{"id":4384,"date":"2012-10-13T08:42:01","date_gmt":"2012-10-13T06:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4384"},"modified":"2012-10-13T08:42:01","modified_gmt":"2012-10-13T06:42:01","slug":"merk-zum-fall-gafgen-wo-bleibt-der-schutz-der-angehorigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4384","title":{"rendered":"Merk zum Fall G\u00e4fgen: Wo bleibt der Schutz der Angeh\u00f6rigen?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts<br \/>\nFrankfurt am Main, dem Kindsm\u00f6rder Magnus G\u00e4fgen<br \/>\nwegen einer Folterdrohung Schmerzensgeld in H\u00f6he von<br \/>\n3.000 Euro zuzubilligen, erkl\u00e4rt Bayerns Justizministerin<br \/>\nDr. Beate Merk: &#8222;Ich kann und will richterliche Entscheidungen<br \/>\nnicht kommentieren. Aber ein Aspekt dieses Falles ist<br \/>\nmir schon wichtig: Die Diskussion um die finanzielle<br \/>\nEntsch\u00e4digung eines Kindsm\u00f6rders hat einmal wieder<br \/>\nalle Aufmerksamkeit auf einen T\u00e4ter gelenkt, der es<br \/>\nverstanden hat, sich im Zusammenhang mit seiner Tat<br \/>\nwirkungsvoll als Opfer darzustellen. Dabei d\u00fcrfen<br \/>\nwir aber nicht die Opfer vergessen! Der Fall zeigt<br \/>\neine schmerzhafte Gerechtigkeitsl\u00fccke im deutschen<br \/>\nRecht: Angeh\u00f6rigen der Tatopfer wird f\u00fcr ihre Beeintr\u00e4chtigungen<br \/>\nnur in Ausnahmef\u00e4llen eine finanzielle Entsch\u00e4digung<br \/>\nzugebilligt, auch wenn sie &#8211; wie so oft &#8211; durch die<br \/>\nT\u00f6tung ihres Verwandten schwerste seelische Traumata<br \/>\nerlitten haben.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3276\" rel=\"attachment wp-att-3276\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3276\" title=\"knast\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast-300x225.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast.png 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fast alle europ\u00e4ischen<br \/>\nRechtsordnungen sehen inzwischen f\u00fcr Hinterbliebene<br \/>\neines Unfallopfers im Stra\u00dfenverkehr die M\u00f6glichkeit<br \/>\neiner Schmerzensgeldzahlung vor. &#8222;Das muss doch erst<br \/>\nrecht f\u00fcr die Eltern eines ermordeten Kindes gelten&#8220;,<br \/>\nso Merk. &#8222;Nat\u00fcrlich geht es hier nicht um finanzielle<br \/>\nEntsch\u00e4digung des Verlustes eines geliebten Menschen<br \/>\n&#8211; so etwas w\u00e4re abwegig. Aber eine wichtige Anerkennungs-<br \/>\nund Unterst\u00fctzungsfunktion kann ein Schmerzensgeld<br \/>\nauch in diesen F\u00e4llen erf\u00fcllen.&#8220; Die Angeh\u00f6rigen<br \/>\ndes Tatopfers m\u00fcssten dann nat\u00fcrlich auf alle Verm\u00f6genswerte<br \/>\ndes T\u00e4ters zugreifen k\u00f6nnen, also auch auf einen<br \/>\nEntsch\u00e4digungsanspruch, wie er im Fall G\u00e4fgen dem<br \/>\nT\u00e4ter zuerkannt worden ist. Merk: &#8222;Denn das Opfer<br \/>\nselbst oder seine Angeh\u00f6rigen sind ja nicht irgendwelche<br \/>\nGl\u00e4ubiger des T\u00e4ters. Ihnen gegen\u00fcber darf es keine<br \/>\nVollstreckungsbeschr\u00e4nkung geben!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Merk<br \/>\nhat deshalb einen Gesetzentwurf vorgelegt, der nahen<br \/>\nAngeh\u00f6rigen von Opfern ein Schmerzensgeld zugesteht.<br \/>\n&#8222;Ich werde weiter nachdr\u00fccklich daf\u00fcr k\u00e4mpfen, dass<br \/>\nder Anspruch ins Bundesgesetzblatt kommt&#8220;, so Merk.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nQuelle:stmj.bayern.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Anl\u00e4sslich der aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, dem Kindsm\u00f6rder Magnus G\u00e4fgen wegen einer Folterdrohung Schmerzensgeld in H\u00f6he von 3.000 Euro zuzubilligen, erkl\u00e4rt Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk: &#8222;Ich kann und will richterliche Entscheidungen nicht kommentieren. 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