{"id":5555,"date":"2013-05-14T08:11:07","date_gmt":"2013-05-14T06:11:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5555"},"modified":"2013-05-14T08:11:07","modified_gmt":"2013-05-14T06:11:07","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5555","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft ist im Verlauf des ersten Quartals wieder auf den<br \/>\nAufw\u00e4rtspfad eingeschwenkt.<br \/>\n* Der Auftragseingang in der Industrie<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; und die<br \/>\nErzeugung im Produzierenden Gewerbe erh\u00f6hten sich im Februar und M\u00e4rz<br \/>\nsp\u00fcrbar.<br \/>\n* Die privaten Konsumausgaben d\u00fcrften wieder etwas st\u00e4rker expandiert haben.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter bemerkenswert g\u00fcnstig und st\u00fctzt<br \/>\nEinkommen und Binnenkonjunktur.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Verlauf des ersten Quartals auf den Pfad der<br \/>\nErholung eingeschwenkt. Um den Jahreswechsel 2012\/2013 hat sich die<br \/>\nWirtschaftsleistung stabilisiert. Im Februar und M\u00e4rz haben auch<br \/>\nrealwirtschaftliche Konjunkturindikatoren erste Anzeichen einer Belebung<br \/>\nangezeigt, nachdem sich die nationalen Stimmungsindikatoren bereits zuvor<br \/>\nmerklich aufgehellt hatten. Die Aufw\u00e4rtsbewegung d\u00fcrfte sich im weiteren Verlauf<br \/>\ndes Jahres festigen und verst\u00e4rken. Im Fr\u00fchjahr werden witterungsbedingte<br \/>\nNachholeffekte vornehmlich in der Bauwirtschaft sowie die sich bessernde<br \/>\nAuftragslage in der Industrie f\u00fcr weitere Impulse sorgen. Die nach wie vor gute<br \/>\nLage am Arbeitsmarkt bildet eine solide Grundlage f\u00fcr eine sp\u00fcrbar expandierende<br \/>\nprivate Konsumnachfrage.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Weltwirtschaft ist dabei, sich aus ihrer Schw\u00e4chephase zu l\u00f6sen. Die<br \/>\nVereinigten Staaten befinden sich auf einem moderaten Wachstumskurs, auch wenn<br \/>\ndie Haushaltskonsolidierung in diesem Jahr noch Anpassungen erfordern wird. Die<br \/>\njapanische Wirtschaft wird zumindest vor\u00fcbergehend von den expansiven geld- und<br \/>\nfiskalpolitischen Ma\u00dfnahmen ihrer Regierung profitieren. Die Schwellenl\u00e4nder<br \/>\nsetzen ihren Wachstumskurs, wenn auch mit regionalen Unterschieden, im Gro\u00dfen und<br \/>\nGanzen fort. Der Euroraum verharrt dagegen in einer Rezession und d\u00fcrfte erst<br \/>\nwieder im Verlauf des zweiten Halbjahres 2013 positive Wachstumsraten<br \/>\nverzeichnen. Die Situation an den Finanzm\u00e4rkten hat sich sichtbar entspannt.<br \/>\nViele und gewichtige strukturelle Probleme gerade der Eurostaaten sind aber noch<br \/>\nnicht gel\u00f6st. Die Unw\u00e4gbarkeiten der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sind<br \/>\ndaher beachtlich. Weitere glaubw\u00fcrdige Schritte hin zu einer Beseitigung der<br \/>\nUrsachen der Euroschuldenkrise bleiben daher vordringlich.<\/p>\n<p>Unter dem Einfluss einer sich nur allm\u00e4hlich belebenden Weltwirtschaft<br \/>\nentwickelten sich die deutschen Ausfuhren bislang eher verhalten. Im M\u00e4rz glichen<br \/>\ndie Ausfuhren einen Teil ihrer Verluste aus dem Vormonat aber wieder aus und<br \/>\nerzielten im gesamten ersten Kalenderviertel ein leichtes Plus gegen\u00fcber dem<br \/>\nVorquartal. Die Exporterwartungen der Unternehmen wurden seit Jahresbeginn<br \/>\ninsgesamt optimistischer und hellten sich auch im April weiter auf. Wenn die<br \/>\nWeltwirtschaft langsam weiter Tritt fasst, d\u00fcrfte die wettbewerbsf\u00e4hige deutsche<br \/>\nExportwirtschaft davon wieder st\u00e4rker profitieren.<\/p>\n<p>Die deutsche Industriekonjunktur kommt in Bewegung. Nach einer bereits leichten<br \/>\nErholung im Vormonat erh\u00f6hte sich die Industrieproduktion im M\u00e4rz um weitere<br \/>\n1,4 % [2]. Damit ergab sich f\u00fcr das gesamte erste Quartal 2013 ein Anstieg um<br \/>\n0,6 % gegen\u00fcber dem letzten Jahresviertel. Kr\u00e4ftige Produktionsausweitungen<br \/>\nverzeichneten insbesondere die Hersteller von Investitionsg\u00fctern<br \/>\n(Quartalsvergleich: +1,6 %). Ebenfalls sp\u00fcrbaren Auftrieb erhielten im Verlauf<br \/>\ndes ersten Quartals die Industrieauftr\u00e4ge. Sie stiegen im M\u00e4rz zum zweiten Mal in<br \/>\nFolge um 2,2 % und drehten damit auch im gesamten ersten Quartal gegen\u00fcber dem<br \/>\nVorquartal ins Plus. Die kr\u00e4ftigsten Nachfrageimpulse erfuhren dabei die<br \/>\nHersteller von Vorleistungs- und Investitionsg\u00fctern. War bislang vor allem die<br \/>\nInlandsnachfrage der wichtigste Treiber, so schlossen die Auslandsbestellungen<br \/>\nzuletzt wieder auf. Die realwirtschaftlichen Indikatoren folgen damit offenbar<br \/>\nder positiven Entwicklung, die durch Umfragewerte vorgezeichnet worden war.<br \/>\nAllerdings haben Stimmungsindikatoren wie das ifo-Gesch\u00e4ftsklima oder der<br \/>\nMarkit\/BME-Einkaufsmanagerindex im April jeweils zum zweiten Mal in Folge<br \/>\nnachgegeben, wobei das Niveau des ifo-Gesch\u00e4ftsklimas nach wie vor \u00fcber dem<br \/>\nlangfristigen Durchschnitt liegt. Dies zeigt, dass die konjunkturelle Erholung,<br \/>\nwie in der Jahresprojektion der Bundesregierung unterstellt, nur allm\u00e4hlich in<br \/>\nGang kommt.<\/p>\n<p>Vom Produktionsr\u00fcckgang im Baugewerbe gingen d\u00e4mpfende Effekte aus, wobei die bis<br \/>\nAnfang April ungew\u00f6hnlich kalte Witterung eine wichtige Rolle gespielt haben<br \/>\nd\u00fcrfte. Nach zwei sp\u00fcrbaren R\u00fcckg\u00e4ngen in Folge (M\u00e4rz: -3,1 %) blieb die<br \/>\nErzeugung im Baugewerbe im Durchschnitt des ersten Quartals 2013 um 0,6 % hinter<br \/>\ndem Niveau des letzten Jahresviertels zur\u00fcck. Die Bestellt\u00e4tigkeit im<br \/>\nBauhauptgewerbe hat sich im Januar und Februar jedoch deutlich belebt, zuletzt<br \/>\nauch wesentlich st\u00e4rker seitens der gewerblichen Auftraggeber. Das Gesch\u00e4ftsklima<br \/>\nim Bauhauptgewerbe setzte zwar seinen H\u00f6henflug der letzten Monate im April nicht<br \/>\nweiter fort, blieb aber auf \u00fcberdurchschnittlich hohem Niveau. Die Perspektiven<br \/>\nf\u00fcr die Bauwirtschaft sind damit nicht nur wegen der im Fr\u00fchjahr zu erwartenden<br \/>\nNachholeffekte weiterhin g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Die privaten Konsumausgaben d\u00fcrften sich im ersten Quartal weiter erh\u00f6ht haben.<br \/>\nHierauf deutet die Entwicklung der Einzelhandelsums\u00e4tze hin, die trotz kleinerer<br \/>\nR\u00fcckschl\u00e4ge im gesamten ersten Quartal um 1,5 % zulegten. Die Neuzulassungen f\u00fcr<br \/>\nprivate Pkw haben sich ebenfalls wieder belebt. Das Konsumklima verbesserte sich<br \/>\nmit seinem Anstieg im Mai den vierten Monat in Folge. Die stabile Entwicklung am<br \/>\ndeutschen Arbeitsmarkt und die steigenden Einkommen, die nicht zuletzt auch von<br \/>\nden zum Jahreswechsel in Kraft getretenen Steuer- und Abgabensenkungen<br \/>\nprofitieren, sowie das ruhige Preisklima trugen hierzu bei. Die daraus<br \/>\nresultierenden realen Einkommenszuw\u00e4chse der Verbraucher sollten auch in den<br \/>\nkommenden Monaten Impulse f\u00fcr den privaten Konsum geben.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Fr\u00fchjahrsbelebung fiel aber<br \/>\nbislang merklich schw\u00e4cher aus als \u00fcblich. Sowohl Witterungseinfl\u00fcsse als auch<br \/>\neine konjunkturell bedingt etwas zur\u00fcckhaltendere Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften<br \/>\nd\u00fcrften hierbei eine Rolle gespielt haben. Der Besch\u00e4ftigungszuwachs setzte sich<br \/>\nim M\u00e4rz weiter fort, ohne dass die Arbeitslosigkeit in gleichem Ma\u00dfe zur\u00fcckging.<br \/>\nIm April ist registrierte Arbeitslosigkeit in saisonbereinigter Betrachtung<br \/>\nerneut leicht gestiegen. Die Fr\u00fchindikatoren am Arbeitsmarkt blieben aber<br \/>\nunauff\u00e4llig.<\/p>\n<p>Die Perspektiven f\u00fcr den deutschen Arbeitsmarkt bleiben wegen der erwarteten<br \/>\nkonjunkturellen Belebung nach wie vor freundlich. Nicht zuletzt deswegen sind im<br \/>\nvergangenen Jahr netto 369 000 Personen nach Deutschland zugewandert.<br \/>\nInsbesondere die Einwanderung aus den EU-Beitritts- und Krisenstaaten ist<br \/>\nteilweise sprunghaft gestiegen; junge, h\u00e4ufig gut ausgebildete Menschen aus<br \/>\ndiesen L\u00e4ndern suchen in Deutschland eine berufliche Zukunft.<\/p>\n<p>Gute wirtschaftliche Perspektiven, verbunden mit einer klugen Zuwanderungspolitik<br \/>\nzeigen hier ihre Wirkung. Dies hilft, hierzulande Fachkr\u00e4fteengp\u00e4sse zu<br \/>\n\u00fcberwinden und die Stabilit\u00e4t unserer sozialen Sicherungssysteme langfristig zu<br \/>\nerhalten. Die Bundesregierung wird daher die Willkommenskultur in Deutschland<br \/>\nweiter st\u00e4rken; insbesondere die Zuwanderungsbedingungen f\u00fcr gut, akademisch oder<br \/>\nberuflich ausgebildete Menschen aus Nicht-EU-L\u00e4ndern m\u00fcssen verbessert werden.<br \/>\nDie j\u00fcngsten Zahlen machen aber auch deutlich, wie entscheidend es f\u00fcr die<br \/>\nKrisenl\u00e4nder in Europa nun ist, durch wachstumsfreundliche Konsolidierung und<br \/>\nStrukturreformen ihre eigenen wirtschaftlichen Perspektiven wieder zu verbessern.<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft ist im Verlauf des ersten Quartals wieder auf den Aufw\u00e4rtspfad eingeschwenkt. * Der Auftragseingang in der Industrie &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; und die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe erh\u00f6hten sich im Februar und M\u00e4rz sp\u00fcrbar. * Die privaten Konsumausgaben d\u00fcrften wieder etwas st\u00e4rker expandiert haben. * Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter bemerkenswert g\u00fcnstig und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1513,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,16],"tags":[395],"class_list":["post-5555","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-wirtschaft","tag-wirtschaft-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5555"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5555\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}