{"id":4439,"date":"2012-10-19T08:18:14","date_gmt":"2012-10-19T06:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4439"},"modified":"2012-10-19T08:18:14","modified_gmt":"2012-10-19T06:18:14","slug":"deutsche-wirtschaft-trotzt-sturmischen-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4439","title":{"rendered":"Deutsche Wirtschaft trotzt st\u00fcrmischen Zeiten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die Bundesregierung rechnet in ihrer Herbstprojektion<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Konjunktur-und-statistiken\/projektionen.html&gt;<br \/>\nmit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent in diesem Jahr<br \/>\n(2012) und von 1,0 Prozent im n\u00e4chsten Jahr (2013).<\/p>\n<p>Der Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp R\u00f6sler: &#8222;Die gute<br \/>\nNachricht ist, dass sich die deutsche Wirtschaft trotz aller weltwirtschaftlichen<br \/>\nTurbulenzen behauptet und auf Wachstumskurs bleibt. Das erste Halbjahr 2012<br \/>\nverlief besser als noch im Fr\u00fchjahr gedacht. Doch Deutschland durchquert<br \/>\nst\u00fcrmische Gew\u00e4sser angesichts der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise und der<br \/>\nkonjunkturellen Abschw\u00e4chung von Schwellenl\u00e4ndern in Asien und Lateinamerika. Die<br \/>\nUnternehmen halten sich seit einiger Zeit bei Investitionen zur\u00fcck. Die<br \/>\nStimmungsindikatoren signalisieren mehrheitlich eine schw\u00e4chere Entwicklung. Wir<br \/>\nrechnen daher mit einer geringeren konjunkturellen Dynamik im Winterhalbjahr.<br \/>\nTrotz der sich abzeichnenden Abschw\u00e4chung kann von einem Wachstumseinbruch keine<br \/>\nRede sein. Vielmehr ist die deutsche Volkswirtschaft in robuster Verfassung und<br \/>\nsteht weiterhin strukturell auf einem festen Fundament. Vieles spricht daf\u00fcr,<br \/>\ndass die Weltwirtschaft 2013 wieder an Schwung gewinnen kann. Dann d\u00fcrfte auch in<br \/>\nDeutschland die konjunkturelle Dynamik wieder anziehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" title=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt ist und bleibt zentral f\u00fcr unseren<br \/>\nwirtschaftlichen Erfolg. Anders als in den Jahren zuvor, sind die Reall\u00f6hne seit<br \/>\nBeginn dieser Legislaturperiode in 2009 jedes Jahr gestiegen. Auch in diesem und<br \/>\nim kommenden Jahr wird die Kaufkraft merklich zunehmen. Ohne den Anstieg bei der<br \/>\nUmlage zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien im kommenden Jahr k\u00f6nnten<br \/>\nRealeinkommen und Realkonsum der Menschen sogar noch einmal um 0,2 Prozentpunkte<br \/>\nh\u00f6her liegen. Das zeigt: Auch bei der Mammutaufgabe Energiewende<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Energie\/energiewende.html&gt; m\u00fcssen die vor uns<br \/>\nliegenden Aufgaben dringend so marktnah wie m\u00f6glich gel\u00f6st werden. Planwirtschaft<br \/>\nkommt uns hier teuer zu stehen.<\/p>\n<p>Was ist also jetzt zu tun, um Aufschwung und Besch\u00e4ftigung sicherzustellen? Nicht<br \/>\nnur unsere europ\u00e4ischen Nachbarn m\u00fcssen f\u00fcr stabile Rahmenbedingungen, eine<br \/>\nKonsolidierung der \u00f6ffentlichen Haushalte und Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung ihrer<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit sorgen. Auch wir m\u00fcssen unsere Hausaufgaben machen und<br \/>\nWachstumshemmnisse beseitigen. So m\u00fcssen Steuermehrbelastungen infolge der kalten<br \/>\nProgression endlich abgebaut werden. H\u00f6here Lohnzusatzkosten oder neue<br \/>\nRegulierungen w\u00fcrden die Erfolge auf dem Arbeitsmarkt aufs Spiel setzen.<br \/>\nInsbesondere m\u00fcssen die Rentenbeitr\u00e4ge ab dem 1. Januar 2013, wie gesetzlich<br \/>\nvorgesehen, gesenkt werden. Die deutsche Wirtschaft ist auch in st\u00fcrmischen<br \/>\nZeiten man\u00f6vrierf\u00e4hig, wenn wir unsere solide Basis nicht leichtfertig durch neue<br \/>\nBelastungen auf Pump aufs Spiel setzen. Nur so k\u00f6nnen wir Arbeitspl\u00e4tze erhalten<br \/>\nund neue schaffen.&#8220;<\/p>\n<p>Nachstehend einige Eckpunkte der Herbstprojektion:<\/p>\n<p>* Auf dem Arbeitsmarkt bleiben die Aussichten sehr g\u00fcnstig &#8211; wenngleich die<br \/>\nDynamik nachl\u00e4sst. Die Besch\u00e4ftigung hat bereits Rekordniveau erreicht,<br \/>\ndennoch wird sie im Durchschnitt des kommenden Jahres weiter auf 41,6 Mio.<br \/>\nPersonen steigen. Die jahresdurchschnittliche Zahl an Arbeitslosen sinkt in<br \/>\ndiesem Jahr auf 2,9 Mio. Personen und wird im kommenden Jahr in etwa auf<br \/>\ndiesem Niveau bleiben.<br \/>\n* Die Kaufkraft der Menschen steigt. Die Effektiventlohnung je Arbeitnehmer<br \/>\n(Bruttol\u00f6hne und -geh\u00e4lter) legt mit +2,8 bzw. +2,6 Prozent in beiden<br \/>\nJahren sp\u00fcrbar st\u00e4rker zu als die Inflation. Die Verbraucherpreise<br \/>\nentwickeln sich 2012 mit einem Anstieg von +2,0 Prozent und 2013 mit<br \/>\n+1,9 Prozent in ruhigen Bahnen. Damit ist in beiden Jahren ein Plus bei den<br \/>\nReall\u00f6hnen zu verzeichnen.<br \/>\n* Angesichts der weiterhin sehr guten Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes<br \/>\nund der positiven Entwicklung der Kaufkraft wird der private Konsum<br \/>\nweiterhin die prim\u00e4re Wachstumsst\u00fctze bleiben.<br \/>\n* Die Ausr\u00fcstungsinvestitionen, die in diesem Jahr aufgrund der Unsicherheit<br \/>\ndeutlich zur\u00fcckgehen (-3,6 Prozent), d\u00fcrften sich im kommenden Jahr bei der<br \/>\nerwarteten Belebung der Weltwirtschaft wieder merklich beschleunigen<br \/>\n(+1,7 Prozent). Die privaten Wohnungsbauinvestitionen sind in beiden Jahren<br \/>\ndeutlich aufw\u00e4rtsgerichtet.<br \/>\n* Die Exportt\u00e4tigkeit hat sich angesichts des schwierigen<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftlichen Umfelds im bisherigen Jahresverlauf als robust<br \/>\nerwiesen. Aber auch hier ist mit einer leichten Abk\u00fchlung im Winterhalbjahr<br \/>\nzu rechnen. Die Exporte werden aber in beiden Jahren mit +4,1 bzw.<br \/>\n4,4 Prozent sp\u00fcrbar expandieren. Die Importe entwickeln sich angesichts<br \/>\nschwacher Ausr\u00fcstungsinvestitionen mit +3,2 Prozent moderat. N\u00e4chstes Jahr<br \/>\nwerden sie beschleunigt zunehmen (+5,1 Prozent).<\/p>\n<p>Die Herbstprojektion der Bundesregierung wurde am 17. Oktober 2012 im<br \/>\ninterministeriellen Arbeitskreis &#8222;Gesamtwirtschaftliche Voraussch\u00e4tzungen&#8220; unter<br \/>\nFederf\u00fchrung des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Technologie abschlie\u00dfend<br \/>\nberaten. Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Bundesbank waren beteiligt.<\/p>\n<p>Die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Herbstprojektion bilden die Grundlage f\u00fcr<br \/>\ndie Steuersch\u00e4tzung vom 29. bis 31. Oktober 2012 in Frankfurt (Main). Als<br \/>\ngemeinsamer Orientierungsrahmen dienen sie der Aufstellung der \u00f6ffentlichen<br \/>\nHaushalte von Bund, L\u00e4ndern, Gemeinden und Sozialversicherungen.<\/p>\n<p>Verwendung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) [1]<\/p>\n<p>2010<\/p>\n<p>2011<\/p>\n<p>2012<\/p>\n<p>2013<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber Vorjahr in Prozent<\/p>\n<p>Bruttoinlandsprodukt<\/p>\n<p>4.2<\/p>\n<p>3.0<\/p>\n<p>0.8<\/p>\n<p>1.0<\/p>\n<p>Konsumausgaben privater Haushalte [2]<\/p>\n<p>0.9<\/p>\n<p>1.7<\/p>\n<p>1.0<\/p>\n<p>1.1<\/p>\n<p>Konsumausgaben des Staates<\/p>\n<p>1.7<\/p>\n<p>1.0<\/p>\n<p>0.9<\/p>\n<p>1.0<\/p>\n<p>Bruttoanlageinvestitionen<\/p>\n<p>5.9<\/p>\n<p>6.2<\/p>\n<p>&#8211; 1.5<\/p>\n<p>2.3<\/p>\n<p>darunter: Ausr\u00fcstungen<\/p>\n<p>10.3<\/p>\n<p>7.0<\/p>\n<p>&#8211; 3.6<\/p>\n<p>1.7<\/p>\n<p>darunter: Bauten<\/p>\n<p>3.2<\/p>\n<p>5.8<\/p>\n<p>&#8211; 0.5<\/p>\n<p>2.4<\/p>\n<p>Inlandsnachfrage<\/p>\n<p>2.6<\/p>\n<p>2.6<\/p>\n<p>0.3<\/p>\n<p>1.2<\/p>\n<p>Exporte<\/p>\n<p>13.7<\/p>\n<p>7.8<\/p>\n<p>4.1<\/p>\n<p>4.4<\/p>\n<p>Importe<\/p>\n<p>11.1<\/p>\n<p>7.4<\/p>\n<p>3.2<\/p>\n<p>5.1<\/p>\n<p>Preisentwicklung:<\/p>\n<p>Konsumausgaben privater Haushalte [2]<\/p>\n<p>2.0<\/p>\n<p>2.1<\/p>\n<p>1.7<\/p>\n<p>1.8<\/p>\n<p>Bruttoinlandsprodukt<\/p>\n<p>0.9<\/p>\n<p>0.8<\/p>\n<p>1.5<\/p>\n<p>1.8<\/p>\n<p>Erwerbst\u00e4tige (Inland)<\/p>\n<p>0.6<\/p>\n<p>1.4<\/p>\n<p>0.9<\/p>\n<p>0.2<\/p>\n<p>nachrichtlich:<br \/>\nVerbraucherpreisindex<\/p>\n<p>1.1<\/p>\n<p>2.3<\/p>\n<p>2.0<\/p>\n<p>1.9<\/p>\n<p>absolute Werte in Mio.<\/p>\n<p>Erwerbst\u00e4tige (Inland)<\/p>\n<p>40.6<\/p>\n<p>41.2<\/p>\n<p>41.5<\/p>\n<p>41.6<\/p>\n<p>Arbeitslose (BA)<\/p>\n<p>3.2<\/p>\n<p>3.0<\/p>\n<p>2.9<\/p>\n<p>2.9<\/p>\n<p>[1] Bis 2011 vorl\u00e4ufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: 23.<br \/>\nAugust 2012;<br \/>\n[2] Einschlie\u00dflich aller Organisationen ohne Erwerbszweck.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die Bundesregierung rechnet in ihrer Herbstprojektion &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Konjunktur-und-statistiken\/projektionen.html&gt; mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent in diesem Jahr (2012) und von 1,0 Prozent im n\u00e4chsten Jahr (2013). 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