in den gro\u00dfen Schwellenl\u00e4ndern sowie in den USA scheint die<br \/>\nWirtschaftsentwicklung an Momentum zu gewinnen. Die Risiken und Unsicherheiten<br \/>\nsind aber nach wie vor beachtlich. Zu den bekannten Risiken aus der<br \/>\nStaatsschulden- und Finanzkrise haben geopolitische Unw\u00e4gbarkeiten an Bedeutung<br \/>\ngewonnen, die sich unter anderem in gestiegenen \u00d6lpreisen niederschlagen.<\/p>\n<p>Zu der positiveren Sicht der Weltwirtschaft tr\u00e4gt bei, dass sich der Welthandel<br \/>\nnach weitgehender Stagnation im Verlauf des vergangenen Jahres zum Jahreswechsel<br \/>\nwieder belebte. Nach dem Anstieg der deutschen Aus- und Einfuhren von Waren im<br \/>\nJanuar um 2,3 % bzw. um 2,4 % [2] deuten sich weitere Aufw\u00e4rtstendenzen an, auch<br \/>\nwenn vorerst eher verhaltene Impulse aus dem Au\u00dfenhandel<br \/>\nzu erwarten sind.<\/p>\n<p>Mit dem leichten R\u00fcckgang um 0,4 % schw\u00e4chte sich die Abw\u00e4rtstendenz der<br \/>\nIndustrieproduktion im Februar etwas ab. Zwar bleibt sie durch die insgesamt noch<br \/>\nschwache Bestellt\u00e4tigkeit vorbelastet. Der leichte Anstieg der Auftragseing\u00e4nge<br \/>\nim Februar um 0,3 % k\u00f6nnte allerdings auf einen positiven Wendepunkt hindeuten.<br \/>\nDaf\u00fcr sprechen auch die Stimmungsindikatoren, bei denen sich insbesondere die<br \/>\nErwartungskomponenten seit Jahresbeginn \u00fcberwiegend freundlich entwickeln. Die<br \/>\nBestellungen aus dem Ausland au\u00dferhalb der Eurozone nahmen bereits wieder zu und<br \/>\nauch die inl\u00e4ndische Bestellt\u00e4tigkeit stabilisierte sich. Deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig<br \/>\nentwickeln sich demgegen\u00fcber die Auftragseing\u00e4nge aus der Eurozone.<\/p>\n<p>Im Februar wurde die Produktion zus\u00e4tzlich durch den scharfen K\u00e4lteeinbruch<br \/>\nbelastet. Dieser f\u00fchrte insbesondere im Bauhauptgewerbe zu Behinderungen und<br \/>\neinem R\u00fcckgang der Bauleistung um 17,1 %. Solche witterungsbedingten Ausf\u00e4lle<br \/>\nwerden zwar erfahrungsgem\u00e4\u00df rasch wieder aufgeholt, das Produktionsergebnis des<br \/>\nersten Quartals d\u00fcrfte aber dennoch belastet bleiben. Die Perspektiven im<br \/>\nBaugewerbe bleiben gleichwohl g\u00fcnstig. Die Auftragseing\u00e4nge entwickeln sich seit<br \/>\neinem halben Jahr \u00fcberaus positiv. Niedrige Zinsen und wohl auch ein ver\u00e4ndertes<br \/>\nAnlageverhalten bilden hierf\u00fcr den N\u00e4hrboden.<\/p>\n<p>Die konjunkturelle Schw\u00e4chephase beeinflusste den Arbeitsmarkt bislang kaum. Die<br \/>\nErwerbst\u00e4tigkeit erh\u00f6hte sich im Februar trotz des K\u00e4lteeinbruchs weiter<br \/>\nsaisonbereinigt kr\u00e4ftig um 40.000 Personen und der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit<br \/>\nsetzte sich im M\u00e4rz um 18.000 Personen fort. Damit waren 41,10 Millionen Personen<br \/>\nerwerbst\u00e4tig bei einer Zahl von 3,028 Millionen Arbeitslosen. Die Fr\u00fchindikatoren<br \/>\nsignalisieren ungebrochen eine rege Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften in nahezu allen<br \/>\nBranchen. Der Arbeitsmarkt stabilisiert somit auch in einem schwierigen<br \/>\nwirtschaftlichen Umfeld weiterhin die binnenwirtschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<p>Damit bleiben auch die Perspektiven f\u00fcr die verf\u00fcgbaren Einkommen der privaten<br \/>\nHaushalte und f\u00fcr die privaten Konsumausgaben als gr\u00f6\u00dfte Nachfragekomponente<br \/>\npositiv. Die Kaufkraft der Verbraucher wird allerdings gegenw\u00e4rtig merklich durch<br \/>\ndie hohen Energiepreise belastet. Dies d\u00fcrfte auch einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die<br \/>\nnegative Umsatzentwicklung im Einzelhandel sein, die im Februar weiter um 1,1 %<br \/>\nabnahm. Angesichts des anhaltenden Anstiegs der Energiepreise lagen die<br \/>\nVerbraucherpreise im M\u00e4rz nach vorl\u00e4ufigen Angaben um 2,1 % h\u00f6her als vor einem<br \/>\nJahr.<\/p>\n<p>Weil sich bei der Entwicklung der Roh\u00f6lpreise derzeit keine Entspannung<br \/>\nabzeichnet, ist es umso wichtiger am deutschen Benzinmarkt die Wettbewerbskr\u00e4fte<br \/>\nzu st\u00e4rken und Verst\u00f6\u00dfe gegen das Wettbewerbsrecht<br \/>\nzeitnah aufzudecken und zu sanktionieren. Ein zentrales Element ist hierbei ein<br \/>\nm\u00f6glichst hohes Ma\u00df an Transparenz zu erreichen. Die Bundesregierung wird deshalb<br \/>\ndie neu einzurichtende Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt \u00fcber die<br \/>\nBereiche Strom und Gas hinaus auch auf den Kraftstoffmarkt ausdehnen. Dort sollen<br \/>\ndie Mineral\u00f6lunternehmen zuk\u00fcnftig zeitnah und fl\u00e4chendeckend ihre Preise f\u00fcr<br \/>\nBenzin und Diesel melden. Ziel ist es, unzul\u00e4ssige Verdr\u00e4ngungsstrategien<br \/>\naufzudecken und zu verfolgen.<\/p>\n<p>Quelle : bmwi.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=661\" rel=\"attachment wp-att-661\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-661\" title=\"dollar\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/dollar-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/dollar-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/dollar.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin:\u00a0 Die deutsche Wirtschaft scheint zu Jahresbeginn ihre vor\u00fcbergehende Schw\u00e4chephase langsam wieder zu \u00fcberwinden. Hierauf deuten die einschl\u00e4gigen Konjunkturindikatoren hin. 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