{"id":17568,"date":"2025-05-22T08:52:41","date_gmt":"2025-05-22T06:52:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17568"},"modified":"2025-05-22T08:52:41","modified_gmt":"2025-05-22T06:52:41","slug":"rettungsanker-fuer-bedrohte-aale-bmleh-legt-aalschonzeit-in-der-nordsee-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17568","title":{"rendered":"Rettungsanker f\u00fcr bedrohte Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Rettungsanker f\u00fcr bedrohte Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest<br \/>\nBundesminister Rainer: \u201eAalschutz st\u00e4rkt Wirtschaft im l\u00e4ndlichen Raum\u201c<\/p>\n<p>Zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aals hat das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des internationalen Rats f\u00fcr Meeresforschung (ICES) und des Th\u00fcnen-Instituts eine Schonzeit f\u00fcr 2025\/2026 festgelegt: Vom 1. September 2025 bis 28. Februar 2026 gilt ein umfassendes Aalfangverbot in den deutschen Nordseegew\u00e4ssern und angrenzenden Brackgew\u00e4ssern. F\u00fcr die Ostsee gilt eine EU-weit einheitliche Schonzeit vom 15. September 2025 bis 15. M\u00e4rz 2026. Damit werden sowohl f\u00fcr die Nord- als auch die Ostsee die Schonzeitregelungen aus dem letzten Jahr fortgesetzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2512\" rel=\"attachment wp-att-2512\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2512\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Hans-Babbel-1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt der Bundesminister f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat, Alois Rainer: \u201eDer Zustand des Aalbestands in Europa ist weiterhin alarmierend. Die Schonzeit verschafft dem Bestand die so wichtige Verschnaufpause, damit sich laichbereite Aale auf die lange Wanderung in ihre Laichgebiete machen k\u00f6nnen. Der Schutz des Aals ist nicht nur \u00f6kologisch, sondern auch wirtschaftlich geboten. Die Aalfischerei sichert in vielen Regionen Deutschlands Einkommen. Und das entlang einer weit verzweigten Wertsch\u00f6pfungskette, die von der Fischerei \u00fcber das Lebensmittelhandwerk bis hin zum Tourismus reicht. Einen stabilen Aalbestand zu erhalten hei\u00dft deshalb auch, Existenzen im l\u00e4ndlichen Raum zu bewahren.\u201c<\/p>\n<p>Auch in Binnengew\u00e4ssern muss der Aalschutz verbessert werden, etwa bei der Wiederherstellung der Durchg\u00e4ngigkeit von Fl\u00fcssen oder bei der Ausgestaltung der Besatzma\u00dfnahmen. Diese Aufgabe kommt den Bundesl\u00e4ndern im Rahmen ihrer Aalbewirtschaftungspl\u00e4ne zu.<\/p>\n<p>Bundesminister Rainer: \u201eAalschutz darf nicht an der K\u00fcste enden. Es ist daher gut, dass sich die L\u00e4nder bei der vergangenen Agrarministerkonferenz zur Notwendigkeit einer bund- und l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit aller betroffenen Politikbereiche bekannt haben. Mein Ministerium wird hier nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen. Wir werden eine Bund-L\u00e4nder-Arbeitsgruppe einrichten, die sich mit ressort\u00fcbergreifenden Fragen des Aalmanagements befassen wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Festlegung der Aalschonzeit gilt zun\u00e4chst f\u00fcr die Jahre 2025\/2026. Die Freizeitfischerei auf Aal bleibt nach EU-Recht in allen Meeresgew\u00e4ssern und angrenzenden Brackgew\u00e4ssern weiterhin vollst\u00e4ndig verboten. Das EU-Recht bietet erneut die M\u00f6glichkeit, die Aalfischerei w\u00e4hrend der Hauptwanderzeit f\u00fcr 30 Tage zuzulassen. Deutschland wird von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch machen und den Monat August 2025 von der Schonzeit in der Nordsee ausnehmen.<\/p>\n<p>Bei der Aalschonzeit in der Ostsee hat sich Deutschland auf EU-Ebene erneut erfolgreich daf\u00fcr eingesetzt, dass f\u00fcr die gesamte Ostsee einheitliche Regelungen zur Schonzeit gelten. Damit wird der besonderen Situation in der Ostsee Rechnung getragen, in der der Aal auf seiner Wanderung in Richtung seines Laichgebiets in der Sargassosee die Meerengen zwischen D\u00e4nemark und Schweden passieren muss. Diese Regelung tr\u00e4gt somit zu einer Verbesserung des Aalschutzes bei und sorgt gleichzeitig f\u00fcr gleiche Bedingungen in der Aalfischerei der verschiedenen EU-Mitgliedstaaten.<\/p>\n<p>Ende 2025 wird auf EU-Ebene der Rahmen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Fischereima\u00dfnahmen zum Schutz des Aals neu festgelegt. National steht eine \u00dcberarbeitung der Aalbewirtschaftungspl\u00e4ne der L\u00e4nder an, an der das BMLEH aktiv mitwirken wird.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDer Erhaltungszustand des Europ\u00e4ischen Aals, f\u00fcr den es in ganz Europa nur einen einzigen Bestand gibt, ist seit Jahren kritisch. Nach Einsch\u00e4tzung des ICES lag das Aufkommen von Jungaalen, den sogenannten Glasaalen, im Jahr 2024 in der Nordsee nur noch bei 1,1 Prozent des historischen Glasaalaufkommens (1960\u20131979). Auch in anderen Gew\u00e4ssern ist das Vorkommen mit 7,2 Prozent weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Ursachen hierf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. Neben der Fischerei sind andere Faktoren wie Lebensraumverschlechterungen und -verluste sowie Querverbauungen von Fl\u00fcssen wesentlich. Zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Bestand liegen noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.<\/p>\n<p>Um den Europ\u00e4ischen Aal zu sch\u00fctzen, verpflichtet das EU-Recht die Mitgliedstaaten, in den Meeresgew\u00e4ssern einschlie\u00dflich Brackgew\u00e4ssern, wie M\u00fcndungsgew\u00e4ssern, K\u00fcstenlagunen und \u00dcbergangsgew\u00e4ssern, die gewerbliche Aalfischerei f\u00fcr einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zu verbieten. Dabei muss die Schonzeit mit den Erhaltungszielen der EU-Aalverordnung, mit den nationalen Aalbewirtschaftungspl\u00e4nen und mit den zeitlichen Wanderungsmustern des Europ\u00e4ischen Aals in dem betreffenden Mitgliedstaat in Einklang stehen. Mit diesen Regelungen sollen insbesondere laichbereite sogenannte Blankaale gesch\u00fctzt werden, die sich auf den Weg zu den Laichgebieten in der Sargassosee machen.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Rettungsanker f\u00fcr bedrohte Aale: BMLEH legt Aalschonzeit in der Nordsee fest Bundesminister Rainer: \u201eAalschutz st\u00e4rkt Wirtschaft im l\u00e4ndlichen Raum\u201c Zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aals hat das Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH) auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des internationalen Rats f\u00fcr Meeresforschung (ICES) und des Th\u00fcnen-Instituts eine Schonzeit f\u00fcr 2025\/2026 festgelegt: Vom 1. 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