{"id":3981,"date":"2012-08-30T07:53:03","date_gmt":"2012-08-30T05:53:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3981"},"modified":"2024-01-25T08:58:44","modified_gmt":"2024-01-25T07:58:44","slug":"bundeslander-machen-druck-beim-schutz-vor-kaffeefahrten-abzocke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3981","title":{"rendered":"Bundesl\u00e4nder machen Druck beim Schutz vor Kaffeefahrten-Abzocke"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen &#8211; Wiesbaden<\/span><\/p>\n<p>Bayern und Hessen machen Druck im Kampf gegen den<br \/>\nzunehmenden Betrug bei sogenannten Kaffeefahrten. Mit<br \/>\neinem umfangreichen Ma\u00dfnahmenpaket soll den Fahrtenanbietern,<br \/>\ndie oft wehrlose Rentner schr\u00f6pfen, das Handwerk gelegt<br \/>\nwerden. Neben einer drastischen Erh\u00f6hung der Bu\u00dfgelder<br \/>\nsoll es ein Verbot f\u00fcr den Kauf von Medizinprodukten<br \/>\nund Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln geben, hei\u00dft es in<br \/>\neinem gemeinsamen Antrag der L\u00e4nder zur Verbraucherschutzministerkonferenz.<br \/>\n&#8222;Der Handel mit minderwertigen Gesundheitsprodukten<br \/>\nist gef\u00e4hrlicher Hokuspokus. Und das muss ein Ende<br \/>\nhaben&#8220;, fordern die Verbraucherministerinnen Beate<br \/>\nMerk (Bayern) und Lucia Puttrich (Hessen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der<br \/>\nHandel mit Medizinprodukten und Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln,<br \/>\nalso beispielsweise Vitaminpr\u00e4paraten, die f\u00fcr den<br \/>\nzigfachen Preis verkauft werden, steht im Mittelpunkt<br \/>\nder allermeisten Verkaufsveranstaltungen. Nahrungserg\u00e4nzungsmittel,<br \/>\nMagnetfeldunterbetten, Massagematten oder Fu\u00dfsprudelb\u00e4der<br \/>\nwerden f\u00fcr hohe dreistellige oder vierstellige Euro-Betr\u00e4ge<br \/>\nverkauft. Die Einkaufspreise liegen bei Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln<br \/>\nzwischen 7 und h\u00f6chstens 50 Euro pro Packung. Magnetfeldmatten<br \/>\nkauft die Branche f\u00fcr ca. 30 Euro ein. Die Verkaufspreise<br \/>\nliegen durchschnittlich beim 30- bis 60-fachen, in<br \/>\nEinzelf\u00e4llen auch beim 90-fachen, des Einkaufspreises.<br \/>\nEs gebe F\u00e4lle, bei denen die Teilnehmer dazu angeregt<br \/>\nwurden, nicht mehr den ihnen vom Arzt verschriebenen<br \/>\nArzneimitteln zu vertrauen, sondern obskuren und \u00fcberteuerten<br \/>\nWundermitteln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die bei Kaffeefahrten<br \/>\nbegangenen Betrugstaten sind seit Jahren ein Dauerthema<br \/>\nder Verbraucherpolitik. &#8222;Die Zahl der Problemf\u00e4lle<br \/>\nhat in den vergangen Jahren stetig zugenommen. Deshalb<br \/>\nsind wirksame Ma\u00dfnahmen auf Bundesebene n\u00f6tig. Mit<br \/>\ndiesem Antrag machen wir den n\u00f6tigen Druck. Wir d\u00fcrfen<br \/>\nnicht weiter zusehen, wie Menschen unter Druck gesetzt<br \/>\nwerden, minderwertige Dinge zu erwerben, die sie unter<br \/>\nnormalen Umst\u00e4nden niemals kaufen w\u00fcrden&#8220;, teilten<br \/>\ndie beiden Ministerinnen mit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1410\" rel=\"attachment wp-att-1410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1410\" title=\"paragraf\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Au\u00dferdem<br \/>\nsollen sich die Anbieter nicht l\u00e4nger hinter erfundenen<br \/>\nNamen und Postf\u00e4chern verstecken k\u00f6nnen. Deshalb<br \/>\nsoll es k\u00fcnftig nur noch dann ein Postfach geben,<br \/>\nwenn vorher die Identit\u00e4t des Postfachinhabers durch<br \/>\nVorlage eines Personalausweises zweifelsfrei gekl\u00e4rt<br \/>\nist. &#8222;Der beste Rechtsanspruch n\u00fctzt nichts, wenn<br \/>\ner nicht durchgesetzt werden kann, weil schlicht die<br \/>\nrichtige Adresse fehlt&#8220;, so die Verbraucherschutzministerinnen.<br \/>\nDie Kaffeefahrt-Branche verschickt pro Jahr etwa 440<br \/>\nMillionen Einladungsschreiben. Bei rund 90 Prozent<br \/>\naller Einladung fehlt der Hinweis, dass es sich um<br \/>\neine Verkaufsveranstaltung handelt. Von einigen Hundert<br \/>\nbis zu 10.000 Euro lauten heute die Gewinnversprechen.<br \/>\nDazu werden Geschenke aus dem Bereich Haushalt, Garten,<br \/>\nZierrat, Unterhaltungselektronik, Uhren und Schmuck<br \/>\nzugesagt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Sch\u00e4tzungen nehmen<br \/>\nbis zu f\u00fcnf Millionen Deutsche an den dubiosen Verkaufsfahrten<br \/>\nteil. Rund 400 Busse sind jeden Tag zu Kaffeefahrten<br \/>\nunterwegs.<br \/>\nQuelle: stmj.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen &#8211; Wiesbaden Bayern und Hessen machen Druck im Kampf gegen den zunehmenden Betrug bei sogenannten Kaffeefahrten. Mit einem umfangreichen Ma\u00dfnahmenpaket soll den Fahrtenanbietern, die oft wehrlose Rentner schr\u00f6pfen, das Handwerk gelegt werden. 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