{"id":4013,"date":"2012-08-31T22:05:20","date_gmt":"2012-08-31T20:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4013"},"modified":"2012-08-31T22:05:20","modified_gmt":"2012-08-31T20:05:20","slug":"bundeslandwirtschaftsministerium-veroffentlicht-erntebericht-2012-deutsche-getreideernte-besser-ausgefallen-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=4013","title":{"rendered":"Bundeslandwirtschaftsministerium ver\u00f6ffentlicht Erntebericht 2012: Deutsche Getreideernte besser ausgefallen als erwartet"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Aigner dringt auf enge Abstimmung der wichtigsten Agrarexportl\u00e4nder<\/p>\n<p>Die deutsche Getreideernte ist in diesem Jahr besser ausgefallen als erwartet &#8211; vor dem Hintergrund der derzeit weltweit angespannten Marktlage ist dies eine gute Nachricht. Die weltweite Versorgungslage bei Mais bleibt aber nach der d\u00fcrrebedingt kleineren Ernte in den USA weiterhin angespannt. Bei Weizen ist die Marktversorgung zwar besser, jedoch kann auch hier die globale Erzeugung mit dem Verbrauch im laufenden Wirtschaftsjahr nicht Schritt halten. Die Preisnotierungen am Weltmarkt sind daher f\u00fcr Weizen und insbesondere f\u00fcr Mais seit Anfang Juni deutlich gestiegen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4014\" rel=\"attachment wp-att-4014\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4014\" title=\"Getreide-wiki\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Getreide-wiki.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"147\" \/>@<\/a>wikipedia.org<br \/>\nDas Bundeslandwirtschaftsministerium beobachtet die Lage auf den nationalen und internationalen M\u00e4rkten weiterhin intensiv. &#8222;Wir verfolgen die Entwicklung sehr genau und stehen in engem Kontakt mit unseren Partnerl\u00e4ndern und den internationalen Organisationen. Weil Preissteigerungen besonders die Menschen in den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt treffen, erfordert die aktuelle Situation h\u00f6chste Wachsamkeit&#8220;, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Rande einer Reise zu politischen Gespr\u00e4chen nach Brasilien und Argentinien, deren Agrarexporte einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Weltern\u00e4hrung leisten. Aigner betonte im Rahmen ihrer politischen Gespr\u00e4che, angesichts der angespannten Lage auf den internationalen M\u00e4rkten sei es wichtig, &#8222;dass sich die weltweit wichtigsten Agrarexportl\u00e4nder in ihrem Handeln weiterhin so eng wie m\u00f6glich abstimmen&#8220;.<\/p>\n<p>Nachfolgend die wichtigsten Daten und Fakten zur Erntebilanz in Deutschland:<\/p>\n<p>Getreide<br \/>\nDie deutsche Getreideernte wird &#8211; einschlie\u00dflich K\u00f6rnermais &#8211; insgesamt rund 44,7 Millionen Tonnen erreichen. Das Ergebnis von 2011 wird damit um 6,7 Prozent \u00fcbertroffen. Das langj\u00e4hrige Mittel (2006 bis 2011: 45,7 Millionen Tonnen) wird somit nur knapp verfehlt. Dies ist das vorl\u00e4ufige Ergebnis der Besonderen Ernte- und Qualit\u00e4tsermittlung (BEE) auf der Basis von repr\u00e4sentativen Ertragsmessungen.<br \/>\nIm Verlaufe des Winters kam es durch Kahlfr\u00f6ste zu schweren Auswinterungssch\u00e4den. So mussten bundesweit rund zw\u00f6lf Prozent der Winterweizenfl\u00e4chen und dreizehn Prozent der Wintergerstefl\u00e4chen umgebrochen und neu bestellt werden. Die Erntefl\u00e4che der Wintersaaten, die ein h\u00f6heres Ertragspotenzial besitzen als Sommergetreide, fiel damit geringer als in den Vorjahren aus. Insgesamt wurden auf etwa 6,52 Millionen Hektar Getreide zur K\u00f6rnergewinnung angebaut. Dies entspricht nahezu dem Vorjahreswert.<\/p>\n<p>Vergleichsweise gute Bedingungen herrschten zur Erntezeit. Zwar konnte die Wintergerstenernte auf Grund von Regenf\u00e4llen nur mit Unterbrechungen eingebracht werden. Die Ernte der sp\u00e4ter reifen Getreidearten verlief jedoch bei warmem und trockenem Wetter im August ohne Komplikationen.<\/p>\n<p>Insgesamt sind die Hektarertr\u00e4ge bei Getreide im Erntejahr 2012 gut ausgefallen. Im Durchschnitt aller Getreidearten erreicht der Hektarertrag nach den bisher vorliegenden Messungen 68,6 Dezitonnen und liegt damit um 6,2 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Auch das langj\u00e4hrige Mittel (67,4 Dezitonnen pro Hektar) wird \u00fcberschritten. Regional gesehen ist die Ertragsentwicklung gegen\u00fcber 2011 im Norden und Osten g\u00fcnstiger verlaufen als in vielen Gebieten S\u00fcddeutschlands.<\/p>\n<p>Die wichtigste Getreideart bleibt weiterhin Weizen. Davon wurden 22,5 Millionen Tonnen geerntet beziehungsweise 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei ansehnlichen Hektarertr\u00e4gen des Winterweizens von 73,3 Dezitonnen pro Hektar ist die etwas niedrigere Erntemenge auf die geringere Fl\u00e4che zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Roggenernte f\u00e4llt 2012 mit 3,77 Millionen Tonnen reichlich aus. Sie liegt damit etwa 50 Prozent \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel. Sehr unterschiedlich verlief hingegen die Entwicklung bei der Gerste. W\u00e4hrend die Erzeugung von Wintergerste mit 7,1 Millionen Tonnen erheblich zur\u00fcckging (Minus 22 Prozent gegen\u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel), konnte sie aufgrund der Fl\u00e4chenausdehnung bei der Sommergerste, die gr\u00f6\u00dftenteils als Braugerste verwendet wird, kr\u00e4ftig gesteigert werden (Plus 40 Prozent). Der K\u00f6rnermais fand gute Wachstumsbedingungen fand vor; entsprechend sind die Ertragserwartungen f\u00fcr die Ernte im Herbst.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t des Brotgetreides ist insgesamt zufriedenstellend, auch wenn beim Backweizen die n\u00f6tigen Proteingehalte in manchen Partien nicht erreicht wurden. Die Roggenernte ist von sehr guter Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union geht die EU-Kommission von einer knapp durchschnittlichen Getreideernte aus (279 Millionen Tonnen). Dies entspricht dem langj\u00e4hrigen Mittel von 280 Millionen Tonnen.<\/p>\n<p>Preisbildung<br \/>\nF\u00fcr die Preisbildung sind die Entwicklungen an den internationalen M\u00e4rkten von erheblicher Bedeutung. So hat unter anderem die d\u00fcrrebedingte schlechte Maisernte in den Vereinigten Staaten auch Auswirkungen auf die Preise anderer Getreidearten. Derzeit liegen die Erzeugerpreise f\u00fcr die meisten Getreidearten in Deutschland je nach Fruchtart um f\u00fcnf bis zu 25 Prozent \u00fcber dem vergleichbaren Vorjahresniveau; eine Ausnahme bilden lediglich Roggen und Braugerste, bei denen das hiesige Angebot relativ reichlich ausf\u00e4llt. Beispielsweise werden f\u00fcr Brotweizen rund 230 bis 240 Euro je Tonne erl\u00f6st. Bei einem Rohstoffkostenanteil von unter f\u00fcnf Prozent werden die Verbraucherpreise f\u00fcr Brot und Backwaren von diesem Faktor allerdings kaum beeinflusst. Im Unterschied zu Getreide sind Faktoren wie steigende Energiepreise oder Arbeitskosten viel entscheidender f\u00fcr die Preisentwicklung bei Brot und Br\u00f6tchen.<\/p>\n<p>Winterraps<br \/>\nDie Erntemenge an Winterraps ist mit 4,8 Millionen Tonnen im Vergleich zu den Erwartungen relativ hoch ausgefallen. Auf einer wegen Auswinterungssch\u00e4den unterdurchschnittlichen Erntefl\u00e4che wurde ein Hektarertrag von 36,9 Dezitonnen erzielt, der damit auf dem Niveau des langj\u00e4hrigen Mittels liegt. Auf dem knapp versorgten Markt heben sich die Preisnotierungen derzeit deutlich von denen des letzten Jahres ab.<\/p>\n<p>Obst- und Gem\u00fcse<br \/>\nDie Obsternte in diesem Jahr litt unter den Sp\u00e4tfr\u00f6sten im zeitigen Fr\u00fchjahr und generell unter ung\u00fcnstigen Witterungsbedingungen. So sind die Ertr\u00e4ge bei Erdbeeren, \u00c4pfeln, Kirschen sowie Pflaumen und Zwetschgen unterdurchschnittlich ausgefallen. Gleiches gilt auch f\u00fcr den Spargel. Die Erntemenge an Kartoffeln wird in diesem Jahr fl\u00e4chen- und ertragsbedingt kleiner ausfallen als im Vorjahr. Die Zuckerr\u00fcben versprechen guten Ertrag, wenn auch das Vorjahresniveau nicht erreicht werden wird. Bei Wein l\u00e4sst die bisherige Entwicklung auf einen qualitativ guten Jahrgang hoffen.<\/p>\n<p>Auf dem Gr\u00fcnland war der Ertrag des ersten Schnitts wegen Trockenheit oft unterdurchschnittlich; die sp\u00e4teren Schnitte fielen besser aus. Insgesamt verf\u00fcgen die Futterbaubetriebe in der Regel \u00fcber eine gute Versorgung mit Grundfutter. Beim Silomais zeichnet sich erneut eine gute Ernte ab.<\/p>\n<p>Quelle: bmelv .de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Aigner dringt auf enge Abstimmung der wichtigsten Agrarexportl\u00e4nder Die deutsche Getreideernte ist in diesem Jahr besser ausgefallen als erwartet &#8211; vor dem Hintergrund der derzeit weltweit angespannten Marktlage ist dies eine gute Nachricht. Die weltweite Versorgungslage bei Mais bleibt aber nach der d\u00fcrrebedingt kleineren Ernte in den USA weiterhin angespannt. 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