{"id":2509,"date":"2012-06-11T16:32:29","date_gmt":"2012-06-11T14:32:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2509"},"modified":"2012-06-11T16:32:29","modified_gmt":"2012-06-11T14:32:29","slug":"chance-fur-ehrgeizige-reform-der-eu-fischereipolitik-nutzen-und-unverantwortlicher-verschwendung-ein-ende-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2509","title":{"rendered":"Chance f\u00fcr ehrgeizige Reform der EU-Fischereipolitik nutzen und unverantwortlicher Verschwendung ein Ende setzen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nEU-Fischereirat ber\u00e4t am Dienstag in Luxemburg \u00fcber Reformpl\u00e4ne<\/p>\n<p>Vor Beginn des Fischereirates am morgigen Dienstag in Luxemburg hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an ihre EU-Kollegen appelliert, die einmalige Chance f\u00fcr eine ehrgeizige Reform der EU-Fischereipolitik zu nutzen. &#8222;Es darf in der Fischereipolitik keine halbherzigen Formelkompromisse mehr geben. Die Zeit dr\u00e4ngt. Angesichts der \u00dcberfischung der Meere brauchen wir einen grundlegenden Kurswechsel&#8220;, sagte Aigner am Montag in Berlin. &#8222;Wir m\u00fcssen das Nachhaltigkeitsziel in den Mittelpunkt stellen und endlich Schluss machen mit der unverantwortlichen Verschwendung unserer wertvollen Meeres-Ressourcen. Wir tragen die Verantwortung daf\u00fcr, die Fischbest\u00e4nde in den Weltmeeren als eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit auch f\u00fcr kommende Generationen zu erhalten&#8220;, betonte Aigner und f\u00fcgte hinzu: &#8222;Was wir jetzt dringend brauchen, ist ein modernes Fischereimanagement, um unerw\u00fcnschte Beif\u00e4nge so weit wie m\u00f6glich zu vermeiden und R\u00fcckw\u00fcrfe zu verbieten&#8220;.<\/p>\n<p>Die Ministerin betonte, Deutschland unterst\u00fctze den von der EU-Kommission eingeschlagenen Kurs. Nach Aigners Auffassung ist der vorliegende Kompromissvorschlag der d\u00e4nischen Pr\u00e4sidentschaft zur EU-Fischereireform eine sehr gute Grundlage f\u00fcr die anstehenden Verhandlungen mit dem Europ\u00e4ischen Parlament. Zentrale deutsche Forderungen h\u00e4tten dort ihren Niederschlag gefunden. Dies gelte insbesondere f\u00fcr die zeitnahe Einf\u00fchrung von R\u00fcckwurfverboten und Anlandegeboten sowie die Ausdehnung mehrj\u00e4hriger Bewirtschaftungspl\u00e4ne auf m\u00f6glichst alle wirtschaftlich genutzten Fischbest\u00e4nde. Zu begr\u00fc\u00dfen sei ferner, dass die von der EU-Kommission vorgesehene Verpflichtung der Mitgliedstaaten, handelbare Fangquoten einzuf\u00fchren, vom Tisch sei.<\/p>\n<p>&#8222;Besondere Verantwortung tr\u00e4gt Europa auch bei der Nutzung von Fischbest\u00e4nden au\u00dferhalb der EU-Gew\u00e4sser, etwa vor der K\u00fcste Westafrikas&#8220;, erkl\u00e4rte die Bundesministerin. Deshalb sei es so wichtig, dass die Reform f\u00fcr die dort aktiven EU-Fischereifahrzeuge die gleichen strengen Regeln vorsehe wie in den EU-Gew\u00e4ssern selbst. Ein weiterer Meilenstein sei, dass die Fischer der EU und anderer Drittl\u00e4nder nur den \u00dcberschuss an Fangmengen erhalten sollten, der von den lokalen Fischern in den Entwicklungsl\u00e4ndern nicht selbst genutzt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Die d\u00e4nische Pr\u00e4sidentschaft beabsichtigt, bei der kommenden Tagung der Fischereiminister eine allgemeine Ausrichtung des Rates zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik zu erzielen. Diese soll Basis f\u00fcr die anstehenden informellen Verhandlungen des Rates mit dem Europ\u00e4ischen Parlament (EP) sein. Nach dem Lissabon-Vertrag entscheiden EP und Rat gemeinsam \u00fcber die Reform. Der Rat kann erst nach der ersten Lesung des EP, die f\u00fcr November 2012 erwartet wird, einen formellen Beschluss zum Kommissionsvorschlag fassen.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Thema bleibt Transparenz f\u00fcr Verbraucher und die verl\u00e4ssliche Kennzeichnung von Produkten: Im Interesse der Verbraucher fordert Aigner weiterhin eine EU-Regelung f\u00fcr die auf dem Markt befindlichen freiwilligen Nachhaltigkeitssiegel f\u00fcr Fischereiprodukte wie etwa das blaue Siegel des MSC (Marine Stewardship Council). &#8222;Ich m\u00f6chte, dass die Verbraucher, die sich bewusst f\u00fcr nachhaltig gefangenen Fisch entscheiden, auch sicher gehen k\u00f6nnen, damit einen wirklichen Beitrag zur Gesundung der Fischbest\u00e4nde zu leisten&#8220;, betonte die Ministerin. F\u00fcr die Nachhaltigkeitssiegel sei ein verl\u00e4sslicher Rechtsrahmen auf EU-Ebene dringend notwendig, um m\u00f6glichen Missbrauch zu verhindern. Deshalb m\u00fcssten jetzt rechtlich verbindliche Mindestkriterien festgelegt werden.<\/p>\n<p>Quelle: bmelv.bund.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2512\" rel=\"attachment wp-att-2512\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2512\" title=\"Hans Babbel 1\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: EU-Fischereirat ber\u00e4t am Dienstag in Luxemburg \u00fcber Reformpl\u00e4ne Vor Beginn des Fischereirates am morgigen Dienstag in Luxemburg hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an ihre EU-Kollegen appelliert, die einmalige Chance f\u00fcr eine ehrgeizige Reform der EU-Fischereipolitik zu nutzen. &#8222;Es darf in der Fischereipolitik keine halbherzigen Formelkompromisse mehr geben. 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