{"id":2268,"date":"2012-06-07T00:29:09","date_gmt":"2012-06-06T22:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2268"},"modified":"2012-06-07T00:29:09","modified_gmt":"2012-06-06T22:29:09","slug":"elektromobilitat-das-auto-neu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2268","title":{"rendered":"Elektromobilit\u00e4t: Das Auto neu denken"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Durch Ressourcenknappheit und Umweltbelastung gewinnt die Forschung und Entwicklung neuer, nachhaltiger Mobilit\u00e4tssysteme zunehmend an Bedeutung. Die Entwicklung zukunftsf\u00e4higer Technologien erfordert allerdings gerade in Hinblick auf das Automobil weitreichendes Umdenken. Mit dem Wandel hin zur Elektromobilit\u00e4t zeichnet sich eine Zeitenwende ab. Am 16. Mai 2011 \u00fcbergab die Nationale Plattform Elektromobilit\u00e4t ihren zweiten Bericht der Bundesregierung. Darin finden sich Empfehlungen f\u00fcr die k\u00fcnftige Politik der Bundesregierung im Bereich Elektromobilit\u00e4t. Das BMBF hat hier fr\u00fch gef\u00f6rdert und baut die Forschungsf\u00f6rderung aktuell weiter aus.<\/p>\n<p>Autos &#8222;made in Germany&#8220; sind seit \u00fcber 100 Jahren weltweit gesch\u00e4tzt und gefragt, die Branche besch\u00e4ftigt Millionen Menschen. F\u00fcr die deutsche Wirtschaft und den Technologiestandort Deutschland spielt das Automobil eine wichtige Rolle. Die Verbrennungsmotoren heutiger Autos emittieren allerdings klimasch\u00e4dliche Gase und verbrauchen fossile Treibstoffe, die nur noch begrenzt verf\u00fcgbar sind. Elektromobilit\u00e4t markiert eine technologische Zeitenwende.<\/p>\n<p>Die schrittweise Elektrifizierung der Stra\u00dfenfahrzeuge &#8211; von Hybridkonzepten bis zum komplett elektrisch betriebenen Auto &#8211; er\u00f6ffnet die Option auf eine zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4t. Sie bietet die Chance, die Abh\u00e4ngigkeit vom Erd\u00f6l zu reduzieren und die Emissionen des Stra\u00dfenverkehrs zu minimieren.<\/p>\n<p>Das BMBF unterst\u00fctzt diese Entwicklung ma\u00dfgeblich durch gezielte Forschungsf\u00f6rderung und den organisierten Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie. F\u00fcr die Bereiche Batterie, Energiemanagement im Gesamtsystem und Aus- und Weiterbildung wird das BMBF seine F\u00f6rdermittel bis zum Ende der Legislaturperiode erheblich aufstocken.<\/p>\n<p>Vor der breiten Markteinf\u00fchrung von Elektrofahrzeugen sind noch wesentliche technologische H\u00fcrden zu \u00fcberwinden. Es reicht nicht, in einem herk\u00f6mmlichen Fahrzeug den Tank durch eine Batterie und den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Wir m\u00fcssen das &#8222;Auto neu denken&#8220;! Daf\u00fcr ist ein vollst\u00e4ndig neuer Systemansatz erforderlich. V\u00f6llig neue Fahrzeug- und Batteriekonzepte m\u00fcssen entwickelt und die gesamte &#8222;Tank-Infrastruktur&#8220; neu konzipiert werden. Das erfordert ein abgestimmtes Vorgehen aller Akteure, insbesondere im Hinblick auf die dringend notwendigen vielf\u00e4ltigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Hier leistet die Forschungsf\u00f6rderung des BMBF wichtige Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>In Planung: Produktionsanlage f\u00fcr Lithium-Ionen-Batterie<\/p>\n<p>Deutschland soll zu einem f\u00fchrenden Anbieter f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t werden. Mit der F\u00f6rderung einer Pilotproduktionsanlage f\u00fcr Lithium-Ionen-Batterien setzt das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung eine zentrale Forderung der Nationalen Plattform Elektromobilit\u00e4t um. Bereits heute werden in einem kleineren Ma\u00dfstab in den Verbundprojekten ProLIZ und DryLIZ an Instituten in Dresden und M\u00fcnchen unter Beteiligung der Automobilindustrie anwendbare Technologien und automatisierte Produktionsverfahren zur wirtschaftlichen Massenfertigung von Lithium &#8211; Ionen &#8211; Zellen entwickelt, erprobt und optimiert. Bundesforschungsministerin Schavan vereinbarte mit dem Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterie (KLiB) den Aufbau einer gro\u00dfen, weiteren Produktionsst\u00e4tte. Zum Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterie haben sich Unternehmen und anwendungsnahe Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um die Zell- und Batterieindustrie in Deutschland zu f\u00f6rdern. Der Standort Ulm hat sich &#8211; auch dank der Unterst\u00fctzung durch das BMBF &#8211; zu einem Zentrum der Batterieforschung entwickelt. Neben dem Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) und der Universit\u00e4t Ulm arbeitet dort seit Anfang 2011 auch das Helmholtz Institut f\u00fcr Batterieforschung.<\/p>\n<p>Am 19. April hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Berlin das erste alltagstaugliche Elektrofahrzeug in die Dienstwagenflotte des Ministeriums \u00fcbernommen. Der f\u00fcnfsitzige Mercedes A-Klasse &#8222;E-Cell&#8220; erf\u00fcllt mit einer Reichweite von \u00fcber 200 Kilometern die Voraussetzungen f\u00fcr den Einsatz im Fuhrpark des Ministeriums. Deutschland soll Innovationsf\u00fchrer und globaler Leitanbieter f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t werden; das ist das Ziel der Bundesregierung.<\/p>\n<p>Helmholtz Institut f\u00fcr elektrochemische Energiespeicherung<\/p>\n<p>Aktuellstes Beispiel f\u00fcr einen Baustein der langfristig angelegten Elektromobilit\u00e4ts-Strategie, ist das neu er\u00f6ffnete Helmholtz-Institut Ulm f\u00fcr elektrochemische Energiespeicherung (HIU). Als Au\u00dfenstelle des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie baut das Institut eine Br\u00fccke zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung. Batterieforschung soll hier in Kooperation mit der Universit\u00e4t Ulm sowie den Forschungszentren ZSW (Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung) und DLR (Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt) entscheidend voran getrieben werden. Die Zusammenarbeit dieser vier Partner begann bereits 2009 mit dem BMBF-Kompetenzverbund S\u00fcd Elektrochemie f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t.<br \/>\nNationaler Entwicklungsplan Elektromobilit\u00e4t<\/p>\n<p>Deutschland soll zum Leitmarkt Elektromobilit\u00e4t werden. Es gilt die F\u00fchrungsrolle, die Deutschland in Forschung und Wissenschaft ebenso wie in der Automobil- und Zulieferindustrie derzeit einnimmt, auch in einer &#8222;elektromobilen Zukunft&#8220; zu behaupten. Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilit\u00e4t ist es, die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinf\u00fchrung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranzubringen. Bis sp\u00e4testens zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Stra\u00dfen fahren. Die im Konjunkturpaket II der Bundesregierung aufgegriffenen Ma\u00dfnahmen gaben daf\u00fcr den Startschuss.<br \/>\nNationale Plattform Elektromobilit\u00e4t<\/p>\n<p>Die Nationale Plattform Elektromobilit\u00e4t wurde am 3. Mai 2010 anl\u00e4sslich eines Spitzengespr\u00e4chs zur Elektromobilit\u00e4t bei der Bundeskanzlerin gegr\u00fcndet. Darin sind alle ma\u00dfgeblichen Automobilhersteller, Zulieferer und andere wichtige Unternehmen, Energieversorger, Forschungsorganisationen und entsprechende Verb\u00e4nde und Gewerkschaften vertreten. In sieben Arbeitsgruppen &#8211; Antriebstechnologie, Batterie, Netzinfrastruktur, Normung, Materialien, Nachwuchs\/Qualifizierung und Rahmenbedingungen &#8211; werden jeweils spezifische Fragestellungen diskutiert und konkrete Ma\u00dfnahmen identifiziert.<\/p>\n<p>Ein erster Zwischenbericht der Plattform wurde am 30.11.2010 an die Bundesregierung \u00fcbergeben. Darin wird der Status Quo im Bereich Elektromobilit\u00e4t in Deutschland dargestellt und erste Empfehlungen ausgesprochen, wie Deutschland zum Leitanbieter f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t werden kann.<\/p>\n<p>Am 16. Mai 2011 wurde der zweite NPE-Bericht an die Bundesregierung \u00fcbergeben. Darin wird vor allem auch die Verbindung von Elektromobilit\u00e4t und Erneuerbaren Energien hervorgehoben. Sie ist eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass das Klimaschutzpotential dieser Technologie ausgesch\u00f6pft werden kann.<br \/>\nSchl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t<\/p>\n<p>Zur Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans m\u00fcssen m\u00f6glichst z\u00fcgig Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr energieeffiziente, ressourcenschonende, sichere, bezahlbare und leistungsf\u00e4hige Elektrofahrzeuge entwickelt und diese Fahrzeuge in signifikanten St\u00fcckzahlen auf den Markt gebracht werden. Das BMBF unterst\u00fctzt dies im Rahmen der F\u00f6rderbekanntmachung &#8222;Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t (STROM)&#8220; . Im Mittelpunkt steht dabei die Forschung und Entwicklung neuartiger, innovativer Elektrofahrzeuge unter Ber\u00fccksichtigung aller hierf\u00fcr erforderlichen Subsysteme: Gef\u00f6rdert werden Arbeiten in den Bereichen Gesamtfahrzeugsysteme, Batterieentwicklung und -integration, Energiemanagement sowie die entsprechende Werkstoff- und Materialforschung. Hier werden in den Jahren 2011 bis 2014 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von etwa 90 Mio. Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Produktionstechnologien von hybriden und elektrischen Antrieben mit den Optimierungszielen Energieeffizienz, Zuverl\u00e4ssigkeit, Leichtbau, Produktionskosten, Recyclingf\u00e4higkeit sowie hohe St\u00fcckzahl- und Variantenflexibilit\u00e4t werden im Rahmen der F\u00f6rderbekanntmachung &#8222;Serienflexible Technologien f\u00fcr elektrische Antriebe von Fahrzeugen&#8220; gef\u00f6rdert. In den sieben ausgew\u00e4hlten Projektverb\u00fcnden stehen neue Motorenkonzepte sowie weitere Komponenten des Antriebsstrangs sowie die zugeh\u00f6rigen Produktionsausr\u00fcstungen und Fertigungstechnologien im Fokus der Entwicklungen. Gef\u00f6rdert werden Arbeiten zum Schneiden\/Paketieren von Elektroblechen sowie zum Wickeln von Elektromotoren. Dar\u00fcber hinaus werden L\u00f6sungen zur Montage, zum Messen und Pr\u00fcfen sowie zur Prozesskette der Motorenherstellung bzw. des Antriebsstrangs erwartet. Die Vorhaben werden in den Jahren 2012 bis 2015 mit einem Gesamtvolumen von etwa 21 Mio. Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderbekanntmachung &#8222;Energieeffiziente und sichere Elektromobilit\u00e4t&#8220; adressiert adressiert zwei zentrale Bereiche auf dem Weg zu konkurrenzf\u00e4higen Elektrofahrzeugen: 1. das intelligente Management der begrenzten elektrischen Energie in Plug-In-Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen sowie 2. Aspekte der funktionalen Sicherheit sowohl auf Bauelemente- als auch auf Systemebene.<br \/>\nForschen mit System<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg der Elektromobilit\u00e4t ist ein systematisches und ganzheitliches Vorgehen in Forschung und Entwicklung. Das BMBF f\u00f6rdert daher im Rahmen des Konjunkturpakets II das Vorhaben Fraunhofer Systemforschung Elektromobilit\u00e4t. Die Fraunhofer-Gesellschaft wird dadurch bef\u00e4higt, ein Forschungsnetzwerk mit umfassender Systemkompetenz aufzubauen und alle grundlegenden Aspekte der Elektromobilit\u00e4t parallel zu erforschen. Das so entstehende Know-how wird schnellstm\u00f6glich der deutschen Automobilindustrie zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\nElektromobilit\u00e4t hat jetzt eine Adresse<\/p>\n<p>Mit dem vom BMBF gef\u00f6rderten Forum Elektromobilit\u00e4t in Berlin ist im Jahr 2009 eine Informations- und Kommunikations-Drehscheibe entstanden, die Akteure aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringt. Das Forum wird k\u00fcnftig die wichtige Aufgabe \u00fcbernehmen, die Bev\u00f6lkerung in Ausstellungen und Veranstaltungen \u00fcber das Thema Elektromobilit\u00e4t zu informieren.<br \/>\nKompetenzaufbau an den Hochschulen<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung des Leitmarktes Elektromobilit\u00e4t in Deutschland spielen Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Elektrochemie eine entscheidende Rolle, zum Beispiel f\u00fcr die Entwicklung leistungsf\u00e4higer Batteriesysteme. Unter Federf\u00fchrung des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT) und des Forschungszentrums J\u00fclich (FZJ) werden zwei Forschungsverb\u00fcnde im Bereich der Elektrochemie mit Partnern an f\u00fchrenden Universit\u00e4ten und Forschungsinstituten aufgebaut. Mit Hilfe dieser Ma\u00dfnahmen soll die Qualit\u00e4t in Forschung und Lehre optimiert, die verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten ausgeweitet und wissenschaftlicher Nachwuchs gewonnen werden.<\/p>\n<p>NPE und Bundesregierung sind sich darin einig, dass der Schl\u00fcssel zum Erfolg der Elektromobilit\u00e4t auch eine fundierte Ausbildung sowie eine systematische berufliche Qualifizierung sind. Denn auf die Menschen kommt es an. Gut ausgebildete Experten sind gefragt, damit Deutschland tats\u00e4chlich zu einem Leitanbieter f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t werden kann. Viele der Besch\u00e4ftigten, die k\u00fcnftig Elektroautos entwickeln und bauen sollen, sind heute schon berufst\u00e4tig und m\u00fcssen f\u00fcr die anstehenden Aufgaben qualifiziert werden. Der berufliche und der akademische Bereich m\u00fcssen daf\u00fcr besser vernetzt werden. Als erste konkrete Ma\u00dfnahme hat deshalb das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative ergriffen durch die Unterst\u00fctzung einer Nationalen Bildungskonferenz in Ulm.<br \/>\nNachwuchsf\u00f6rderung f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t<\/p>\n<p>Um den technischen Nachwuchs an den Universit\u00e4ten und Fachhochschulen f\u00fcr eine Karriere im Bereich Elektromobilit\u00e4t zu motivieren, hat das BMBF gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft das DRIVE-E-Programm gestartet. Dies ist das erste Programm zur Nachwuchsf\u00f6rderung im Zukunftsfeld der Elektromobilit\u00e4t. Das Programm ist zun\u00e4chst auf drei Jahre angelegt und richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und verwandter Themengebiete. Einmal j\u00e4hrlich wird der DRIVE-E-Studienpreis f\u00fcr innovative studentische Arbeiten ausgeschrieben und die DRIVE-E-Akademie, eine Ferienschule f\u00fcr Studierende, durchgef\u00fchrt. Hier werden die neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnisse von Experten vorgestellt.<br \/>\nErste Nationale Bildungskonferenz Elektromobilit\u00e4t in Ulm<\/p>\n<p>&#8222;Hervorragend ausgebildete und hochmotivierte Fachkr\u00e4fte sind der Schl\u00fcssel daf\u00fcr, dass Deutschland zu einem Leitanbieter f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t werden kann.&#8220;<br \/>\nDiese Kernaussage des Regierungsprogramms Elektromobilit\u00e4t vom 16. Mai 2011 ist Ausgangspunkt f\u00fcr einen vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gestarteten systematischen Prozess, an dessen Anfang die folgenden Fragen stehen: Bedarf es spezieller neuer Berufsbilder f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t? Sind unsere Hochschulen f\u00fcr das Thema ger\u00fcstet? Wie k\u00f6nnen wir speziell die Elektrochemie in Deutschland st\u00e4rken? Welche Beitr\u00e4ge leistet die Industrie? Kann auch die Forschungsf\u00f6rderung helfen?<\/p>\n<p>Diese und weitere Fragen wurden am 28. und 29. Juni 2011 auf der vom BMBF auf Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilit\u00e4t (NPE) initiierten ersten &#8222;Nationalen Bildungskonferenz Elektromobilit\u00e4t&#8220; an der Universit\u00e4t Ulm diskutiert. Zum ersten Mal \u00fcberhaupt trafen sich die Akteure aller relevanten Arbeitsgebiete der akademischen wie beruflichen Aus- und Weiterbildung f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t. Die Konferenz best\u00e4tigte die Aussage der NPE, dass eigene Berufsbilder nicht n\u00f6tig erscheinen. Das Ziel m\u00fcsse allerdings eine Standardisierung der Ausbildungsinhalte sein. Hierbei gelte es, die bestehenden Aktivit\u00e4ten zu b\u00fcndeln und besser zu verzahnen, um zeit- wie kostenintensive Parallelentwicklungen zu vermeiden. An den Hochschulen m\u00fcssen zwar keine neuen Studieng\u00e4nge eingerichtet werden, daf\u00fcr sei aber eine verst\u00e4rkte interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit etwa zwischen dem Maschinen- und Fahrzeugbau und der Elektrotechnik notwendig. Einen ausf\u00fchrlicheren R\u00fcckblick auf die Konferenz finden Sie hier.<br \/>\nFaszination Elektroauto<\/p>\n<p>Das BMBF f\u00f6rdert zukunftsweisende Projekte der deutschen Automobilindustrie, zum Beispiel das Verbundprojekt ePerformance. Unter Federf\u00fchrung des Automobilherstellers Audi werden Partner aus der Zulieferindustrie, aus Hochschulen und Forschungsinstituten ein Elektrofahrzeug &#8222;aus einem Guss&#8220; entwickeln, das neuartige L\u00f6sungen f\u00fcr die grundlegenden Herausforderungen der Elektromobilit\u00e4t aufzeigt, vor allem bei Leistungsf\u00e4higkeit, Reichweite, Kosten, Sicherheit und K\u00e4uferakzeptanz.<br \/>\nSchrittmacher des Fortschritts: die Batterie<\/p>\n<p>Ein Leitmarkt Elektromobilit\u00e4t kann in Deutschland nur entstehen, wenn leistungsf\u00e4hige Batteriesysteme im eigenen Land produziert werden k\u00f6nnen. Das BMBF wird daher die Wirtschaft bei der Entwicklung industrieller Produktionstechnologien von Lithium-Ionen-Batteriesystemen unterst\u00fctzen. In der vom BMBF gef\u00f6rderten Innovationsallianz &#8222;Lithium-Ionen-Batterie LIB 2015&#8220; sollen Speicherkapazit\u00e4t, Ladegeschwindigkeit, Zuverl\u00e4ssigkeit und Sicherheit von Batteriesystemen entscheidend verbessert werden.<\/p>\n<p>Quelle: bmbf.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2271\" rel=\"attachment wp-att-2271\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2271\" title=\"elektroauto1\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/elektroauto1-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/elektroauto1-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/elektroauto1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Durch Ressourcenknappheit und Umweltbelastung gewinnt die Forschung und Entwicklung neuer, nachhaltiger Mobilit\u00e4tssysteme zunehmend an Bedeutung. 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