{"id":3793,"date":"2012-08-16T19:06:42","date_gmt":"2012-08-16T17:06:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3793"},"modified":"2012-08-16T19:06:42","modified_gmt":"2012-08-16T17:06:42","slug":"gemeinsames-positionspapier-der-wirtschaftsminister-von-bayern-hessen-und-niedersachsen-zur-euro-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3793","title":{"rendered":"Gemeinsames Positionspapier der Wirtschaftsminister von Bayern, Hessen und Niedersachsen zur Euro-Krise"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen-Wiesbaden-Hannover:<\/span><\/p>\n<p>Zeil, Rensch und Bode: \u201eEuropa steht am Scheideweg\u201c<br \/>\n\u201eDie Schuldenkrise eskaliert. Es ist h\u00f6chste Zeit,<br \/>\nsich umgehend von einer Politik immer gr\u00f6\u00dferer Rettungsschirme<br \/>\nmit Problemverschleppung und Vertuschung zu verabschieden<br \/>\nund einen ernsthaften Reformkurs einzuschlagen, der<br \/>\nzu nachweisbaren Ergebnissen f\u00fchrt.\u201c Mit diesem<br \/>\ndringenden Appell machen die Wirtschaftsminister der<br \/>\nL\u00e4nder Bayern, Hessen und Niedersachsen,<strong> Martin<br \/>\nZeil, Florian Rensch<\/strong> und <strong>J\u00f6rg Bode<\/strong>,<br \/>\ndie Notwendigkeit eines einschneidenden Kurswechsels<br \/>\nin den Krisenstaaten und in der Europ\u00e4ischen Zentralbank<br \/>\ndeutlich. In einem heute ver\u00f6ffentlichten gemeinsamen<br \/>\nPositionspapier stellen die Minister ein ganzes B\u00fcndel<br \/>\nzwingend notwendiger Reformen da.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2980\" rel=\"attachment wp-att-2980\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2980\" title=\"europa\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/europa.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eDie<br \/>\nEZB muss endlich wieder zu ihrer eigentlichen Aufgabe<br \/>\nzur\u00fcckfinden: Geldwertstabilit\u00e4t sichern, nicht aber<br \/>\nStaaten Kredite bereitstellen oder Banken mit unangemessen<br \/>\nhoher Liquidit\u00e4t ausstatten. Dies bringt zwar enorme<br \/>\nAnpassungslasten f\u00fcr die betroffenen L\u00e4nder mit sich,<br \/>\nist aber die einzige M\u00f6glichkeit, einen Zusammenbruch<br \/>\nder W\u00e4hrungsunion durch \u00dcberschuldung und Inflation<br \/>\nzu verhindern\u201c, so die Minister. Nach Auffassung<br \/>\nder Minister m\u00fcssen in den Krisenl\u00e4ndern Verwaltungslasten<br \/>\nabgebaut, die \u00f6ffentlichen Verwaltungen modernisiert<br \/>\nund die Rechts- und Verwaltungsvorschriften systematisch<br \/>\n\u00fcberpr\u00fcft werden. Die Funktionsweise der Arbeitsm\u00e4rkte<br \/>\nmuss durch einschneidende Reformen im Bereich der Besch\u00e4ftigungs-,<br \/>\nBildungs- und Sozialpolitik verbessert werden. Die<br \/>\nSteuerpolitik muss auf Leistungs- und Wachstumsanreize<br \/>\nsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zugleich sprechen sich die<br \/>\nMinister f\u00fcr eine St\u00e4rkung des Ultima-Ratio-Prinzips<br \/>\naus. Bevor \u00fcberschuldete Staaten Hilfen der Gemeinschaft<br \/>\nin Anspruch nehmen, m\u00fcssten sie ihre eigenen Refinanzierungsm\u00f6glichkeiten<br \/>\nst\u00e4rker als bisher aussch\u00f6pfen. Zur Situation in<br \/>\nGriechenland haben die Minister eine eindeutige Haltung:<br \/>\n\u201eSollte die Troika zu dem Schluss kommen, dass die<br \/>\nReformanstrengungen Griechenlands nicht ausreichend<br \/>\nsind und der IWF sich nicht an weiteren Finanzhilfen<br \/>\nbeteiligen wird, muss die finanzielle Unterst\u00fctzung<br \/>\nf\u00fcr die griechische Regierung definitiv eingestellt<br \/>\nwerden.\u201c F\u00fcr die Minister bleiben in diesem Fall<br \/>\nf\u00fcr Griechenland nur noch zwei Handlungsoptionen offen:<br \/>\nvor\u00fcbergehende \u201aParallelw\u00e4hrung\u2019 durch Zahlung<br \/>\nstaatlicher Verbindlichkeiten gegen\u00fcber der griechischen<br \/>\nBev\u00f6lkerung in Form von Schuldscheinen, wodurch ausl\u00e4ndische<br \/>\nGl\u00e4ubiger durch viele inl\u00e4ndische Gl\u00e4ubiger ersetzt<br \/>\nw\u00fcrden, oder ein freiwilliger Euroaustritt des Landes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen-Wiesbaden-Hannover: Zeil, Rensch und Bode: \u201eEuropa steht am Scheideweg\u201c \u201eDie Schuldenkrise eskaliert. 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