{"id":3457,"date":"2012-07-19T09:55:13","date_gmt":"2012-07-19T07:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3457"},"modified":"2012-07-19T09:55:13","modified_gmt":"2012-07-19T07:55:13","slug":"urban-farming-grune-oasen-in-der-grosstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3457","title":{"rendered":"&#8222;Urban Farming&#8220;: Gr\u00fcne Oasen in der Gro\u00dfstadt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nBundesministerin Aigner besucht Landwirtschaftsprojekte in Berlin<\/p>\n<p>Das Interesse der Verbraucher an der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion w\u00e4chst. Ein Anzeichen daf\u00fcr ist die steigende Zahl landwirtschaftlicher Projekte in St\u00e4dten. &#8222;Urban Farming&#8220; hei\u00dft der Trend, dem immer mehr Gro\u00dfst\u00e4dter rund um den Globus folgen und die Landwirtschaft neu f\u00fcr sich entdecken. &#8222;Auf D\u00e4chern, in Hinterh\u00f6fen oder Parks &#8211; in vielen Gro\u00dfst\u00e4dten werden auch auf den kleinsten und ungew\u00f6hnlichsten Freifl\u00e4chen Obst und Gem\u00fcse angebaut. Immer mehr Menschen entdecken mitten in der Stadt die Lust am Landleben und bekommen dadurch einen neuen Bezug zur Produktion von Lebensmitteln&#8220;, so Ilse Aigner, Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie besuchte am Dienstag in Berlin zwei engagierte landwirtschaftliche Projekte, um sich ein Bild von der neuen Bewegung und neuen Innovationen zu machen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3400\" rel=\"attachment wp-att-3400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3400\" title=\"DSC00016\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das &#8222;Allmende Kontor&#8220; ist ein Gartenprojekt auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof. In einem Gemeinschaftsgarten ziehen mehr als 700 Freizeitg\u00e4rtner in \u00fcber 300 Beeten Obst, Gem\u00fcse und Blumen. Noch im Aufbau befindet sich eine &#8222;Berliner Saatgutbank&#8220;, die sich aus den Gemeinschaftsg\u00e4rten speisen soll. Dar\u00fcber hinaus versteht sich das Allmende Kontor als Anlauf- und Vernetzungsstelle f\u00fcr bestehende und neue Initiativen des gemeinschaftlichen G\u00e4rtnerns und der urbanen Landwirtschaft in Berlin. &#8222;Wo fr\u00fcher Flugzeuge landeten, wachsen heute Tomaten, Gurken und Zucchini. Das Allmende Kontor ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie man Brachfl\u00e4chen in der Stadt wieder sinnvoll nutzen kann &#8211; und das Projekt macht Lust aufs G\u00e4rtnern&#8220;, sagte Aigner.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Allmende Kontor in Berlin-Tempelhof auf kleine Einheiten und Selbstversorger setzt, plant das junge Start-Up-Unternehmen &#8222;Efficient City Farming (ECF)&#8220; urbane Landwirtschaft im gro\u00dfen Stil: Auf dem Gel\u00e4nde der alten Malzfabrik in Berlin-Sch\u00f6neberg sollen bald gro\u00dfe Mengen Fisch und Gem\u00fcse weitestgehend CO2-neutral in einer Kreislaufwirtschaft produziert werden. Beim sogenannten Aquaponic-Verfahren werden Aquakulturen mit Pflanzenzucht im Wasser kombiniert. Die Stoffwechselprodukte der Fische werden dabei in Nitrat umgewandelt, das wiederum als D\u00fcnger f\u00fcr die Pflanzen dient. Was derzeit noch auf einen Schaucontainer mit 200 Buntbarschen und 100 Gem\u00fcsepflanzen begrenzt ist, soll bald in einer rund 1000 Quadratmeter gro\u00dfen Stadtfarm umgesetzt werden. Dar\u00fcber hinaus haben die Gr\u00fcnder Nicolas Leschke, Karoline vom B\u00f6ckel und Christian Echternacht ein Konzept erarbeitet, wonach die Malzfabrik die alten Brauereibecken und eines der D\u00e4cher der Fabrik in eine 7000 Quadratmeter gro\u00dfe Dachfarm umwandeln k\u00f6nnte. Das in allen ECF-Farmen zum Einsatz kommende Aquaponic-Verfahren &#8222;ASTAFpro&#8220; ist eine patentierte Entwicklung des Leibniz-Instituts f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Binnenfischerei Berlin. &#8222;Konzepte wie die Dachfarm sind interessant, denn hier werden nicht nur bestehende Ressourcen genutzt, sondern auch neue Ans\u00e4tze f\u00fcr Landwirtschaft in der Stadt erarbeitet, bei denen \u00d6kologie und Wirtschaftlichkeit mitgedacht werden&#8220;, sagte Aigner.<\/p>\n<p>&#8222;Urban Farming&#8220;-Projekte sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Auspr\u00e4gungen reichen vom gemeinschaftlichen G\u00e4rtnern auf entsiegelten Fl\u00e4chen bis hin zur Entwicklung revolution\u00e4rer Modelle zur Selbstversorgung gro\u00dfer Metropolen in Industrie- oder Schwellenl\u00e4ndern. &#8222;Urban Farming ist eine beeindruckende Idee. Die Menschen bekommen wieder einen Bezug zur Landwirtschaft &#8211; sie sehen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie viel Arbeit und Energie darin steckt&#8220;, sagte Aigner. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen der Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO muss die Agrarproduktion in den n\u00e4chsten 40 Jahren um 60 Prozent gesteigert werden, um die wachsende Weltbev\u00f6lkerung versorgen zu k\u00f6nnen. &#8222;Dazu ist es einerseits wichtig, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Gleichzeitig muss aber andererseits gerade in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern jeder Hektar Land genutzt werden. Deshalb sind innovative L\u00f6sungen besonders zur Versorgung von Gro\u00dfst\u00e4dten wichtig&#8220;, sagte Aigner. &#8222;Auch wenn Hochhausg\u00e4rten nicht die Welt ern\u00e4hren k\u00f6nnen, tragen sie zu einem Bewusstseinswandel und einem verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen bei.&#8220;<\/p>\n<p>Hintergrundinformation<br \/>\nKleing\u00e4rten haben in Deutschland eine jahrhundertealte Tradition. Berlin gilt mit seinen fast 70.000 Kleing\u00e4rten als die deutsche Schrebergarten-Metropole. Nach Angaben des &#8222;Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde&#8220; gehen bundesweit vier Millionen Menschen in mehr als einer Million Kleing\u00e4rten mit einer Gesamtfl\u00e4che von 520 Millionen Quadratmeter ihrem Hobby nach. In Deutschland gibt es derzeit rund 15.200 Kleing\u00e4rtnervereine.<\/p>\n<p>Quelle: bmelv.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundesministerin Aigner besucht Landwirtschaftsprojekte in Berlin Das Interesse der Verbraucher an der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion w\u00e4chst. 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