{"id":2760,"date":"2012-06-19T12:04:24","date_gmt":"2012-06-19T10:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2760"},"modified":"2012-06-19T12:04:24","modified_gmt":"2012-06-19T10:04:24","slug":"weg-vom-ol-hin-zur-pflanze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2760","title":{"rendered":"Weg vom \u00d6l, hin zur Pflanze"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nBundesregierung stellt Roadmap Bioraffinerien auf der ACHEMA vor \/ Staatssekret\u00e4r Sch\u00fctte: &#8222;Chemische Industrie steht vor einem Wandel&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2761\" rel=\"attachment wp-att-2761\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2761\" title=\"biooel\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/biooel-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/biooel-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/biooel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch sind Erd\u00f6l und Erdgas die vorherrschenden Rohstoffe der chemischen Industrie. Doch schon bald k\u00f6nnte sich das grundlegend \u00e4ndern: Die Zukunft geh\u00f6rt nach Meinung von Experten den nachwachsenden Rohstoffen. Dies ist einer der zentralen Befunde der Roadmap Bioraffinerien, die die Bundesregierung am Montag auf der Fachmesse f\u00fcr chemische Technik ACHEMA in Frankfurt am Main vorgestellt hat. 30 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft haben das umfangreiche Papier erstellt. &#8222;Bioraffinerien werden die zentralen Produktionsanlagen einer k\u00fcnftigen Bio\u00f6konomie sein&#8220;, sagte Georg Sch\u00fctte, Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). Damit die pflanzliche Biomasse verarbeitet und in eine Vielzahl von Produkten verwandelt werden kann, sind technische Multifunktionsanlagen gefragt, so genannte Bioraffinerien. Einige Pilotanlagen gibt es bereits in Deutschland.<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Sch\u00fctte stellte ein weiteres zentrales Ergebnis des Expertenpapiers vor: &#8222;Damit Bioraffinerien die Pflanzen m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig nutzen k\u00f6nnen, brauchen wir noch viel Forschung und Entwicklung. Nur so kann es gelingen, dass die Bio\u00f6konomie einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leistet.&#8220; Die Roadmap Bioraffinerien ist Teil des Aktionsplans der Bundesregierung zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe, der 2009 beschlossen wurde. Die Roadmap ist unter Federf\u00fchrung vom Forschungs- und Landwirtschaftsministerium und mit enger Einbindung von Umwelt- und Wirtschaftsministerium entstanden.<\/p>\n<p>Um den Strukturwandel zu einer bio-basierten Industrie zu beschleunigen, sind neue Formen der Zusammenarbeit von Forschern und Industriepartnern gefragt. Deshalb hat das BMBF die &#8222;Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie&#8220; aufgelegt. Die F\u00f6rderung ist Teil der &#8222;Nationalen Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030&#8220;. Aufgefordert zur Bewerbung sind strategische Allianzen unter Federf\u00fchrung eines Wirtschaftsunternehmens. Dabei sollen bevorzugt Partner aus verschiedenen Industriezweigen zusammenfinden, die bisher wenig kooperiert haben.<\/p>\n<p>Auf der ACHEMA wurden nun die ersten Allianzen vorgestellt. &#8222;Die zur F\u00f6rderung ausgew\u00e4hlten strategischen Allianzen haben das Zeug dazu, unsere Industrie nachhaltig zu ver\u00e4ndern&#8220;, sagte Sch\u00fctte. &#8222;Wir f\u00f6rdern hier Vorzeigeprojekte, die wegweisend f\u00fcr die Bio\u00f6konomie sind.&#8220; Die Allianz <strong>Zero Carbon Footprint<\/strong> wird vom Energiekonzern RWE Power AG koordiniert. Die 21 Partner aus Forschung und Industrie aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich vorgenommen, kohlenstoffreiche Abfallstr\u00f6me wie Abw\u00e4sser oder Rauchgas aus Kohlekraftwerken biotechnologisch zu verwerten. Die Partner suchen nach Mikroorganismen, die zum Beispiel Kohlendioxid aus Abgasen in hochwertige Produkte wie etwa Biokunststoffe umwandeln k\u00f6nnen. Das Gesamtvolumen der Forschungsprojekte, die von der Allianz in den n\u00e4chsten neun Jahren vorgesehen sind, bel\u00e4uft sich auf bis zu 46 Millionen Euro. Die F\u00f6rdermittel des BMBF betragen die H\u00e4lfte des Gesamtvolumens einer Allianz.<\/p>\n<p>Die Allianz <strong>Funktionalisierung von Polymeren<\/strong> wird von einer mittelst\u00e4ndischen Biotechnologie-Firma geleitet: der evocatal GmbH aus D\u00fcsseldorf. Zu den Partnern der Allianz geh\u00f6rt der Bauchemieproduzent SIKA, der Betonverfl\u00fcssiger auf der Basis nachwachsender Rohstoffe herstellen will. Der ebenfalls beteiligte Hersteller von Textilgarnen Coats ist an neuartigen Funktionalisierungen von Polymerfasern interessiert, w\u00e4hrend der Waschmittelhersteller Henkel an Reinigungsenzymen f\u00fcr solche Fasern arbeitet. Die Allianz will in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren rund 8 Millionen Euro in Forschungsprojekte investieren. Die H\u00e4lfte kommt auch hier vom BMBF.<\/p>\n<p>Die Allianz <strong>&#8222;NatLifE&#8220;<\/strong> wird ebenfalls von einer mittelst\u00e4ndischen Biotechnologie-Firma angef\u00fchrt: der B.R.A.I.N. AG aus dem hessischen Zwingenberg. Die Allianz entwickelt Inhaltsstoffe f\u00fcr Lebensmittel und Kosmetika aus nat\u00fcrlichen Quellen. Innerhalb von neun Jahren sind rund 30 Millionen Euro f\u00fcr Forschungsprojekte vorgesehen.<\/p>\n<p>Quelle: bmbf.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundesregierung stellt Roadmap Bioraffinerien auf der ACHEMA vor \/ Staatssekret\u00e4r Sch\u00fctte: &#8222;Chemische Industrie steht vor einem Wandel&#8220; &nbsp; Noch sind Erd\u00f6l und Erdgas die vorherrschenden Rohstoffe der chemischen Industrie. Doch schon bald k\u00f6nnte sich das grundlegend \u00e4ndern: Die Zukunft geh\u00f6rt nach Meinung von Experten den nachwachsenden Rohstoffen. 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