{"id":18356,"date":"2026-04-10T08:33:51","date_gmt":"2026-04-10T06:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18356"},"modified":"2026-04-10T08:33:51","modified_gmt":"2026-04-10T06:33:51","slug":"bundesjagdgesetz-bestimmt-aktuell-ueber-wolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18356","title":{"rendered":"Bundesjagdgesetz bestimmt aktuell \u00fcber Wolf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Bundesjagdgesetz bestimmt aktuell \u00fcber Wolf<\/p>\n<p>Aiwanger: &#8222;Die Weidesaison steht vor der T\u00fcr, der Bund muss jetzt schnellstens die noch fehlenden Verordnungen zum Bundesjagdgesetz erlassen!&#8220;<\/p>\n<p>Das Bundesjagdgesetz mit Regelungen zur Wolfsbejagung ist am 2. April in Kraft getreten. Dadurch wurden die bayerischen Regelungen, etwa die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine landesweite H\u00f6chstabschussverordnung, vorerst \u201e\u00fcberschrieben\u201c, das hei\u00dft konkret auch, blockiert. Das jeweils zuletzt verabschiedete Gesetz z\u00e4hlt, in diesem Fall also das Bundesgesetz. Die bayerischen Regelungen k\u00f6nnen daher zun\u00e4chst ohne erneute Gesetzes\u00e4nderungen nicht mehr angewendet werden. Eine Besprechung mit dem Bund \u00fcber das weitere Vorgehen mit den L\u00e4ndern ist erst f\u00fcr den 21. April angek\u00fcndigt.\u00a0 \u00a0 Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger bedauert, dass der bayerische Weg damit nun erst einmal auf Eis liegt: \u201eDie Weidesaison steht vor der T\u00fcr, jeder Tag z\u00e4hlt. Es ist unverst\u00e4ndlich, dass wir jetzt bis 21. April vertr\u00f6stet werden, um zu erfahren was der Bund plant, nachdem er unser bayerisches Gesetz auf Eis gelegt hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12573\" rel=\"attachment wp-att-12573\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12573\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-384x217.jpg 384w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unsere H\u00f6chstabschussverordnung f\u00fcr den Wolf war schon weit fortgeschritten. So gab es bereits intensive Diskussionen \u00fcber einen konkreten Entwurf mit den Jagd- und Grundbesitzerverb\u00e4nden sowie dem bayerischen Umweltminister. Trotzdem stehe ich nach wie vor zu meiner grunds\u00e4tzlichen Unterst\u00fctzung des Bundesjagdgesetzes. Mein politisches Ziel war von Beginn an, den Wolf aus dem Korsett des Naturschutzes zu l\u00f6sen und ins Jagdrecht zu holen. Das erreicht auch das Bundesjagdgesetz. Gut ist, dass damit endlich bundesweit &#8218;Fakten&#8216; f\u00fcr den Umgang mit dem Wolf im Jagdrecht geschaffen werden \u2013 gerade auch in Bundesl\u00e4ndern, die einer Bejagung des Wolfes weniger aufgeschlossen gegen\u00fcberstehen. Die Praxistauglichkeit des Bundesjagdgesetzes wird sich jetzt zeigen m\u00fcssen. Ich erwarte jetzt zeitnah Ergebnisse des Bundes. Die Nerven in der Weidewirtschaft und bei der Bev\u00f6lkerung drau\u00dfen, wo der Wolf durchs Dorf rennt, liegen blank.\u201c \u00a0 Nachdem das Bundesjagdgesetz beim Wolf eine zwingende Zusammenarbeit von Bund und L\u00e4ndern vorschreibt und in entscheidenden Punkten, etwa bei Erhaltungszustand, Managementpl\u00e4nen, der Jagd in der Schonzeit oder in den Alpen, bislang noch nicht einmal im Entwurf bekanntgegebene Verordnungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums vorsieht, kann Bayern nur schwerlich vorpreschen. \u201eAuf dem Papier gibt das Bundesjagdgesetz bisher nur einen groben Rechtsrahmen vor. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist jetzt am Zug. Wir brauchen schnell Klarheit \u00fcber die n\u00f6tigen Ausf\u00fchrungsverordnungen und die Bund-L\u00e4nder-Abstimmung. Die Mehrzahl der L\u00e4nder \u2013 auch Bayern \u2013 haben im Bundesrat das Vorhaben von Bundesminister Alois Rainer in dem Vertrauen unterst\u00fctzt, dass der Bund sich nicht aus der Verantwortung stiehlt. Die Auslegung der neuen Bestimmungen darf keinesfalls v\u00f6llig den Gerichten \u00fcberlassen werden. Andernfalls wird es abweichende L\u00e4nderregelungen brauchen und Bayern m\u00fcsste dann wieder auf die eigene Gesetzgebungskompetenz zur\u00fcckgreifen, wenn das Bundesgesetz und dessen Verordnungen nicht zielf\u00fchrend sind.\u201c \u00a0 Wegen der unmittelbar bevorstehenden Weidesaison mahnt der Minister deshalb, das Tempo auf Bundesebene hochzuhalten. Der Erlass des Gesetzes reicht nicht. Es braucht unverz\u00fcglich die n\u00f6tigen Ausf\u00fchrungsregelungen. So wird man dem berechtigten Ruf nach Absch\u00fcssen erst nachkommen k\u00f6nnen, wenn klar ist, ob und wann das Bundeslandwirtschaftsministerium seine Pl\u00e4ne offenlegt. Auch die Erarbeitung der Managementpl\u00e4ne, mit denen erst die viermonatige Jagdzeit ab Juli greifen kann, ist erst dann sinnvoll m\u00f6glich. Zudem sieht Aiwanger den Bund weiter gefordert, die rechtlichen Spielr\u00e4ume auch im Hinblick auf die Feststellung des g\u00fcnstigen Erhaltungszustands im Alpenraum auszusch\u00f6pfen. Aktuell fehlt eine Bewertung f\u00fcr die alpine Region. \u00a0 Die nun vorrangigen Bundesregelungen unterscheiden sich von dem urspr\u00fcnglichen Ansatz des Bayerischen Jagdgesetzes. Bayern hatte eine zentrale H\u00f6chstabschussverordnung mit einem j\u00e4hrlichen bayernweiten Kontingent f\u00fcr die Jagd- und Schonzeit sowie \u2013 nach \u00dcberschreitung des Kontingents \u2013 einzelfallweise Problemwolfabsch\u00fcsse geplant. Die Bundesregelung verfolgt einen anderen Ansatz: In der Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober sollen bei g\u00fcnstigem Erhaltungszustand revier\u00fcbergreifende Managementpl\u00e4ne erlassen werden. In der Schonzeit bzw. im ung\u00fcnstigen Erhaltungszustand (etwa in den Alpen) sind einzelfallweise Problemwolfabsch\u00fcsse m\u00f6glich, allerdings sehr kompliziert in der Abwicklung. Der Bund muss jetzt beweisen, dass er f\u00fcr die Praxis eine taugliche Regelung liefert.<\/p>\n<p>Quelle:stmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Bundesjagdgesetz bestimmt aktuell \u00fcber Wolf Aiwanger: &#8222;Die Weidesaison steht vor der T\u00fcr, der Bund muss jetzt schnellstens die noch fehlenden Verordnungen zum Bundesjagdgesetz erlassen!&#8220; Das Bundesjagdgesetz mit Regelungen zur Wolfsbejagung ist am 2. April in Kraft getreten. 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