{"id":5865,"date":"2013-07-10T09:46:56","date_gmt":"2013-07-10T07:46:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5865"},"modified":"2013-07-10T09:46:56","modified_gmt":"2013-07-10T07:46:56","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juli-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5865","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Erholungskurs fort.<br \/>\n* Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; weist<br \/>\ntrotz Abschw\u00e4chung im Mai tendenziell weiter nach oben. Die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge in der Industrie d\u00fcrften ihren Tiefpunkt hinter sich<br \/>\ngelassen haben, auch wenn sie im Mai erneut r\u00fcckl\u00e4ufig waren.<br \/>\n* Der private Konsum bleibt eine wichtige St\u00fctze der Konjunktur. Steigende<br \/>\nEinkommen und ein ruhiges Preisklima st\u00e4rken die Kaufkraft.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt befindet sich weiter in einer stabilen Verfassung. Der<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufschwung setzt sich ged\u00e4mpft fort, die Arbeitslosigkeit<br \/>\ngeht zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" alt=\"StatPressCN \u2039 frankensicht.de \u2014 WordPress_1336737358340\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Beginn dieses Jahres auf dem Kurs der<br \/>\nkonjunkturellen Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum, das<br \/>\nwitterungsbedingt im ersten Quartal noch recht moderat ausfiel, d\u00fcrfte im zweiten<br \/>\nQuartal wieder kr\u00e4ftiger zunehmen. Dies signalisieren die aktuell vorliegenden<br \/>\nIndikatoren. In den konjunktursensitiven Wirtschaftsbereichen Industrie und<br \/>\nBaugewerbe schw\u00e4chte sich die Erzeugung im Mai zwar ab, insgesamt aber wurden in<br \/>\nbeiden Bereichen in den beiden ersten Monaten des zweiten Quartals die<br \/>\nProduktionsergebnisse des ersten Quartals deutlich \u00fcbertroffen. Auch im weiteren<br \/>\nJahresverlauf ist angesichts der aktuell positiven Stimmung bei Unternehmern und<br \/>\nVerbrauchern mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in Deutschland zu<br \/>\nrechnen. Die au\u00dfenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft<br \/>\ngestalten sich weiterhin recht unterschiedlich. Die moderate Erholung der<br \/>\nWeltwirtschaft setzt sich fort. D\u00e4mpfende Einfl\u00fcsse gehen allerdings nach wie vor<br \/>\nvon der schwachen Entwicklung in der Eurozone aus. In den USA deuten die<br \/>\naktuellen Indikatoren auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses. In<br \/>\nJapan sorgt die expansive Geld- und Fiskalpolitik nach einem \u00fcberraschend<br \/>\nwachstumsstarken ersten Quartal kurzfristig weiter f\u00fcr konjunkturellen Schub. Aus<br \/>\nChina kommen vermehrt Signale, die auf eine st\u00e4rkere Abk\u00fchlung der<br \/>\nWachstumsdynamik hindeuten als bislang erwartet. Dies k\u00f6nnte das bisher relativ<br \/>\ndynamische Wachstum im asiatischen Raum insgesamt d\u00e4mpfen. Angesichts der<br \/>\nschw\u00e4cheren Dynamik im s\u00fcdamerikanischen Raum w\u00fcrden somit die konjunkturellen<br \/>\nImpulse aus den Schwellenl\u00e4ndern insgesamt schw\u00e4cher ausfallen. Damit sind im<br \/>\nBerichtszeitraum die bestehenden konjunkturellen Risiken in der Weltwirtschaft<br \/>\nwieder etwas st\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Die deutschen Ausfuhren haben sich im Mai saisonbereinigt sp\u00fcrbar abgeschw\u00e4cht,<br \/>\nsie weisen im Trend aber weiter moderat nach oben. Belastend wirken sich<br \/>\nrezessive Entwicklungen bei wichtigen Handelspartnern in der Eurozone aus.<br \/>\nGleichwohl bleiben die Perspektiven f\u00fcr die deutsche Ausfuhrentwicklung<br \/>\ninsbesondere mit Blick auf die M\u00e4rkte au\u00dferhalb des Eurogebiets positiv. Eine<br \/>\npositive Gesamtperspektive kommt auch in den vorlaufenden Konjunkturindikatoren<br \/>\nzum Ausdruck. So haben sich die Exporterwartungen der Unternehmen im Juni wieder<br \/>\ndeutlich aufgehellt. Die insgesamt eher seitw\u00e4rts gerichtete Tendenz der<br \/>\nAuslandsauftr\u00e4ge zeigt aber auch, dass die Impulse der Exportnachfrage vorerst<br \/>\nrecht begrenzt bleiben.<\/p>\n<p>Die Industrie hatte nach teilweise deutlichen Zuw\u00e4chsen in den ersten Monaten<br \/>\ndieses Jahres im Mai erstmals wieder eine Abschw\u00e4chung der Erzeugung zu<br \/>\nverzeichnen. Mit -0,7 % [2] fiel der Produktionsr\u00fcckgang aber recht moderat aus.<br \/>\nD\u00e4mpfend machte sich vor allem die Investitionsg\u00fcterproduktion bemerkbar, die im<br \/>\nMonat zuvor kr\u00e4ftig angestiegen war. Die Zunahme der Erzeugung bei den<br \/>\nVorleistungsg\u00fcterproduzenten wirkte dagegen st\u00fctzend. In der Tendenz weist die<br \/>\nindustrielle Erzeugung weiter deutlich nach oben. Die Entwicklung der<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge in der Industrie deutet derzeit allerdings auf eine etwas<br \/>\nmoderatere Ausweitung der industriellen Erzeugung in den kommenden Monaten hin.<br \/>\nSo schw\u00e4chte sich die Bestellt\u00e4tigkeit im Mai weiter sp\u00fcrbar ab. Die Entwicklung<br \/>\nder Auftragseing\u00e4nge ist in den letzten Monaten aber auch durch das teilweise<br \/>\nstarke Auf und Ab von Gro\u00dfauftr\u00e4gen mitbestimmt. Ohne Gro\u00dfauftr\u00e4ge tendieren die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge weiter aufw\u00e4rts, wenngleich etwas weniger deutlich als zuvor.<br \/>\nSowohl das ifo-Gesch\u00e4ftsklima im Verarbeitenden Gewerbe als auch die<br \/>\nZEW-Konjunkturerwartungen konnten sich im Juni weiter verbessern. Insgesamt<br \/>\nbest\u00e4tigt sich damit das Bild einer sich fortsetzenden, durch die industrielle<br \/>\nEntwicklung gest\u00fctzten, gesamtwirtschaftlichen Erholung.<\/p>\n<p>Die Erzeugung im Baugewerbe ging im Mai deutlich um 2,6 % zur\u00fcck, nachdem sie im<br \/>\nApril, gest\u00fctzt durch Nachholeffekte zum Ausgleich der witterungsbedingten<br \/>\nProduktionsverluste im ersten Quartal, kr\u00e4ftig angestiegen war. Insgesamt notiert<br \/>\ndie Erzeugung im Bauhauptgewerbe im April\/Mai aber deutlich \u00fcber dem Stand im<br \/>\nersten Quartal. Die Entwicklung vorlaufender Indikatoren wie der Auftragseing\u00e4nge<br \/>\noder dem ifo-Gesch\u00e4ftsklima im Bauhauptgewerbe zeigten sich zuletzt<br \/>\nuneinheitlich. W\u00e4hrend die Auftragseing\u00e4nge im April wieder etwas zulegten,<br \/>\nschw\u00e4chte sich das ifo-Gesch\u00e4ftsklima im Juni geringf\u00fcgig ab. Angesichts<br \/>\nanhaltend g\u00fcnstiger Rahmenbedingungen bleiben die Perspektiven f\u00fcr die<br \/>\nBauwirtschaft insgesamt positiv.<\/p>\n<p>Der private Konsum bleibt eine St\u00fctze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.<br \/>\nNachdem die Privaten Konsumausgaben im ersten Quartal einer der ma\u00dfgeblichen<br \/>\nTr\u00e4ger des Wachstums waren, deuten die weiter zunehmenden Einzelhandelsums\u00e4tze<br \/>\ndarauf hin, dass vom privaten Konsum auch im zweiten Quartal Wachstumsimpulse zu<br \/>\nerwarten sind. Angesichts einer anhaltend guten Verfassung des Arbeitsmarktes bei<br \/>\nkr\u00e4ftigen Einkommenssteigerungen und einem fortgesetzt ruhigen Preisklima zeigen<br \/>\nsich die Verbraucher in optimistischer Stimmung. Der Indikator f\u00fcr das<br \/>\nKonsumklima verbesserte sich im Juni weiter auf einen seit sechs Jahren nicht<br \/>\nmehr erreichten H\u00f6chststand.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich mit leichter Verz\u00f6gerung<br \/>\neingestellt. Der Besch\u00e4ftigungsaufschwung setzt sich, bereinigt um saisonale<br \/>\nEinfl\u00fcsse, in moderater Form fort. Dabei kamen im April sp\u00fcrbare Impulse von der<br \/>\nZunahme der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung. Die Arbeitslosigkeit<br \/>\ngeht zur\u00fcck. Mit der sich wieder leicht belebenden Konjunktur bleiben die<br \/>\nPerspektiven f\u00fcr den robusten deutschen Arbeitsmarkt positiv. Die Fr\u00fchindikatoren<br \/>\nzur Arbeitskr\u00e4ftenachfrage liegen zwar unter ihren vor einigen Monaten erreichten<br \/>\nH\u00f6chstst\u00e4nden, sie zeigen sich in ihrer aktuellen Entwicklung aber weiter<br \/>\nunauff\u00e4llig. Das ifo-Besch\u00e4ftigungsbarometer sank im Juni leicht, w\u00e4hrend sich<br \/>\nder BAX-Stellenindex etwas erh\u00f6hte. Die Kurzarbeit spielt nach wie vor eine nur<br \/>\nuntergeordnete Rolle.<\/p>\n<p>Die anhaltend hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften in Deutschland<br \/>\nmacht deutlich, wie entscheidend es ist, jetzt die richtigen Schritte zur<br \/>\nSicherung unseres Fachkr\u00e4ftebedarfs<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Ausbildung-und-Beruf\/sicherung-des-fachkraeftebedarfs.html&gt;<br \/>\nzu gehen. Deshalb hat die Bundesregierung mit der am 1. Juli in Kraft getretenen<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsverordnung den deutschen Arbeitsmarkt weiter bedarfsgerecht<br \/>\nge\u00f6ffnet. Auch qualifizierte Fachkr\u00e4fte mit beruflicher Ausbildung aus<br \/>\nnichteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern k\u00f6nnen in Engpassberufen ab sofort bei uns eine Arbeit<br \/>\naufnehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft gilt es, die nach Berufsgruppe, Qualifikationsniveau oder<br \/>\nHerkunftsland differenzierten Zuwanderungsregelungen zu einem offenen und<br \/>\ntransparenten Zuwanderungssystem weiterzuentwickeln &#8211; etwa in Form eines<br \/>\nPunktesystems. Dies w\u00e4re ein Meilenstein auf dem Weg zu einer echten<br \/>\nWillkommenskultur in Deutschland.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der August-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 30.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 08. Juli<br \/>\n2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter, sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Erholungskurs fort. * Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; weist trotz Abschw\u00e4chung im Mai tendenziell weiter nach oben. 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