{"id":18716,"date":"2026-08-15T08:32:06","date_gmt":"2026-08-15T06:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18716"},"modified":"2026-08-15T08:32:06","modified_gmt":"2026-08-15T06:32:06","slug":"bundesregierung-staerkt-und-modernisiert-die-kinder-und-jugendhilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18716","title":{"rendered":"Bundesregierung st\u00e4rkt und modernisiert die Kinder- und Jugendhilfe"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Bundesregierung st\u00e4rkt und modernisiert die Kinder- und Jugendhilfe<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1235\" rel=\"attachment wp-att-1235\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1235\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/stop.png\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"258\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe<\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Damit beginnt die Bundesregierung die Umsetzung einer umfassenden, zweistufigen Strukturreform. Ziel ist es, die Kinder- und Jugendhilfe zukunftsfest aufzustellen. Hilfen sollen schneller und passgenauer bei den Familien ankommen, kommunale Strukturen gest\u00e4rkt, und unn\u00f6tige B\u00fcrokratie abgebaut werden. Gleichzeitig soll der Kostenaufwuchs in den Kommunen langfristig ged\u00e4mpft werden.<br \/>\nDamit reagiert die Bundesregierung auf aktuelle Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe und ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen. Der Unterst\u00fctzungsbedarf von Kindern, Jugendlichen und Eltern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Zugleich stehen Kommunen unter erheblichem finanziellen Druck, vielerorts fehlen Fachkr\u00e4fte und komplexe Zust\u00e4ndigkeiten zwischen unterschiedlichen Leistungssystemen erschweren den Zugang zu Hilfen.<br \/>\nBundesfamilienministerin Karin Prien: &#8222;Kinder, Jugendliche und ihre Familien m\u00fcssen sich auch in Zukunft darauf verlassen k\u00f6nnen, die Hilfe zu erhalten, die sie ben\u00f6tigen. Wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass die Kinder- und Jugendhilfe auch k\u00fcnftig ein Garant f\u00fcr ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land bleibt. Daf\u00fcr brauchen wir ein Unterst\u00fctzungs- und Schutzsystem, das leistungsf\u00e4hig, verl\u00e4sslich und zugleich finanzierbar ist.<br \/>\nMit dem heute vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf gehen wir den ersten Schritt unserer umfassenden Strukturreform. Wir wollen Hilfen einfacher zug\u00e4nglich machen, Kommunen st\u00e4rken, Fachkr\u00e4fte entlasten und unn\u00f6tige B\u00fcrokratie abbauen. Entscheidend ist dabei: Der individuelle Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Hilfen bleibt dabei uneingeschr\u00e4nkt bestehen. Wo ein Bedarf nicht durch ein niedrigschwelliges Angebot gedeckt werden kann, muss und wird die individuell erforderliche Hilfe weiterhin gew\u00e4hrt werden.&#8220;<br \/>\nDer Gesetzentwurf ist die erste Stufe der Strukturreform. In einem zweiten Schritt sollen weitere Ma\u00dfnahmen insbesondere zur Verbesserung von Wirkung und Effizienz sowie zur Planung, Finanzierung und Steuerung der Kinder- und Jugendhilfe folgen. Die Reform leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur im Koalitionsvertrag vereinbarten Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.<br \/>\nDas \u00e4ndert sich mit der ersten Stufe der Reform:<br \/>\nNiedrigschwellige Bildungsassistenz in Kitas und Schulen:<br \/>\nKinder und Jugendliche, die Unterst\u00fctzung in KiTa und Schule nach dem SGB VIII brauchen, erhalten niederschwellig und ohne b\u00fcrokratischen Aufwand eine Begleitung nach dem SGB VIII: Ein vorrangiges, infrastrukturelles Angebot der Bildungsassistenz.<br \/>\nJugend\u00e4mter, KiTA und Schulen planen diese Angebote gemeinsam. So kann Unterst\u00fctzung dort angeboten werden, wo Kinder und Jugendliche sie tats\u00e4chlich brauchen Kindern und Jugendlichen mit individuellem Betreuungsbedarf wird selbstverst\u00e4ndlich auch k\u00fcnftig eine Einzelassistenz zur Seite gestellt. Gleiches gilt, wenn eine solche Leistung infrastrukturell vorgehalten nicht wird.<br \/>\nVerwaltungsverfahren vereinfachen und B\u00fcrokratie abbauen<br \/>\nHeute m\u00fcssen Familien mitunter zwischen unterschiedlichen Leistungssystemen und Beh\u00f6rden navigieren. Gerade f\u00fcr junge Menschen mit Behinderungen und ihre Familien k\u00f6nnen komplizierte Zust\u00e4ndigkeiten den Zugang zu notwendiger Unterst\u00fctzung erschweren. Der Gesetzentwurf schafft deshalb mehr M\u00f6glichkeiten, Leistungen und Zust\u00e4ndigkeiten einfacher zu organisieren.<br \/>\nEine Experimentierklausel erm\u00f6glicht es Kommunen, die Kinder- und Jugendhilfe k\u00fcnftig als zentralen Ansprechpartner f\u00fcr junge Menschen mit Behinderungen und ihre Familien zu erproben und Schnittstellen zur Eingliederungshilfe abzubauen.<br \/>\nAuch der Verfahrenslotse, der Familien bei der Inanspruchnahme von Leistungen der Eingliederungshilfe unterst\u00fctzt, wird zeitlich entfristet.<br \/>\nDer Entwurf entlastet Jugend\u00e4mter durch vereinfachte Verfahren zur Aufnahme und Verteilung unbegleiteter ausl\u00e4ndischer Minderj\u00e4hriger, bei denen etwa die Altersfeststellung, Fristenregelungen und Kostenerstattungen praktikabler gestaltet werden sollen.<br \/>\nStarke kommunale Infrastrukturen<br \/>\nInfrastrukturangebote f\u00fcr junge Menschen, Eltern und Familien in den Kommunen, wie Familienzentren, Elternkurse, Beratungsstellen und Familienfreizeiten werden deutlich gest\u00e4rkt.<br \/>\nFamilien, die Unterst\u00fctzung brauchen, wird zun\u00e4chst die Inanspruchnahme einfach zug\u00e4nglicher Angebote nahegelegt, bevor eine erzieherische Hilfe implementiert wird. Voraussetzung hierzu ist, dass keine intensivere Unterst\u00fctzung notwendig ist.<br \/>\nEntsprechendes gilt f\u00fcr den KiTa-Besuch. Gerade f\u00fcr Familien in herausfordernden Lebenslagen kann der KiTa-Besuch des Kindes auch flankiert mit einer Beratung der Eltern, enorm wirkungsvoll sowohl f\u00fcr die Entwicklung des Kindes als auch die Unterst\u00fctzung der Eltern sein.<br \/>\nJugendliche auf dem Weg in ein selbstst\u00e4ndiges Leben unterst\u00fctzen<br \/>\nDer \u00dcbergang in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben ist f\u00fcr junge Menschen eine entscheidende Phase. Eine abgeschlossene Ausbildung und der Einstieg in Arbeit sind dabei wichtige Voraussetzungen.<br \/>\nDie Reform richtet deshalb einen st\u00e4rkeren Fokus auf Hilfen, die junge Menschen gezielt bei Ausbildung und beruflicher Integration unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6rt insbesondere die M\u00f6glichkeit, Unterkunft mit sozialp\u00e4dagogischer Begleitung zu verbinden, wenn dies die Teilnahme an Bildungsma\u00dfnahmen oder die berufliche Eingliederung erm\u00f6glicht.<br \/>\nFachkr\u00e4fte gezielter einsetzen und Personalsituation entlasten<br \/>\nDie Anforderungen an die Qualifikation des Personals richten sich st\u00e4rker nach den ganz konkreten Aufgaben und die wahrzunehmenden Funktionen und nicht nach pauschalen Standards.<br \/>\nDies bedeutet: Je anspruchsvoller die jeweilige Aufgabe ist, desto h\u00f6here Anforderungen sind an die Qualifikation des eingesetzten Personals zu stellen, bei weniger komplexen Aufgaben k\u00f6nnen entsprechend geringere Anforderungen ausreichend sein. Dies schafft mehr Flexibilit\u00e4t f\u00fcr \u00f6ffentliche und freie Tr\u00e4ger bei Auswahl und Einsatz des Personals und sorgt f\u00fcr eine Entlastung der Personalsituation in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe.<br \/>\nMit diesem Gesetzentwurf regeln wir zudem die Abschaffung des sogenannten \u201ebegleiteten Trinkens\u201c<br \/>\nDer Gesetzentwurf beendet zudem die Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz zum sogenannten \u201ebegleiteten Trinken\u201c. Damit soll k\u00fcnftig der Erwerb und Konsum von Bier, Wein oder Schaumwein in der \u00d6ffentlichkeit durch 14- und 15-j\u00e4hrige Jugendliche in Begleitung einer personensorgeberechtigen Person nicht mehr erlaubt sein.<br \/>\nWeitere Informationen finden Sie auf https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/bmbfsfj\/ministerium\/gesetze\/erstes-gesetz-zur-strukturreform-der-kinder-und-jugendhilfe-282938<\/p>\n<p>Web-Ansicht: https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/bmbfsfj\/aktuelles\/pressemitteilungen\/bundesregierung-staerkt-und-modernisiert-die-kinder-und-jugendhilfe-292670<br \/>\nQuelle:bildungundfamilie.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bundesregierung st\u00e4rkt und modernisiert die Kinder- und Jugendhilfe Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. 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