{"id":1836,"date":"2012-05-23T13:43:41","date_gmt":"2012-05-23T11:43:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1836"},"modified":"2012-05-23T13:43:41","modified_gmt":"2012-05-23T11:43:41","slug":"wir-brauchen-zusatzliche-anreize-fur-kraftwerke-und-eine-reform-des-eeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1836","title":{"rendered":"Wir brauchen zus\u00e4tzliche Anreize f\u00fcr Kraftwerke und eine Reform des EEG"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen-Berlin<\/span><\/p>\n<p>Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zum morgigen Spitzengespr\u00e4ch von Bundeskanzlerin Merkel mit Ministerpr\u00e4sidenten zur Energiewende und zur Ernennung des neuen Bundesumweltministers<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Spitzengespr\u00e4chs von<br \/>\nBundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpr\u00e4sidenten<br \/>\nder L\u00e4nder zum Thema Energiewende betont Bayerns Wirtschafts-<br \/>\nund Energieminister Martin Zeil: \u201eDie Energiewende<br \/>\nist mehr als nur der Ausbau der erneuerbaren Energien.<br \/>\nStromnetzausbau und Stromerzeugung auf Gasbasis sind<br \/>\nnotwendige Erg\u00e4nzungen, damit die Stromversorgung<br \/>\nin Bayern auch nachts und bei Windstille gesichert<br \/>\nist. Der Strommarkt in seiner heutigen Form wird diese<br \/>\nVersorgungssicherheit k\u00fcnftig nicht mehr gew\u00e4hrleisten<br \/>\nk\u00f6nnen. Hintergrund ist, dass durch den Ausbau der<br \/>\nerneuerbaren Energien die Stromerzeugung aus fossilen<br \/>\nBrennstoffen zunehmend unrentabel wird. Wir brauchen<br \/>\neinen zus\u00e4tzlichen Anreiz, damit neue Kraftwerkskapazit\u00e4t<br \/>\ngeschaffen und die bestehende weiter bereitgehalten<br \/>\nwird, damit sie bei Engp\u00e4ssen ans Netz gehen kann:<br \/>\neinen Kapazit\u00e4tsmechanismus.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch<br \/>\nSpeicherl\u00f6sungen m\u00fcssten, so Zeil, grunds\u00e4tzlich<br \/>\nerfasst werden. Der eigene Gutachter des Bundeswirtschaftsministeriums<br \/>\nhabe hierzu ein sehr interessantes Konzept vorgelegt,<br \/>\ndas umgehend gepr\u00fcft werden m\u00fcsse. Noch vor Jahresende<br \/>\nm\u00fcssten die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden,<br \/>\ndamit die Versorgung auch nach Abschaltung der n\u00e4chsten<br \/>\nbayerischen Kernkraftwerke sicher ist, unterstreicht<br \/>\nZeil. Dieses Ziel m\u00fcsse oberste Priorit\u00e4t bei der<br \/>\nUmsetzung der Energiewende haben. \u201eDabei sollte der<br \/>\nBund auf eine ganzheitliche L\u00f6sung setzen. Ausbau<br \/>\nder erneuerbaren Energien einerseits sowie neue Backup-Kraftwerke<br \/>\nund Speicher andererseits sind zwei Seiten einer Medaille.<br \/>\nMit einer Fortentwicklung des EEG hin zu einem Mengensteuerungsmodell<br \/>\nk\u00f6nnten erhebliche Effizienzreserven gehoben werden,<br \/>\nso dass die Kosten eines Kapazit\u00e4tsmechanismus mehr<br \/>\nals ausgeglichen werden\u201c, bekr\u00e4ftigt der bayerische<br \/>\nWirtschaftsminister.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem Mengensteuerungssystem<br \/>\ngibt der Staat den Stromversorgern lediglich einen<br \/>\nstetig ansteigenden Anteil an erneuerbaren Energien<br \/>\nvor, den die Stromlieferungen an die Verbraucher enthalten<br \/>\nm\u00fcssen. An welchem Ort und mit welcher Technik der<br \/>\n\u201aGr\u00fcnstrom\u2019 erzeugt wird, ergibt sich im Wettbewerb<br \/>\nder Anbieter und nicht mehr aus politisch beschlossenen<br \/>\nEinspeiseverg\u00fctungen. \u201eIch stelle mir vor, dass<br \/>\ndieselbe Stelle, die die Mengenziele bei den erneuerbaren<br \/>\nEnergien vorgibt, auch die flankierend notwendigen<br \/>\nkonventionellen Kapazit\u00e4ten ausschreibt. Mit solch<br \/>\neinem System w\u00e4re eine Energiewende m\u00f6glich, die<br \/>\nihrem Namen Ehre macht\u201c, erl\u00e4utert Zeil. \u201eIn einer<br \/>\n\u00dcbergangsphase k\u00f6nnten in einem ersten Schritt einheitliche<br \/>\nEinspeiseverg\u00fctungen eingef\u00fchrt werden. Damit h\u00e4tte<br \/>\nStrom aus erneuerbaren Energien einen einheitlichen<br \/>\nPreis und w\u00fcrde technologieneutral gef\u00f6rdert. Der<br \/>\nZubau w\u00fcrde sich an den Kosten orientieren. Gleichzeitig<br \/>\nmuss auch das Vorrangprinzip angepasst werden. Denkbar<br \/>\nw\u00e4ren hier etwa die Kappung von Einspeisespitzen und<br \/>\ndie Begrenzung der Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Anlagen, die<br \/>\naus netzbedingten Gr\u00fcnden ihren Strom aus Erneuerbaren<br \/>\nEnergien nicht einspeisen k\u00f6nnen. Damit w\u00fcrden Anreize<br \/>\nf\u00fcr eine bedarfsgerechtere Einspeisung gesetzt und<br \/>\ndie Netze entlastet\u201c, so Zeil weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz<br \/>\nkurzfristig sei jetzt der neue Bundesumweltminister<br \/>\nPeter Altmaier gefordert, die Scherben zusammenzukehren,<br \/>\ndie der Bundesrat am 11. Mai mit der Anrufung des Vermittlungsausschusses<br \/>\ngegen die Senkung der EEG-Solarverg\u00fctungen produziert<br \/>\nhat: \u201eEr muss klar machen, dass die Anpassung der<br \/>\nVerg\u00fctungen der H\u00f6he und dem Zeitpunkt nach alternativlos<br \/>\nist, wenn man nicht eine Explosion der Anlageninstallationen<br \/>\nauf 10.000 Megawatt und mehr in 2012, eine Explosion<br \/>\nder Strompreise und eine \u00dcberlastung der regionalen<br \/>\nVerteilnetze riskieren will. Die Verabschiedung dieser<br \/>\nNovelle vor der Sommerpause ist der Lackmustest daf\u00fcr,<br \/>\nob Deutschland die Energiewende auf der Kostenseite<br \/>\nin den Griff bekommt\u201c, erkl\u00e4rt der Minister. Die<br \/>\nSenkung der Verg\u00fctungen sei die einzig richtige Antwort<br \/>\nauf die gesunkenen Anlagenpreise. Das \u201aMarktintegrationsmodell\u2019,<br \/>\ndas die Verg\u00fctungsf\u00e4higkeit von Solarstrom aus Kleinanlagen<br \/>\nauf 80 Prozent des erzeugten Stroms begrenzt und damit<br \/>\ndie Anlagenbetreiber zu einem sinnvollen Eigenverbrauch<br \/>\nmotiviert, sei ein wichtiger Schritt, um die erneuerbaren<br \/>\nEnergien aus der Subventionsabh\u00e4ngigkeit zu befreien.<br \/>\n\u201eKeine faulen Kompromisse eingehen, \u00dcberzeugungsarbeit<br \/>\nleisten: dabei kann Altmaier mit voller politischer<br \/>\nR\u00fcckendeckung aus Bayern rechnen\u201c, so Zeil abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Quelle: \u00a0stmwivt.bayern.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1855\" rel=\"attachment wp-att-1855\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1855\" title=\"solar\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/solar-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen-Berlin Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zum morgigen Spitzengespr\u00e4ch von Bundeskanzlerin Merkel mit Ministerpr\u00e4sidenten zur Energiewende und zur Ernennung des neuen Bundesumweltministers Im Vorfeld des Spitzengespr\u00e4chs von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder zum Thema Energiewende betont Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Martin Zeil: \u201eDie Energiewende ist mehr als nur der Ausbau der erneuerbaren Energien. 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