{"id":5236,"date":"2013-03-16T08:14:16","date_gmt":"2013-03-16T07:14:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5236"},"modified":"2013-03-16T08:14:16","modified_gmt":"2013-03-16T07:14:16","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-marz-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=5236","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im M\u00e4rz 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft befindet sich an der Schwelle zur Erholung. Mit der<br \/>\nsich abzeichnenden allm\u00e4hlichen Belebung der Weltwirtschaft d\u00fcrfte die<br \/>\nwettbewerbsf\u00e4hige deutsche Wirtschaft allm\u00e4hlich wieder Fahrt aufnehmen.<br \/>\n* Nach der Abschw\u00e4chung der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2012<br \/>\ndeuten die Stimmungsindikatoren auf eine Belebung ab dem Fr\u00fchjahr hin.<br \/>\n* Die realwirtschaftliche Best\u00e4tigung steht allerdings noch aus. Die<br \/>\nIndustrieproduktion<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; hat ihren<br \/>\nAbw\u00e4rtstrend bislang lediglich verlangsamt. Die Bestellt\u00e4tigkeit in der<br \/>\nIndustrie zeigt sich noch recht schwach.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung und st\u00fctzt weiter die<br \/>\nbinnenwirtschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1513\" alt=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg\" width=\"370\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft befindet sich an der Schwelle zur Erholung. Nach der<br \/>\nsp\u00fcrbaren Abschw\u00e4chung der Wirtschaftsleistung im Jahresschlussquartal 2012 um<br \/>\n0,6 % gegen\u00fcber dem Vorquartal [2] gibt es Hinweise f\u00fcr eine beginnende Belebung<br \/>\nvoraussichtlich ab dem Fr\u00fchjahr dieses Jahres. Hierauf deuten sowohl das etwas<br \/>\nverbesserte weltwirtschaftliche Umfeld als auch die sich seit Monaten<br \/>\naufhellenden nationalen Stimmungsindikatoren hin.<\/p>\n<p>Die rezessiven Entwicklungen im Euroraum sind noch nicht \u00fcberwunden, es gibt aber<br \/>\nAnzeichen einer Stabilisierung. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2013 k\u00f6nnte eine<br \/>\nallm\u00e4hliche Erholung einsetzen. Hierzu tr\u00e4gt bei, dass sich die hohe<br \/>\nVerunsicherung durch die Finanz- und Euroschuldenkrise insgesamt vorerst<br \/>\nzur\u00fcckgebildet hat. Um das Vertrauen weiter zu festigen, muss die Strategie<br \/>\nwachstumsfreundlicher Haushaltskonsolidierung konsequent weiterverfolgt werden.<br \/>\nDer erst als Lehre aus der Krise verbesserte europ\u00e4ische Stabilit\u00e4ts- und<br \/>\nWachstumspakt darf nicht wieder aufgeweicht werden. Denn die Risiken sind<br \/>\nweiterhin hoch und im Hinblick auf einzelne L\u00e4nder wieder st\u00e4rker in den Fokus<br \/>\nger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Die globale Wirtschaftsentwicklung scheint nach dem verhaltenen Jahresausklang<br \/>\nwieder etwas Fahrt aufzunehmen. Internationale Konjunkturindikatoren senden<br \/>\nvermehrt leicht positive Signale. Einigen gr\u00f6\u00dferen Schwellenl\u00e4ndern d\u00fcrfte<br \/>\nhierbei erneut eine Vorreiterrolle zufallen. Die Vereinigten Staaten d\u00fcrften<br \/>\ntrotz der selbst auferlegten automatischen Konsolidierung weiterhin auf moderatem<br \/>\nWachstumskurs bleiben. Dennoch bleibt die sich andeutende Belebung fragil.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Abschw\u00e4chung der Wachstumsdynamik im<br \/>\nVerlauf des vergangenen Jahres in recht guter Verfassung. Sie ist international<br \/>\nwettbewerbsf\u00e4hig. Der Besch\u00e4ftigungsstand ist hoch und der Arbeitsmarkt<br \/>\nbemerkenswert robust. Die Stabilisierung des internationalen Umfelds sowohl auf<br \/>\nden Finanzm\u00e4rkten als auch in der Realwirtschaft hat Vertrauen von Wirtschaft und<br \/>\nVerbrauchern zur\u00fcckkehren lassen. Die Stimmungsindikatoren haben sich deutlich<br \/>\naufgehellt. Die realwirtschaftliche Best\u00e4tigung steht zwar noch aus, insgesamt<br \/>\nbleibt eine Erholung der deutschen Wirtschaft ab dem Fr\u00fchjahr aber<br \/>\nwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Nach dem realen R\u00fcckgang der Exporte im Jahresschlussquartal 2012 d\u00fcrften sich<br \/>\ndie deutschen Warenausfuhren allm\u00e4hlich wieder etwas beleben. Hierf\u00fcr sprechen<br \/>\nauch die Exporterwartungen der Wirtschaft, die sich merklich aufhellten.<br \/>\nAngesichts der im Durchschnitt schwachen Entwicklung der deutschen Absatzm\u00e4rkte<br \/>\nd\u00fcrfte die Ausfuhrdynamik aber ged\u00e4mpft bleiben. Im Januar erh\u00f6hten sich die<br \/>\nAusfuhren an Waren in jeweiligen Preisen um 1,4 %, die Einfuhren nahmen um 3,3 %<br \/>\nzu. Impulse sind derzeit vor allem aus Drittl\u00e4ndern und aus EU-L\u00e4ndern au\u00dferhalb<br \/>\nder Eurozone zu erwarten.<\/p>\n<p>Die Abschw\u00e4chung der weltwirtschaftlichen Dynamik im Verlauf des Jahres 2012<br \/>\nbekam vor allem die exportabh\u00e4ngige Industrie zu sp\u00fcren. Die Industrieums\u00e4tze<br \/>\ngingen im vierten Quartal 2012 um 2,4 % zur\u00fcck, ihre Produktion schr\u00e4nkten die<br \/>\nUnternehmen daher um 3,2 % ein. Inzwischen ist eine Tendenz zur Stabilisierung<br \/>\nerkennbar. Im Januar nahmen die Ums\u00e4tze nur um 0,4 % und die Produktion um 0,2 %<br \/>\nab. Die leichte Belebung der Auftragseing\u00e4nge in der Industrie, die gest\u00fctzt auf<br \/>\nGro\u00dfauftr\u00e4ge im Jahresschlussquartal 2012 um 0,7 % zulegten, setzte sich zu<br \/>\nJahresbeginn nicht fort. Die Industrie musste im Januar bei wenig Gro\u00dfauftr\u00e4gen<br \/>\neinen Auftragsr\u00fcckgang um 1,9 % hinnehmen. Dabei entwickelte sich die Nachfrage<br \/>\naus dem Inland in den vergangenen Monaten stabiler als die aus dem Ausland. Einen<br \/>\npositiven Ausblick vermitteln aber die Stimmungsindikatoren. Sie hellten sich in<br \/>\nden vergangenen Monaten sp\u00fcrbar auf. Vor allem die auf die Zukunft gerichteten<br \/>\nErwartungskomponenten trugen hierzu bei. Zuletzt hat sich aber auch die<br \/>\nBeurteilung der aktuellen Wirtschaftslage verbessert.<\/p>\n<p>Die Produktion im Baugewerbe erholte sich im Januar bereits wieder vom R\u00fcckgang<br \/>\nim Jahresschlussquartal; sie stieg um 3,0 %. Hierzu trug vor allem das<br \/>\nAusbaugewerbe bei, das ab diesem Berichtsmonat neben dem Bauhauptgewerbe<br \/>\nzus\u00e4tzlich im Produktionsindex abgebildet wird. Die Bestellt\u00e4tigkeit im<br \/>\nBauhauptgewerbe war in den letzten Monaten durch starke Schwankungen<br \/>\ngekennzeichnet, ist aber insgesamt kr\u00e4ftiger als vor einem Jahr. Das<br \/>\nGesch\u00e4ftsklima im Bauhauptgewerbe hellte sich in den vergangenen Monaten sp\u00fcrbar<br \/>\nauf. Angesichts des g\u00fcnstigen Finanzierungsumfelds f\u00fcr Bauvorhaben bleiben die<br \/>\nPerspektiven f\u00fcr die Bauwirtschaft positiv.<\/p>\n<p>Die privaten Konsumausgaben waren im Jahresschlussquartal 2012 von Zur\u00fcckhaltung<br \/>\ngepr\u00e4gt und nahmen nur um 0,1 % gegen\u00fcber dem Vorquartal zu. Die Verunsicherung<br \/>\nbildete sich aber auch bei den Verbrauchern zur\u00fcck, sodass gegenw\u00e4rtig wieder ein<br \/>\nkonsumfreundliches Klima vorherrscht. Die Einzelhandelsums\u00e4tze belebten sich im<br \/>\nJanuar bereits deutlich um 3,1 %. Auch andere Rahmenbedingungen f\u00fcr den privaten<br \/>\nKonsum bleiben g\u00fcnstig. Die verf\u00fcgbaren Einkommen nehmen real weiter zu. Die<br \/>\nSteuer- und Abgabensenkungen zu Beginn dieses Jahres und das anhaltend ruhige<br \/>\nPreisklima st\u00e4rken die Kaufkraft der privaten Haushalte und sorgen so zus\u00e4tzlich<br \/>\nf\u00fcr Impulse.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Nach den aktuellen Zahlen<br \/>\ndauerte der Besch\u00e4ftigungsaufschwung, gest\u00fctzt auf die Entwicklung der<br \/>\nsozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung, nur wenig ged\u00e4mpft bis zuletzt an.<br \/>\nDer sehr moderate saisonbereinigte Anstieg der Arbeitslosigkeit, der seit dem<br \/>\nFr\u00fchjahr 2012 zu beobachten war, setzte sich im laufenden Jahr nicht mehr fort.<br \/>\nDie Fr\u00fchindikatoren deuten ebenfalls auf eine Fortsetzung der leicht positiven<br \/>\nTendenzen hin.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der April-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich ab der 13.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nTechnologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden statistische Daten verwendet, die bis zum 11. M\u00e4rz<br \/>\n2013 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter, sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Angaben.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft befindet sich an der Schwelle zur Erholung. 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