{"id":17196,"date":"2024-12-13T07:51:40","date_gmt":"2024-12-13T06:51:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17196"},"modified":"2024-12-13T07:51:40","modified_gmt":"2024-12-13T06:51:40","slug":"weniger-ungewollte-beifaenge-bmel-foerdert-selektivere-netze-fuer-die-ostseefischerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17196","title":{"rendered":"Weniger ungewollte Beif\u00e4nge: BMEL f\u00f6rdert selektivere Netze f\u00fcr die Ostseefischerei"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Weniger ungewollte Beif\u00e4nge: BMEL f\u00f6rdert selektivere Netze f\u00fcr die Ostseefischerei<\/p>\n<p>In der Plattfischfischerei der Ostsee sollen k\u00fcnftig Schleppnetze eingesetzt werden, die den Beifang von Dorschen erheblich reduzieren. Die Europ\u00e4ische Kommission hat dazu nun zwei korrespondierende Verordnungen ver\u00f6ffentlicht, mit denen der Einsatz der neuen Schleppnetze in bestimmten Fanggebieten ab 9. April 2025 verbindlich wird. Um die deutschen Fischerinnen und Fischer bei der Umstellung auf selektivere Fangnetze zu unterst\u00fctzen, f\u00f6rdert das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit den K\u00fcstenl\u00e4ndern in der \u00dcbergangszeit die Anschaffung dieser Netze.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8915\" rel=\"attachment wp-att-8915\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8915\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu sagt Claudia M\u00fcller, Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft: &#8222;Um den Fischerinnen und Fischern an der Ostsee eine Zukunft zu geben, m\u00fcssen wir unsere Anstrengungen f\u00fcr eine nachhaltige Fischerei intensivieren. Selektivere Netze, die gezielter Plattfische fangen und Beifang vermeiden, sind ein zentraler Baustein, damit sich der Dorschbestand weiter erholen kann. Bei der Umstellung lassen wir die Fischerinnen und Fischer nicht allein: Wer neue, selektivere Netze anschafft, wird dabei finanziell unterst\u00fctzt.&#8220;<\/p>\n<p>Erstattet werden bis zu 90 Prozent der f\u00f6rderf\u00e4higen Ausgaben zur Beschaffung dieser selektiveren Schleppnetze. Das EU-Recht erm\u00f6glicht eine F\u00f6rderung jedoch nur solange, bis die Neuregelugen zum verpflichtenden Einsatz auf europ\u00e4ischer Ebene in Kraft treten. Fischereibetriebe, die an einer F\u00f6rderung interessiert sind, sollten daher vor dem 9. April 2025 einen F\u00f6rderantrag stellen. Bereits vor Inkrafttreten der Neuregelungen sind selektivere Schleppnetze auf freiwilliger Basis einsetzbar.<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDie Dorschbest\u00e4nde in der Ostsee befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Die Auswirkungen der Klimakrise und ungewollte Beif\u00e4nge von Dorschen in der gezielten Plattfischerei wirken sich negativ auf die Bestandserholung aus. Mit neuen, selektiveren Schleppnetzen soll die Plattfischerei in der Ostsee, insbesondere auf Scholle, nachhaltiger gestaltet und ungewollte Dorschbeif\u00e4nge weiter reduziert werden. Daher haben die EU-Ostsee-Anrainer im Rahmen der regionalen Fischereigruppe &#8222;Baltfish&#8220; der Europ\u00e4ischen Kommission den verpflichtenden Einsatz selektiverer Schleppnetze in den Fischereimanagement-Untergebieten 22 bis 26 des Internationalen Rates f\u00fcr Meeresforschung (ICES) empfohlen. Diese Empfehlung wurde von der EU-Kommission nun entsprechend in EU-Recht umgesetzt.<br \/>\nDie F\u00f6rderung der Umstellung erfolgt mit Mitteln des Europ\u00e4ischen Meeres- und Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF), kofinanziert durch Mittel des BMEL.<\/p>\n<p>Das EU-Recht sieht auch vor, dass zuk\u00fcnftig weitere selektive Fangger\u00e4te f\u00fcr die Plattfischfischerei zugelassen werden k\u00f6nnen. Damit wird es Fischereibetrieben erm\u00f6glicht, eigenst\u00e4ndig selektive Fangger\u00e4te zu konzipieren und zusammen mit der Wissenschaft zu testen bzw. weiterzuentwickeln. Fischereibetriebe mit entsprechenden Ideen oder Konzepten k\u00f6nnen sich dazu direkt an das Th\u00fcnen Institut f\u00fcr Ostseefischerei&lt;https:\/\/www.thuenen.de\/de\/fachinstitute\/ostseefischerei&gt; wenden. Die beiden EU-Verordnungen finden Sie hier&lt;https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=OJ:L_202403093&gt; und hier&lt;https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=OJ:L_202403094&gt;. F\u00fcr weitere Fragen zur F\u00f6rderung k\u00f6nnen die zust\u00e4ndigen Stellen der K\u00fcstenl\u00e4nder&lt;https:\/\/www.portal-fischerei.de\/bund\/fischereifoerderung&gt; kontaktiert werden.<\/p>\n<p>In der nachfolgenden Tabelle ist die Zul\u00e4ssigkeit der Plattfischfangger\u00e4te nach ICES-Teilgebieten dargestellt. ROOFLESS ist ein Netztunnel vor dem Steert und kann in Kombination mit jedem Steerttyp verwendet werden (rot: Ger\u00e4t im Teilgebiet nicht zul\u00e4ssig; gr\u00fcn: zul\u00e4ssig).<\/p>\n<p>Fangger\u00e4te Teilgebiet 22 Teilgebiet 24 Teilgebiet 25-26<br \/>\nBacoma-Steert<\/p>\n<p>T90-Steert<\/p>\n<p>SMC (Quadratmaschen-Steert)<br \/>\nModifizierter T90-Steert<\/p>\n<p>ROOFLESS+<br \/>\nBacoma-Steert<br \/>\nROOFLESS+<br \/>\nT90-Steert<br \/>\nROOFLESS+<br \/>\nModifizierter T90-Steert<br \/>\nROOFLESS+<br \/>\nSMC<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Weniger ungewollte Beif\u00e4nge: BMEL f\u00f6rdert selektivere Netze f\u00fcr die Ostseefischerei In der Plattfischfischerei der Ostsee sollen k\u00fcnftig Schleppnetze eingesetzt werden, die den Beifang von Dorschen erheblich reduzieren. 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