{"id":5989,"date":"2013-08-02T18:07:11","date_gmt":"2013-08-02T16:07:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5989"},"modified":"2013-08-02T18:07:11","modified_gmt":"2013-08-02T16:07:11","slug":"fischbestaende-in-europaeischen-gewaessern-erholen-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5989","title":{"rendered":"Fischbest\u00e4nde in europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern erholen sich"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nBundesministerin Aigner informiert sich in Warnem\u00fcnde \u00fcber<br \/>\nneue Forschungsergebnisse und \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4842\" rel=\"attachment wp-att-4842\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4842\" alt=\"reiher\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/reiher.jpg\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/reiher.jpg 480w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/reiher-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><br \/>\nDie Situation der europ\u00e4ischen Fischbest\u00e4nde entwickelt sich weiter positiv, insbesondere in Nord- und Ostsee. Das zeigt die aktuelle Mitteilung der Europ\u00e4ischen Kommission \u00fcber die Fangm\u00f6glichkeiten im kommenden Jahr (2014): Im Nordostatlantik betr\u00e4gt der Anteil \u00fcberfischter Best\u00e4nde 2014 nur noch 39 Prozent, w\u00e4hrend er 2007 noch bei 94 Prozent lag. Ein Hauptgrund f\u00fcr die deutliche Erholung der Best\u00e4nde ist die konsequente Umsetzung von langfristigen Wiederauff\u00fcllungs- und Bewirtschaftungspl\u00e4nen und die Anwendung des Prinzips des maximalen Dauerertrages. Dieser Ertrag gibt die h\u00f6chstm\u00f6gliche theoretische Fischmenge an, die einem Bestand auf Dauer durchschnittlich entnommen werden kann, ohne dass der Fortpflanzungs-Prozess erheblich beeintr\u00e4chtigt wird.<br \/>\nEin gutes Beispiel f\u00fcr die positiven Effekte langfristiger Bewirtschaftungspl\u00e4ne ist der Ostsee-Dorsch. Mittlerweile hat sich der \u00f6stliche Bestand, der jahrelang als v\u00f6llig \u00fcberfischt galt, mehr als verdreifacht. Auch der westliche Dorschbestand w\u00e4chst. Allerdings ist hier der Fischereidruck nach wie vor sehr hoch. Deshalb haben die Fischereiminister im letzten Jahr sogar eine st\u00e4rkere K\u00fcrzung der Fangmenge beschlossen als von der Kommission urspr\u00fcnglich vorgeschlagen. Der insgesamt positive Trend zeigt sich jetzt erfreulicherweise auch beim Nordseekabeljau. Der Bestand w\u00e4chst seit 2006 langsam, aber kontinuierlich an und liegt seit Anfang dieses Jahres mit 72.000 Tonnen das erste Mal seit 1996 wieder oberhalb der Grenze, ab der eine rasche Erholung m\u00f6glich ist. Auf einem Rekordniveau befindet sich die Scholle: Der Fisch wird in der Nordsee in einer gemischten Fischerei zusammen mit Seezunge gefangen. Der Schollenbestand der Nordsee hat Anfang 2013 mit 663.000 Tonnen den h\u00f6chsten Wert seit Beginn der Bestands-Berechnungen vor \u00fcber 50 Jahren erreicht.<br \/>\nIm Rahmen einer Erkundungsfahrt auf der Ostsee sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner: &#8222;Die Entwicklung bei vielen Fischbest\u00e4nden ist sehr erfreulich. Die langfristigen Bewirtschaftungspl\u00e4ne zeigen Wirkung. Deswegen bleiben sie auch nach der Reform der Europ\u00e4ischen Fischereipolitik das zentrale Instrument, um eine nachhaltige Fischerei sicher zu stellen. Hinzu kommen die schrittweise Einf\u00fchrung von R\u00fcckwurfverboten, die Durchsetzung des Prinzips des maximalen Dauerertrags und eine effektivere Fischereikontrolle. Wir sind beim Meeresschutz einen Riesenschritt vorangekommen. Die Wende in der europ\u00e4ischen Fischereipolitik ist gelungen. Wir haben der Ausbeutung unserer Meere ein Ende gesetzt und den Erhalt der unverzichtbaren Fischbest\u00e4nde gesichert. Ich rechne fest damit, dass sich in den n\u00e4chsten Jahren eine ganze Reihe weiterer Best\u00e4nde sp\u00fcrbar erholen wird und der Anteil der Fischbest\u00e4nde, die nachhaltig befischt wird, weiter deutlich steigt.&#8220;<\/p>\n<p>Sorge bereitet derzeit noch die Bestandsentwicklung bei Seelachs, der erkennbar unter Umwelteinfl\u00fcssen leidet. Deshalb empfehlen die Wissenschaftler, die Fangmenge 2014 um 15 Prozent zu senken. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr den Hering in der westlichen Ostsee, der seit 2004 nur sehr wenig Nachwuchs produziert hat. Hier wurden die Fangmengen drastisch reduziert von rund 50.000 Tonnen (2007) auf 16.000 Tonnen (2011). Seit dem vergangenen Jahr nimmt der Bestand wieder zu. Fischereiwissenschaftler gehen in beiden F\u00e4llen davon aus, dass der Bestandsr\u00fcckgang nicht durch \u00dcberfischung, sondern durch ung\u00fcnstigere Umweltbedingungen verursacht ist. Aigner betonte: &#8222;Die Best\u00e4nde in Nord- und Ostsee haben sich zum Teil sehr gut erholt oder sind auf einem guten Weg. Der beim Meeresschutz eingeschlagene Weg muss in den n\u00e4chsten Jahren konsequent fortgesetzt werden. Nur so k\u00f6nnen wir die Nahrungsressourcen in unseren Meeren auch f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen erhalten &#8211; und damit langfristig auch Perspektiven f\u00fcr die Fischer.&#8220;<br \/>\nWeitere Informationen im Internet unter www.bmelv.de&lt;http:\/\/www.bmelv.de\/&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmelv.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundesministerin Aigner informiert sich in Warnem\u00fcnde \u00fcber neue Forschungsergebnisse und \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen Die Situation der europ\u00e4ischen Fischbest\u00e4nde entwickelt sich weiter positiv, insbesondere in Nord- und Ostsee. Das zeigt die aktuelle Mitteilung der Europ\u00e4ischen Kommission \u00fcber die Fangm\u00f6glichkeiten im kommenden Jahr (2014): Im Nordostatlantik betr\u00e4gt der Anteil \u00fcberfischter Best\u00e4nde 2014 nur noch 39 Prozent, w\u00e4hrend er [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4842,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[75,3],"tags":[1270],"class_list":["post-5989","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-2","category-news","tag-fischbestande"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5989\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}