{"id":6025,"date":"2013-08-11T08:28:05","date_gmt":"2013-08-11T06:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6025"},"modified":"2013-08-11T08:28:05","modified_gmt":"2013-08-11T06:28:05","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-august-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=6025","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft hat an Schwung gewonnen. Unterst\u00fctzt durch<br \/>\nNachholeffekte aus dem schwachen Winterhalbjahr d\u00fcrfte die<br \/>\ngesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal sp\u00fcrbar zugenommen haben.<br \/>\n* Die Industrie hat ihre Schw\u00e4chephase \u00fcberwunden. Die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; und die<br \/>\nStimmungsindikatoren deuten auf eine moderate Fortsetzung der positiven<br \/>\nEntwicklung hin.<br \/>\n* Der private Konsum bleibt eine wichtige St\u00fctze der Konjunktur. Steigende<br \/>\nEinkommen und ein ruhiges Preisklima st\u00e4rken die Kaufkraft.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt befindet sich weiter in guter Verfassung. Der<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufschwung setzt sich ged\u00e4mpft fort, die Arbeitslosigkeit<br \/>\ngeht zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Fr\u00fchjahr kr\u00e4ftig gewachsen. Dies legen die<br \/>\nvorliegenden Indikatoren nahe. [2] Nach der witterungsbedingt ged\u00e4mpften<br \/>\nEntwicklung im ersten Quartal sorgten Nachholeffekte im zweiten Quartal f\u00fcr einen<br \/>\nZwischenspurt. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich aber weiterhin in einem<br \/>\nschwierigen europ\u00e4ischen und internationalen Umfeld. Die konjunkturelle<br \/>\nGrundtendenz, die bereits seit Jahresbeginn wieder moderat aufw\u00e4rts gerichtet<br \/>\nist, d\u00fcrfte sich im weiteren Jahresverlauf deshalb nur wenig beschleunigen. Das<br \/>\nWachstum im zweiten Quartal d\u00fcrfte vor allem vom privaten Konsum und den<br \/>\nInvestitionen in Bauten getragen worden sein. Die Investitionen in Ausr\u00fcstungen<br \/>\nscheinen sich weiter stabilisiert zu haben. Vom Au\u00dfenbeitrag d\u00fcrften dagegen eher<br \/>\nd\u00e4mpfende Impulse ausgegangen sein.<\/p>\n<p>Das weltwirtschaftliche Umfeld verbessert sich bei regional gro\u00dfen Unterschieden<br \/>\nnach wie vor in eher verhaltenem Tempo. Die US-Wirtschaft konnte im zweiten<br \/>\nQuartal etwas st\u00e4rker zulegen, dennoch zeichnet sich f\u00fcr das laufende Jahr eine<br \/>\nf\u00fcr die amerikanische Wirtschaft vergleichsweise moderate Expansion ab. Die<br \/>\njapanische Wirtschaft erh\u00e4lt durch die sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik und<br \/>\ndie Abwertung des Yen deutliche Impulse. Allerdings hat sich im Juni die<br \/>\nIndustrieproduktion erstmals wieder abgeschw\u00e4cht. Der Euroraum befindet sich<br \/>\nweiter in der Rezession, wobei einzelne Konjunkturindikatoren erste<br \/>\nHoffnungsschimmer vermitteln. F\u00fcr die Schwellenl\u00e4nder bleiben die konjunkturellen<br \/>\nPerspektiven gemischt. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, unter anderem<br \/>\nChina, wachsen weiter dynamisch, aber weniger stark als noch im Fr\u00fchjahr<br \/>\nerwartet. Die s\u00fcdamerikanischen Schwellenl\u00e4nder, allen voran Brasilien, werden<br \/>\ndurch sinkende Rohstoffpreise bei gleichzeitig anziehender Inflation belastet.<br \/>\nWichtige Fr\u00fchindikatoren f\u00fcr die Entwicklung der Weltwirtschaft wie der OECD<br \/>\nComposite Leading Indicator oder der Markit PMI haben sich dennoch zuletzt eher<br \/>\nverbessert. Insgesamt ist von einer sich fortsetzenden moderaten Erholung der<br \/>\nWeltwirtschaft auszugehen.<\/p>\n<p>Die deutschen Warenausfuhren sind im Juni saisonbereinigt leicht angestiegen.<br \/>\nTendenziell entwickeln sich die Ausfuhren derzeit noch eher seitw\u00e4rts. Von den<br \/>\nFr\u00fchindikatoren kommen weiterhin gemischte Signale. Die Auslandsnachfrage nach<br \/>\ndeutschen Industrieg\u00fctern ist zwar recht rege. Es ist allerdings in Rechnung zu<br \/>\nstellen, dass die Bestellt\u00e4tigkeit durch umfangreiche Gro\u00dfauftr\u00e4ge unter anderem<br \/>\nin der Luft- und Raumfahrtbranche aus dem europ\u00e4ischen Ausland gest\u00fctzt wurde.<br \/>\nHinsichtlich ihrer Exporterwartungen \u00e4u\u00dferten sich dagegen die im Rahmen des<br \/>\nifo-Konjunkturtests befragten Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im Juli<br \/>\ndeutlich skeptischer. Insgesamt signalisieren die Indikatoren daher, dass vom<br \/>\nExport vorerst kaum nennenswerte Wachstumsimpulse zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Das Produzierende Gewerbe verzeichnete im zweiten Quartal des Jahres einen<br \/>\nWachstumsschub. Nach der Stagnation im ersten Quartal erh\u00f6hte es seine Produktion<br \/>\num 2,8 % [3]. Sowohl die Industrieproduktion als auch das Baugewerbe legten<br \/>\ndeutlich zu (+2,6 % bzw. +3,9 %). Hierzu trugen insbesondere im Baugewerbe<br \/>\nkr\u00e4ftige witterungsbedingte Nachholeffekte bei. Im aktuellen Berichtsmonat Juni<br \/>\nsetzte sich der Aufw\u00e4rtstrend in der Industrie (+2,2 %) und im Baugewerbe<br \/>\n(+1,6 %) fort. Allerdings wirkten hier auch noch die Br\u00fcckentage nach, die im<br \/>\nVormonat die Erzeugung ged\u00e4mpft hatten. In der Industrie fuhren im zweiten<br \/>\nQuartal vor allem die Hersteller von Investitionsg\u00fctern ihre Produktion als<br \/>\nReaktion einer steigenden Auslandsnachfrage hoch. Der Umsatz an<br \/>\nInvestitionsg\u00fctern im Inland blieb aber ebenso verhalten wie die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\nf\u00fcr Investitionsg\u00fcter aus dem Inland. Die Investitionst\u00e4tigkeit scheint sich<br \/>\ndemnach noch nicht sp\u00fcrbar belebt, aber doch weiter stabilisiert zu haben.<br \/>\nInsgesamt hat das Produzierende Gewerbe seine Schw\u00e4chephase \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Monate ist mit einer in der Tendenz positiven, jedoch nicht<br \/>\nallzu dynamischen Entwicklung der Industrieproduktion zu rechnen. Die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge nahmen im Juni zwar kr\u00e4ftig um 3,8 % zu. Hierzu trugen<br \/>\nallerdings auch umfangreiche Gro\u00dfauftr\u00e4ge bei. Im zweiten Quartal ergab sich ein<br \/>\nAnstieg von 1,2 %. Auch die Stimmungsindikatoren zeichnen ein leicht<br \/>\noptimistisches Bild. Sowohl bei den vom ifo-Institut befragten Unternehmen als<br \/>\nauch den von Markit\/BME befragten Einkaufsmanagern hellte sich die Stimmung etwas<br \/>\nauf. Die Erzeugung im Baugewerbe d\u00fcrfte angesichts der weiterhin g\u00fcnstigen<br \/>\nRahmenbedingungen ebenfalls weiter moderat ausgeweitet werden.<\/p>\n<p>Der private Konsum bleibt eine St\u00fctze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wie<br \/>\nbereits im ersten Quartal d\u00fcrften die Privaten Konsumausgaben auch im zweiten<br \/>\nQuartal ma\u00dfgeblich zum Wachstum beigetragen haben. Angesichts einer anhaltend<br \/>\nguten Verfassung des Arbeitsmarktes bei hohen Einkommenssteigerungen und einem<br \/>\nfortgesetzt ruhigen Preisklima zeigen sich die Verbraucher laut dem Konsumklima<br \/>\nder GfK in immer besserer Kauflaune.<\/p>\n<p>Am Arbeitsmarkt sind die Folgen der schwachen Konjunktur im Winterhalbjahr<br \/>\nweitgehend \u00fcberwunden. Der Besch\u00e4ftigungsaufschwung setzte sich gest\u00fctzt auf die<br \/>\nZunahme der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung fort. Die Zahl der<br \/>\nArbeitslosen nahm von Juni auf Juli mit der einsetzenden Sommerpause<br \/>\nerwartungsgem\u00e4\u00df etwas zu, in saisonbereinigter Rechnung ging die Arbeitslosigkeit<br \/>\naber weiter zur\u00fcck. Wichtige Fr\u00fchindikatoren zur Arbeitskr\u00e4ftenachfrage wie das<br \/>\nifo-Besch\u00e4ftigungsbarometer und der BAX-Stellenindex konnten sich im Juli leicht<br \/>\nverbessern. Sie notieren auf einem ansehnlichen Niveau, aber sp\u00fcrbar unter ihren<br \/>\nSt\u00e4nden zu Beginn dieses Jahres. Bei einer insgesamt weiter moderat wachsenden<br \/>\nGesamtwirtschaft bleiben die Perspektiven f\u00fcr den Arbeitsmarkt positiv.<\/p>\n<p>Die Dynamik der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor durch die europ\u00e4ische<br \/>\nVertrauenskrise und weltwirtschaftliche Risiken beeintr\u00e4chtigt. Damit Deutschland<br \/>\nweiterhin trotz dieser Unsicherheiten Stabilit\u00e4tsanker und Wachstumsmotor in der<br \/>\nRegion sein kann &#8211; wie vom IWF gerade wieder bescheinigt &#8211; kommt es jetzt darauf<br \/>\nan, die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und so auch das<br \/>\nWachstumspotenzial weiter zu st\u00e4rken. Diskussionen \u00fcber steuer- und<br \/>\nabgabensteigernde Ma\u00dfnahmen und Vorschl\u00e4ge, die die strukturelle Flexibilit\u00e4t und<br \/>\ndamit Robustheit der deutschen Volkswirtschaft belasten, erh\u00f6hen die Unsicherheit<br \/>\nf\u00fcr Unternehmen und hemmen die Investitionsbereitschaft.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 08. August<br \/>\n2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Die ersten Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten<br \/>\nQuartal 2013 werden vom Statistischen Bundesamt am 14. August in seiner<br \/>\nSchnellmeldung ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<br \/>\nQuelle. bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft hat an Schwung gewonnen. 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