{"id":18639,"date":"2026-07-24T08:34:01","date_gmt":"2026-07-24T06:34:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18639"},"modified":"2026-07-24T08:34:01","modified_gmt":"2026-07-24T06:34:01","slug":"jan-schoenherr-erhaelt-arbeitsstipendium-des-freistaats-bayern-2026-fuer-literarische-uebersetzerinnen-und-uebersetzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18639","title":{"rendered":"Jan Sch\u00f6nherr erh\u00e4lt Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern 2026 f\u00fcr literarische \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Jan Sch\u00f6nherr erh\u00e4lt Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern 2026 f\u00fcr literarische \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer<\/p>\n<p>Kunstminister Blume: \u201eLiteratur spricht viele Sprachen \u2013 dank gro\u00dfer \u00dcbersetzungskunst. Jan Sch\u00f6nherr macht mit seiner \u00dcbersetzung des Romans \u201aJulienne\u2018 die eindrucksvolle Stimme von Scholastique Mukasonga auch im Deutschen erlebbar\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3802\" rel=\"attachment wp-att-3802\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3802\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eGute Geschichten verdienen eine zweite Auflage \u2013 besondere Auszeichnungen auch! Ich freue mich sehr, Jan Sch\u00f6nherr bereits zum zweiten Mal mit dem Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnliches \u00dcbersetzungsvorhaben auszeichnen zu d\u00fcrfen\u201c, betonte Kunstminister Markus Blume gestern Abend bei der Verleihung des \u00dcbersetzerstipendiums an Jan Sch\u00f6nherr f\u00fcr seine \u00dcbersetzung des Romans \u201eJulienne\u201c von Scholastique Mukasonga aus dem Franz\u00f6sischen im Literaturhaus M\u00fcnchen. \u201eLiteratur spricht viele Sprachen \u2013 dank gro\u00dfer \u00dcbersetzungskunst. Jan Sch\u00f6nherr macht mit seiner \u00dcbersetzung des Romans \u201aJulienne\u2018 die eindrucksvolle Stimme von Scholastique Mukasonga auch im Deutschen erlebbar. Er \u00fcbersetzt nicht nur Sprache, sondern auch Atmosph\u00e4re, Schmerz und Menschlichkeit. Mit gro\u00dfer sprachlicher Feinf\u00fchligkeit f\u00fchrt er Leserinnen und Leser durch die bewegende Geschichte der Titelfigur Julienne und er\u00f6ffnet zugleich einen eindringlichen Zugang zu den Folgen von Kolonialismus und dem V\u00f6lkermord in Ruanda. So wird Literatur zum Medium der Erinnerung, des Verstehens und der Mahnung\u201c, so Blume. Die Ehrung wurde durch ein Werkstattgespr\u00e4ch zwischen Jan Sch\u00f6nherr und der \u00dcbersetzerin Tanja Handels \u00fcber das ausgezeichnete \u00dcbersetzungsvorhaben erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Die Jury w\u00fcrdigte Jan Sch\u00f6nherrs gro\u00dfes \u00fcbersetzerisches K\u00f6nnen: \u201eMit seiner \u00dcbertragung von \u201aJulienne\u2018, dem j\u00fcngsten Roman der ruandischen Autorin Scholastique Mukasonga, in dem sie sich anhand der Lebensgeschichte der titelgebenden Julienne wiederum dem Thema der Verfolgung der Tutsi in ihrem Heimatland widmet, zeigt sich Jan Sch\u00f6nherr als \u00e4u\u00dferst sensibler und genauer \u00dcbersetzer, der dem ganz eigenen, zuweilen archaischen, hohen Ton des franz\u00f6sischsprachigen Originals gerecht wird. Seiner Version ist gro\u00dfe Empathie anzumerken, gleichzeitig arbeitet er durchgehend mit den Mitteln der deutschen Sprache, um eine dem Original entsprechende Wirkung zu erzielen. Damit bringt er uns eine fremde, r\u00e4umlich wie zeitlich fern anmutende Welt unerwartet nah und schickt uns auf eine literarische Reise von Ruanda \u00fcber Burundi und Zaire\/Kongo bis nach Belgien.\u201c<\/p>\n<p>Jan Sch\u00f6nherr (geb. 1979 in Weingarten) lebt in M\u00fcnchen, wo er Literatur und Sachtexte aus dem Englischen, Franz\u00f6sischen, Italienischen und Rum\u00e4nischen \u00fcbersetzt. F\u00fcr seine \u00dcbersetzungen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2016 mit dem Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreis und 2022 mit dem Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern f\u00fcr literarische \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer. Sch\u00f6nherr ist Mitorganisator der Jahrestagung der \u00dcbersetzerverbands Vd\u00dc und Zweiter Vorsitzender des M\u00fcnchner \u00dcbersetzer-Forums. Er hat u. a. Werke von NoViolet Bulawayo, Jack Kerouac und Chimamanda Ngozi Adichie \u00fcbersetzt. Im Claassen-Verlag bereits erschienen sind seine \u00dcbersetzungen von Mukasongas Romanen \u201eKibogos Himmelfahrt\u201c und \u201eSister Deborah\u201c.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzung des Romans \u201eJulienne\u201c der ruandischen Autorin Scholastique Mukasonga soll noch im Jahr 2026 im Claassen Verlag erscheinen. Die in Frankreich vielfach ausgezeichnete Autorin verarbeitet in ihrem literarischen Werk den ethnischen Konflikt in Ruanda auf der Basis ihrer eigenen und famili\u00e4ren Erfahrungen \u2013 ein Gro\u00dfteil ihrer Familie wurde 1994 Opfer des V\u00f6lkermords in Ruanda.<\/p>\n<p>Das Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern f\u00fcr literarische \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer<\/p>\n<p>Das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst vergibt seit 2009 j\u00e4hrlich ein Arbeitsstipendium f\u00fcr ein \u00dcbersetzungsvorhaben, um die bedeutende kulturelle Leistung der literarischen \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer zu w\u00fcrdigen, die die Literatur anderer Sprachen f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil der Leserschaft erst zug\u00e4nglich macht. Das Arbeitsstipendium soll es einer literarischen \u00dcbersetzerin bzw. einem literarischen \u00dcbersetzer erm\u00f6glichen, sich ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang einem \u00dcbersetzungsvorhaben zu widmen. \u00dcber die Vergabe des Stipendiums entscheidet der Bayerische Staatsminister f\u00fcr Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury, die die eingereichten Eigenbewerbungen pr\u00fcft. Das Arbeitsstipendium ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit dem \u00dcbersetzerstipendium des Freistaats Bayern wurden u. a. Sophia Marzolff, Rosemarie Tietze und \u00c0xel Sanjos\u00e9 ausgezeichnet. Der Jury geh\u00f6rten an: Patricia Klobusiczky, Andrea O\u2019Brien und Thomas Weiler.<\/p>\n<p>Quelle:stmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Jan Sch\u00f6nherr erh\u00e4lt Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern 2026 f\u00fcr literarische \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer Kunstminister Blume: \u201eLiteratur spricht viele Sprachen \u2013 dank gro\u00dfer \u00dcbersetzungskunst. Jan Sch\u00f6nherr macht mit seiner \u00dcbersetzung des Romans \u201aJulienne\u2018 die eindrucksvolle Stimme von Scholastique Mukasonga auch im Deutschen erlebbar\u201c \u201eGute Geschichten verdienen eine zweite Auflage \u2013 besondere Auszeichnungen auch! 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