{"id":6272,"date":"2013-10-11T10:31:30","date_gmt":"2013-10-11T08:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6272"},"modified":"2013-10-11T10:31:30","modified_gmt":"2013-10-11T08:31:30","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2013-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6272","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2013 [1]"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Vor dem Hintergrund der nach wie vor verhaltenen weltwirtschaftlichen<br \/>\nEntwicklung w\u00e4chst die deutsche Wirtschaft zurzeit mit moderatem Tempo.<br \/>\n* Die Industrie hat ihre Schw\u00e4chephase \u00fcberwunden. Auftragseing\u00e4nge und<br \/>\nProduktion &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;<br \/>\nsind in der Tendenz aufw\u00e4rtsgerichtet. Die Stimmungsindikatoren senden<br \/>\nfreundliche Signale.<br \/>\n* Der private Konsum st\u00fctzt weiter das Wachstum der Gesamtwirtschaft.<br \/>\n* Der Besch\u00e4ftigungsaufbau setzt sich fort. Die Arbeitskr\u00e4ftenachfrage hat<br \/>\nsich stabilisiert. Die registrierte Arbeitslosigkeit nahm zuletzt dennoch<br \/>\nleicht zu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft w\u00e4chst zurzeit mit moderatem Tempo. Das<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftliche Umfeld wirkt nach wie vor d\u00e4mpfend; die Anpassungsprozesse<br \/>\nzur Bew\u00e4ltigung der Finanzkrise im Euroraum dauern an und die Dynamik der<br \/>\nSchwellenl\u00e4nder hat sich deutlich abgeschw\u00e4cht. Dagegen haben sich die<br \/>\nbinnenwirtschaftlichen Auftriebskr\u00e4fte in Deutschland weiter stabilisiert.<br \/>\nInsbesondere die Investitionen in Ausr\u00fcstungen nahmen im zweiten Quartal erstmals<br \/>\nnach sechs Quartalen wieder leicht zu. Dies d\u00fcrfte sich im dritten Quartal<br \/>\nfortsetzen. Die weiterhin positive Entwicklung der Besch\u00e4ftigung st\u00fctzt die<br \/>\nPrivaten Konsumausgaben und festigt so die konjunkturelle Entwicklung. Insgesamt<br \/>\nwird das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr allerdings<br \/>\nmoderat bleiben. Die Bundesregierung wird ihre Herbstprojektion f\u00fcr die Jahre<br \/>\n2013 und 2014 am 23. Oktober vorlegen.<\/p>\n<p>Das Wachstum der Weltwirtschaft bleibt weiterhin nur verhalten. Die<br \/>\nWachstumsimpulse kommen inzwischen zunehmend aus den Industriestaaten.<br \/>\nDemgegen\u00fcber verlor das Wachstum in den Schwellenl\u00e4ndern teilweise deutlich an<br \/>\nDynamik. Hieran d\u00fcrfte sich vorerst wenig \u00e4ndern. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Perspektiven<br \/>\nder Weltwirtschaft sind aktuell vor allem die \u00f6konomischen und politischen<br \/>\nEntwicklungen in den Vereinigten Staaten. Die US-Wirtschaft war im zweiten<br \/>\nQuartal dieses Jahres \u00fcberraschend stark gewachsen. Nach den zuletzt teilweise<br \/>\nung\u00fcnstigeren Konjunkturdaten d\u00fcrfte das Wachstum in der zweiten Jahresh\u00e4lfte<br \/>\nweniger dynamisch als bislang erwartet ausfallen. Hinzu kommen Risiken, die sich<br \/>\naus dem anhaltenden Haushaltsstreit im US-Kongress ergeben. Die leichte Erholung<br \/>\nder Eurozone, die im zweiten Quartal nach eineinhalbj\u00e4hriger Rezession eingesetzt<br \/>\nhat, d\u00fcrfte sich bei recht unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen<br \/>\nMitgliedstaaten verhalten fortsetzen. Die r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung von<br \/>\nRohstoffpreisen sowie massive Kapitalabfl\u00fcsse belasten das Wachstum in<br \/>\nSchwellenl\u00e4ndern. Vor diesem Hintergrund hat der IWF seine j\u00fcngste<br \/>\nWachstumsprognose f\u00fcr die Weltwirtschaft noch einmal leicht abw\u00e4rts revidiert und<br \/>\nrechnet jetzt mit einem Wachstum von 2,9 % in diesem und von 3,6 % im n\u00e4chsten<br \/>\nJahr.<\/p>\n<p>Die ged\u00e4mpfte Entwicklung der deutschen Absatzm\u00e4rkte f\u00fchrt derzeit tendenziell zu<br \/>\neiner Seitw\u00e4rtsbewegung der deutschen Warenausfuhren. Im August stiegen sie in<br \/>\njeweiligen Preisen saisonbereinigt um 1,0 % an und glichen damit den R\u00fcckgang vom<br \/>\nMonat zuvor wieder aus. Die Wareneinfuhren nahmen im August saisonbereinigt um<br \/>\n0,4 % zu. Ihr Trend weist geringf\u00fcgig aufw\u00e4rts. Hierin spiegelt sich auch die<br \/>\nleicht anziehende Binnenkonjunktur wider. Bei zuletzt schw\u00e4cheren Bestellungen<br \/>\naus dem Ausland blieb der Trend der Auslandsauftr\u00e4ge f\u00fcr die Industrie leicht<br \/>\npositiv. Allerdings nahmen die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ihre<br \/>\nExporterwartungen im September etwas zur\u00fcck. Insgesamt bleiben die Aussichten f\u00fcr<br \/>\nden deutschen Exportsektor damit verhalten.<\/p>\n<p>Im Produzierenden Gewerbe setzt sich die moderate Besserungstendenz fort. Die<br \/>\nSchw\u00e4chephase des Winterhalbjahres ist \u00fcberwunden. Im August stieg die Erzeugung<br \/>\num 1,4 %. [2] Der R\u00fcckgang im Vormonat wurde damit mehr als ausgeglichen. Das<br \/>\nPlus im August ist haupts\u00e4chlich auf eine Ausweitung der Industrieproduktion<br \/>\n(+2,1 %), insbesondere im Bereich der Investitionsg\u00fcter (+4,4 %) und hier<br \/>\nwiederum bei Kraftfahrzeugen (+13,6 %) zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Bauleistung sank<br \/>\ndagegen im August um 1,9 %. Der Aufw\u00e4rtstrend im Baugewerbe blieb jedoch aufgrund<br \/>\nder starken Zuw\u00e4chse in den Vormonaten bestehen.<\/p>\n<p>Die Produktion des Produzierenden Gewerbes d\u00fcrfte in den kommenden Monaten weiter<br \/>\nmoderat zunehmen. Daf\u00fcr spricht, dass die Auftragseing\u00e4nge in der Industrie in<br \/>\nder Tendenz leicht aufw\u00e4rtsgerichtet bleiben. Sie liegen aktuell \u00fcber dem<br \/>\ndurchschnittlichen Niveau des zweiten Quartals, obwohl nach dem R\u00fcckgang im Juli<br \/>\neine weitere leichte Abnahme im August um 0,3 % zu verzeichnen war. Diese war<br \/>\nnicht zuletzt auf ein unterdurchschnittliches Volumen an Gro\u00dfauftr\u00e4gen<br \/>\nzur\u00fcckzuf\u00fchren. Positive Impulse kamen im August insbesondere aus dem Inland<br \/>\n(+2,2 %), wobei vor allem die Produzenten von Investitionsg\u00fctern eine zunehmende<br \/>\nBestellt\u00e4tigkeit (+4,7 %) registrierten. Das Niveau und die Entwicklung der<br \/>\neinschl\u00e4gigen Stimmungsindikatoren wie des ifo-Gesch\u00e4ftsklimas und des von<br \/>\nMarkit\/BME ermittelten Einkaufsmanagerindex signalisieren ebenfalls eine weitere<br \/>\nZunahme der Industrieproduktion.<\/p>\n<p>Die kontinuierlich positive Entwicklung der Besch\u00e4ftigung sorgt nach wie vor f\u00fcr<br \/>\nein solides Wachstum der Privaten Konsumausgaben. Die Einzelhandelsums\u00e4tze ohne<br \/>\nEinbeziehung des Handels mit Kraftfahrzeugen nahmen im August leicht um 0,5 % zu.<br \/>\nSie sind in der Tendenz derzeit allerdings leicht abw\u00e4rtsgerichtet. Die<br \/>\nPkw-Neuzulassungen scheinen sich dagegen auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.<br \/>\nDie Stimmung der Konsumenten hellte sich weiter auf, insbesondere ihre<br \/>\nAnschaffungsneigung ist derzeit au\u00dferordentlich hoch.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist stabil und weiter in einer guten Verfassung. Der<br \/>\nAufw\u00e4rtstrend der Besch\u00e4ftigung setzte sich im August mit einem Zuwachs von<br \/>\nsaisonbereinigt 13.000 Erwerbst\u00e4tigen fort. Dabei nimmt weiterhin im Wesentlichen<br \/>\ndie sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung zu; die Zahl der Selbstst\u00e4ndigen<br \/>\nist weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Zahl der Arbeitslosen erh\u00f6hte sich im September<br \/>\nsaisonbereinigt um 25.000 Personen. Ausschlaggebend hierf\u00fcr war, dass die<br \/>\nEntlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik wiederum nachlie\u00df. Die Zahl der<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigten, die hiervon unber\u00fchrt ist, blieb gegen\u00fcber dem Vormonat<br \/>\nunver\u00e4ndert. Die Arbeitskr\u00e4ftenachfrage entwickelte sich im September im Ganzen<br \/>\nstabil. Die Zahl der gemeldeten Stellen und der BA-X Stellenindex legten leicht<br \/>\nzu, w\u00e4hrend das ifo-Besch\u00e4ftigungsbarometer etwas nachgab. Im Einklang mit der<br \/>\nallgemeinen konjunkturellen Entwicklung ist am Arbeitsmarkt von einer Fortsetzung<br \/>\ndes positiven Besch\u00e4ftigungstrends auszugehen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der November-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 43.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 09.<br \/>\nOktober 2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<br \/>\nQuelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Vor dem Hintergrund der nach wie vor verhaltenen weltwirtschaftlichen Entwicklung w\u00e4chst die deutsche Wirtschaft zurzeit mit moderatem Tempo. * Die Industrie hat ihre Schw\u00e4chephase \u00fcberwunden. 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