{"id":18605,"date":"2026-07-14T08:15:16","date_gmt":"2026-07-14T06:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18605"},"modified":"2026-07-14T08:15:16","modified_gmt":"2026-07-14T06:15:16","slug":"bayerns-wirtschaftsminister-ruft-ersten-bayerischen-glasgipfel-ins-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18605","title":{"rendered":"Bayerns Wirtschaftsminister ruft ersten bayerischen Glasgipfel ins Leben"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Landshut:<\/span><\/p>\n<p>Bayerns Wirtschaftsminister ruft ersten bayerischen Glasgipfel ins Leben<\/p>\n<p>Aiwanger: &#8222;Die bayerische Glasindustrie muss Zukunft haben &#8211; die CO2-Bepreisung muss gestoppt werden!&#8220; Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) begutachtete gemeinsam mit Herbert Unnasch (l.), Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gr\u00fcnderwerkstatt Glas Zwiesel, und dem stv. Landrat des Landkreises Regen, Andreas Eckl, einige mitgebrachte Ausstellungsst\u00fccke.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=18606\" rel=\"attachment wp-att-18606\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18606\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/102349_350xauto-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/102349_350xauto-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/102349_350xauto.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Foto: StMWi\/ K. Huber<\/p>\n<p>Um auf die aktuellen Herausforderungen in der Glasindustrie aufmerksam zu machen und die wichtigsten Akteure miteinander zu vernetzen, hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den ersten bayerischen Glasgipfel ins Leben gerufen. Gerade die hohen Energiepreise und die CO2-Bepreisung belasten die energieintensive Branche und schaden der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Aber auch zu viel B\u00fcrokratie, eine hohe Steuerbelastung und aggressive Wettbewerbsmethoden ausl\u00e4ndischer Konkurrenten setzen den bayerischen Glasherstellern zu. Dar\u00fcber, aber auch \u00fcber Chancen und Innovationen, sprachen Unternehmer, Wissenschaftler und staatliche Akteure\u00a0 am Montag in Landshut.\u00a0 \u00a0 Bei seiner Rede sagte Wirtschaftsminister Aiwanger: \u201eDer Glasgipfel soll der gesamten Glasindustrie in Bayern R\u00fcckenwind geben. Wir wollen, dass dieser wichtige Wirtschaftszweig auch k\u00fcnftig Arbeitspl\u00e4tze, industrielle Wertsch\u00f6pfung und handwerkliche Tradition sichert. Auch viele Hightech-Anwendungen sind auf Glas angewiesen, wir d\u00fcrfen hierbei nicht nur vom Import abh\u00e4ngig sein. F\u00fcr viele Regionen in Bayern ist die Glasherstellung ein Kulturgut, das die heimische Identit\u00e4t pr\u00e4gt. Deshalb m\u00fcssen wir bestm\u00f6gliche Rahmenbedingungen schaffen, um der Branche unter die Arme zu greifen. Wegen internationaler Krisen sind die Energiepreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Berlin und Br\u00fcssel zumindest die Preisbestandteile streichen, die sie selbst in der Hand haben. Schluss mit CO2-Bepreisung und Stromsteuer.\u201c \u00a0 Trotz der Schwierigkeiten sehe er auch viele positive Signale aus der Branche, so Aiwanger weiter. \u201eGlas ist heute ein fester Bestandteil vieler Hightech-Produkte und kommt beispielsweise in der Medizintechnik oder der Mikroelektronik zum Einsatz. Das ist eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr heimische Hersteller, denn Qualit\u00e4t und sichere Lieferketten sind hier von \u00fcberragender Bedeutung. Aber auch traditionelle Glashersteller k\u00f6nnen durch technischen Fortschritt effizienter und g\u00fcnstiger werden \u2013 und so ihre Spitzenposition behaupten. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass unsere innovationsstarke bayerische Glasindustrie den Sprung in die Zukunft schaffen wird. Dann k\u00f6nnen wir uns auch gegen ausl\u00e4ndische Konkurrenten, allen voran China, durchsetzen.\u201c Das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufene bayernweite Netzwerk Glas 2.0 mit Sitz in Zwiesel unterst\u00fctzt die Branche mit Informationen und Netzwerkveranstaltungen. \u00a0 Die deutsche Glasindustrie z\u00e4hlt mit rund 400 Unternehmen und etwa 51.000 Besch\u00e4ftigten zu den energieintensivsten Branchen. Glas wird rund um die Uhr bei Temperaturen von bis zu 1.600 Grad Celsius geschmolzen. Schmelzwannen k\u00f6nnen aus technischen Gr\u00fcnden nicht einfach abgeschaltet werden. Auch deshalb verzeichnete die Branche in den vergangenen Jahren einen kontinuierlichen wirtschaftlichen R\u00fcckgang (2024 -8,3 Prozent auf 11,26 Mrd. Euro, 2025 -4,8 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro). In Bayern mussten die Glasverarbeiter 2025 ein Umsatzminus von rund 6 Prozent hinnehmen. Sie erwirtschafteten noch 1,4 Mrd. Euro. Die Mitarbeiteranzahl der Glasindustrie in Bayern verringerte sich ebenfalls um 6 Prozent auf rund 7.500 Besch\u00e4ftigte. \u00a0 Gleichzeitig steht die Branche vor der Herausforderung, ihre Produktion klimaneutral umzubauen. Der europ\u00e4ische Emissionshandel erh\u00f6ht den Kostendruck durch die schrittweise steigende CO2-Bepreisung. Aktuell stammen noch 77 Prozent des Endenergiemixes der Branche aus Erdgas. F\u00fcr die Umstellung auf klimaneutrale Produktionsprozesse werden Investitionen von bis zu 5,6 Mrd. Euro veranschlagt.<\/p>\n<p>Quelle.stmwi.bayern,de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landshut: Bayerns Wirtschaftsminister ruft ersten bayerischen Glasgipfel ins Leben Aiwanger: &#8222;Die bayerische Glasindustrie muss Zukunft haben &#8211; die CO2-Bepreisung muss gestoppt werden!&#8220; Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) begutachtete gemeinsam mit Herbert Unnasch (l.), Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gr\u00fcnderwerkstatt Glas Zwiesel, und dem stv. Landrat des Landkreises Regen, Andreas Eckl, einige mitgebrachte Ausstellungsst\u00fccke. Foto: StMWi\/ K. 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