{"id":2247,"date":"2012-06-05T15:05:58","date_gmt":"2012-06-05T13:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2247"},"modified":"2012-06-05T15:05:58","modified_gmt":"2012-06-05T13:05:58","slug":"bundesumweltministerium-und-chemieverband-erzielen-erste-erfolge-bei-projekt-zum-human-biomonitoring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2247","title":{"rendered":"Bundesumweltministerium und Chemieverband erzielen erste Erfolge bei Projekt zum Human-Biomonitoring"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) k\u00f6nnen erste Erfolge in einem gemeinsamen Projekt vermelden, das die Kenntnisse \u00fcber Stoffe verbessern soll, die vom menschlichen Organismus aufgenommen werden. F\u00fcr die Stoffe DINCH, DPHP und MDI ist es im Rahmen des Projekts erstmals gelungen, Analysemethoden zu entwickeln, die jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft\/DFG validiert werden. Diese Stoffe werden als Weichmacher und als Bestandteil von Einkomponentenschaum zur Fixierung und D\u00e4mmung von Fenster- und T\u00fcrrahmen eingesetzt. Die neuen Methoden werden nun in geeigneten Untersuchungen in der Allgemeinbev\u00f6lkerung eingesetzt. An der Entwicklung von Nachweisverfahren f\u00fcr weitere Stoffe arbeiten die Kooperationspartner parallel weiter. Sie haben nun weitere f\u00fcnf Substanzen bestimmt, f\u00fcr die erstmals eine Messmethode entwickelt werden soll. Bei der Auswahl der Stoffe werden BMU und VCI durch einen hochrangig besetzten Expertenkreis beraten, der von der Forschung, der Industrie und einschl\u00e4gigen Fachbeh\u00f6rden besetzt wird. Konkret handelt es sich bei den neuen Stoffen um die cyclischen Siloxane D4, D5 und D6, Geraniol und das Gemisch Chlormethylisothiazolinon\/ Methylisothiazolinon (3:1). Sie finden als Kosmetikinhaltsstoffe, als Duftstoff und als Konservierungsmittel in Industrieprodukten und Kosmetika Verwendung. Das Bundesumweltministerium und der Chemieverband VCI haben bei ihrer Kooperation zum Human-Biomonitoring Stoffe im Blick, denen die Bev\u00f6lkerung m\u00f6glicherweise vermehrt ausgesetzt ist oder die eine besondere Gesundheitsrelevanz haben k\u00f6nnen, die aber bislang im menschlichen K\u00f6rper nicht messbar sind. Bis 2020 sollen f\u00fcr bis zu f\u00fcnfzig gemeinsam ausgew\u00e4hlte Stoffe oder Stoffgruppen Analysemethoden entwickelt werden, die dann in Untersuchungen zur Anwendung kommen. Die 2010 gestartete Kooperation wird zun\u00e4chst in einer Pilotphase erprobt, die im Fr\u00fchjahr 2013 endet. F\u00fcr die Methodenentwicklung der Nachweisverfahren hat der VCI die Verantwortung \u00fcbernommen. F\u00fcr die Anwendung der Methoden in geeigneten Untersuchungen liegt die Verantwortung beim BMU, das hier eng mit dem Umweltbundesamt zusammenarbeitet. Die Entwicklung von Analysemethoden ist ein aufw\u00e4ndiger und kostenintensiver Prozess. Gelingt es aber in den kommenden Jahren, f\u00fcr bis zu 50 Stoffe neue Analysemethoden zu entwickeln, sind damit erhebliche Erkenntnisgewinne verbunden, wie die reale Belastung der Bev\u00f6lkerung mit wichtigen Industriechemikalien aussieht. Bisher muss allzu oft auf modellhafte Annahmen zur\u00fcckgegriffen werden, mit denen gesundheitliche Risiken leicht \u00fcber- oder untersch\u00e4tzt werden. Human-Biomonitoring ist f\u00fcr den gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein zentrales Informations- und Kontrollinstrument. Die Daten k\u00f6nnen als Fr\u00fchwarnsystem f\u00fcr bisher nicht erkannte Belastungen dienen. Ob der Nachweis eines Stoffes mit einer gesundheitlichen Belastung einhergeht, bedarf einer Risikobewertung, die zum Beispiel medizinische und toxikologische Erkenntnisse heranzieht. Human-Biomonitoring liefert au\u00dferdem wissenschaftlich fundierte Daten dar\u00fcber, ob Verbote oder Beschr\u00e4nkungen bedenklicher Stoffe tats\u00e4chlich zu einem R\u00fcckgang der Belastung in der Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt haben. In der chemischen Industrie stellt das Human-Biomonitoring ein wichtiges Werkzeug der arbeitsmedizinischen Vorsorge dar. Die in diesem Bereich seit vielen Jahren gewonnenen Erfahrungen bringt der VCI in die Zusammenarbeit mit dem BMU ein. Mit ihrem Engagement unterstreicht die chemische Industrie die hohe Bedeutung der Produktsicherheit f\u00fcr ihr \u201eResponsible-Care\u201c-Programm.<\/p>\n<p>Quelle: bmu.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2275\" rel=\"attachment wp-att-2275\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2275\" title=\"chemie\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/chemie-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/chemie-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/chemie.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin:\u00a0 Das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) k\u00f6nnen erste Erfolge in einem gemeinsamen Projekt vermelden, das die Kenntnisse \u00fcber Stoffe verbessern soll, die vom menschlichen Organismus aufgenommen werden. 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