{"id":2883,"date":"2012-06-25T09:51:15","date_gmt":"2012-06-25T07:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2883"},"modified":"2012-06-25T09:51:15","modified_gmt":"2012-06-25T07:51:15","slug":"justizministerin-beate-merk-fordert-korrektur-des-unterhaltsrechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2883","title":{"rendered":"Justizministerin Beate Merk fordert Korrektur des Unterhaltsrechts"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><br \/>\n&#8222;Jeder weitere Aufschub produziert neue H\u00e4rtef\u00e4lle!&#8220;<\/p>\n<p>Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk fordert<br \/>\nnachdr\u00fccklich eine \u00c4nderung des geltenden Unterhaltsrechts.<br \/>\n&#8222;Die Reform des Unterhaltsrechts im Jahr 2008, die<br \/>\nf\u00fcr mehr Selbstverantwortung der Ehepartner sorgen<br \/>\nsollte, war zwar grunds\u00e4tzlich richtig&#8220;, so Merk.<br \/>\n&#8222;Sie hat aber in mehreren Punkten zu erheblichen H\u00e4rten<br \/>\ngef\u00fchrt, die dringend beseitigt werden m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1410\" rel=\"attachment wp-att-1410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1410\" title=\"paragraf\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erstens<br \/>\nhat die Praxis der Gerichte gezeigt, dass bei Ehen,<br \/>\ndie schon vor l\u00e4ngerer Zeit geschlossen worden sind,<br \/>\ndie Begrenzung des Unterhalts zu ganz erheblichen H\u00e4rten<br \/>\nf\u00fchrt. Merk: &#8222;Wir m\u00fcssen gesetzlich sicherstellen,<br \/>\ndass ehebedingte Nachteile, die ein Ehepartner im Einvernehmen<br \/>\nmit dem anderen auf sich genommen hat, im Fall der<br \/>\nEhescheidung angemessen ausgeglichen werden. Wenn sich<br \/>\ndie Ehepartner zum Beispiel einig waren, dass die Frau<br \/>\neine Berufsausbildung nicht fortsetzen sollte, um die<br \/>\ngemeinsamen Kinder und den Haushalt zu versorgen, dann<br \/>\nkann es nicht sein, dass ihr Jahre sp\u00e4ter im Fall<br \/>\nder Ehescheidung nur ein Minimalunterhalt gew\u00e4hrt<br \/>\nwird mit der Begr\u00fcndung, sie m\u00fcsse jetzt jede gering<br \/>\nqualifizierte T\u00e4tigkeit aus\u00fcben und f\u00fcr sich selbst<br \/>\nsorgen. Nach der zur Zeit der Eheschlie\u00dfung geltenden<br \/>\nalten Rechtslage musste die Ehefrau mit einer derartigen<br \/>\nEntwicklung nicht rechnen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem<br \/>\nist darauf zu achten, dass die Auslegung des neuen<br \/>\nUnterhaltsrechts beim Betreuungsunterhalt nicht zu<br \/>\neiner \u00dcberlastung des geschiedenen Alleinerziehenden<br \/>\nf\u00fchrt. Merk: &#8222;Es kann nicht sein, dass Alleinerziehende,<br \/>\ndie ein Kind im eigenen Haushalt versorgen, daneben<br \/>\nregelm\u00e4\u00dfig zu einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung verpflichtet<br \/>\nsein sollen und nur in nachweisbaren atypischen Ausnahmef\u00e4llen<br \/>\neine Entlastung erfahren. Hier m\u00fcssen wieder klarere<br \/>\nMa\u00dfst\u00e4be eingef\u00fchrt werden, die sich eindeutig am<br \/>\nKindeswohl und auch an der Belastbarkeit des alleinerziehenden<br \/>\nElternteils orientieren&#8220;, so Merk. &#8222;Einen guten Ansatzpunkt<br \/>\nhierf\u00fcr bietet eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs,<br \/>\nwonach ein 30-Stunden-Job f\u00fcr eine alleinerziehende<br \/>\nMutter mit drei gr\u00f6\u00dferen Kindern in der Regel ausreicht<br \/>\nund an die Darlegungs- und Beweislast der Mutter keine<br \/>\n\u00fcberzogenen Anforderungen zu stellen sind. Dies sollten<br \/>\nwir aber auch ins Gesetz schreiben, da die sich wandelnde<br \/>\nRechtsprechung zu erheblichen Unsicherheiten gef\u00fchrt<br \/>\nhat!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Das Bundesjustizministerium<br \/>\nk\u00fcndigt in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden an, dass hier<br \/>\neine \u00c4nderung beabsichtigt sei. Weshalb den Worten<br \/>\nkeine Taten folgen, verstehe ich langsam nicht mehr&#8220;,<br \/>\nso Merk. &#8222;Jede Verz\u00f6gerung produziert neue H\u00e4rtef\u00e4lle,<br \/>\nund Leidtragende sind dabei vor allem die Kinder. Hier<br \/>\nmuss endlich gehandelt werden!&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: \u00a0stmj.bayern.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: &#8222;Jeder weitere Aufschub produziert neue H\u00e4rtef\u00e4lle!&#8220; Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk fordert nachdr\u00fccklich eine \u00c4nderung des geltenden Unterhaltsrechts. &#8222;Die Reform des Unterhaltsrechts im Jahr 2008, die f\u00fcr mehr Selbstverantwortung der Ehepartner sorgen sollte, war zwar grunds\u00e4tzlich richtig&#8220;, so Merk. &#8222;Sie hat aber in mehreren Punkten zu erheblichen H\u00e4rten gef\u00fchrt, die dringend beseitigt werden m\u00fcssen.&#8220; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1410,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78,71],"tags":[644],"class_list":["post-2883","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bayern","category-menue","tag-unterhaltsrecht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2883\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}