{"id":17826,"date":"2025-09-04T08:40:07","date_gmt":"2025-09-04T06:40:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17826"},"modified":"2025-09-04T08:40:07","modified_gmt":"2025-09-04T06:40:07","slug":"erntebericht-2025-im-durchschnitt-eine-gute-ernte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17826","title":{"rendered":"Erntebericht 2025: Im Durchschnitt eine gute Ernte"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Erntebericht 2025: Im Durchschnitt eine gute Ernte<\/p>\n<p>Die deutsche Landwirtschaft hat 2025 trotz wechselhafter Witterung eine im Durchschnitt gute Ernte eingefahren. Das zeigt der amtliche Erntebericht, den der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer, heute in Berlin vorgestellt hat. Starke Trockenheit im Fr\u00fchjahr, viel Regen und Hitze im Juli hatten den Betrieben einiges abverlangt. Dennoch liegt die Erntemenge bei Getreide und Raps deutlich \u00fcber dem Vorjahr und leicht \u00fcber dem mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt.<\/p>\n<p>Auch 2025 bleibt der Winterweizen mit Abstand die wichtigste Kultur in Deutschland. Nach Ausweitung der Anbaufl\u00e4chen auf 2,86 Millionen Hektar liegt die Erntemenge bei rund 22,5 Millionen Tonnen \u2013 ein Plus von 26 Prozent gegen\u00fcber 2024 und zugleich 6,4 Prozent \u00fcber dem mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt. Bei der Qualit\u00e4t hei\u00dft es abwarten: Der durchschnittliche Rohproteingehalt liegt nach ersten Analysen mit 12,0 Prozent leicht \u00fcber dem Vorjahr, weitere Proben stehen noch aus. Beim Winterraps wurden 1,09 Millionen Hektar angebaut \u2013 stabil gegen\u00fcber 2024 und \u00fcber dem mehrj\u00e4hrigen Schnitt. Mit einer Erntemenge von fast 4 Millionen Tonnen liegt das Ergebnis rund 9,4 Prozent \u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n<p>Bundesminister Alois Rainer sagte dazu: \u201eUnsere Landwirtinnen und Landwirte haben ganze Arbeit geleistet. Trotz schwieriger Witterung sind die Speicher gef\u00fcllt. Daf\u00fcr geb\u00fchrt ihnen Respekt und Dank. Unsere Landwirtschaft ist widerstandsf\u00e4hig und innovativ. Aber klar ist auch \u2013 stabile Ernten gibt es in Zeiten widriger Wetterbedingungen nur mit unerm\u00fcdlichem Einsatz, Unternehmergeist und verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen. Genau daf\u00fcr sorgen wir mit weniger B\u00fcrokratie, mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und mehr Planungssicherheit.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12359\" rel=\"attachment wp-att-12359\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12359\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit einem klaren Kurswechsel setzt sich das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) deshalb daf\u00fcr ein, die Betriebe gezielt zu entlasten.<\/p>\n<p>Alois Rainer: \u201eWir halten Wort: Die Agrardieselr\u00fcckverg\u00fctung kommt vollst\u00e4ndig zur\u00fcck, das B\u00fcrokratiemonster Stoffstrombilanz ist aufgehoben, erste \u00fcberfl\u00fcssige Meldepflichten sind gestrichen. Gerade heute hat das Kabinett zugestimmt, die Regelung zur kurzfristigen Besch\u00e4ftigung von Saisonarbeitskr\u00e4ften auf 90 Tage oder 15 Wochen auszuweiten \u2013 das bringt den Betrieben wie auch den Arbeitskr\u00e4ften mehr Flexibilit\u00e4t. Auch die Stromsteuerentlastung wird f\u00fcr die Land- und Forstwirtschaft dauerhaft gesichert, was die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Unternehmen weiter st\u00e4rkt. Wichtig ist mir auch: Der Schreibtisch darf nicht die wichtigste Ackerfl\u00e4che sein. \u00dcberfl\u00fcssige B\u00fcrokratie muss weg. Gleichzeitig sorgen wir f\u00fcr gute, praxistaugliche Regeln, auf die Verlass ist und sichern mit praxistauglichem Pflanzenschutz, mit Forschung und Innovation die Ernten von morgen.\u201c<\/p>\n<p>Alois Rainer k\u00fcndigte f\u00fcr die kommenden Monate weitere Schwerpunkte an: \u201eDie Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft bleibt mein zentrales Ziel. Ich werde in den kommenden Monaten die Agrarexportstrategie vorlegen, um unseren Betrieben neue Marktchancen zu er\u00f6ffnen \u2013 gerade auch f\u00fcr die vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig m\u00fcssen wir uns st\u00e4rker f\u00fcr Krisen wappnen: Unsere Notfallreserve wird so erweitert, dass wir im Ernstfall auch Produkte vorhalten, die ohne viel Zubereitung verzehrt werden k\u00f6nnen. Das zeigt: Wir schaffen die Grundlagen daf\u00fcr, dass unsere Landwirtschaft wettbewerbsf\u00e4hig bleibt, stabile Ernten einf\u00e4hrt und unsere l\u00e4ndlichen Regionen stark bleiben \u2013 heute und in Zukunft.\u201c<\/p>\n<p>Den Erntebericht 2025 finden Sie zum Download hier&lt;http:\/\/www.bmleh.de\/erntebericht&gt;.<\/p>\n<p>Wichtigste Zahlen, Daten, Fakten aus dem Erntebericht 2025:<br \/>\n\u2022 Getreide: Die gesamte Getreideernte (inklusive K\u00f6rnermais) wird auf rund 44,7 Millionen Tonnen gesch\u00e4tzt, ein Plus von 14,8\u202fProzent gegen\u00fcber 2024 und 5,3\u202fProzent \u00fcber dem Mittel 2019 bis 2024. Die Hektarertr\u00e4ge stiegen auf durchschnittlich 74,6\u202fDezitonnen pro Hektar. In allen Bundesl\u00e4ndern wurden h\u00f6here Ertr\u00e4ge als im Vorjahr erzielt.<br \/>\n\u2022 Winterweizen: Die wichtigste Getreidekultur erreicht 2025 voraussichtlich 22,5 Millionen Tonnen bei einem Hektarertrag von 78,5\u202fDezitonnen pro Hektar, 9,6\u202fProzent \u00fcber dem Vorjahr. Die Anbaufl\u00e4che stieg um 15,2\u202fProzent auf 2,86 Millionen Hektar. Der Rohproteingehalt nach ersten Analysen liegt im Mittel bei 12\u202fProzent, in Bayern am h\u00f6chsten mit 13,6\u202fProzent und in Nordrhein-Westfalen am niedrigsten bei 10,5\u202fProzent.<br \/>\n\u2022 Hafer: Die Anbaufl\u00e4che von Hafer wurde auf 187.100 Hektar gesteigert. In diesem Umfang wurde Hafer zuletzt vor 20 Jahren angebaut. Auch die Hektarertr\u00e4ge entwickeln sich positiv. Die Erntemenge \u00fcberschreitet in der Folge zum ersten Mal seit 2005 die 900.000 Tonnen.<br \/>\n\u2022 Raps: Die Winterrapsernte 2025 wird auf rund 3,97 Millionen Tonnen gesch\u00e4tzt, 9,4\u202fProzent mehr als 2024. Der Hektarertrag liegt bei 36,3\u202fDezitonnen pro Hektar, leicht \u00fcber dem Mittel der Jahre 2019 bis 2024. Der durchschnittliche \u00d6lgehalt betr\u00e4gt 43,2\u202fProzent. Die gr\u00f6\u00dften Anbaufl\u00e4chen finden sich in Mecklenburg-Vorpommern (187.700\u202fHektar), Sachsen-Anhalt (123.600\u202fHektar) und Bayern (115.500\u202fHektar).<br \/>\n\u2022 H\u00fclsenfr\u00fcchte: Die Anbaufl\u00e4che wuchs auf \u00fcber 300.000\u202fHektar (+6\u202fProzent). Die Ackerbohne bleibt zweitwichtigste Kultur mit 66.300\u202fHektar, gefolgt von leicht steigenden Sojabohnen-Fl\u00e4chen und S\u00fc\u00dflupinen mit 28.000\u202fHektar. Besonders die Felderbse legt mit 137.600\u202fHektar weiter zu und bleibt Deutschlands dominierende K\u00f6rnerleguminose.<br \/>\n\u2022 Obst: Nach einem milden Fr\u00fchjahr wird eine gute Ernte erwartet. \u00c4pfel erreichen voraussichtlich 1,009 Millionen Tonnen (+15,7\u202fProzent vs. 2024), Kirschen rund 49.900\u202fTonnen (+41\u202fProzent), davon Sauerkirschen 11.200\u202fTonnen (+57\u202fProzent). Pflaumen und Zwetschen bleiben stabil bei 44.500\u202fTonnen.<br \/>\n\u2022 Kartoffeln: Vorl\u00e4ufige Zahlen deuten auf stabile bis leicht steigende Hektarertr\u00e4ge im Vergleich zum Vorjahr. Qualit\u00e4t und Gr\u00f6\u00dfe der Knollen liegen im Durchschnitt der letzten Jahre. Aufgrund der ausgeweiteten Anbaufl\u00e4che wird mit einer gro\u00dfen Erntemenge gerechnet.<br \/>\n\u2022 Hopfen: Die Hopfenernte 2025 k\u00f6nnte etwas kleiner ausfallen als im Vorjahr, da die Anbaufl\u00e4che zur\u00fcckging. Qualit\u00e4t und Bitterstoffgehalt werden als gut eingesch\u00e4tzt, die Ernte l\u00e4uft noch.<br \/>\n\u2022 Wein: Die Weinlese 2025 hat gerade erst begonnen und profitiert von g\u00fcnstigem Wetter, besonders f\u00fcr fr\u00fchreifende Sorten. Erste Mostqualit\u00e4ten sind gut bis sehr gut.<\/p>\n<p>Grundlage des Berichts sind die Ergebnisse der besonderen Ernte- und Qualit\u00e4tsermittlung (BEE), die im Agrarstatistikgesetz \u00a747 verankert ist und vom Statistischen Bundesamt gemeinsam mit den Statistischen \u00c4mtern der L\u00e4nder umgesetzt wird. Das erste vorl\u00e4ufige Ergebnis der deutschen Getreide- und Rapsernte, das mit dem BMLEH-Erntebericht bekannt gegeben wird, basiert auf konkreten Druschergebnissen, die bei der Ernte auf repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlten Feldern, verteilt \u00fcber ganz Deutschland, festgestellt wurden. Es gibt den aktuellen Auswertungsstand in der zweiten Augusth\u00e4lfte wieder. Es wurden rund 95 Prozent der Probeschnitte und rund 50 Prozent der Volldrusche, die als Stichprobe f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Besondere Ernte- und Qualit\u00e4tsermittlung (BEE) ausgew\u00e4hlt wurden, durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Quelle:bmleh.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Erntebericht 2025: Im Durchschnitt eine gute Ernte Die deutsche Landwirtschaft hat 2025 trotz wechselhafter Witterung eine im Durchschnitt gute Ernte eingefahren. Das zeigt der amtliche Erntebericht, den der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer, heute in Berlin vorgestellt hat. 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