{"id":5402,"date":"2013-04-13T09:05:48","date_gmt":"2013-04-13T07:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5402"},"modified":"2013-04-13T09:05:48","modified_gmt":"2013-04-13T07:05:48","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5402","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die Erwartung einer allm\u00e4hlichen konjunkturellen Belebung im Fr\u00fchjahr wird<br \/>\ndurch die j\u00fcngste Entwicklung realwirtschaftlicher Indikatoren gest\u00fctzt.<br \/>\n* Der Auftragseingang in der Industrie<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;, vor allem<br \/>\ndie Inlandsnachfrage nach Investitionsg\u00fctern, nahm im Februar kr\u00e4ftig zu<br \/>\nund k\u00f6nnte eine Trendwende bei den Investitionen ank\u00fcndigen.<br \/>\n* Die positive Entwicklung der Einzelhandelsums\u00e4tze signalisiert eine<br \/>\nBelebung der privaten Konsumausgaben.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr g\u00fcnstig und st\u00fctzt die<br \/>\nBinnenkonjunktur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der deutschen Wirtschaft zeichnet sich immer deutlicher eine leichte Belebung<br \/>\nim Fr\u00fchjahr ab. Nach der Abschw\u00e4chung der konjunkturellen Dynamik im Verlauf des<br \/>\nJahres 2012 konnte sich die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn offenbar<br \/>\nzumindest stabilisieren. Bislang st\u00fctzte sich die Erwartung einer Erholung nach<br \/>\ndem Winterhalbjahr vor allem auf die leichte Verbesserung des<br \/>\nweltwirtschaftlichen Umfelds sowie auf die insgesamt merkliche Aufhellung der<br \/>\nnationalen Stimmungsindikatoren. Nunmehr bekr\u00e4ftigt die sich andeutende Belebung<br \/>\nder Auftragseing\u00e4nge im konjunkturell wichtigen Bereich der Industrie diese<br \/>\nErwartung.<\/p>\n<p>Die Unsicherheiten \u00fcber die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind aber nach<br \/>\nwie vor h\u00f6her als gew\u00f6hnlich. Dabei kommt dem Fortgang der Finanz- und<br \/>\nEuroschuldenkrise weiterhin eine wichtige Rolle zu. Insgesamt hat sich die<br \/>\nSituation an den Finanzm\u00e4rkten in den vergangenen Monaten aber deutlich beruhigt.<br \/>\nHierzu haben die Zentralbanken nicht unerheblich beigetragen.<\/p>\n<p>In wichtigen Wirtschaftsr\u00e4umen der globalen Wirtschaft wie den Vereinigten<br \/>\nStaaten, Japan und China zeichnet sich eine Belebung der wirtschaftlichen<br \/>\nAktivit\u00e4ten ab. Der Euroraum als Ganzes verharrt zwar weiterhin in einer leichten<br \/>\nRezession. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2013 d\u00fcrfte aus heutiger Sicht aber auch<br \/>\nhier eine allm\u00e4hliche Erholung einsetzen. Wichtige Impulse werden im weiteren<br \/>\nJahresverlauf erneut insbesondere von den aufstrebenden Schwellenl\u00e4ndern<br \/>\nerwartet. Insgesamt d\u00fcrfte sich das weltwirtschaftliche Umfeld f\u00fcr die deutsche<br \/>\nWirtschaft damit weiter verbessern. Die weltwirtschaftliche Entwicklung bleibt<br \/>\ndennoch fragil.<\/p>\n<p>Angesichts der Wachstumsschw\u00e4che der deutschen Absatzgebiete entwickelten sich<br \/>\ndie deutschen Ausfuhren zu Jahresbeginn noch recht schwach. Nach dem Anstieg im<br \/>\nJanuar gingen die Ausfuhren im Februar wieder merklich zur\u00fcck. Ihre<br \/>\nAbw\u00e4rtstendenz schw\u00e4chte sich allerdings ab. Die Exporterwartungen der<br \/>\nUnternehmen wurden im Laufe des Jahres jedoch insgesamt optimistischer. Mit der<br \/>\nBelebung der Weltwirtschaft bleiben die Ausfuhrperspektiven der<br \/>\nwettbewerbsf\u00e4higen deutschen Exportwirtschaft insgesamt positiv.<\/p>\n<p>Die deutsche Industriekonjunktur scheint ihre Schw\u00e4chephase allm\u00e4hlich zu<br \/>\n\u00fcberwinden. Die Industrieproduktion hat nach einem sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang zu Beginn<br \/>\ndes Jahres im Februar um 0,5 % zugelegt [2]. St\u00fctzende Impulse kamen vor allem<br \/>\naus dem Bereich der Investitionsg\u00fcterhersteller, die ihren Aussto\u00df um 2,4 %<br \/>\nausweiteten. F\u00fcr eine Belebung der industriellen Aktivit\u00e4t spricht vor allem der<br \/>\nAnstieg der Industrieauftr\u00e4ge. Mit der deutlichen Zunahme um saisonbereinigt<br \/>\n2,3 % notierten die Auftragseing\u00e4nge im Februar \u00fcber dem Stand des<br \/>\nJahresschlussquartals. Die entscheidenden Impulse kamen auch hier von der<br \/>\nNachfrage nach Investitionsg\u00fctern und hier vor allem von den deutlich zunehmenden<br \/>\nBestellungen aus dem Inland. Dies k\u00f6nnten erste Anzeichen f\u00fcr eine Trendwende der<br \/>\nInvestitionst\u00e4tigkeit in der deutschen Wirtschaft sein. Die seit Monaten von den<br \/>\nStimmungsindikatoren angedeutete Belebung der Industriekonjunktur wird damit<br \/>\nzunehmend auch durch harte realwirtschaftliche Indikatoren best\u00e4tigt. Die nach<br \/>\nmehrmonatiger Aufhellung leichte Abk\u00fchlung des ifo-Gesch\u00e4ftsklimas und des<br \/>\nMarkit\/BME-Einkaufsmanagerindex im M\u00e4rz zeigen allerdings auch, dass die<br \/>\nkonjunkturelle Erholung, wie in der Jahresprojektion der Bundesregierung<br \/>\nunterstellt, nur allm\u00e4hlich Tritt fasst.<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4ten im Baugewerbe entwickelten sich zuletzt ged\u00e4mpft, wobei auch<br \/>\nWitterungseffekte eine Rolle gespielt haben d\u00fcrften. Nach einem kr\u00e4ftigen Zuwachs<br \/>\nim Januar schw\u00e4chte sich die Erzeugung im Februar wieder deutlich ab. Dies k\u00f6nnte<br \/>\nsich im M\u00e4rz angesichts \u00fcberdurchschnittlicher witterungsbedingter<br \/>\nBaubehinderungen fortsetzen. Die Bestellt\u00e4tigkeit im Bauhauptgewerbe, die in den<br \/>\nvergangenen Monaten insgesamt durch starke Schwankungen gekennzeichnet war, hat<br \/>\nsich im Januar jedoch deutlich belebt. Zudem setzte sich die seit Monaten<br \/>\nzunehmend freundlichere Stimmung bei den Unternehmen im Bauhauptgewerbe auch im<br \/>\nM\u00e4rz fort. Die Perspektiven f\u00fcr die Bauwirtschaft bleiben damit nicht nur wegen<br \/>\nder im Fr\u00fchjahr zu erwartenden Nachholeffekte positiv.<\/p>\n<p>Der private Konsum hat sich nach der nur moderaten Entwicklung im<br \/>\nJahresschlussquartal in den ersten Monaten dieses Jahres merklich belebt. Hierauf<br \/>\ndeutet die positive Entwicklung der Einzelhandelsums\u00e4tze hin, die nach kr\u00e4ftiger<br \/>\nZunahme im Januar auch im Februar nochmals leicht zulegten. Das Konsumklima<br \/>\nbewegt sich weiter auf leicht positivem Niveau. Zu einem weiterhin freundlichen<br \/>\nKonsumklima tragen der anhaltende Besch\u00e4ftigungszuwachs, die zum Jahreswechsel in<br \/>\nKraft getretenen Steuer- und Abgabensenkungen sowie der derzeit sehr ged\u00e4mpfte<br \/>\nPreisauftrieb bei. Allein die Senkung des Rentenversicherungsbeitrages, die<br \/>\nAnhebung des Grundfreibetrages der Einkommensteuer und die Abschaffung der<br \/>\nPraxisgeb\u00fchr entlasten B\u00fcrger und Unternehmen in diesem Jahr um insgesamt<br \/>\nann\u00e4hernd 8 Milliarden Euro. Bei weiter zunehmenden Einkommen sorgen diese<br \/>\nFaktoren f\u00fcr eine St\u00e4rkung der realen Kaufkraft der privaten Haushalte. Dies<br \/>\nsollte sich in den kommenden Monaten in deutlichen Impulsen f\u00fcr die privaten<br \/>\nKonsumausgaben niederschlagen. Gleichzeitig st\u00e4rkt die Bundesregierung weiter das<br \/>\nVertrauen in solide wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Sie legt bereits f\u00fcr das<br \/>\nJahr 2014 einen strukturell ausgeglichenen Bundeshaushalt vor. Zudem ist f\u00fcr 2015<br \/>\nder erste tats\u00e4chlich ausgeglichene Bundeshaushalt ohne neue Schulden seit \u00fcber<br \/>\n40 Jahren vorgesehen. Die Entwicklung zeigt: Eine solche wachstumsfreundliche<br \/>\nKonsolidierung ist der richtige Weg.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr g\u00fcnstig. Die Fr\u00fchjahrsbelebung<br \/>\nsetzte im M\u00e4rz witterungsbedingt allerdings etwas verhaltener ein. Der<br \/>\nBesch\u00e4ftigungszuwachs beschleunigte sich im Januar und Februar leicht.<br \/>\nWitterungsbedingt kam es im M\u00e4rz allerdings gegen den Trend zu einer geringen<br \/>\nZunahme der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit. Die Fr\u00fchindikatoren am<br \/>\nArbeitsmarkt entwickeln sich unauff\u00e4llig. Angesichts der erwarteten<br \/>\nkonjunkturellen Belebung bleiben die Perspektiven f\u00fcr den Arbeitsmarkt positiv.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Mai-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 17.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 9. April<br \/>\n2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter, sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi,bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die Erwartung einer allm\u00e4hlichen konjunkturellen Belebung im Fr\u00fchjahr wird durch die j\u00fcngste Entwicklung realwirtschaftlicher Indikatoren gest\u00fctzt. * Der Auftragseingang in der Industrie &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;, vor allem die Inlandsnachfrage nach Investitionsg\u00fctern, nahm im Februar kr\u00e4ftig zu und k\u00f6nnte eine Trendwende bei den Investitionen ank\u00fcndigen. * Die positive Entwicklung der Einzelhandelsums\u00e4tze signalisiert eine Belebung der privaten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1513,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,16],"tags":[395],"class_list":["post-5402","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-wirtschaft","tag-wirtschaft-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5402"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5402\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}