{"id":3291,"date":"2012-07-10T10:32:15","date_gmt":"2012-07-10T08:32:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3291"},"modified":"2012-07-10T10:32:15","modified_gmt":"2012-07-10T08:32:15","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juli-2012-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3291","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2012 [1]"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Nach einem wachstumsstarken Jahresauftakt wird die konjunkturelle Dynamik<br \/>\nin Deutschland aktuell vor allem durch Verunsicherungen im Zuge der<br \/>\nEurokrise ged\u00e4mpft. Insgesamt zeigt sich die deutsche Wirtschaft aber<br \/>\nweiterhin stabil.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" title=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n* Produktion und Bestellt\u00e4tigkeit in der Industrie sowie Warenausfuhren<br \/>\nerholten sich nach den Verlusten des Vormonats und notieren \u00fcber dem Stand<br \/>\ndes ersten Quartals. Der teilweise deutliche R\u00fcckgang der<br \/>\nStimmungsindikatoren spiegelt die erh\u00f6hten Risiken aus dem internationalen<br \/>\nUmfeld wider.<br \/>\n* Ein Stabilit\u00e4tsanker bleibt der Arbeitsmarkt. Der Besch\u00e4ftigungsaufschwung<br \/>\nist ungebrochen. Steigende Einkommen und stabile Preise st\u00e4rken den<br \/>\nprivaten Konsum, der die Binnenkonjunktur weiterhin st\u00fctzt.<\/p>\n<p>Trotz der zunehmenden Verunsicherungen im Zuge der Eurokrise erweist sich die<br \/>\ndeutsche Wirtschaft weiterhin als stabil. Nach dem \u00fcberraschend starken Wachstum<br \/>\nim ersten Quartal ist die konjunkturelle Entwicklung auf eine langsamere Gangart<br \/>\neingeschwenkt. W\u00e4hrend die realwirtschaftlichen Indikatoren im Mai mehrheitlich<br \/>\nZuw\u00e4chse verzeichneten, waren die weiterreichenden Umfrageergebnisse unter<br \/>\nUnternehmen und Analysten von Zur\u00fcckhaltung gepr\u00e4gt. Offenbar werden nach einer<br \/>\nPhase des Optimismus im Fr\u00fchjahr die Risiken f\u00fcr die konjunkturelle Erholung<br \/>\ngegen Ende des zweiten Quartals wieder st\u00e4rker in den Blick genommen. Zuletzt<br \/>\nentt\u00e4uschten vor allem die j\u00fcngsten Wirtschaftsdaten f\u00fcr die USA, die eine<br \/>\nanhaltende hohe Arbeitslosigkeit, eine z\u00f6gerliche Industrieproduktion und ein<br \/>\nschwindendes Verbrauchervertrauen zum Ausdruck bringen. Vor diesem Hintergrund<br \/>\nhatte der IWF Anfang Juli seine Wachstumsprognose f\u00fcr die Vereinigten Staaten<br \/>\nleicht nach unten korrigiert. Die Gipfelbeschl\u00fcsse der Eurostaaten von Ende Juni<br \/>\nwurden dagegen \u00fcberwiegend positiv aufgenommen, wenngleich sie auch die Skepsis<br \/>\nbez\u00fcglich der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone nicht<br \/>\nzerstreuen konnten. In den kommenden Monaten sieht sich die deutsche Konjunktur<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/konjunktur.html&gt; damit nach wie vor<br \/>\nerheblichen externen Risiken gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, in Europa einen<br \/>\nmarktwirtschaftlichen und freiheitlichen Kurs zu steuern. Europa kann in der<br \/>\ngegenw\u00e4rtigen Krise nur dann an Vertrauen und St\u00e4rke zur\u00fcckgewinnen, wenn sich<br \/>\ndie europ\u00e4ische Wirtschaftspolitik an ordnungspolitischen Prinzipien orientiert.<br \/>\nDazu geh\u00f6rt, dass derjenige, der Risiken eingeht, auch daf\u00fcr haftet. Die<br \/>\nRettungsma\u00dfnahmen auf europ\u00e4ischer Ebene d\u00fcrfen nicht zu einer automatischen<br \/>\nVergemeinschaftung von Risiken f\u00fchren und damit falsche Anreize setzen. Das gilt<br \/>\nzum Beispiel f\u00fcr die k\u00fcnftige europ\u00e4ische Bankenaufsicht: Haftung und Kontrolle<br \/>\ngeh\u00f6ren hier zusammen. Es darf keine Schnellsch\u00fcsse hin zu einer Bankenunion mit<br \/>\nHaftungstransfers geben. Ebenso wichtig ist es, die Unabh\u00e4ngigkeit der EZB zu<br \/>\nwahren. Interessenkonflikte zwischen Bankenaufsicht und Geldpolitik darf es nicht<br \/>\ngeben.<\/p>\n<p>Der deutsche Au\u00dfenhandel<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Aussenwirtschaft\/handelspolitik-eu-wto,did=192958.html&gt;<br \/>\nhat die Verluste des Vormonats mehr als kompensiert. Sowohl Warenausfuhren als<br \/>\nauch -einfuhren stiegen saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen im Mai mit<br \/>\n+3,9 % [2] bzw. +6,3 % kr\u00e4ftig an. Der Exporttrend gewinnt damit wieder an<br \/>\nSchwung, w\u00e4hrend die Importe weiterhin uneinheitlich tendieren.<\/p>\n<p>Die deutsche Industrieproduktion konnte sich im Mai mit einem Plus von<br \/>\nsaisonbereinigt 1,8 % von den Einbu\u00dfen des Vormonats weitgehend erholen. Sie<br \/>\nnotiert derzeit \u00fcber dem Stand des ersten Quartals. Der aktuelle Zuwachs ist<br \/>\njedoch etwas \u00fcberh\u00f6ht, weil das Verfahren der Saisonbereinigung die besondere<br \/>\nKonstellation der Br\u00fcckentage im April und Mai nicht ber\u00fccksichtigt. Eine<br \/>\ndeutliche Belebung der Industriet\u00e4tigkeit zeigt sich damit noch nicht. Das<br \/>\nBauhauptgewerbe meldete im Mai einen deutlichen Anstieg der Erzeugung von 3,1 %.<br \/>\nDer Trend bleibt somit klar aufw\u00e4rts gerichtet. Insgesamt haben sich im<br \/>\nProduzierenden Gewerbe die Chancen f\u00fcr ein stabiles zweites Quartal deutlich<br \/>\nverbessert. Hierzu tr\u00e4gt ebenfalls bei, dass die Auftragseing\u00e4nge in der<br \/>\nIndustrie im Mai um 0,6 % zulegten. Der Anstieg geht auf eine kr\u00e4ftige<br \/>\nAuslandsnachfrage zur\u00fcck, die durch Gro\u00dfauftr\u00e4ge im Bereich des sonstigen<br \/>\nFahrzeugbaus gest\u00fctzt wurde. Aus konjunktureller Sicht sind die aktuell klar<br \/>\naufw\u00e4rts gerichteten Trendverl\u00e4ufe daher ebenfalls etwas \u00fcberzeichnet. Die<br \/>\nweiterreichenden Perspektiven bleiben zudem durch die unsichere Entwicklung in<br \/>\nder Eurozone belastet, was sich in den aktuellen Umfrageergebnissen bei<br \/>\nEinkaufsmanagern und Unternehmen widerspiegelt.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt erweist sich auch weiterhin als ein wichtiger Stabilit\u00e4tsfaktor<br \/>\nf\u00fcr die Konjunktur. Vor allem der Besch\u00e4ftigungsaufschwung ist bislang nahezu<br \/>\nungebrochen. Im Mai wurden insgesamt 41,58 Mio. Erwerbst\u00e4tige gez\u00e4hlt. Die<br \/>\nBesch\u00e4ftigung in Deutschland hat sich damit weiter merklich erh\u00f6ht. Getragen wird<br \/>\ndiese Entwicklung nach wie vor vom deutlichen Wachstum<br \/>\nsozialversicherungspflichtiger Stellen. Die Geschwindigkeit des<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufbaus schw\u00e4cht sich allerdings weiter ab. Deutlicher noch zeigt<br \/>\nsich dies bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der registrierten<br \/>\nArbeitslosen ging zwar auch im Juni weiter auf 2,809 Mio. Personen zur\u00fcck. Der<br \/>\nR\u00fcckgang fiel jedoch deutlich schw\u00e4cher aus als f\u00fcr die Jahreszeit \u00fcblich. Auch<br \/>\nbei Neueinstellungen zeigen sich die Unternehmen in den letzten Monaten<br \/>\nzur\u00fcckhaltender. Die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften bewegt sich allerdings trotz<br \/>\nder zuletzt uneinheitlichen Entwicklung der Fr\u00fchindikatoren weiterhin auf hohem<br \/>\nNiveau.<\/p>\n<p>Die per Saldo anhaltend positiven Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sorgen auch<br \/>\nweiterhin f\u00fcr g\u00fcnstige Einkommens- und Konsumperspektiven. Bei sinkenden<br \/>\nEnergiepreisen tr\u00e4gt der nachlassende Auftrieb der Verbraucherpreise, die mit<br \/>\neiner Jahresrate von zuletzt 1,7 % sp\u00fcrbar unter der Zwei-Prozent-Marke<br \/>\nnotierten, weiter zur Kaufkraftst\u00e4rkung bei. Die Perspektiven f\u00fcr den privaten<br \/>\nKonsum bleiben somit freundlich. Dies kommt nicht zuletzt auch in der anhaltend<br \/>\noptimistischen Verbraucherstimmung zum Ausdruck.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi .de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Nach einem wachstumsstarken Jahresauftakt wird die konjunkturelle Dynamik in Deutschland aktuell vor allem durch Verunsicherungen im Zuge der Eurokrise ged\u00e4mpft. Insgesamt zeigt sich die deutsche Wirtschaft aber weiterhin stabil. * Produktion und Bestellt\u00e4tigkeit in der Industrie sowie Warenausfuhren erholten sich nach den Verlusten des Vormonats und notieren \u00fcber dem Stand des ersten Quartals. 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