{"id":6393,"date":"2013-11-11T10:03:06","date_gmt":"2013-11-11T09:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6393"},"modified":"2013-11-11T10:03:06","modified_gmt":"2013-11-11T09:03:06","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-november-2013-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6393","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2013 [1]"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal weiter gewachsen.<br \/>\n* Impulse kommen prim\u00e4r von der Binnennachfrage: Die privaten Konsumausgaben<br \/>\nentwickeln sich robust, die Ausr\u00fcstungsinvestitionen legen zu.<br \/>\n* Die Industrie ist wieder auf Wachstumskurs. Die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; haben sich<br \/>\ntrotz verhaltener Auslandsnachfrage leicht belebt.<br \/>\n* Die Besch\u00e4ftigung erreicht neue Rekordst\u00e4nde und nimmt in gem\u00e4\u00dfigtem Tempo<br \/>\nweiter zu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft schreitet voran. Die<br \/>\ngesamtwirtschaftliche Leistung hat sich den vorliegenden Indikatoren zufolge im<br \/>\ndritten Quartal weiter erh\u00f6ht. Die Wachstumsrate d\u00fcrfte allerdings niedriger<br \/>\nausgefallen sein als im zweiten Quartal, in dem witterungsbedingte Nachholeffekte<br \/>\nf\u00fcr zus\u00e4tzlichen Schub gesorgt hatten. Darauf deutet die weniger starke<br \/>\nAusweitung von Produktion und Besch\u00e4ftigung hin. Neben der robusten Entwicklung<br \/>\ndes privaten Konsums d\u00fcrften vor allem die Investitionen in Ausr\u00fcstungen weiter<br \/>\nTritt gefasst haben. Hierf\u00fcr spricht die beschleunigte Ausweitung der<br \/>\nInlandsums\u00e4tze mit Investitionsg\u00fctern im dritten Quartal. W\u00e4hrend die<br \/>\nBinnennachfrage entscheidende Wachstumsimpulse liefert, d\u00fcrfte der<br \/>\nWachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels gering ausgefallen sein. Insgesamt hat sich die<br \/>\nkonjunkturelle Belebung weiter gefestigt und an Breite gewonnen. Die vorlaufenden<br \/>\nIndikatoren signalisieren f\u00fcr die kommenden Monate ein leicht beschleunigtes<br \/>\nProduktionswachstum. Angesichts der nach wie vor nur verhaltenen Impulse aus dem<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftlichen Umfeld wird die wirtschaftliche Dynamik allerdings ma\u00dfvoll<br \/>\nbleiben.<\/p>\n<p>Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres etwas<br \/>\nbeschleunigt, es bleibt aber weiterhin verhalten. Die Bew\u00e4ltigung der Folgen der<br \/>\nFinanzkrise ist noch nicht abgeschlossen. Die strukturellen<br \/>\nAnpassungserfordernisse in vielen L\u00e4ndern und Regionen d\u00fcrften noch f\u00fcr einige<br \/>\nZeit die wirtschaftliche Dynamik d\u00e4mpfen. Die Impulse kommen zurzeit vornehmlich<br \/>\nvon den Industriestaaten. Die Schwellenl\u00e4nder k\u00f6nnen das aus den vergangenen<br \/>\nJahren gewohnte hohe Wachstumstempo nicht aufrechterhalten. In den USA wird sich<br \/>\ndie Konjunktur nach der Belastung durch den Budget-Streit weiter leicht beleben.<br \/>\nDie japanische Wirtschaft wird nach wie vor durch eine expansive Geld- und<br \/>\nFiskalpolitik stimuliert. Der Euroraum verzeichnet langsame Fortschritte bei den<br \/>\nnotwendigen strukturellen Anpassungen, die allm\u00e4hlich wieder Wachstumskr\u00e4fte<br \/>\nfreisetzen. Insgesamt d\u00fcrften sich die Perspektiven f\u00fcr die Weltwirtschaft<br \/>\nlangsam weiter aufhellen.<\/p>\n<p>Aufgrund der verhaltenen Entwicklung der deutschen Absatzm\u00e4rkte ver\u00e4ndern sich<br \/>\ndie deutschen Ausfuhren derzeit tendenziell wenig. Die Warenexporte nahmen im<br \/>\ngesamten dritten Quartal saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen lediglich um<br \/>\n0,4 % zu. Im September erh\u00f6hten sie sich um 1,7 %. Die Wareneinfuhren gingen im<br \/>\ndritten Quartal um 0,3 % zur\u00fcck. Dabei wurden im September 1,9 % weniger Waren<br \/>\nals im Vormonat eingef\u00fchrt. Insgesamt fiel damit der Handelsbilanz\u00fcberschuss im<br \/>\ndritten Quartal in jeweiligen Preisen geringf\u00fcgig h\u00f6her aus als im Vorquartal.<br \/>\nAngesichts der nach wie vor nur z\u00f6gerlichen Entwicklung der Auslandsauftr\u00e4ge f\u00fcr<br \/>\ndie Industrie bleiben die Aussichten f\u00fcr den deutschen Exportsektor weiterhin<br \/>\nverhalten.<\/p>\n<p>Im Produzierenden Gewerbe h\u00e4lt der Aufw\u00e4rtstrend an. Die Gesamterzeugung stieg im<br \/>\ndritten Quartal noch \u00fcber das bereits hohe Niveau des zweiten Quartals (+0,6 %<br \/>\n[3]). Im September war allerdings ein R\u00fcckgang der Produktion zu verzeichnen<br \/>\n(-0,9 %). Sie verringerte sich sowohl in der Industrie (-1,1 %) als auch im<br \/>\nBaugewerbe (-1,8 %). In der Industrie machte sich vor allem die sp\u00fcrbare<br \/>\nEinschr\u00e4nkung der Investitionsg\u00fcterproduktion bemerkbar, die im Monat zuvor<br \/>\njedoch kr\u00e4ftig ausgeweitet worden war. Im dritten Quartal insgesamt lieferte die<br \/>\nErzeugung von Investitionsg\u00fctern die positiven Impulse. In den kommenden Monaten<br \/>\nist mit einem moderaten Wachstum der Industrieproduktion zu rechnen. Der Umfang<br \/>\nder Auftragseing\u00e4nge erh\u00f6hte sich im dritten Quartal um 1,6 %. Der Anstieg bei<br \/>\nden Bestellungen kam ma\u00dfgeblich aus dem Inland (+2,6 %). Dieser st\u00fctzte sich vor<br \/>\nallem auf eine gestiegene Inlandsnachfrage nach Investitionsg\u00fctern (+4,0 %). Die<br \/>\nBestellungen aus dem Ausland legten im September nicht zuletzt aufgrund von<br \/>\nGro\u00dfauftr\u00e4gen zwar deutlich zu, insgesamt entwickeln sie sich aber noch wenig<br \/>\ndynamisch. Die Bauleistung wurde im zweiten und zu Beginn des dritten Quartals<br \/>\ndurch kr\u00e4ftige Nachholeffekte gest\u00fctzt. Im September ist sie mit ihrem erneuten<br \/>\nR\u00fcckgang (-1,8 %) auf einen etwas moderateren Wachstumspfad eingeschwenkt. Die<br \/>\nBauproduktion lag aber auch im dritten Quartal deutlich (+2,1 %) \u00fcber dem<br \/>\nErgebnis des starken zweiten Quartals.<\/p>\n<p>Der private Konsum wird weiterhin durch den steten Anstieg der Besch\u00e4ftigung, die<br \/>\nsteigenden Einkommen, die stabilen Preise sowie die niedrigen Zinsen gest\u00fctzt.<br \/>\nGleichwohl sind die Einzelhandelsums\u00e4tze (ohne Einbeziehung des Kfz-Handels) im<br \/>\ndritten Quartal leicht um 0,1 % zur\u00fcckgegangen. Bei den Pkw-Neuzulassungen<br \/>\nscheint der Tiefpunkt jedoch durchschritten. Die Stimmung unter den Konsumenten<br \/>\nund Einzelh\u00e4ndlern bleibt weiterhin \u00fcberdurchschnittlich. Vor dem Hintergrund der<br \/>\nkonsumfreundlichen Rahmenbedingungen signalisiert sie, dass die private<br \/>\nKonsumnachfrage eine verl\u00e4ssliche St\u00fctze der binnenwirtschaftlichen Belebung<br \/>\nbleiben wird.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Herbstbelebung fiel<br \/>\nallerdings relativ schwach aus. Die Erwerbst\u00e4tigkeit im Inland stieg im September<br \/>\nsaisonbereinigt lediglich um 7.000 Personen. Im gesamten dritten Quartal nahm sie<br \/>\num 51.000 Personen zu, nach +70.000 im zweiten Quartal. Die Entwicklung spiegelt<br \/>\nweiterhin insbesondere die Zuw\u00e4chse der sozialversicherungspflichtigen<br \/>\nBesch\u00e4ftigung wider. Die Kr\u00e4ftenachfrage hat sich nach einer l\u00e4ngeren<br \/>\nSchw\u00e4chephase wieder etwas belebt. Die Zahl der gemeldeten Stellen nimmt<br \/>\nsaisonbereinigt seit Mitte des Jahres leicht zu. Trotz der positiven<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsentwicklung stieg die Zahl der Arbeitslosen im Oktober<br \/>\nsaisonbereinigt weiter leicht um 2.000 Personen an. Die Zahl der<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigten, die neben den registrierten Arbeitslosen zus\u00e4tzlich Personen<br \/>\nin arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen umfasst, bildete sich jedoch weiter zur\u00fcck.<br \/>\nInsgesamt gestaltet sich die Vermittlung von Arbeitslosen zunehmend schwieriger,<br \/>\nda ihre Profile h\u00e4ufig nicht den regionalen und qualifikatorischen Anforderungen<br \/>\nder Unternehmen entsprechen (sog. Mismatch). Aufgrund der zu erwartenden<br \/>\nkonjunkturellen Belebung d\u00fcrften sich die positiven Grundtendenzen am<br \/>\nArbeitsmarkt aber in ged\u00e4mpfter Form fortsetzen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Dezember-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 48.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 08.<br \/>\nNovember 2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Erste Ergebnisse zur gesamtwirtschaftlichen Leistung der deutschen Wirtschaft<br \/>\nim dritten Quartal 2013 ver\u00f6ffentlicht das Statistische Bundesamt am 14. November<br \/>\nin seiner Schnellmeldung.<br \/>\n[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<br \/>\nQuelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal weiter gewachsen. * Impulse kommen prim\u00e4r von der Binnennachfrage: Die privaten Konsumausgaben entwickeln sich robust, die Ausr\u00fcstungsinvestitionen legen zu. * Die Industrie ist wieder auf Wachstumskurs. 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