{"id":18008,"date":"2025-11-12T08:34:16","date_gmt":"2025-11-12T07:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18008"},"modified":"2025-11-12T08:34:16","modified_gmt":"2025-11-12T07:34:16","slug":"nie-wieder-darf-gleichgueltigkeit-siegen-bildungsministerin-karin-prien-erinnert-in-amsterdam-an-die-reichspogromnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=18008","title":{"rendered":"\u201eNie wieder darf Gleichg\u00fcltigkeit siegen\u201c \u2013 Bildungsministerin Karin Prien erinnert in Amsterdam an die Reichspogromnacht"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>\u201eNie wieder darf Gleichg\u00fcltigkeit siegen\u201c \u2013 Bildungsministerin Karin Prien erinnert in Amsterdam an die Reichspogromnacht<\/p>\n<p>Ministerin betont die Bedeutung lebendiger Erinnerungskultur und die Verantwortung Europas, sich dem Antisemitismus entschieden entgegenzustellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8164\" rel=\"attachment wp-att-8164\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8164\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/israel-300x218.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/israel-300x218.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/israel.png 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 87. Jahrestags der Reichspogromnacht hat Bildungsministerin Karin Prien an einer Gedenkveranstaltung der j\u00fcdischen Gemeinde in Amsterdam teilgenommen. In der traditionsreichen Portugiesischen Synagoge sprach sie vor mehr als 700 Teilnehmenden \u00fcber die Bedeutung der Erinnerung f\u00fcr die Gegenwart \u2013 und \u00fcber die Notwendigkeit, Antisemitismus in all seinen Formen entschieden entgegenzutreten.<br \/>\nZuvor besuchte Prien das Anne-Frank-Haus und zeigte sich tief beeindruckt von der Ausstellung und der Bildungsarbeit vor Ort.<br \/>\nBundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien: \u201eAnne Frank ist f\u00fcr mich \u2013 wie f\u00fcr viele Menschen weltweit \u2013 ein Symbol f\u00fcr die Verfolgung und Ermordung von Millionen J\u00fcdinnen und Juden, aber zugleich auch f\u00fcr Mut und Lebensfreude. Die Bildungsarbeit des Anne-Frank-Hauses ist ein wichtiges Vorbild auch f\u00fcr die Antisemitismuspr\u00e4vention in Deutschland.\u201c<br \/>\nIm Anschluss traf die Ministerin Vertreterinnen und Vertreter von MACCABI Europa und MACCABI Niederlande. Im Mittelpunkt der Gespr\u00e4che standen die Herausforderungen durch Antisemitismus im Sport sowie die Folgen des Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober 2023 f\u00fcr j\u00fcdische Sportvereine in Europa. Angesprochen wurden auch die antisemitischen Ausschreitungen beim Europa-League-Spiel zwischen Ajax Amsterdam und MACCABI Tel Aviv. Prien betonte, wie wichtig es sei, j\u00fcdisches Leben im Sport sichtbar zu machen und aktiv gegen Diskriminierung einzutreten.<br \/>\nIn ihrer Rede bei der Gedenkveranstaltung der Central Joods Overleg (CJO) erinnerte Prien an die Schrecken der Schoah, deren Beginn die Pogromnacht markierte.<br \/>\nBundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien: \u201eAls deutsche Ministerin mit j\u00fcdischen Wurzeln, deren Gro\u00dfeltern in die Niederlande geflohen waren und mit einer Familiengeschichte, die gepr\u00e4gt ist von der nationalsozialistischen Verfolgung und Ermordung europ\u00e4ischer J\u00fcdinnen und Juden, ist es f\u00fcr mich eine besondere Ehre, an diesem Ort sprechen zu d\u00fcrfen. Die Reichspogromnacht markierte den tragischen Wendepunkt: den \u00dcbergang von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur offenen Verfolgung und schlie\u00dflich zur systematischen Ermordung. Dieses Gedenken erinnert uns daran, wie schnell Worte zu Taten werden k\u00f6nnen und wie zerbrechlich Menschlichkeit ist, wenn Hass Raum gewinnt. Auch heute erleben wir \u2013 gerade seit dem furchtbaren Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 \u2013 wieder einen alarmierenden Anstieg antisemitischer Vorf\u00e4lle, von Ausgrenzung bis hin zu offener Gewalt. Das erf\u00fcllt mich mit tiefer Sorge. Die Erinnerung an die Pogromnacht ist deshalb mehr als ein R\u00fcckblick \u2013 sie ist ein Auftrag. Sie mahnt uns, wachsam zu bleiben, Haltung zu zeigen und uns mit aller Kraft gegen Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen. Nur so k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen. \u00dcberall in Europa gibt es Menschen, die nicht wegsehen \u2013 die sich in Schulen, im Sport, in den sozialen Netzwerken und im Berufsleben gegen Antisemitismus engagieren. Sie machen mir Mut.\u201c<br \/>\nMit ihrem Besuch in Amsterdam setzte Karin Prien ein deutliches Zeichen f\u00fcr Erinnerung, Verantwortung und Solidarit\u00e4t \u00fcber Grenzen hinweg.<br \/>\nDie Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markierte den Beginn der systematischen Verfolgung j\u00fcdischer Menschen im nationalsozialistischen Deutschland und in Europa. Zerschlagene Schaufensterscheiben, brennende Synagogen und Gewalt auf offener Stra\u00dfe zwangen viele zur Flucht. Mit dem deutschen \u00dcberfall auf die Niederlande am 10. Mai 1940 begann die Besatzung \u2013 und damit eine neue Phase der Verfolgung j\u00fcdischen Lebens auch in Amsterdam.<\/p>\n<p>Quelle:bmbfsfj.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: \u201eNie wieder darf Gleichg\u00fcltigkeit siegen\u201c \u2013 Bildungsministerin Karin Prien erinnert in Amsterdam an die Reichspogromnacht Ministerin betont die Bedeutung lebendiger Erinnerungskultur und die Verantwortung Europas, sich dem Antisemitismus entschieden entgegenzustellen. Anl\u00e4sslich des 87. Jahrestags der Reichspogromnacht hat Bildungsministerin Karin Prien an einer Gedenkveranstaltung der j\u00fcdischen Gemeinde in Amsterdam teilgenommen. 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