{"id":18491,"date":"2026-05-31T08:40:08","date_gmt":"2026-05-31T06:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18491"},"modified":"2026-05-31T08:40:08","modified_gmt":"2026-05-31T06:40:08","slug":"mehr-eigenverantwortung-fuer-betriebe-bundeskabinett-bringt-nationale-gap-vereinfachungen-auf-den-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18491","title":{"rendered":"Mehr Eigenverantwortung f\u00fcr Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Mehr Eigenverantwortung f\u00fcr Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg<\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat heute ein vom Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegtes Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchf\u00fchrungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das bietet vor allem Betrieben mit Gr\u00fcnland und \u00d6ko-Betrieben neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12574\" rel=\"attachment wp-att-12574\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12574\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die wesentlichen Vereinfachungen:<\/p>\n<p>* Acker bleibt Acker<br \/>\nBislang entstand Dauergr\u00fcnland automatisch, wenn auf Ackerland f\u00fcnf aufeinanderfolgende Jahre Gras oder andere Gr\u00fcnfutterpflanzen angebaut wurden, die nicht mehr Teil einer Fruchtfolge waren und die in diesem Zeitraum nicht gepfl\u00fcgt wurden. H\u00e4ufig wurden diese Fl\u00e4chen kurz vor Ablauf des f\u00fcnften Jahres gepfl\u00fcgt, damit sie weiterhin Ackerland blieben und nicht zu Dauergr\u00fcnland wurden. Dies war jeweils mit zus\u00e4tzlichem Aufwand verbunden und aus Sicht der Biodiversit\u00e4t nicht immer sinnvoll.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig gilt im Rahmen der EU-Agrarf\u00f6rderung grunds\u00e4tzlich: Acker bleibt Acker. Fl\u00e4chen, die am 1. Januar 2026 Ackerland sind, behalten diesen Status dauerhaft und werden nicht mehr automatisch zu Dauergr\u00fcnland. Betriebsinhaber k\u00f6nnen sich weiterhin freiwillig f\u00fcr das bisherige System entscheiden. In diesem Fall muss dies bis sp\u00e4testens 30.09.2026 einmalig f\u00fcr die jeweilige Fl\u00e4che gemeldet werden (&#8222;Opt-out&#8220;). Zu weiteren Einzelheiten hierzu siehe auch Pressemitteilung Nummer 40 vom 30. April 2026.<\/p>\n<p>* Erleichterungen f\u00fcr \u00d6ko-Betriebe<br \/>\nZertifizierte \u00d6ko-Betriebe und jene, die gerade auf \u00f6kologische Bewirtschaftung umstellen, erf\u00fcllen k\u00fcnftig durch ihre \u00f6kologische Wirtschaftsweise automatisch den \u00fcberwiegenden Teil der Standards zur Erhaltung von Fl\u00e4chen in einem guten landwirtschaftlichen und \u00f6kologischen Zustand (GL\u00d6Z-Standards) &#8211; sie gelten als &#8222;green by definition&#8220;. Dies gilt f\u00fcr die folgenden GL\u00d6Z-Standards:<br \/>\n* Erhalt von Dauergr\u00fcnland (GL\u00d6Z 1)<br \/>\n* Verbot, Stoppelfelder abzubrennen (GL\u00d6Z 3)<br \/>\n* Erhalt von Pufferstreifen an Wasserl\u00e4ufe (GL\u00d6Z 4)<br \/>\n* Erosionsschutz (GL\u00d6Z 5)<br \/>\n* Mindestbodenbedeckung in den sensibelsten Zeiten (GL\u00d6Z 6)<br \/>\n* Fruchtwechsel auf Ackerland (GL\u00d6Z 7)<\/p>\n<p>* Verk\u00fcrzung von Aufbewahrungsfristen<br \/>\nGeoreferenzierte Fotos zum Nachweis der Erf\u00fcllung von Verpflichtungen im Rahmen der EU-Agrarf\u00f6rderung m\u00fcssen nicht mehr sechs Jahre, sondern nur noch bis zum Ende des auf das Antragsjahr folgende Kalenderjahr aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie EU-Mitgliedstaaten, die Europ\u00e4ische Kommission und das Europ\u00e4ische Parlament haben sich Ende vergangenen Jahres auf ein Vereinfachungspaket f\u00fcr die GAP geeinigt. Deutschland hat diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zu weniger B\u00fcrokratie und Vereinfachung in der GAP ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt. Die neuen Regelungen sind auf EU-Ebene zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten.<\/p>\n<p>Zur nationalen Umsetzung hat das Bundeskabinett heute das &#8222;Gesetz zur Anpassung des GAP-Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem-Gesetzes und des GAP-Konditionalit\u00e4ten-Gesetzes an die Vorgaben der Verordnung (EU) 2025\/2649 sowie zur Verbesserung des beh\u00f6rdlichen Informationsaustausches&#8220; beschlossen und die &#8222;Verordnung zur Anpassung der GAP-Direktzahlungen-Verordnung, der GAPInVeKoS-Verordnung und der GAP-Konditionalit\u00e4ten-Verordnung an die Vorgaben der Verordnung (EU) 2025\/2649 sowie zur Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe&#8220; zur Kenntnis genommen. Beide Rechtsetzungsvorhaben bed\u00fcrfen noch der Zustimmung des Bundestages beziehungsweise des Bundesrates.<\/p>\n<p>Quelle: bmleh.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Mehr Eigenverantwortung f\u00fcr Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg Das Bundeskabinett hat heute ein vom Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegtes Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchf\u00fchrungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das bietet vor allem Betrieben mit Gr\u00fcnland und \u00d6ko-Betrieben neue M\u00f6glichkeiten. 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