{"id":18727,"date":"2026-08-17T07:52:32","date_gmt":"2026-08-17T05:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18727"},"modified":"2026-08-17T07:52:32","modified_gmt":"2026-08-17T05:52:32","slug":"gemeinsam-die-zukunft-der-schweinehaltung-in-deutschland-sichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18727","title":{"rendered":"Gemeinsam die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland sichern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Gemeinsam die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland sichern<br \/>\nBundesminister Rainer tauschte sich mit Vertretern der Branche aus<\/p>\n<p>Der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH), Alois Rainer, hat sich in dieser Woche mit Verb\u00e4nden der Fleischwirtschaft und des Lebensmittelhandels zu einem Runden Tisch zur Lage der Schweinehaltung in Deutschland getroffen. Hintergrund ist die angespannte wirtschaftliche Situation vieler schweinehaltender Betriebe, bedingt durch niedrige Erl\u00f6se und steigende Kosten. Digitale Folgegespr\u00e4che mit Vertretern der Schweinefleischverarbeitung sowie des Einzelhandels fanden am Donnerstag und heutigen Freitag statt. Der Austausch verlief offen, konstruktiv und l\u00f6sungsorientiert. Am Ende stand ein gemeinsamer Appell f\u00fcr Schweinefleisch aus Deutschland. Viel Zuspruch gab es von Seiten der Verb\u00e4nde f\u00fcr die Agrarexportstrategie. Die Verb\u00e4nde sprachen sich unter anderem daf\u00fcr aus, 5 mal D \u2013 also geboren, aufgezogen, gem\u00e4stet, geschlachtet und verarbeitet in Deutschland \u2013 weiter zu st\u00e4rken. Zudem forderten sie die Einf\u00fchrung einer steuerlichen Risikoausgleichsr\u00fccklage.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=17912\" rel=\"attachment wp-att-17912\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17912\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000304-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000304-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000304.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesminister Rainer: \u201eDer wirtschaftliche Druck auf Schweinehalter in Deutschland ist massiv. Daher ist es mir wichtig, die aktuellen Herausforderungen gemeinsam und auf Augenh\u00f6he mit Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern anzugehen. Viele Ma\u00dfnahmen zur Entlastung der Betriebe haben wir bereits vorangetrieben. Zur Risikoausgleichsr\u00fccklage sind wir bereits in intensiven Gespr\u00e4chen mit dem Bundesfinanzministerium. Aber f\u00fcr mich ist ganz klar: Wenn Schweinehaltung auch k\u00fcnftig in Deutschland stattfinden soll, m\u00fcssen unsere Schweinehalter wieder ausk\u00f6mmlich wirtschaften k\u00f6nnen.<br \/>\nMein Dank gilt allen Beteiligten f\u00fcr den offenen und l\u00f6sungsorientierten Austausch. Wir haben uns darauf verst\u00e4ndigt, die heimische Schweinehaltung und Wertsch\u00f6pfung in Deutschland gemeinsam zu st\u00e4rken, 5 mal D weiter voranzubringen und zus\u00e4tzlichen Preisdruck zulasten unserer Schweinhalter zu vermeiden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen gemeinsam daran arbeiten, unsere schweinehaltenden Betriebe f\u00fcr die Zukunft wirtschaftlich tragf\u00e4hig aufzustellen. F\u00fcr die Politik sehe ich hier den klaren Auftrag, b\u00fcrokratische H\u00fcrden weiter konsequent abzubauen. Mein Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher: Wer Schweinefleisch kauft, sollte bewusst auf deutsche Herkunft achten \u2013 am besten aus den Regionen. Damit st\u00e4rken wir unsere heimischen Betriebe und die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette in Deutschland. Die Lage ist ernst. Deshalb werde ich im Rahmen der Haushaltsberatungen mit den zust\u00e4ndigen Berichterstattern des Deutschen Bundestages dar\u00fcber sprechen, welche zus\u00e4tzlichen Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Schweinesektor im Bundeshaushalt erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) setzt sich bereits intensiv f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4hige und zukunftsf\u00e4hige Tierhaltung in Deutschland mit wirtschaftlich tragf\u00e4higen Betrieben ein. Wichtige Ma\u00dfnahmen waren und sind:<br \/>\n\u2022 der von Bundesminister Alois Rainer zur Chefsache gemachte B\u00fcrokratieabbau,<br \/>\n\u2022 die vollst\u00e4ndige und unbefristete Wiedereinf\u00fchrung der Agrardieselr\u00fcckverg\u00fctung \u2013 das st\u00e4rkt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Betriebe,<br \/>\n\u2022 die Umsetzung der neuen Agrarexportstrategie, um der Branche neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und mit Restriktionen versehende M\u00e4rke wieder zu \u00f6ffnen. Hier gibt es mit dem Regionalisierungsabkommen mit den Philippinen und der Vorbereitung eines solchen Abkommens mit S\u00fcdafrika und China bereits erste Erfolge,<br \/>\n\u2022 die nationalen steuerlichen Sonderregelungen, wie die bis 2028 verl\u00e4ngerte Tarifgl\u00e4ttung. Davon profitieren auch Tierhalter, indem sie Einkommensschwankungen steuerlich abfedern k\u00f6nnen,<br \/>\n\u2022 ein Sonderprogramm f\u00fcr Liquidit\u00e4tshilfen gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank, um Betriebe rasch und unb\u00fcrokratisch bei der \u00dcberbr\u00fcckung kurzfristiger Liquidit\u00e4tsengp\u00e4sse zu unterst\u00fctzen,<br \/>\n\u2022 die Notifizierung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Als Unterst\u00fctzung in der aktuell herausfordernden Lage wegen des Preisanstiegs bei D\u00fcngemitteln und Energie wurde auf europ\u00e4ischer Ebene au\u00dferdem ein EU-Hilfsprogramm beschlossen.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie Gespr\u00e4che fanden digital statt. Teilgenommen am Runden Tisch haben Vertreterinnen und Vertreter von elf Verb\u00e4nden der Schweinehalter, der Verarbeitung, Vermarktung und des Handels. Am Donnerstag waren Vertreter wichtiger Verarbeitungsbetriebe eingeladen, am Freitag Vertreter der gro\u00dfen Lebensmitteleinzelh\u00e4ndler. Sauenhaltung und Schweinemast stehen wirtschaftlich aktuell sehr unter Druck. Gr\u00fcnde sind ein stark erh\u00f6htes Angebot von Schweinefleisch auf dem EU-Markt, vor allem durch eigentlich f\u00fcr den Export in Drittl\u00e4nder vorgesehenes Fleisch aus spanischer Produktion. Zugleich entstehen den deutschen Landwirten aufgrund der j\u00fcngsten geopolitischen Konflikte im Nahen Osten h\u00f6here Kosten f\u00fcr Energie und D\u00fcngemittel; die Preise f\u00fcr Futtermittel und Energie wiederum steigen auch durch das aktuelle Niedrigwasser und dadurch erh\u00f6hte Transportkosten der Lieferanten.<\/p>\n<p>Quelle:bmleh.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Gemeinsam die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland sichern Bundesminister Rainer tauschte sich mit Vertretern der Branche aus Der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH), Alois Rainer, hat sich in dieser Woche mit Verb\u00e4nden der Fleischwirtschaft und des Lebensmittelhandels zu einem Runden Tisch zur Lage der Schweinehaltung in Deutschland getroffen. 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