{"id":5713,"date":"2013-06-11T11:28:43","date_gmt":"2013-06-11T09:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5713"},"modified":"2013-06-11T11:28:43","modified_gmt":"2013-06-11T09:28:43","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5713","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die witterungsbedingt noch verhaltene Erholung im ersten Quartal hat sich<br \/>\nleicht verst\u00e4rkt.<br \/>\n* Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;<br \/>\nexpandierte im April erneut und ist ebenso wie die Nachfrage nach<br \/>\nIndustrieg\u00fctern aufw\u00e4rts gerichtet.<br \/>\n* Die Perspektiven f\u00fcr den privaten Konsum sind auch nach dem kr\u00e4ftigen<br \/>\nZuwachs im ersten Quartal weiterhin freundlich.<br \/>\n* Trotz nur leichter Fr\u00fchjahrsbelebung bleibt der Arbeitsmarkt eine stabile<br \/>\nSt\u00fctze f\u00fcr Einkommen und Binnenkonjunktur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><br \/>\nIm Fr\u00fchjahr hat sich die wirtschaftliche Erholung, die im Verlauf des ersten<br \/>\nQuartals begann, etwas verst\u00e4rkt. Sie wurde anfangs noch durch den relativ langen<br \/>\nund strengen Winter ged\u00e4mpft. Das Bruttoinlandsprodukt erh\u00f6hte sich daher im<br \/>\nersten Quartal nur leicht um preis-, kalender- und saisonbereinigt 0,1 %<br \/>\ngegen\u00fcber dem Vorquartal. Zu Beginn des Fr\u00fchjahrs setzten dann die ersten<br \/>\nNachholeffekte vornehmlich bei der Baut\u00e4tigkeit ein. Aber auch die Industrie fuhr<br \/>\nihre Produktion wieder etwas st\u00e4rker hoch. Bei den Investitionen ist bislang<br \/>\nallerdings noch Zur\u00fcckhaltung zu beobachten. Trotz aktueller Schwankungen nahm<br \/>\ndie Nachfrage nach deutschen Industrieg\u00fctern im In- und Ausland in der Tendenz<br \/>\nweiter zu. F\u00fcr das zweite Quartal zeichnet sich damit eine beschleunigte<br \/>\nAusweitung der Wirtschaftsleistung ab.<\/p>\n<p>Die au\u00dfenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern sich mit etwas geringerem<br \/>\nTempo als bislang erwartet. In den USA hat das gesamtwirtschaftliche Wachstum<br \/>\nseit Jahresbeginn zwar an Schwung gewonnen und auch in Japan setzt sich die von<br \/>\nGeld- und Fiskalpolitik induzierte Erholung nach dem kr\u00e4ftigen Wachstum im ersten<br \/>\nQuartal weiter fort. Im Euroraum sind Besserungstendenzen erkennbar, er befindet<br \/>\nsich aber weiterhin in einer sp\u00fcrbaren Wachstumsschw\u00e4che. Die OECD und die EZB<br \/>\nhaben j\u00fcngst ihre Wachstumsprognose f\u00fcr das W\u00e4hrungsgebiet im laufenden Jahr<br \/>\nabw\u00e4rts auf -0,6 % korrigiert. Die Verunsicherung an den Finanzm\u00e4rkten hat sich<br \/>\nzwar merklich zur\u00fcckgebildet, doch hat sich dies in der Realwirtschaft noch nicht<br \/>\nsichtbar ausgewirkt. F\u00fcr die Schwellenl\u00e4nder bleiben die konjunkturellen<br \/>\nPerspektiven gemischt. W\u00e4hrend sich f\u00fcr die asiatischen L\u00e4nder weiter ein recht<br \/>\ndynamisches Wachstum abzeichnet, ist f\u00fcr Lateinamerika mit ged\u00e4mpfteren<br \/>\nZuwachsraten zu rechnen.<\/p>\n<p>Die deutschen Ausfuhren haben sich angesichts des sich aufhellenden<br \/>\nweltwirtschaftlichen Umfelds belebt. Die Warenausfuhren sind im April<br \/>\nsaisonbereinigt erneut angestiegen und drehten damit auch in der Trendbetrachtung<br \/>\nwieder ins Plus. W\u00e4hrend die Exporterwartungen der Unternehmen im Mai etwas<br \/>\nnachgaben, waren andere Indikatoren wie Auslandsums\u00e4tze und -bestellungen in der<br \/>\nIndustrie aufw\u00e4rts gerichtet. Die wettbewerbsf\u00e4hige deutsche Exportwirtschaft<br \/>\nscheint weiterhin gut positioniert, um wieder st\u00e4rker von der sich abzeichnenden<br \/>\nErholung der Weltwirtschaft zu profitieren.<\/p>\n<p>Die deutsche Industrieproduktion hat in den vergangenen drei Monaten zunehmend<br \/>\nFahrt aufgenommen. Im April erh\u00f6hte sie sich um weitere 1,5 % [2]. Der j\u00fcngste<br \/>\nAnstieg ging wie in den Vormonaten auf kr\u00e4ftige Produktionsausweitungen bei den<br \/>\nHerstellern von Investitionsg\u00fctern zur\u00fcck. Dagegen nahmen die Industrieauftr\u00e4ge<br \/>\nim April um 2,3 % ab. Aufgrund der Zuw\u00e4chse in den beiden Vormonaten blieben sie<br \/>\naber in der Tendenz aufw\u00e4rts gerichtet. An dem positiven Trendverlauf haben In-<br \/>\nund Auslandsnachfrage ungef\u00e4hr gleicherma\u00dfen Anteil. Bei sp\u00fcrbar schw\u00e4cheren<br \/>\nGro\u00dfauftr\u00e4gen verzeichneten die Hersteller von Vorleistungs- und<br \/>\nInvestitionsg\u00fctern im April weniger Auftr\u00e4ge als im Vormonat. Die Stimmung unter<br \/>\nden Unternehmen hat sich zuletzt wieder verbessert. Nach Einbu\u00dfen im M\u00e4rz und<br \/>\nApril hellten sich sowohl das ifo-Gesch\u00e4ftsklima als auch der<br \/>\nMarkit\/BME-Einkaufsmanagerindex im Mai auf. Beiden Indikatoren zufolge bestehen<br \/>\nnoch ungenutzte Kapazit\u00e4ten in der Industrie. Insgesamt zeigt sich das Bild einer<br \/>\nallm\u00e4hlich in Gang kommenden konjunkturellen Erholung.<\/p>\n<p>Die Erzeugung im Baugewerbe war erwartungsgem\u00e4\u00df von kr\u00e4ftigen Nachholeffekten<br \/>\ngekennzeichnet. Im Anschluss an die ungew\u00f6hnlich kalte Witterungsphase stieg die<br \/>\nBauproduktion im April um 6,7 % und glich die Verluste aus den Vormonaten wieder<br \/>\naus. Die Bestellt\u00e4tigkeit im Bauhauptgewerbe nahm im M\u00e4rz nach kr\u00e4ftigen<br \/>\nAufw\u00fcchsen im Januar und Februar zwar ab, blieb aber im ersten Quartal \u00fcber dem<br \/>\ndurchschnittlichen Niveau des Vorjahres. Auch das Gesch\u00e4ftsklima im<br \/>\nBauhauptgewerbe tr\u00fcbte sich im Mai auf vergleichsweise hohem Niveau aufgrund<br \/>\nzur\u00fcckgehender Erwartungen etwas ein. Die Perspektiven f\u00fcr die Bauwirtschaft<br \/>\nbleiben jedoch angesichts der g\u00fcnstigen Rahmenbedingungen und der noch zu<br \/>\nerwartenden Nachholeffekte weiterhin freundlich.<\/p>\n<p>Nach der Stagnation im zweiten Halbjahr 2012 nahmen die privaten Konsumausgaben<br \/>\nim ersten Quartal 2013 wieder deutlich um 0,8 % gegen\u00fcber dem Vorquartal zu. Mit<br \/>\nBeginn des zweiten Quartals gingen die Einzelhandelsums\u00e4tze im April zwar leicht<br \/>\nzur\u00fcck, gleichzeitig setzte sich die Belebung im Bereich der Neuzulassungen f\u00fcr<br \/>\nprivate Pkw fort. Das Konsumklima verbesserte sich im Mai erneut und kletterte<br \/>\nauf seinen h\u00f6chsten Stand in fast sechs Jahren. Da die Rahmenbedingungen f\u00fcr den<br \/>\nprivaten Konsum, wie die positive Lage auf dem Arbeitsmarkt mit relativ hohen<br \/>\nEinkommenssteigerungen bei gleichzeitig ruhiger Preisentwicklung, weiterhin<br \/>\nfreundlich bleiben, d\u00fcrften die privaten Konsumausgaben im weiteren Jahresverlauf<br \/>\nf\u00fcr eine solide Basis der Binnennachfrage sorgen.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin in guter Verfassung, obwohl die sonst<br \/>\n\u00fcbliche Fr\u00fchjahrsbelebung bislang zur\u00fcckhaltender einsetzte als \u00fcblich. Hierbei<br \/>\nspielten sowohl konjunkturelle Einfl\u00fcsse als auch Sondereffekte eine Rolle. Die<br \/>\nsozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung wurde bis einschlie\u00dflich M\u00e4rz sp\u00fcrbar<br \/>\ndurch Witterungseinfl\u00fcsse ged\u00e4mpft. Dies schlug sich statistisch auch bei der<br \/>\nErwerbst\u00e4tigkeit im April nieder, die praktisch unver\u00e4ndert blieb. Die<br \/>\nArbeitslosigkeit nahm im Mai saisonbereinigt zu, fiel gem\u00e4\u00df den Ursprungszahlen<br \/>\naber wieder unter die Marke von drei Millionen. Die Fr\u00fchindikatoren am<br \/>\nArbeitsmarkt blieben unauff\u00e4llig. Die Perspektiven f\u00fcr den robusten deutschen<br \/>\nArbeitsmarkt bleiben angesichts der erwarteten konjunkturellen Belebung eher<br \/>\nfreundlich.<\/p>\n<p>Um die positiven Erwartungen von Unternehmen und Verbrauchern weiter zu festigen,<br \/>\nsollten die Wettbewerbsf\u00e4higkeit weiter gest\u00e4rkt und b\u00fcrokratische H\u00fcrden<br \/>\nabgebaut werden. Diskussionen \u00fcber eine Verm\u00f6gensteuer, fl\u00e4chendeckende<br \/>\nMindestl\u00f6hne oder Mietpreisbremsen sind keine Beitr\u00e4ge zur Erh\u00f6hung der<br \/>\nInvestitionsbereitschaft.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Juli-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 26.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 10. Juni<br \/>\n2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter, sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die witterungsbedingt noch verhaltene Erholung im ersten Quartal hat sich leicht verst\u00e4rkt. * Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; expandierte im April erneut und ist ebenso wie die Nachfrage nach Industrieg\u00fctern aufw\u00e4rts gerichtet. * Die Perspektiven f\u00fcr den privaten Konsum sind auch nach dem kr\u00e4ftigen Zuwachs im ersten Quartal weiterhin freundlich. * Trotz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1513,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,16],"tags":[190],"class_list":["post-5713","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-wirtschaft","tag-wirtschaftslage"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5713"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5713\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5713"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}