{"id":1940,"date":"2012-05-28T10:06:40","date_gmt":"2012-05-28T08:06:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1940"},"modified":"2012-05-28T10:06:40","modified_gmt":"2012-05-28T08:06:40","slug":"flachenverbrauch-wirksam-begrenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1940","title":{"rendered":"Fl\u00e4chenverbrauch wirksam begrenzen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><br \/>\nBMELV gr\u00fcndet Plattform zum Schutz der nat\u00fcrlichen Ressource Boden<\/p>\n<p>In der &#8222;Charta f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucher&#8220;, die das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Ergebnis eines breiten gesellschaftlichen Dialogs erarbeitet und am Rande der Gr\u00fcnen Woche 2012 vorgestellt hat, z\u00e4hlt die Begrenzung des Fl\u00e4chenverbrauchs zu den zentralen Elementen. Als n\u00e4chsten Schritt im Charta-Prozess arbeitet das Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit Handlungsoptionen und Ma\u00dfnahmen aus, um die au\u00dferlandwirtschaftliche Inanspruchnahme von Agrarfl\u00e4chen auf ein Mindestma\u00df zu begrenzen. &#8222;Wir erstellen ein umfangreiches Gesamtkonzept, um dem Fl\u00e4chenverbrauch mit gezielten Regelungen, aber auch mit intelligentem Management zu begegnen. Die Bundesregierung hat dabei schon viel erreicht und einige Neuerungen auf den Weg gebracht&#8220;, sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, am Freitag in Berlin.<\/p>\n<p>In Deutschland werden rund 50 Prozent der Gesamtfl\u00e4che landwirtschaftlich genutzt. Boden ist der wichtigste Produktionsfaktor f\u00fcr die Landwirtschaft. Allerdings nimmt die Landwirtschaftsfl\u00e4che stetig ab. Zwischen 2000 und 2010 gingen den Landwirten in Deutschland rund 409.000 Hektar f\u00fcr die Nutzung verloren. Dieser R\u00fcckgang geht in gro\u00dfen Teilen auf die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che zur\u00fcck, die sich in den vergangenen Jahren zwar abgeschw\u00e4cht hat, derzeit aber immer noch bei gut 77 Hektar pro Tag liegt. Dabei sind noch nicht die Fl\u00e4chen mit eingerechnet, die als Ausgleichsfl\u00e4chen der landwirtschaftlichen Nutzung weitgehend entzogen sind.<\/p>\n<p>Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich deshalb mit dem Bundesbauministerium auf einen Vorschlag zur Reform des Baurechts verst\u00e4ndigt und dr\u00e4ngt auf eine Verringerung des Fl\u00e4chenverbrauchs f\u00fcr Bau- und Verkehrsvorhaben auf Kosten von Agrarfl\u00e4chen. &#8222;Innenentwicklung vor Au\u00dfenentwicklung &#8211; dieser Grundsatz ist fest im Baugesetzbuch verankert. Au\u00dferdem m\u00fcssen Fl\u00e4chen, die f\u00fcr die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignet sind, bei der Aufstellung von Bauleitpl\u00e4nen geschont werden&#8220;, sagte Bleser.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr mehr Fl\u00e4chenschutz besteht auch bei den Ausgleichsma\u00dfnahmen. Im Bundesnaturschutzgesetz ist schon jetzt geregelt, dass auf agrarstrukturelle Belange und besonders geeignete B\u00f6den R\u00fccksicht genommen werden soll. &#8222;Der Bund arbeitet derzeit an einer Kompensationsverordnung, damit die bereits bestehenden Instrumente f\u00fcr einen fl\u00e4chenschonenden Ausgleich in ganz Deutschland einheitlich genutzt werden k\u00f6nnen. Die Kommunen k\u00f6nnen zum Beispiel mit der Entsiegelung von nicht genutzten Gewerbefl\u00e4chen dazu beitragen, dass weniger Agrarfl\u00e4chen f\u00fcr den Ausgleich in Anspruch genommen werden. Diese M\u00f6glichkeiten der Kompensationen werden bislang jedoch viel zu selten genutzt&#8220;, sagte Bleser.<\/p>\n<p>Damit die neuen Regelungen und innovative Ideen f\u00fcr ein vorausschauendes intelligentes Fl\u00e4chenmanagement so effektiv wie m\u00f6glich in die Praxis umgesetzt werden, ruft das Bundeslandwirtschaftsministerium eine hochrangige &#8222;Plattform zum Schutz der nat\u00fcrlichen Ressource Boden&#8220; mit Vertretern von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen sowie Verb\u00e4nden, Wissenschaft und Investoren ins Leben. &#8222;Wir setzen den Dialogprozess fort, der sich bei der Charta f\u00fcr Landwirtschaft bew\u00e4hrt hat. Die Probleme des Fl\u00e4chenverbrauchs lassen sich mit Bundesgesetzen allein nicht l\u00f6sen. Nur wenn wir alle Beteiligten an einen Tisch holen, k\u00f6nnen wir die au\u00dferlandwirtschaftliche Nutzung von Agrarfl\u00e4chen auf das notwendige Ma\u00df begrenzen&#8220;, sagte Bleser. Die Teilnehmer der neugegr\u00fcndeten Plattform kommen erstmals am 15. Juni zusammen &#8211; bereits im Herbst sollen erste Ergebnisse vorliegen.<\/p>\n<p>Quelle: bmelv.bund.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1960\" rel=\"attachment wp-att-1960\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1960\" title=\"zugebaut\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/zugebaut-300x237.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"237\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: BMELV gr\u00fcndet Plattform zum Schutz der nat\u00fcrlichen Ressource Boden In der &#8222;Charta f\u00fcr Landwirtschaft und Verbraucher&#8220;, die das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Ergebnis eines breiten gesellschaftlichen Dialogs erarbeitet und am Rande der Gr\u00fcnen Woche 2012 vorgestellt hat, z\u00e4hlt die Begrenzung des Fl\u00e4chenverbrauchs zu den zentralen Elementen. 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