{"id":3179,"date":"2012-07-04T18:41:50","date_gmt":"2012-07-04T16:41:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3179"},"modified":"2012-07-04T18:41:50","modified_gmt":"2012-07-04T16:41:50","slug":"bundeskabinett-beschliest-schlichtung-im-luftverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=3179","title":{"rendered":"Bundeskabinett beschlie\u00dft Schlichtung im Luftverkehr"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nZu dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Schlichtung im Luftverkehr erkl\u00e4rt<br \/>\nBundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:<br \/>\nGerade zur Reisezeit passiert es h\u00e4ufiger, dass Fl\u00fcge \u00fcberbucht sind, annulliert werden oder sich<br \/>\nversp\u00e4ten. Auch ist es nicht selten, dass Reisegep\u00e4ck verloren geht oder besch\u00e4digt bzw. versp\u00e4tet<br \/>\nabgeliefert wird. In all diesen F\u00e4llen haben Flugg\u00e4ste umfangreiche Anspr\u00fcche gegen die<br \/>\nFluggesellschaften. Diese Anspr\u00fcche nutzen in der Praxis aber nur wenig, wenn sie nicht auch<br \/>\ntats\u00e4chlich schnell, kosteng\u00fcnstig und unb\u00fcrokratisch durchgesetzt werden k\u00f6nnen. Hier setzt das<br \/>\nneue Gesetz an. Es sorgt daf\u00fcr, dass sich k\u00fcnftig jeder Fluggast an eine Schlichtungsstelle wenden<br \/>\nkann, um seine Anspr\u00fcche au\u00dfergerichtlich geltend zu machen. Von dem Schlichtungsverfahren<br \/>\nprofitieren auch die Luftfahrtunternehmen. Die Vermeidung eines Gerichtsverfahrens ist oft auch f\u00fcr<br \/>\nsie die kosteng\u00fcnstigere L\u00f6sung und dient dem Erhalt der Kundenbeziehungen. In anderen<br \/>\nWirtschaftszweigen, etwa bei den Versicherungen, ist Schlichtung bereits ein Erfolgsmodell.<br \/>\nVor einigen Monaten konnte mit den Verb\u00e4nden der deutschen und der ausl\u00e4ndischen Fluggesellschaften<br \/>\neine Einigung auf eine freiwillige Teilnahme an einer Schlichtung erzielt werden. Die<br \/>\nFreiwilligkeit der Teilnahme l\u00e4sst erwarten, dass auch die Schlichtung im Luftverkehr ein<br \/>\nErfolgsmodell wird. Eine gesetzlich verordnete Schlichtung gegen den Willen der Unternehmen w\u00e4re<br \/>\nzum Scheitern verurteilt gewesen, weil niemand gesetzlich gezwungen werden kann,<br \/>\nSchlichtungsvorschl\u00e4ge zu akzeptieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3180\" rel=\"attachment wp-att-3180\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3180\" title=\"flugzeug1\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/flugzeug1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/flugzeug1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/flugzeug1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nZum Hintergrund:<br \/>\nFlugg\u00e4ste haben aus dem internationalen, europ\u00e4ischen und nationalen Recht umfangreiche Anspr\u00fcche<br \/>\ngegen die Fluggesellschaft in F\u00e4llen der Nichtbef\u00f6rderung, Annullierung und Versp\u00e4tung von Fl\u00fcgen<br \/>\nsowie der Besch\u00e4digung oder des Verlustes von Gep\u00e4ck. Hieraus erwachsende Zahlungsanspr\u00fcche bis zu<br \/>\n5.000 Euro schnell, kosteng\u00fcnstig und durch eine unabh\u00e4ngige Stelle schlichten zu k\u00f6nnen, ist das<br \/>\nZiel des heute vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurfs. Da Voraussetzung f\u00fcr das Funktionieren<br \/>\nder Schlichtung ihre Akzeptanz durch die Luftfahrtunternehmen ist, hat die Bundesregierung<br \/>\nintensive Gespr\u00e4che mit den Luftfahrtunternehmen und ihren Verb\u00e4nden gef\u00fchrt. Dabei ist es<br \/>\nletztlich gelungen, sich auf gemeinsame Eckpunkte f\u00fcr eine Schlichtung im Luftverkehr zu<br \/>\nverst\u00e4ndigen.<br \/>\nInhaltlich basiert der Gesetzentwurf auf den Eckpunkten und setzt diese um, soweit dies durch<br \/>\nGesetz erfolgen muss. Dabei setzt die Bundesregierung zun\u00e4chst auf eine freiwillige Schlichtung<br \/>\ndurch privatrechtlich, d. h. durch die Luftfahrtunternehmen organisierte Schlichtungsstellen.<br \/>\nErf\u00fcllen sie die gesetzlich festgelegten Anforderungen, insbesondere an die Unparteilichkeit der<br \/>\nStelle und die Fairness des Verfahrens, k\u00f6nnen sie von der Bundesregierung anerkannt werden (\u00a7 57<br \/>\nLuftverkehrsgesetz (LuftVG). Unternehmen, die sich nicht freiwillig an der Schlichtung beteiligen,<br \/>\nwerden einer beh\u00f6rdlichen Schlichtung \u00fcberantwortet (\u00a7 57a LuftVG). Das Verfahren ist f\u00fcr den<br \/>\nFluggast \u2013 abgesehen von Missbrauchsf\u00e4llen \u2013 kostenlos.<\/p>\n<p><strong>Quelle: \u00a0<\/strong>bmj.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Zu dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Schlichtung im Luftverkehr erkl\u00e4rt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Gerade zur Reisezeit passiert es h\u00e4ufiger, dass Fl\u00fcge \u00fcberbucht sind, annulliert werden oder sich versp\u00e4ten. Auch ist es nicht selten, dass Reisegep\u00e4ck verloren geht oder besch\u00e4digt bzw. versp\u00e4tet abgeliefert wird. 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