{"id":17971,"date":"2025-10-27T08:40:52","date_gmt":"2025-10-27T07:40:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17971"},"modified":"2025-10-27T08:40:52","modified_gmt":"2025-10-27T07:40:52","slug":"moore-unter-beobachtung-155-messstationen-fuer-moorbodenschutz-aufgebaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17971","title":{"rendered":"Moore unter Beobachtung 155 Messstationen f\u00fcr Moorbodenschutz aufgebaut"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Moore unter Beobachtung<br \/>\n155 Messstationen f\u00fcr Moorbodenschutz aufgebaut<\/p>\n<p>Moorb\u00f6den sind f\u00fcr den Klimaschutz von zentraler Bedeutung: In ihnen ist, trotz deutlich geringerer Fl\u00e4che, mehr Kohlenstoff gespeichert als in allen deutschen W\u00e4ldern zusammen. Mit dem Aufbau von 155 festen Messstationen in Offenland und Wald wurde in den vergangenen f\u00fcnf Jahren ein einzigartiges Mess- und Informationsnetz geschaffen, das k\u00fcnftig die wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr den Moorbodenschutz in Deutschland bildet. Den Bericht zur Aufbauphase des deutschlandweiten Moorbodenmonitoring f\u00fcr den Klimaschutz (MoMoK) nahm Staatssekret\u00e4r Prof. Dr. Dr. Markus Schick im Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) gestern von der Pr\u00e4sidentin des Th\u00fcnen-Instituts, Frau Prof. Dr. Birgit Kleinschmit in Empfang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=17911\" rel=\"attachment wp-att-17911\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-17911\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000070-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000070-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/P1000070.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Markus Schick: \u201eWir wollen die Moore in Deutschland sch\u00fctzen und Moorb\u00f6den in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft wiedervern\u00e4ssen. Das geht nur gemeinsam. Daher setzen wir auf Freiwilligkeit, Anreize und Honorierung. Mit dem Moorbodenmonitoring verf\u00fcgen wir jetzt \u00fcber ein wissenschaftlich fundiertes Instrument, das uns erm\u00f6glicht, den Zustand von Mooren pr\u00e4zise zu erfassen und wirksame Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Moorbodenschutz weiterzuentwickeln. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele.\u201c<\/p>\n<p>MoMoK ist einzigartig in Europa: Erstmals wurde ein repr\u00e4sentatives Monitoring f\u00fcr Moorb\u00f6den im Offenland und im Wald etabliert. Das Moorbodenmonitoring liefert die Grundlage f\u00fcr die Berechnung von CO\u2082-Einsparungen, die Erf\u00fcllung internationaler Berichtspflichten zu Treibhausgasen und die Bewertung von Klimaschutzma\u00dfnahmen. Erste Auswertungen zeigen, dass Moorb\u00f6den in Deutschland mindestens 1,6 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff speichern. In Moorb\u00f6den im Offenland, zu dem \u00c4cker, Gr\u00fcnland und ungenutzte Fl\u00e4chen z\u00e4hlen, wurde bisher ein mittlerer Vorrat an organischem Kohlenstoff von 1.066 Tonnen pro Hektar gemessen. \u00c4hnlich sieht es in den W\u00e4ldern aus: Die bewaldeten Moore speichern durchschnittlich 1.242 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar Fl\u00e4che. Den meisten Kohlenstoff findet man in Fichten- und Erlenbest\u00e4nden. Die Aktualisierung der Kulisse organischer B\u00f6den sowie der Modellans\u00e4tze f\u00fcr die Regionalisierung der Moorwasserst\u00e4nde verbessern die Absch\u00e4tzung der Treibhausgas-Emissionen aus Moorb\u00f6den auf nationaler Skala.<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nIn Deutschland wurden mehr als 90 Prozent der Moorb\u00f6den entw\u00e4ssert. Durch die Entw\u00e4sserung setzen sie gro\u00dfe Mengen Treibhausgase frei. Aktuell stammen rund sieben Prozent der j\u00e4hrlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland aus entw\u00e4sserten Moorb\u00f6den. Das BMLEH verfolgt daher das Ziel, Moorb\u00f6den zu sch\u00fctzen, zu vern\u00e4ssen und neue Wertsch\u00f6pfungsketten im l\u00e4ndlichen Raum aufzubauen. Bis 2030 sollen durch Wiedervern\u00e4ssung von Moorb\u00f6den die Emissionen j\u00e4hrlich um 5 Mio. Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalente reduziert werden Dies geschieht auf freiwilliger Basis und in enger Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft. Eine innovative Nutzungsoption ist dabei der Anbau sogenannter Paludikulturen \u2013 Kulturarten, die auf nassen Fl\u00e4chen angebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Quelle:bmleh.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Moore unter Beobachtung 155 Messstationen f\u00fcr Moorbodenschutz aufgebaut Moorb\u00f6den sind f\u00fcr den Klimaschutz von zentraler Bedeutung: In ihnen ist, trotz deutlich geringerer Fl\u00e4che, mehr Kohlenstoff gespeichert als in allen deutschen W\u00e4ldern zusammen. 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