{"id":3436,"date":"2012-07-17T08:09:21","date_gmt":"2012-07-17T06:09:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3436"},"modified":"2012-07-17T08:09:21","modified_gmt":"2012-07-17T06:09:21","slug":"internetportal-lebensmittelklarheit-de-ist-ein-erfolgsprojekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3436","title":{"rendered":"Internetportal &#8222;Lebensmittelklarheit.de&#8220; ist ein Erfolgsprojekt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Bundesverbraucherministerin Aigner zieht nach einem Jahr Bilanz &#8211;<br \/>\nT\u00e4uschungsschutz bei Lebensmitteln weiter verbessern<\/p>\n<p>Ein Jahr nach dem Start des vom Bundesverbraucherministerium gef\u00f6rderten Internet-Portals &#8222;lebensmittelklarheit.de&#8220; zieht Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine positive Bilanz: &#8222;Das Projekt ist ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr den Verbraucherschutz, f\u00fcr Wahrheit und Klarheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln.&#8220; Mehr als 5000 Produkte wurden bisher von Verbraucherinnen und Verbrauchern gemeldet und 1500 Fachfragen von Nutzern beantwortet. Zahlreiche Besucher des Portals nutzten das breite Informationsangebot der Website, um sich \u00fcber die Kennzeichnung von Lebensmitteln und neue Werbetrends zu informieren. Die Redaktion des Portals berichtet, dass 90 Prozent der Anbieter kurzfristig auf die Anfragen zu den betreffenden Lebensmitteln reagieren. Bei rund einem Drittel der im Portal genannten Produkte wurde auf die Kritik der Verbraucher eingegangen und die Verpackung bzw. Aufmachung entsprechend ge\u00e4ndert. &#8222;Das Portal ist ein Erfolgsprojekt. Es sorgt f\u00fcr mehr Transparenz f\u00fcr die Verbraucher und verschafft ihren W\u00fcnschen Geh\u00f6r &#8211; durch einen neuartigen Dialog mit der Wirtschaft&#8220;, so Aigner. Das Bundesverbraucherministerium nutzt das Portal als Seismograph: Die Ergebnisse der Diskussion im Portal und der Begleitforschung werden 2013 abschlie\u00dfend ausgewertet, um zu ermitteln, ob Handlungsbedarf besteht und welche Rahmenbedingungen ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen. &#8222;Wir wollen den T\u00e4uschungsschutz bei Lebensmitteln kontinuierlich verbessern&#8220;, sagte die Ministerin am Montag in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1057\" rel=\"attachment wp-att-1057\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1057\" title=\"apfel\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/apfel-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/apfel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/apfel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Beliebtheit der von den Verbraucherzentralen betriebenen Internetseite unterstreicht eine repr\u00e4sentative Umfrage: Demnach kennt bereits jeder dritte Verbraucher in Deutschland das Internetportal (34 %). 82 Prozent der befragten B\u00fcrger halten es f\u00fcr eine n\u00fctzliche Einrichtung. 72 Prozent meinen, das Portal &#8222;lebensmittelklarheit.de&#8220; k\u00f6nne die Industrie dazu bewegen, Produkte ehrlicher zu beschreiben (Umfrage: Marktforschungsinstitut Biehl &amp; Partner, 1800 Haushalte bundesweit, August 2011 und Januar 2012).<\/p>\n<p>Gestaltet und gestartet hat das Portal der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit Unterst\u00fctzung der Verbraucherzentrale Hessen. Diese hat mit dem Portal einen neuartigen Dialog zwischen Verbrauchern und Wirtschaft erprobt, der durch den direkten und \u00f6ffentlichen Meinungsaustausch \u00fcber Produktgestaltungen f\u00fcr mehr Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt sorgt. Bew\u00e4hrt hat sich der innovative Ansatz, durch eine bundesweite Anlaufstelle erstmals Verbraucherbeschwerden zentral zu sammeln und auszuwerten.<\/p>\n<p>In Verbindung mit den begleitenden Verbraucherbefragungen ergibt sich mit Hilfe des neuen Internetportals ein aussagekr\u00e4ftiges, statistisch abgesichertes Bild \u00fcber die Verbrauchererwartung an die Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln. Aus der Diskussion im Internetportal wird auch deutlich, dass viele Verbraucher, die sich get\u00e4uscht f\u00fchlen, oft unzureichend informiert sind oder Irrt\u00fcmern aufsitzen. So konnte die Verbraucherzentrale bei jeder f\u00fcnften Produktmeldung (rund 960 von 5000), die an die Redaktion gesendet wurde, kein T\u00e4uschungspotenzial erkennen. Die Verbraucher wurden entsprechend informiert und die gemeldeten Produkte wurden nicht ins Portal aufgenommen &#8211; ein weiteres Zeichen f\u00fcr einen fairen Umgang des Portals mit der Wirtschaft.<\/p>\n<p>Gleich zum Start am 20. Juli 2011 verzeichnete das Portal einen enormen Ansturm, den die Internet-Server nur mit M\u00fche bew\u00e4ltigen konnten. Wegen des gro\u00dfen Nutzeransturms wurde die F\u00f6rdersumme um rund 200 000 Euro aufgestockt. Rund 40 000 Euro wurden zudem k\u00fcrzlich zur Erh\u00f6hung der Mittel f\u00fcr die Begleitforschung genehmigt. Insgesamt betr\u00e4gt die F\u00f6rderung des Portals durch das Bundesministerium nunmehr rund eine Million Euro f\u00fcr die Projektlaufzeit bis Ende 2012.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Initiative &#8222;Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln&#8220; setzt sich das Bundesverbraucherministerium neben dem Internetportal auf verschiedensten Ebenen f\u00fcr die Verbesserung des T\u00e4uschungsschutzes bei Lebensmitteln ein:<\/p>\n<p>1. Neues Kennzeichnungsrecht<br \/>\nMit der neuen EU-Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) werden ab Dezember 2014 unter anderem folgende Regelungen verbindlich:<br \/>\n&#8211; Vorgaben zur besseren Lesbarkeit (u. a. Mindestschriftgr\u00f6\u00dfe),<br \/>\n&#8211; eine klarere Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten,<br \/>\n&#8211; eine verbesserte Allergenkennzeichnung;<br \/>\nAb Dezember 2016 folgt die verpflichtende N\u00e4hrwertinformation auf verpackter Ware.<\/p>\n<p>2. Gesundheitsbezogene Angaben nur nach Zulassung<br \/>\nNach der so genannten EU-Health-Claims-Verordnung d\u00fcrfen ab Dezember 2012 in Europa nur noch gesundheitsbezogene Angaben verwendet werden, die wissenschaftlich abgesichert und zugelassen sind. Die von der EU-Kommission genehmigte Positivliste umfasst vorerst 222 zugelassene gesundheitsbezogene Angaben \u00fcber Lebensmittel, etwa \u00fcber die Rolle von Calcium f\u00fcr gesunde Knochen oder von Vitamin C f\u00fcr das Immunsystem. Gerade f\u00fcr Lebensmittel, f\u00fcr die mit einem besonderen Zusatznutzen geworben wird und die h\u00e4ufig teurer sind als andere Produkte, muss der Grundsatz gelten: &#8222;Was drauf steht, muss auch stimmen.&#8220; Urspr\u00fcnglich sind aus den EU-Staaten mehr als 44 000 Antr\u00e4ge zur Pr\u00fcfung eingereicht worden. Die Bewertung von rund 2 000 Angaben zu pflanzlichen Stoffen sowie zu etwa 200 anderen Stoffen steht noch aus, unter anderem zu verschiedenen Mikroorganismen.<\/p>\n<p>3. Leits\u00e4tze des Deutschen Lebensmittelbuchs<br \/>\nDie Mitglieder der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission und der Fachaussch\u00fcsse \u00fcberpr\u00fcfen sukzessive, ob die Leits\u00e4tze mit Blick auf mehr Verbraucherfreundlichkeit ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen, insbesondere was bildliche Darstellungen betrifft. Die Fachaussch\u00fcsse bereiten entsprechende Empfehlungen vor, \u00fcber die die Kommission beschlie\u00dfen wird. Die von den Verbraucherzentralen im Portal lebensmittelklarheit.de gesammelten Erkenntnisse k\u00f6nnen als entsprechende Antr\u00e4ge zur \u00c4nderung der Leits\u00e4tze an die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission gestellt werden.<\/p>\n<p>4. Fachtagung zum T\u00e4uschungsschutz im November 2012<br \/>\nDie Ergebnisse der Begleitforschung und die Auswertung der Diskussionen im Internetportal werden voraussichtlich bis Ende 2012 vollst\u00e4ndig vorliegen. Im Rahmen einer Fachtagung zur Verbesserung des T\u00e4uschungsschutzes bei Lebensmitteln im November dieses Jahres soll weiter an L\u00f6sungsans\u00e4tzen gearbeitet werden.<\/p>\n<p>5. Verhaltenskodex der Wirtschaft<br \/>\nIndem sich die Lebensmittelbranche freiwillig Verhaltensregeln gibt, k\u00f6nnten bestimmte Vermarktungspraktiken schnell und unb\u00fcrokratisch eingeschr\u00e4nkt und damit f\u00fcr mehr Klarheit f\u00fcr die Verbraucherinnen und Verbraucher gesorgt werden. Sobald belastbare Ergebnisse aus dem Portal vorliegen, werden dar\u00fcber Gespr\u00e4che mit der Wirtschaft aufgenommen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus setzt sich Bundesministerin Aigner f\u00fcr eine glaubw\u00fcrdige und verl\u00e4ssliche Regionalkennzeichnung ein. Aufgrund eines im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums erstellten Gutachtens hat sich Aigner f\u00fcr das Konzept eines Regionalfensters ausgesprochen, das den Anwendern einen Rahmen bieten soll, um Informationen zur regionalen Herkunft des Produkts und der verwendeten Rohstoffe darzustellen. Die Verwendung wird freiwillig sein. In mehreren, \u00fcber das Bundesgebiet verteilten Modellvorhaben wird das Konzept derzeit erprobt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Internetportal und zur BMELV-Initiative &#8222;Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln&#8220; unter<br \/>\nwww.bmelv.de\/klarheit-und-wahrheit<\/p>\n<p>Quelle: bmelv.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundesverbraucherministerin Aigner zieht nach einem Jahr Bilanz &#8211; T\u00e4uschungsschutz bei Lebensmitteln weiter verbessern Ein Jahr nach dem Start des vom Bundesverbraucherministerium gef\u00f6rderten Internet-Portals &#8222;lebensmittelklarheit.de&#8220; zieht Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine positive Bilanz: &#8222;Das Projekt ist ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr den Verbraucherschutz, f\u00fcr Wahrheit und Klarheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln.&#8220; Mehr als 5000 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1057,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,17],"tags":[781],"class_list":["post-3436","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-politik","tag-lebensmittelklarheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3436"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3436\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1057"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}