{"id":6444,"date":"2013-11-25T08:25:35","date_gmt":"2013-11-25T07:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6444"},"modified":"2013-11-25T08:25:35","modified_gmt":"2013-11-25T07:25:35","slug":"huber-bayerns-pflanzenwelt-wird-interaktiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6444","title":{"rendered":"Huber: Bayerns Pflanzenwelt wird interaktiv"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Gemeinschaftsprojekt &#8222;Flora von Bayern&#8220; startet \/ Neue Kommunikationsplattform &#8222;wiki.bayernflora.de&#8220; online<\/p>\n<p>Der Freistaat Bayern ist eines der artenreichsten Bundesl\u00e4nder in Deutschland. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen gibt es in Bayern mehr als 4.000 verschiedene Farn- und Bl\u00fctenpflanzen. Durch die Landnutzung und den Klimawandel unterliegt die Zahl der Pflanzenarten einem stetigen Wandel. Jetzt wollen die Bayerische Botanische Gesellschaft, das Bayerische Landesamt f\u00fcr Umwelt, die Regensburgische Botanische Gesellschaft, die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) mit Datenzentrum (SNSB-IT-Zentrum) und der WWF Deutschland der genauen Anzahl und Verbreitung einen Schritt n\u00e4her kommen: In dem Gemeinschaftsprojekt &#8222;Flora von Bayern&#8220; werden ab sofort alle vorhandenen Daten \u00fcber heimische Pflanzenarten sowie Neophyten, Einwanderer in der Pflanzenwelt, zusammengetragen und erg\u00e4nzende Kartierungen durchgef\u00fchrt. Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber lobt vor allem das Engagement aller Projektpartner: &#8222;Wir erstellen eine interaktive Schatzkarte mit allen Pflanzenarten Bayerns, vom Blauen Sumpfstern bis zur Silberdistel. Zum ersten Mal seit 100 Jahren wird der komplette Pflanzenbestand im Freistaat systematisch zusammengetragen und erhoben. Das erfordert viele aufmerksame und geschulte Beobachter, die ihr Wissen b\u00fcndeln. Das ist eine gro\u00dfartige Gemeinschaftsleistung. Die neu gewonnenen Erkenntnisse helfen bei der effektiven Umsetzung der Bayerischen Biodiversit\u00e4tsstrategie zum Schutz der heimischen Flora. Sie sind ein Gewinn f\u00fcr Wissenschaft, Verwaltung und die B\u00fcrger. Das Ergebnis wird f\u00fcr jedermann im Internet verf\u00fcgbar sein.&#8220; Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland beim WWF, bekr\u00e4ftigte: &#8222;Das Projekt hat nicht nur eine enorme Bedeutung f\u00fcr den Artenschutz in Bayern sondern hat bundesweite Strahlkraft. Vor allem das offene und interaktive Konzept ist vorbildlich, denn durch das Wiki wird Botanik zur B\u00fcrgersache. Jeder kann sich auf die Suche nach seltenen Pflanzen vor seiner eigenen Haust\u00fcr begeben.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=6447\" rel=\"attachment wp-att-6447\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6447\" alt=\"pflanzen1\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/pflanzen1.jpg\" width=\"257\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/pflanzen1.jpg 257w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/pflanzen1-220x146.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bis 2016 sollen die bayernweiten Ergebnisse in die neue Kommunikationsplattform &#8222;wiki.bayernflora.de&#8220; \u00fcberf\u00fchrt werden und langfristig als mehrb\u00e4ndiges Nachschlagewerk mit Verbreitungskarten und Steckbriefen erscheinen. Die Projektkosten betragen 600.000 Euro, das Bayerische Umweltministerium f\u00f6rdert das Projekt mit 450.000 Euro. Mit dem neuen Gemeinschaftsprojekt schaffen Ehrenamt, Wissenschaft, Naturschutzverband und Verwaltung f\u00fcr alle Pflanzenkartierungen ein gemeinsames Datenzentrum nach aktuellen Standards und bauen den bisherigen &#8222;Botanischen Informationsknoten Bayern (http:\/\/www.bayernflora.de)&#8220; zu einer interaktiven Kommunikationsplattform aus. Mit Workshops, Exkursionen und Seminaren werden erfahrenen Pflanzenkennern und von der Natur Begeisterten Anreize geboten, sich aktiv an der Flora von Bayern zu beteiligen. Frau Prof. Dr. Susanne Renner, Direktorin der Botanischen Staatssammlung der SNSB, betonte: &#8222;Als weltweit aktive Wissenschaftler nehmen wir in M\u00fcnchen unsere Verpflichtung der heimischen Flora gegen\u00fcber sehr ernst.&#8220;<\/p>\n<p>Die letzte landesweite Floraerhebung Bayerns von Franz Vollmann stammt aus dem Jahr 1914. Seither wurde eine Reihe von lokalen und regionalen Floren wie etwa die des Regnitzgebietes ver\u00f6ffentlicht. Wichtige weitere Schritte zur Zusammenf\u00fchrung der Daten waren der Verbreitungsatlas der Farn- und Bl\u00fctenpflanzen Bayerns von Sch\u00f6nfelder &amp; Bresinsky und das Projekt &#8222;Bayerisches Floristisches Datennetz&#8220;.<\/p>\n<p>Quelle:stmug.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Gemeinschaftsprojekt &#8222;Flora von Bayern&#8220; startet \/ Neue Kommunikationsplattform &#8222;wiki.bayernflora.de&#8220; online Der Freistaat Bayern ist eines der artenreichsten Bundesl\u00e4nder in Deutschland. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen gibt es in Bayern mehr als 4.000 verschiedene Farn- und Bl\u00fctenpflanzen. Durch die Landnutzung und den Klimawandel unterliegt die Zahl der Pflanzenarten einem stetigen Wandel. 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