{"id":18156,"date":"2026-01-14T08:30:42","date_gmt":"2026-01-14T07:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18156"},"modified":"2026-01-14T08:30:42","modified_gmt":"2026-01-14T07:30:42","slug":"schneider-und-rainer-umweltschutz-muss-sich-fuer-landwirte-lohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18156","title":{"rendered":"Schneider und Rainer: Umweltschutz muss sich f\u00fcr Landwirte lohnen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Schneider und Rainer: Umweltschutz muss sich f\u00fcr Landwirte lohnen<br \/>\n10. Agrarkongress des BMUKN diskutiert europ\u00e4ische Agrarpolitik<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=17910\" rel=\"attachment wp-att-17910\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17910\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000044-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000044-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000044.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltminister Carsten Schneider er\u00f6ffnet heute gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer den diesj\u00e4hrigen BMUKN-Agrarkongress im Vorfeld der Gr\u00fcnen Woche. Im Mittelpunkt steht die k\u00fcnftige Ausgestaltung der europ\u00e4ischen Agrarpolitik, deren Bedeutung f\u00fcr die l\u00e4ndlichen R\u00e4ume und die Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Landwirtschaftliche Betriebe sehen sich gro\u00dfen Herausforderungen gegen\u00fcber und sind gleichzeitig wichtige Partner, um Ma\u00dfnahmen zum Natur- und Umweltschutz f\u00fcr eine lebenswerte Umwelt umzusetzen. Neben fairen Wettbewerbsbedingungen in Europa werben Bundesumweltminister Schneider und Landwirtschaftsminister Rainer deshalb gemeinsam f\u00fcr st\u00e4rkere Anreize f\u00fcr das Engagement der Landwirtschaft im Natur- und Klimaschutz.<\/p>\n<p>Bundesumweltminister Carsten Schneider: \u201eIch werbe f\u00fcr eine Kultur des Miteinanders, gerade in schwierigen Zeiten. Denn Umweltschutz und Landwirtschaft sind aufeinander angewiesen. Erfolgreicher Umweltschutz gelingt nur gemeinsam mit der Landwirtschaft, denn die H\u00e4lfte der Fl\u00e4che Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Umgekehrt brauchen auch die Landwirte langfristig intakte Natur, gesunde B\u00f6den und ein stabiles, ertr\u00e4gliches Klima, um ihre Ernten zu sichern. Die aktuelle EU-Agrarf\u00f6rderung hat hier bereits gute Fortschritte angesto\u00dfen. Der jetzt vorliegende Reformvorschlag der EU-Kommission w\u00fcrde aber einen R\u00fcckschritt bedeuten. In den Verhandlungen werde ich mich daher f\u00fcr Nachbesserungen einsetzen: Die wertvollen Leistungen, die Landwirtinnen und Landwirte f\u00fcr die Umwelt erbringen, m\u00fcssen angemessen honoriert werden. Es muss weiter EU-weite Mindest-Umweltstandards und einen Mindestanteil am Agrarbudget f\u00fcr Umweltma\u00dfnahmen geben. Au\u00dferdem m\u00fcssen regionale Schieflagen verhindert werden. Mit den Vorschl\u00e4gen der EU-Kommission zu Degression und Kappung w\u00fcrden die gr\u00f6\u00dferen Betriebe \u2013 gerade im Norden und Osten &#8211; deutlich Mittel verlieren. Hier muss mehr R\u00fccksicht auf die unterschiedlichen historisch gewachsenen Betriebsstrukturen genommen werden. Ich werbe daf\u00fcr, dass das Geld in den Regionen bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: \u201eDie Gemeinsame Agrarpolitik ist ein Grundpfeiler der europ\u00e4ischen Einigung. Sie ist Stabilit\u00e4tsanker und Standortfaktor. Und f\u00fcr viele Regionen: Heimatgarantie. Deshalb ist es wichtig, dass die GAP als eigenst\u00e4ndiger Politikbereich erhalten bleibt, mit der l\u00e4ndlichen Entwicklung als integralem Bestandteil. Wir setzen uns f\u00fcr eine GAP ein, die sich an der Realit\u00e4t auf den H\u00f6fen orientiert. Verl\u00e4sslichkeit und Planungssicherheit hei\u00dfen unsere Ziele, statt B\u00fcrokratie und Kontrolle. Nur so haben unsere Landwirtinnen und Landwirte eine Zukunftsperspektive.<br \/>\nWir brauchen eine wirtschaftlich tragf\u00e4hige und wettbewerbsf\u00e4hige Landwirtschaft als Grundlage f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit in Europa. Die Perspektiven der gemeinsamen Agrarpolitik sind nur vielversprechend, wenn es gelingt, wirtschaftliche, \u00f6kologische und gesellschaftliche Interessen miteinander zu verbinden.\u201c<\/p>\n<p>Die aktuell geltende Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europ\u00e4ischen Union ist mit rund zwei Milliarden Euro pro Jahr die gr\u00f6\u00dfte Finanzierungsquelle f\u00fcr Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in den Agrarlandschaften Deutschlands. Gerade in den letzten Jahren hat sie deutliche Verbesserungen f\u00fcr die Umwelt bewirkt.<\/p>\n<p>Diese Errungenschaften sind nun gef\u00e4hrdet. Denn in ihrem ersten Entwurf f\u00fcr den Mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmen (MFR) f\u00fcr die Zeit ab 2027 und die EU-Agrarf\u00f6rderung von 2028 bis 2034 hat die Europ\u00e4ische Kommission anders als bislang g\u00fcltig weder ein Mindestanteil f\u00fcr Umweltma\u00dfnahmen in der Agrarpolitik noch europaweit verbindliche Umweltstandards vorgeschlagen. Die Mitte Juli 2025 vorgelegten Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission sehen u. a. die Zusammenlegung vieler bisheriger Fonds in einem gro\u00dfen gemeinsamen F\u00f6rdertopf f\u00fcr verschiedene Politikbereiche vor, in den auch die GAP eingeht. Damit ist gleichzeitig die Aufhebung ihrer bisherigen Zwei-S\u00e4ulen-Struktur verbunden. In sogenannten \u201ePl\u00e4nen f\u00fcr national-regionale Partnerschaften\u201c (NRPP) sollen die Mitgliedstaaten auch die nationale Ausgestaltung der GAP festlegen. F\u00fcr die GAP ist ein zweckgebundenes Mindestbudget vorgesehen, aus dem allerdings nicht mehr alle Ma\u00dfnahmen der aktuellen GAP finanziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>BMUKN Agrarkongress:<br \/>\nSeit 2017 bieten die Agrarkongresse des Bundesumweltministeriums eine Plattform f\u00fcr politisch aktuelle Themen im Spannungsfeld von Umwelt-, Natur-, Klimaschutz und Landwirtschaft im Vorfeld der Gr\u00fcnen Woche. Die Agrarkongresse widmen sich aktuellen Herausforderungen und f\u00f6rdern den Dialog zwischen Landwirtschaft, Umweltverb\u00e4nden, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Gesellschaft.<\/p>\n<p>Der 10. Agrarkongress des BMUKN steht unter der \u00dcberschrift \u201eWirtschaftliche Betriebe, lebenswerte Umwelt \u2013 Anforderungen an eine Agrarpolitik im Wandel\u201c und bietet ein hochrangig besetztes Forum, um \u00fcber die Anforderungen an eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft zu diskutieren. Neben Bundesumweltminister Carsten Schneider nehmen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Prof. Dr. Regina Birner, ehemals Ko-Vorsitzende der Zukunftskommission Landwirtschaft und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats f\u00fcr Agrarpolitik, Ern\u00e4hrung und gesundheitlichen Verbraucherschutz am ersten Teil des Agrarkongresses teil.<\/p>\n<p>In weiteren Panels diskutieren u.a. Elisabeth Werner, EU-Generaldirektorin f\u00fcr Landwirtschaft und l\u00e4ndliche Entwicklung, Eric Mamer, Generaldirektor der EU-Generaldirektion Umwelt DG ENV, Maria Noichl, Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Vorsitzender des Strategischen Dialogs zur Zukunft der europ\u00e4ischen Landwirtschaft, Prof. Dr. Dirk Messner, Pr\u00e4sident des Umweltbundesamtes (UBA), sowie Miriam Staudte, Agrarministerin aus Niedersachsen die Frage, welche Perspektiven der neue GAP-Vorschlag f\u00fcr den Natur-, Klima- und Umweltschutz bietet und welchen Beitrag die neue GAP hier leisten kann. Au\u00dferdem werden innovative Ans\u00e4tze aus der Praxis vorgestellt, die zeigen, dass bereits gute Eigeninitiativen f\u00fcr mehr Umweltschutz existieren. BMUKN-Staatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth spricht das Schlusswort.<\/p>\n<p>Das gesamte Programm des BMUKN-Agrarkongresses 2026 finden Sie hier&lt;https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/veranstaltung\/bmukn-agrarkongress-2026&gt;. Der BMUKN-Agrarkongress wird auf der BMUKN-Internetseite live gestreamt.<\/p>\n<p>Quelle:bmleh.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Schneider und Rainer: Umweltschutz muss sich f\u00fcr Landwirte lohnen 10. Agrarkongress des BMUKN diskutiert europ\u00e4ische Agrarpolitik Bundesumweltminister Carsten Schneider er\u00f6ffnet heute gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer den diesj\u00e4hrigen BMUKN-Agrarkongress im Vorfeld der Gr\u00fcnen Woche. 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