{"id":18418,"date":"2026-05-03T08:45:55","date_gmt":"2026-05-03T06:45:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18418"},"modified":"2026-05-03T08:45:55","modified_gmt":"2026-05-03T06:45:55","slug":"schutz-bedrohter-aale-bmleh-legt-aalschonzeit-in-der-nordsee-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18418","title":{"rendered":"Schutz bedrohter Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin<\/span>:<\/p>\n<p>Schutz bedrohter Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest<br \/>\nBundesminister Rainer: Aalschutz sichert Wertsch\u00f6pfung vom Fang bis zur Gastronomie<\/p>\n<p>Zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aals hat das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des internationalen Rats f\u00fcr Meeresforschung (ICES) und des Th\u00fcnen-Instituts eine Schonzeit f\u00fcr 2026\/2027 festgelegt: Vom 1. September 2026 bis 28. Februar 2027 gilt ein umfassendes Aalfangverbot in den deutschen Nordseegew\u00e4ssern und angrenzenden Brackgew\u00e4ssern. F\u00fcr die Ostsee gilt eine EU-weit einheitliche Schonzeit vom 15. September 2026 bis 15. M\u00e4rz 2027. Damit werden sowohl f\u00fcr die Nord- als auch die Ostsee die Schonzeitregelungen aus den letzten zwei Jahren fortgesetzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8913\" rel=\"attachment wp-att-8913\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8913\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer: \u201eBeim Aal geht es um mehr als Artenschutz \u2013 es geht um die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t unserer Regionen. Deshalb ist die Schonzeit richtig und notwendig. Wir sch\u00fctzen damit nicht nur den Aal, sondern sichern Einkommen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 vom Fang \u00fcber die Verarbeitung bis hin zur Gastronomie. Einen stabilen Aalbestand zu gew\u00e4hrleisten hei\u00dft zugleich, Arbeitspl\u00e4tze und Wertsch\u00f6pfung im l\u00e4ndlichen Raum zu sichern. Entscheidend ist dabei Kontinuit\u00e4t: Die Fortschreibung der bestehenden Regelungen schafft Verl\u00e4sslichkeit und gibt unseren Betrieben die n\u00f6tige Planungssicherheit.\u201c<\/p>\n<p>Auch in Binnengew\u00e4ssern besteht Verbesserungsbedarf beim Schutz des Aals. Diese Aufgabe kommt den Bundesl\u00e4ndern im Rahmen ihrer Aalbewirtschaftungspl\u00e4ne zu. So kommt etwa der Wiederherstellung der Durchg\u00e4ngigkeit von Flie\u00dfgew\u00e4ssern f\u00fcr den Aalschutz eine entscheidende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Bundesminister Rainer: \u201eAalschutz endet nicht an der K\u00fcste. Deshalb arbeitet auf Bitten der Agrarministerkonferenz eine Bund-L\u00e4nder-Arbeitsgruppe an ressort\u00fcbergreifenden Fragen des Aalmanagements. Hier werden wir unter anderem Empfehlungen f\u00fcr einen besseren Aalschutz an Wasserkraftanlagen und anderen technischen Anlagen entwickelt.\u201c<\/p>\n<p>Die Freizeitfischerei auf Aal bleibt nach EU-Recht in allen Meeresgew\u00e4ssern und angrenzenden Brackgew\u00e4ssern weiterhin vollst\u00e4ndig verboten. Das EU-Recht bietet erneut die M\u00f6glichkeit, die Aalfischerei w\u00e4hrend der Hauptwanderzeit f\u00fcr 30 Tage zuzulassen. Deutschland hat erneut von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht und den Monat August 2026 von der Schonzeit in der Nordsee ausgenommen.<\/p>\n<p>Die einheitliche Aalschonzeit in der Ostsee tr\u00e4gt der besonderen Situation in dem Meeresbecken Rechnung. Der Aal muss auf der Wanderung in Richtung seines Laichgebiets in der Sargassosee die Meerengen zwischen D\u00e4nemark und Schweden passieren. Diese Regelung tr\u00e4gt somit zu einer Verbesserung des Aalschutzes bei und sorgt gleichzeitig f\u00fcr gleiche Bedingungen in der Aalfischerei der verschiedenen EU-Mitgliedstaaten. Deutschland hatte sich hierf\u00fcr in den vergangenen Jahren erfolgreich eingesetzt.<\/p>\n<p>Ende 2026 wird auf EU-Ebene der Rahmen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Fischereima\u00dfnahmen zum Schutz des Aals neu festgelegt. National werden aktuell die Aalbewirtschaftungspl\u00e4ne der L\u00e4nder \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDer Erhaltungszustand des Europ\u00e4ischen Aals, f\u00fcr den es in ganz Europa nur einen einzigen Bestand gibt, ist seit Jahren kritisch. Die Ursachen hierf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. Neben der Fischerei sind andere Faktoren wie zum Beispiel Lebensraumverschlechterungen und -verluste sowie Querverbauungen von Fl\u00fcssen wesentlich.<\/p>\n<p>Um den Europ\u00e4ischen Aal zu sch\u00fctzen, verpflichtet das EU-Recht die Mitgliedstaaten, in den Meeresgew\u00e4ssern einschlie\u00dflich Brackgew\u00e4ssern, wie M\u00fcndungsgew\u00e4ssern, K\u00fcstenlagunen und \u00dcbergangsgew\u00e4ssern, die gewerbliche Aalfischerei f\u00fcr einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zu verbieten. Dabei muss die Schonzeit mit den Erhaltungszielen der EU-Aalverordnung, mit den nationalen Aalbewirtschaftungspl\u00e4nen und mit den zeitlichen Wanderungsmustern des Europ\u00e4ischen Aals in dem betreffenden Mitgliedstaat in Einklang stehen. Mit diesen Regelungen sollen insbesondere laichbereite sogenannte Blankaale gesch\u00fctzt werden, die sich auf den Weg zu den Laichgebieten in der Sargassosee machen.<\/p>\n<p>Quelle: bmleh.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Schutz bedrohter Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest Bundesminister Rainer: Aalschutz sichert Wertsch\u00f6pfung vom Fang bis zur Gastronomie Zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aals hat das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des internationalen Rats f\u00fcr Meeresforschung (ICES) und des Th\u00fcnen-Instituts eine Schonzeit f\u00fcr 2026\/2027 festgelegt: Vom [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":8913,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,71],"tags":[4821],"class_list":["post-18418","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-menue","tag-aalschonzeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18418"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18419,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18418\/revisions\/18419"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}