{"id":2158,"date":"2012-05-31T18:08:00","date_gmt":"2012-05-31T16:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2158"},"modified":"2012-05-31T18:08:00","modified_gmt":"2012-05-31T16:08:00","slug":"bundeslandwirtschaftsministerium-startet-forschungsprojekt-zur-rettung-von-rehkitzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=2158","title":{"rendered":"Bundeslandwirtschaftsministerium startet  Forschungsprojekt zur Rettung von Rehkitzen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8220; Mit modernster Technik den Schutz von Wildtieren verbessern &#8220;<\/p>\n<p>Zur Rettung von Rehkitzen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstag im Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen ein neues Forschungsprojekt gestartet. Sch\u00e4tzungen zufolge werden jedes Jahr bei der Gr\u00fcnlandmahd in Deutschland rund 100.000 Rehkitze durch Landmaschinen verst\u00fcmmelt oder get\u00f6tet. Grund daf\u00fcr ist der so genannte Dr\u00fcckinstinkt in den ersten Lebenstagen: Anstatt zu fliehen verharren die Kitze reglos auf dem Boden, wenn Gefahr droht. Unf\u00e4lle mit Rehkitzen und anderen Wildtieren sind nur vermeidbar, wenn die Tiere fr\u00fchzeitig in den Feldern entdeckt werden. &#8220; Wir m\u00fcssen alles daran setzen, Unf\u00e4lle mit Wildtieren so gut wie m\u00f6glich zu vermeiden. Mit Hilfe modernster Technologien kann es gelingen, den Schutz von Wildtieren entscheidend zu verbessern. Gute Ideen aus der Wissenschaft m\u00fcssen m\u00f6glichst rasch erprobt und in die Praxis umgesetzt werden &#8220; , sagte Aigner bei der \u00dcbergabe der Bewilligungsbescheide an die Projekttr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Zeitgleich zur ersten M\u00e4hperiode des Gr\u00fcnlandes im Mai und Juni bringen viele Rehe ihre Jungen zur Welt. Nach dem Fuchs sind M\u00e4hmaschinen der gr\u00f6\u00dfte Feind der Rehkitze. Seit Jahrzehnten sind J\u00e4ger und Landwirte, Industrie und Forschung auf der Suche nach zuverl\u00e4ssigen Methoden zur Rettung bedrohter Rehkitze. &#8220; Wir brauchen innovative Schutztechniken. Wo die nat\u00fcrlichen Sinne nicht weiterhelfen, m\u00fcssen wir auf Technik setzen &#8220; , sagte Aigner.<\/p>\n<p>Um die Forschung zu intensivieren f\u00f6rdert das BMELV das Projekt &#8222;System und Verfahren zur Rehkitzrettung w\u00e4hrend der Gr\u00fcnlandmahd&#8220;. Ziel des Projekts ist die Erforschung und Erprobung nutzertauglicher Systeme zur Kitzrettung. Das BMELV unterst\u00fctzt das Verbundprojekt mit rund 2,45 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen betr\u00e4gt rund 3,3 Millionen Euro, die Laufzeit ist auf dreieinhalb Jahre angelegt. Die Grundlage f\u00fcr das Forschungsvorhaben liefert ein vom Bundesforschungsministerium gef\u00f6rdertes Projekt, bei dem verschiedene technische L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zur Wildrettung untersucht wurden. &#8220; Das Vorhaben ist beispielhaft f\u00fcr eine ressort\u00fcbergreifende Zusammenarbeit. Es zeigt: Tierschutz und Technik schlie\u00dfen sich nicht aus, sie gehen Hand in Hand&#8220;, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau eines Wildrettungssystems, das dem Grundprinzip &#8220; Finden &#8211; Markieren &#8211; Wiederfinden &#8211; Retten und Sichern &#8220; folgt. Das &#8220; Finden &#8220; erfolgt im Vorfeld der Mahd \u00fcber ein kombiniertes Sensorsystem, das auf einer tragbaren beziehungsweise fliegenden Plattform montiert wird. F\u00fcr das &#8220; Markieren &#8220; und &#8220; Wiederfinden &#8220; der Kitze ist eine elektronische L\u00f6sung auf Basis so genannter RFID-Systeme (Radio Frequency Identification) vorgesehen. So k\u00f6nnen die Tiere zuverl\u00e4ssig wiedergefunden, aus der Wiese getragen, f\u00fcr die Zeit des M\u00e4hvorgangs gesichert und dann wieder freigelassen werden. Die Projektpartner bringen das n\u00f6tige Know-how mit. Zu ihnen geh\u00f6ren: CLAAS Gruppe &#8211; CLAAS Saulgau GmbH, ISA Industrieelektronik GmbH, Institut f\u00fcr Methodik der Fernerkundung des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet H\u00f6chstfrequenztechnik der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen, Landesjagdverband Bayern und die ZENTEC GmbH.<\/p>\n<p>Weitere technische Informationen zum Projekt unter www.dlr.de\/oberpfaffenhofen.<\/p>\n<p>Quelle:bmelv.bund.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2160\" rel=\"attachment wp-att-2160\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2160\" title=\"landmaschinen\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/landmaschinen-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin:\u00a0 &#8220; Mit modernster Technik den Schutz von Wildtieren verbessern &#8220; Zur Rettung von Rehkitzen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstag im Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen ein neues Forschungsprojekt gestartet. 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