{"id":4775,"date":"2012-12-11T12:41:44","date_gmt":"2012-12-11T11:41:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4775"},"modified":"2012-12-11T12:41:44","modified_gmt":"2012-12-11T11:41:44","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4775","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2012"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Das nach wie vor schwierige internationale und vor allem europ\u00e4ische Umfeld<br \/>\nhat das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf gebremst und<br \/>\nd\u00fcrfte es auch im Schlussquartal weiter abschw\u00e4chen.<br \/>\n* Belastend wirken vor allem die geringe Investitionsbereitschaft und die<br \/>\nschwache Entwicklung der Industrieproduktion<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;. Auch das<br \/>\nExportwachstum verlor an Schwung.<br \/>\n* Positive Impulse kommen hingegen vom privaten Konsum, der vor dem<br \/>\nHintergrund einer nach wie vor relativ g\u00fcnstigen Besch\u00e4ftigungs- und<br \/>\nEinkommensentwicklung die Konjunktur auch weiter st\u00fctzen d\u00fcrfte.<br \/>\n* Erste Aufhellungen bei den Stimmungsindikatoren k\u00f6nnten ein Zeichen daf\u00fcr<br \/>\nsein, dass die Schw\u00e4chephase nach dem Winterhalbjahr allm\u00e4hlich \u00fcberwunden<br \/>\nwird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" title=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das schwierigere internationale Umfeld belastet die deutsche Konjunktur<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/konjunktur-und-statistiken.html&gt;.<br \/>\nAngesichts der z\u00f6gerlichen Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere der<br \/>\nrezessiven Tendenzen im Euroraum schw\u00e4chte sich das Wachstum der deutschen<br \/>\nWirtschaft im Jahresverlauf ab. Gemessen an diesen ung\u00fcnstigen Rahmenbedingungen<br \/>\nerwies sich die wirtschaftliche Entwicklung bis in das dritte Quartal dieses<br \/>\nJahres dennoch als recht widerstandsf\u00e4hig. Das Bruttoinlandsprodukt erh\u00f6hte sich<br \/>\npreis-, kalender-, und saisonbereinigt [2] mit +0,2 % allerdings weniger stark<br \/>\nals in den beiden Quartalen zuvor. D\u00e4mpfend wirkten sich der anhaltende und<br \/>\nkr\u00e4ftige R\u00fcckgang der Ausr\u00fcstungsinvestitionen sowie der Vorratsabbau aus. Dies<br \/>\nkonnte durch die Zunahme der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie der<br \/>\nBauinvestitionen allerdings nahezu kompensiert werden. Die ma\u00dfgeblichen<br \/>\nWachstumsimpulse kamen wie schon im gesamten laufenden Jahr vom Au\u00dfenbeitrag.<br \/>\nZwar verlangsamte sich das Exportwachstum, noch st\u00e4rker aber nahm &#8211; vor allem als<br \/>\nFolge der schwachen Investitionsentwicklung &#8211; der Importzuwachs ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Monate zeichnen die Fr\u00fchindikatoren ein ged\u00e4mpftes Bild, aber<br \/>\ndurchaus mit Lichtblicken. Zwar blieben die Auftragseing\u00e4nge in der Industrie in<br \/>\nder Tendenz abw\u00e4rts gerichtet, auch wenn sie sich im Oktober saisonbereinigt<br \/>\nwieder deutlich erh\u00f6ht haben; die Aktivit\u00e4t in der deutschen Industrie d\u00fcrfte<br \/>\ndaher vorerst verhalten bleiben. Andererseits hat sich die Stimmung in der<br \/>\nWirtschaft nach Monaten der Eintr\u00fcbung im November leicht aufgehellt. Die<br \/>\nIndikatoren notieren allerdings auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Die<br \/>\nStimmungsverbesserung k\u00f6nnte jedoch ein erstes Signal f\u00fcr ein Auslaufen der<br \/>\nSchw\u00e4chephase nach dem Winterhalbjahr sein.<\/p>\n<p>Auch die Signale aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld sind gemischt. In den<br \/>\ns\u00fcdeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern dauern die teilweise ausgepr\u00e4gten Rezessionen an.<br \/>\nAngesichts der notwendigen Anpassungsprozesse ist in der Eurozone im<br \/>\nJahresschlussquartal mit einer weiteren Abschw\u00e4chung und erst im sp\u00e4teren Verlauf<br \/>\ndes kommenden Jahres mit einer Erholung zu rechnen. Ein Anspringen des Wachstums<br \/>\nder US-Wirtschaft als gr\u00f6\u00dftem Wirtschaftsraum ist nach den vorliegenden<br \/>\nIndikatoren und vor dem Hintergrund politischer Unw\u00e4gbarkeiten noch keineswegs<br \/>\ngesichert. Vermehrt positive konjunkturelle Nachrichten kamen dagegen zuletzt aus<br \/>\nChina, das der globalen Wirtschaft wieder st\u00e4rkere Impulse geben k\u00f6nnte. Vieles<br \/>\nspricht daf\u00fcr, dass im Laufe des kommenden Jahres mit einer Belebung der<br \/>\nWeltwirtschaft gerechnet werden kann. Die Abw\u00e4rtsrisiken bleiben aber beachtlich.<\/p>\n<p>Zusammengenommen deuten die nationalen und internationalen Konjunktursignale<br \/>\nvorerst auf eine weitere Abschw\u00e4chung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in<br \/>\nDeutschland im Jahresschlussquartal hin. Von ma\u00dfgeblicher Bedeutung ist hierbei<br \/>\ndie Industrie. Mit einem deutlichen R\u00fcckgang der industriellen Erzeugung im<br \/>\nOktober um saisonbereinigt 2,4 % setzte sich die schwache Produktionsentwicklung<br \/>\nden dritten Monat in Folge fort. Gleichzeitig ging die Bauproduktion im Oktober<br \/>\num 5,3 % zur\u00fcck. Auch aufgrund der tendenziell schwachen Auftragseing\u00e4nge der<br \/>\nletzten Monate sind aus der Industrie vorerst keine wesentlichen konjunkturellen<br \/>\nImpulse zu erwarten. Die Bestellungen im Bau zeigen bei starken monatlichen<br \/>\nSchwankungen derzeit keine eindeutige Tendenz. Allerdings bleiben die<br \/>\nRahmenbedingungen f\u00fcr den Bau vor allem wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und<br \/>\nder positiven Einkommensperspektiven weiterhin relativ g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Das Exportwachstum verlor in den vergangenen Monaten sp\u00fcrbar an Dynamik. Die<br \/>\nImporte von Waren entwickeln sich trotz eines kr\u00e4ftigen Anstiegs im Oktober<br \/>\nderzeit tendenziell seitw\u00e4rts. Dies ist nicht zuletzt Ausdruck der ged\u00e4mpften<br \/>\nbinnenwirtschaftlichen Nachfrage. Der abnehmende Export\u00fcberschuss ist ein<br \/>\nweiterer Grund f\u00fcr die ged\u00e4mpfte gesamtwirtschaftliche Entwicklung im<br \/>\nWinterhalbjahr.<\/p>\n<p>Vom privaten Konsum gingen im dritten Quartal dieses Jahres sp\u00fcrbar positive<br \/>\nImpulse aus. Die derzeit r\u00fcckl\u00e4ufige Tendenz der Einzelhandelsums\u00e4tze deutet aber<br \/>\nauf eine zur\u00fcckhaltendere Entwicklung der privaten Konsumausgaben hin.<br \/>\nAndererseits hellte sich das Gesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel im November deutlich<br \/>\nauf. Auch die weiterhin g\u00fcnstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie<br \/>\ndie Entwicklung der Besch\u00e4ftigung, der Tarifl\u00f6hne und der Preise, sprechen f\u00fcr<br \/>\neine weitere Zunahme der privaten Konsumausgaben in den n\u00e4chsten Monaten. Zu<br \/>\ndieser positiven Perspektive tr\u00e4gt bei, dass zu Beginn des kommenden Jahres<br \/>\nEntlastungen bei der Einkommensteuer und die Senkung der gesetzlichen<br \/>\nRentenbeitr\u00e4ge die Kaufkraft der Verbraucher sp\u00fcrbar st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Angesichts der schw\u00e4cheren Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt nach wie vor in<br \/>\nguter Verfassung. Der Besch\u00e4ftigungsaufschwung ist zwar vorerst zum Stillstand<br \/>\ngekommen und der Anstieg der Arbeitslosigkeit setzte sich zuletzt im November mit<br \/>\neiner leichten Zunahme um saisonbereinigt 5.000 Personen fort. Fr\u00fchindikatoren<br \/>\nwie der BAX-Stellenindex oder das ifo-Besch\u00e4ftigungsbarometer deuten aber keine<br \/>\nsignifikante Verschlechterung der Lage an. Die Einstellungsbereitschaft der<br \/>\nUnternehmen ist zwar zur\u00fcckhaltender geworden, die Zug\u00e4nge an gemeldeten<br \/>\nArbeitsstellen bewegen sich aber immer noch auf hohem Niveau. Bei den Anzeigen an<br \/>\nkonjunktureller Kurzarbeit war bislang keine au\u00dfergew\u00f6hnliche Zunahme zu<br \/>\nverzeichnen.<\/p>\n<p>Aktuell gibt es danach keinen zwingenden Handlungsbedarf. Trotzdem hat die<br \/>\nBundesregierung vorsorglich die maximale Kurzarbeitergeld-Bezugsdauer von 6 auf<br \/>\n12 Monate verl\u00e4ngert. Damit bietet sie Unternehmen eine verl\u00e4ssliche Grundlage<br \/>\nf\u00fcr die Gesch\u00e4ftsplanung 2013 und st\u00e4rkt das Vertrauen. Eine weitere \u00d6ffnung des<br \/>\narbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens ist nicht angezeigt. Sie w\u00e4re zudem<br \/>\nangesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage und auch der Erwartungen der<br \/>\nUnternehmen ein falsches konjunkturelles Signal.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Das nach wie vor schwierige internationale und vor allem europ\u00e4ische Umfeld hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf gebremst und d\u00fcrfte es auch im Schlussquartal weiter abschw\u00e4chen. * Belastend wirken vor allem die geringe Investitionsbereitschaft und die schwache Entwicklung der Industrieproduktion &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt;. 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