{"id":17819,"date":"2025-09-01T08:42:33","date_gmt":"2025-09-01T06:42:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17819"},"modified":"2025-09-01T08:42:33","modified_gmt":"2025-09-01T06:42:33","slug":"bayerns-jagdminister-erleichtert-bejagung-invasiver-gaensearten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17819","title":{"rendered":"Bayerns Jagdminister erleichtert Bejagung invasiver G\u00e4nsearten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Bayerns Jagdminister erleichtert Bejagung invasiver G\u00e4nsearten<\/p>\n<p>Aiwanger: &#8222;Wir m\u00fcssen heimische Wasserv\u00f6gel vor Verdr\u00e4ngung sch\u00fctzen und Sch\u00e4den durch Nil- und Rostg\u00e4nse reduzieren&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10684\" rel=\"attachment wp-att-10684\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10684\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kanada-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kanada-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/kanada.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, die erweiterte Bejagungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nil- und Rostg\u00e4nse vorsieht. Sie tritt am kommenden Montag, 1. September, in Kraft. Die Rostgans wird in Bayern zum ersten Mal in das Jagdrecht aufgenommen und erh\u00e4lt eine Jagdzeit von 1. September bis 28. Februar, Jungtiere d\u00fcrfen ganzj\u00e4hrig bejagt werden. Die Nilgans darf k\u00fcnftig ganzj\u00e4hrig bejagt werden, um die weitere Ausbreitung einzud\u00e4mmen. Aiwanger zeigt sich zufrieden: \u201eMit der neuen Verordnung schaffen wir die dringend n\u00f6tige Grundlage f\u00fcr eine gezielte Bejagung. Vielerorts nehmen die Probleme mit beiden G\u00e4nsearten zu. Ab sofort kann die J\u00e4gerschaft vor Ort besser reagieren und vor allem auch die betroffenen Landwirte besser unterst\u00fctzen, die mit den Sch\u00e4den konfrontiert sind.&#8220; Nil- und Rostg\u00e4nse breiten sich in Bayern zunehmend aus. Sie verursachen mit anderen Wildgansarten teils erhebliche Sch\u00e4den in der Landwirtschaft. Auch an Badestr\u00e4nden sind sie wegen ihrer Hinterlassenschaften wenig beliebt. \u00a0 Die Nilgans ist eine invasive gebietsfremde Art, die in Bayern erst seit 1996 vorkommt und mittlerweile fl\u00e4chendeckend anzutreffen ist. Sie verdr\u00e4ngt aufgrund ihres aggressiven Auftretens heimische Vogelarten und gef\u00e4hrdet so die Biodiversit\u00e4t. Deutschland ist nach europ\u00e4ischem Recht verpflichtet, die weitere Ausbreitung solch invasiver Arten, die wie die Nilgans bereits Fu\u00df gefasst haben, zumindest einzud\u00e4mmen. Die Zahl der erlegten Nilg\u00e4nse hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierfacht. W\u00e4hrend im Jagdjahr 2015\/16 in Bayern noch 954 Nilg\u00e4nse erlegt wurden, betrug die Streckenzahl im Jagdjahr 2023\/24 bereits 4.611. Dieser sprunghafte Anstieg zeige die Dynamik, betont Aiwanger: &#8222;Die Zahlen machen ganz deutlich, wie stark sich die Nilgans vermehrt. Eine verst\u00e4rkte Bejagung ist daher ein notwendiger Baustein, um diese Art in den Griff zu bekommen \u2013 auch in Kombination mit genehmigten Gelegebehandlungen zur Brutzeit zur Begrenzung des Bestandswachstums.&#8220; \u00a0 Die Rostgans breitet sich im Freistaat ebenfalls stark aus und verursacht zunehmend Konflikte. Bei den in Bayern vorkommenden Tieren handelt es sich um eine gebietsfremde Population, die auf entflohene Zuchttiere zur\u00fcckgeht. Bayern geht mit der Aufnahme der Art ins Jagdrecht keinen Einzelweg. In Baden-W\u00fcrttemberg etwa ist die Bejagung dieser V\u00f6gel seit Jahren gelebte Praxis. Die Jagdzeit vom 1. September bis 28. Februar f\u00fcr adulte, also erwachsene Rostg\u00e4nse in Bayern soll die mit der Art einhergehenden Konflikte eind\u00e4mmen. Aiwanger: &#8222;Wir bekommen aus der Landwirtschaft und von Vogelfreunden zunehmend Hilferufe, die invasiven G\u00e4nsearten konsequenter zu reduzieren. Ich bitte die J\u00e4gerschaft, diese Herausforderung anzunehmen und Nil- und Rostgans st\u00e4rker zu bejagen. Die gesetzlichen Grundlagen wurden jetzt geschaffen. Die Tierwelt ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig und wir m\u00fcssen auf neue Herausforderungen schnell reagieren. Selbiges gilt beispielsweise f\u00fcr Waschb\u00e4r, Marderhund, Mink und Nutria.\u201c\u00a0 \u00a0 Die jagdrechtliche Verordnung vom 12. August 2025 ist in Ausgabe Nr. 16 im Gesetz- und Verordnungsblatt seit 29. August ver\u00f6ffentlicht und kann hier eingesehen werden.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Bayerns Jagdminister erleichtert Bejagung invasiver G\u00e4nsearten Aiwanger: &#8222;Wir m\u00fcssen heimische Wasserv\u00f6gel vor Verdr\u00e4ngung sch\u00fctzen und Sch\u00e4den durch Nil- und Rostg\u00e4nse reduzieren&#8220; Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, die erweiterte Bejagungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nil- und Rostg\u00e4nse vorsieht. Sie tritt am kommenden Montag, 1. September, in Kraft. 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