{"id":2779,"date":"2012-06-20T11:15:56","date_gmt":"2012-06-20T09:15:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2779"},"modified":"2012-06-20T11:15:56","modified_gmt":"2012-06-20T09:15:56","slug":"bildungsland-bayern-ermoglicht-jungen-menschen-sehr-guten-start-in-gesellschaft-und-beruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2779","title":{"rendered":"Bildungsland Bayern erm\u00f6glicht jungen Menschen sehr guten Start in Gesellschaft und Beruf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Individuelle Lernzeit &#8211; Durchl\u00e4ssigkeit wird organisiert &#8211; Bildungsetat seit 2002 um 25 Prozent gesteigert &#8211; Herausforderungen angehen<\/p>\n<p>Kultusminister Spaenle zeichnet in Regierungserkl\u00e4rung Schwerpunkte der Bildungspolitik &#8211; Qualit\u00e4t und Gerechtigkeit bestimmen den bayerischen Weg, das differenzierte Schulwesen weiterzuentwickeln<\/p>\n<p>M\u00dcNCHEN. &#8222;Das Bildungsland Bayern sichert unseren jungen Menschen im Freistaat einen sehr guten Start in Gesellschaft und Beruf.&#8220; Dieses Fazit zog heute Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in seiner Regierungserkl\u00e4rung im Bayerischen Landtag. Dabei bezog er sich auf die guten beruflichen Perspektiven f\u00fcr die Jugendlichen im Freistaat mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland und auf aktuelle Bildungsstudien. Im Deutschen Lernatlas hatte die Bertelsmann Stiftung Bayern in Stadt und Land als Top-Bildungsstandort auf Platz 1 gesetzt. Bei nationalen Vergleichsstudien hatten die bayerischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der weiterf\u00fchrenden Schulen 2009 Platz 1 belegt, bei den L\u00e4nderauswertungen zu PISA waren sie in fast allen Kompetenzbereichen auf dem 1. Platz.<br \/>\nZu Bayerns Weg geh\u00f6rt f\u00fcr den Kultusminister auch, Schwierigkeiten zu benennen und Herausforderungen aktiv anzugehen. &#8222;Klarheit und Wahrheit&#8220; ist f\u00fcr ihn ein Bestandteil des bayerischen Weges.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2265\" rel=\"attachment wp-att-2265\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2265\" title=\"ganztagsschule\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/ganztagsschule-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/ganztagsschule-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/ganztagsschule.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bayern denkt die Schule vom Kind aus<\/p>\n<p>Bei der Gestaltung des Bildungswesens ist f\u00fcr den Minister klar: &#8222;In Bayern denken wir die Schule vom einzelnen Kind aus.&#8220; Dieses Anliegen nimmt der Minister in vielerlei Hinsicht sehr ernst. Das bedeutet:<\/p>\n<p>1. Passgenaue Angebote f\u00fcr die Interessen und Talente der jungen Menschen in einem differenzierten Schulwesen mit unterschiedlichen Schularten. &#8222;Wir wollen keine Einheitsschule f\u00fcr alle! Wir wollen den individuellen Bildungserfolg f\u00fcr jede Sch\u00fclerin und jeden Sch\u00fcler.&#8220; Nur so k\u00f6nnen sich Kinder und Jugendliche optimal entfalten. Er f\u00fcgte an: &#8222;Jede Schulart bietet ein unverwechselbares Angebot, das auf die unterschiedlichen Begabungen unserer jungen Leute zugeschnitten ist.&#8220; Eigens nannte der Minister z.B.<br \/>\n* die Berufsorientierung der Mittelschule,<br \/>\n* den Br\u00fcckenschlag zwischen Theorie und Praxis, den die Realschule leistet,<br \/>\n* den st\u00e4rker auf die Berufspraxis ausgerichteten eigenst\u00e4ndigen Weg zur Hochschule \u00fcber die Berufliche Oberschule und<br \/>\n* das Gymnasium als durchgehend konzipierten Weg zum Abitur.<\/p>\n<p>2. Individuelle Lernzeit. &#8222;Jedes Kind soll die Lernzeit in Anspruch nehmen, die es ben\u00f6tigt, um den angestrebten Abschluss zu erreichen&#8220;, so der Minister. Und er verwies dabei<br \/>\n* auf die Flexible Grundschule, deren Eingangsstufe Kinder in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen k\u00f6nnen.<br \/>\n* auf die Einf\u00fchrungs- und Vorklassen, die Sch\u00fclerinnen und<br \/>\nSch\u00fcler mit mittlerem Bildungsabschluss besuchen k\u00f6nnen, um danach in die Oberstufe des Gymnasiums bzw. bei den Vorklassen auf die Fach- und Berufsoberschule \u00fcberzuwechseln.<br \/>\n* auf \u00dcberlegungen einer individuellen Lernzeit f\u00fcr Sch\u00fcler des Gymnasiums in der Mittelstufe, etwa ein Intensivierungsjahr in der 8. bis 10. Jahrgangsstufe. Im Schuljahr 2012\/2013 werden entsprechende Modelle an einzelnen Gymnasien erprobt.<\/p>\n<p>3. Gleiche Lebensbedingungen der Menschen in der Stadt und auf dem Land. Dazu sichert das Bildungswesen in Bayern f\u00fcr alle Sch\u00fcler in ganz Bayern alle Abschl\u00fcsse und darauf aufbauend einen Anschluss. &#8222;Bayern sichert die gleichm\u00e4\u00dfige Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Schulangeboten in Stadt und Land&#8220;, so der Minister. Angesichts der schwierigen demographischen Entwicklung etwa garantiere der Freistaat, selbst kleine eigenst\u00e4ndige Grundschulen mit nur 26 Sch\u00fclern zu erhalten. Auf der Basis des Mittelschulverbundes will der Freistaat auch m\u00f6glichst viele kleine Mittelschulstandorte m\u00f6glichst lange erhalten &#8211; als wohnortnahes Schulangebot. Durch die Neugr\u00fcndung von 16 Realschulen und 12 Gymnasien seit 2008 wird das Bildungsangebot auch f\u00fcr Menschen auf dem Land abgerundet.<\/p>\n<p>4. Hohe Qualit\u00e4t der Ausbildung der jungen Menschen. Beim Bildungsmonitor 2011 war Bayerns Schulen die beste Unterrichtsqualit\u00e4t bescheinigt worden. Diese ist f\u00fcr den Minister entscheidend. Deshalb hat er wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr bildungsideologische Systemdebatten. &#8222;Die Debatte um die Einheitsschule hilft unseren Sch\u00fclern nicht. Das differenzierte und durchl\u00e4ssige bayerische Schulwesen aber steht f\u00fcr eine hochqualifizierte Ausbildung&#8220;, so Dr. Spaenle. Gerade die Berufliche Oberschule diene der Bildungsgerechtigkeit.<\/p>\n<p>Um diese hohe Qualit\u00e4t an Schule und Unterricht zu sichern, investiert Bayern viel Geld, das aber sehr sinnvoll angelegt sei. Der Haushalt f\u00fcr das Kultusministerium war in den vergangenen 10 Jahren um rund ein Viertel auf nun knapp 10 Milliarden Euro angehoben worden. Die Anzahl der Lehrerstellen wurde seit 2008 deutlich vermehrt: Allein zum Schuljahr 2012\/2013 stellt der Freistaat 2082 Lehrerstellen zus\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung. Und das Verh\u00e4ltnis zwischen Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclern sei seit 1946 mit 1:16,4 nie so g\u00fcnstig gewesen wie heute. &#8222;Wir haben die Koalitionsvereinbarung gehalten und in jedem Jahr mehr als 1.000 Lehrerstellen f\u00fcr zus\u00e4tzliche Aufgaben anstellen k\u00f6nnen&#8220;, so der Minister. Die Anzahl der erteilten Unterrichtsstunden stieg seit 2008 deutlich an &#8211; bei sinkender Sch\u00fclerzahl.<\/p>\n<p>Mobile Reserve wird deutlich aufgestockt<\/p>\n<p>Um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen, stellt das Kultusministerium allein \u00fcber den Nachtragshaushalt f\u00fcr das neue Schuljahr 460 der insgesamt 1082 zus\u00e4tzlichen Stellen dazu bereit, dass sie als Mobile Reserve an allen Schularten eingesetzt werden. Sie verst\u00e4rken dort die rund 2.400 Lehrkr\u00e4fte der mobilen Reserven an den Grund-, Mittel-\/Haupt- und F\u00f6rderschulen und die 110 an Gymnasien, aber sie werden auch erstmals an Realschulen (110) und Beruflichen Oberschulen (50) im Vertretungsfall eingesetzt.<\/p>\n<p>Bildungschancen mit den Menschen vor Ort verbessern<\/p>\n<p>Um die Bildungsangebote weiter zu optimieren und die Startchancen der jungen Leute zu verbessern, f\u00fchrt Minister Spaenle den Dialog mit Schulfamilien und Kommunen. Als Instrument hat sich das Dialogforum bew\u00e4hrt, bei dem sich Schulfamilien, Kommunen und Vertreter aus Gesellschaft und Wirtschaft an der Gestaltung des Mittelschulnetzes in Bayern beteiligt hatten. Im Mai hatte Dr. Spaenle Kommunen und Einrichtungen, die sich der Erziehung und Bildung zuwenden, mit den Schulfamilien gebeten, in Stadt- und Landkreisen Bildungsregionen zu bilden.<br \/>\nDer Minister bindet die Menschen, die am Bildungsprozess mitwirken, in Entscheidungen und Verantwortung ein. Dies gilt auch f\u00fcr die einzelne Schule. Ab 2013 will er durch ein Gesetz den Schulfamilien mehr Verantwortung \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Bayern geht Herausforderungen an<\/p>\n<p>Bei allen Erfolgen hat Bayern vielf\u00e4ltige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. &#8222;Klarheit und Wahrheit&#8220; hei\u00dft die Devise des Ministers. In Deutschland und in Bayern habe die soziale Herkunft der Sch\u00fcler noch einen &#8222;zu gro\u00dfen&#8220; Einfluss auf den individuellen Bildungsweg. &#8222;Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass jeder junge Mensch entsprechend seiner Begabung den passenden Bildungsweg absolvieren kann.&#8220; Deshalb gestaltet er das Bildungswesen durchl\u00e4ssiger. Die Lehrkr\u00e4fte bieten als &#8222;p\u00e4dagogische Schulweghelfer&#8220; ihre Hilfe an.<br \/>\nDer Minister interpretierte auch die demographische Entwicklung, die Integration von Zuwandererfamilien und die Schaffung gleicher Bildungschancen f\u00fcr Menschen mit Behinderung als Herausforderungen. Mit einem systematischen Integrationskonzept und umfassenden Sprachf\u00f6rderangeboten unterst\u00fctze das Bildungsland Bayern Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund dabei, in Bayern ihre Heimat zu finden. 200 Planstellen investiert der Freistaat ab dem kommenden Schuljahr f\u00fcr p\u00e4dagogische Arbeit vor allem an Schulen in Gro\u00dfst\u00e4dten, bei denen besondere Anforderungen zu bew\u00e4ltigen sind. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit besonderem F\u00f6rderbedarf gehe Bayern auf dem Weg der &#8222;Inklusion durch Kooperation&#8220; von Regelschulen und F\u00f6rderschulen an. Als faire Partner sammelten Freistaat und Kommunen hier wichtige Erfahrungen in der Umsetzung eines inklusiven Unterrichts in der Praxis. Im Doppelhaushalt 2011\/2012 waren f\u00fcr den Einstieg allein 200 zus\u00e4tzliche Lehrerstellen zur !<br \/>\nVerf\u00fcgung gestellt worden.<\/p>\n<p>Ganztagsschulen werden konsequent ausgebaut<\/p>\n<p>Mit mehr individueller F\u00f6rderung, z. B. dem konsequenten Ausbau der Ganztagsangebote, will der Minister die Teilhabechancen f\u00fcr alle Kinder &#8211; unabh\u00e4ngig vom Elternhaus &#8211; erh\u00f6hen. F\u00fcr das kommende Schuljahr hat die Staatsregierung Mittel bereit gestellt, so dass z.B. an etwa 90 Prozent der weiterf\u00fchrenden Schulen Ganztagsangebote f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eingerichtet werden k\u00f6nnen. Bereits positiv entschieden hat der Freistaat f\u00fcr das neue Schuljahr die Antr\u00e4ge zum Aufbau von zus\u00e4tzlich \u00fcber 150 gebundenen Ganztagsz\u00fcgen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen bei entsprechender Nachfrage 600 offene Ganztagsgruppen und 600 Gruppen der verl\u00e4ngerten Mittagsbetreuung zus\u00e4tzlich zu den bestehenden Gruppen eingerichtet werden. &#8222;Ich m\u00f6chte den Eltern die Wahlfreiheit belassen, ob ihre Kinder eine Halb- oder Ganztagsschule besuchen&#8220;, so der Minister.<\/p>\n<p>Seinen besonderen Dank \u00fcbermittelte der Minister den Schulfamilien mit Lehrkr\u00e4ften, Sch\u00fclerschaft und Eltern, den Sachaufwandstr\u00e4gern und den Partnern im Bildungs- und Erziehungsprozess. Im Rahmen der Dienstrechtsreform sei es gelungen, \u00fcber 8.000 besonders engagierten Lehrkr\u00e4ften zus\u00e4tzliche Bef\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten anzubieten.<\/p>\n<p>Quelle:stmuk.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen:\u00a0 Individuelle Lernzeit &#8211; Durchl\u00e4ssigkeit wird organisiert &#8211; Bildungsetat seit 2002 um 25 Prozent gesteigert &#8211; Herausforderungen angehen Kultusminister Spaenle zeichnet in Regierungserkl\u00e4rung Schwerpunkte der Bildungspolitik &#8211; Qualit\u00e4t und Gerechtigkeit bestimmen den bayerischen Weg, das differenzierte Schulwesen weiterzuentwickeln M\u00dcNCHEN. &#8222;Das Bildungsland Bayern sichert unseren jungen Menschen im Freistaat einen sehr guten Start in Gesellschaft und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":2265,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78,71],"tags":[622,621],"class_list":["post-2779","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bayern","category-menue","tag-ganztagsschulen","tag-schulbildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2779"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2779\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2779"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}