{"id":2425,"date":"2012-06-10T10:09:54","date_gmt":"2012-06-10T08:09:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2425"},"modified":"2012-06-10T10:09:54","modified_gmt":"2012-06-10T08:09:54","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2425","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2012"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft zeigt sich vor dem Hintergrund gestiegener externer<br \/>\nRisiken im zweiten Quartal 2012 bislang stabil. Ihre Grunddynamik hat sich<br \/>\naber verlangsamt.<br \/>\n* Produktion und Bestellt\u00e4tigkeit in der Industrie gaben nach kr\u00e4ftigen<br \/>\nZuw\u00e4chsen im Vormonat zu Beginn des zweiten Quartals nach. Der teilweise<br \/>\ndeutliche R\u00fcckgang der Stimmungsindikatoren spiegelt die erh\u00f6hten Risiken<br \/>\naus dem internationalen Umfeld wider.<br \/>\n* Der anhaltende Besch\u00e4ftigungsaufschwung und eine positive<br \/>\nEinkommensentwicklung bilden weiterhin wichtige Rahmenbedingungen f\u00fcr eine<br \/>\nrobuste Binnenkonjunktur.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft erweist sich in einem schwierigen internationalen Umfeld<br \/>\nweiterhin als stabil. Mit einem \u00fcberraschend starken Wachstumsschub im ersten<br \/>\nQuartal wurde die kurze Wachstumsschw\u00e4che des vierten Quartals 2011 \u00fcberwunden.<br \/>\nIm Verlauf des zweiten Jahresviertels sind jedoch die Risiken f\u00fcr die<br \/>\nkonjunkturelle Erholung wieder st\u00e4rker ins Blickfeld ger\u00fcckt. Sowohl die<br \/>\nrealwirtschaftlichen Indikatoren als auch die Einsch\u00e4tzungen in aktuellen<br \/>\nUmfragen haben nachgegeben. Die im Fr\u00fchjahr aufgekommene Erwartung einer<br \/>\nwirtschaftlichen Belebung, die sich auf nachlassende Spannungen im Euroraum und<br \/>\nauf gute Daten aus wichtigen Wirtschaftsnationen st\u00fctzte, ist aktuell einer<br \/>\nerh\u00f6hten Skepsis gewichen. Sorgen \u00fcber das Wirtschaftswachstum, insbesondere in<br \/>\nder Eurozone, aber auch in den USA oder China traten wieder deutlicher zu Tage.<br \/>\nZudem versch\u00e4rften sich die Probleme in den Bankensektoren einzelner europ\u00e4ischer<br \/>\nPeripheriestaaten und die Unsicherheit \u00fcber die weitere politische Entwicklung in<br \/>\nGriechenland nahm zu. All dies f\u00fchrte zu gestiegener Unruhe an den Finanz- und<br \/>\nAktienm\u00e4rkten. In der Perspektive bleibt die binnenwirtschaftlich robuste<br \/>\ndeutsche Konjunktur<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Navigation\/Wirtschaft\/konjunktur.html&gt; damit nach wie<br \/>\nvor erheblichen externen Risiken ausgesetzt.<\/p>\n<p>Es ist daher richtig, dass sich die Europ\u00e4ische Kommission Gedanken dar\u00fcber<br \/>\nmacht, wie die Bankenaufsicht in Europa weiter verbessert werden kann. Allerdings<br \/>\nkann das Ziel nicht eine weitere Vergemeinschaftung von Risiken im Bankensektor<br \/>\nsein. Die von der Kommission gemachten Vorschl\u00e4ge sind zudem kein kurzfristiges<br \/>\nKriseninstrument. Sie w\u00fcrden eine umfangreiche Reform der rechtlichen Grundlagen<br \/>\nauf nationaler wie auf europ\u00e4ischer Ebene erfordern. Um Vertrauen von Unternehmen<br \/>\nund Verbrauchern zu stabilisieren, ist deshalb aktuell die m\u00f6glichst rasche<br \/>\nVerabschiedung des Fiskalvertrags von ganz zentraler Bedeutung.<\/p>\n<p>Der deutsche Au\u00dfenhandel<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Navigation\/Aussenwirtschaft\/handelspolitik-eu-wto,did=192958.html&gt;<br \/>\nkonnte von dem sich wieder belebenden Welthandel profitieren. Im ersten Quartal<br \/>\n[1] stiegen die Warenausfuhren um 2,7 %. Die Einfuhren erh\u00f6hten sich um 2,4 %<br \/>\n[2].<\/p>\n<p>In der deutschen Industrie<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Navigation\/Wirtschaft\/industrie.html&gt; kam es nach dem<br \/>\npositiven Produktionsergebnis im Vormonat im April zu einer Gegenbewegung<br \/>\n(-2,4 %). Gleichzeitig war der R\u00fcckgang der Erzeugung im Bauhauptgewerbe (-6,0 %)<br \/>\nim April zu erwarten gewesen, da der Vormonat durch witterungsbedingte<br \/>\nNachholeffekte nach oben \u00fcberzeichnet war. Insgesamt blieb die Produktion im<br \/>\nProduzierenden Gewerbe in der Tendenz stabil. Die Aussichten f\u00fcr die Entwicklung<br \/>\nin der Industrie sind weiterhin durch erh\u00f6hte Unsicherheit gekennzeichnet. Die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge im M\u00e4rz sind aufgrund von Nachmeldungen deutlich aufw\u00e4rts<br \/>\nrevidiert worden (M\u00e4rz: +3,2 %). Trotz des aktuellen R\u00fcckpralls im April um 1,9 %<br \/>\nhaben sie offenbar ihren Tiefpunkt im ersten Quartal hinter sich gelassen. Bei<br \/>\nleichtem Anstieg der Inlandsnachfrage erh\u00f6hten sich die Bestellungen aus dem<br \/>\nAusland weiterhin merklich st\u00e4rker. Allerdings stehen der tendenziellen Besserung<br \/>\nder Nachfrage zuletzt deutlich schw\u00e4chere Umfrageergebnisse bei Einkaufsmanagern<br \/>\nund Unternehmen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Die schw\u00e4cheren<br \/>\nkonjunkturellen Impulse f\u00fchrten aber zu einer nachlassenden Dynamik. Die<br \/>\nBesch\u00e4ftigung wurde im April um saisonbereinigt 29.000 Erwerbst\u00e4tige ausgeweitet.<br \/>\nDie Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung ist nach wie vor<br \/>\nsehr kr\u00e4ftig. Insgesamt waren im April 41,42 Millionen Personen erwerbst\u00e4tig. Die<br \/>\nZahl der registrierten Arbeitslosen ging im Mai etwas weniger stark als saisonal<br \/>\n\u00fcblich auf 2,855 Millionen zur\u00fcck. Bei leichten Abschl\u00e4gen einzelner Indikatoren<br \/>\nbewegt sich die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften weiterhin auf hohem Niveau. Alles<br \/>\nin allem bleibt der Arbeitsmarkt eine ma\u00dfgebliche St\u00fctze f\u00fcr die<br \/>\nBinnenkonjunktur.<\/p>\n<p>Dank der anhaltenden Besch\u00e4ftigungszunahme und der positiven Lohnentwicklung<br \/>\nwerden die verf\u00fcgbaren Einkommen der privaten Haushalte weiter ansteigen und zur<br \/>\nSt\u00e4rkung der Kaufkraft der Verbraucher beitragen. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel<br \/>\ntendieren nach einer l\u00e4ngeren Abw\u00e4rtsbewegung wieder leicht aufw\u00e4rts. Zugleich<br \/>\nhat der in den vergangenen Monaten erh\u00f6hte Preisdruck etwas nachgelassen. Im Mai<br \/>\nlag die Preissteigerungsrate zum Vorjahr bei 1,9 % und damit erstmals seit<br \/>\nanderthalb Jahren wieder unter der 2-Prozent-Marke. Die Perspektiven f\u00fcr den<br \/>\nprivaten Konsum bleiben damit freundlich.<\/p>\n<p>Hinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Juli-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Die Juli-Ausgabe wird voraussichtlich Ende<br \/>\nder 25. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft<br \/>\nund Technologie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>[1] Werte f\u00fcr April werden vom Statistischen Bundesamt am 8. Juni ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich alle Ver\u00e4nderungsraten saison-<br \/>\nund arbeitst\u00e4glich bereinigt (X-12-ARIMA-Verfahren) auf die jeweilige Vorperiode.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" title=\"statistik\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: * Die deutsche Wirtschaft zeigt sich vor dem Hintergrund gestiegener externer Risiken im zweiten Quartal 2012 bislang stabil. 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