{"id":17182,"date":"2024-12-01T08:34:55","date_gmt":"2024-12-01T07:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17182"},"modified":"2024-12-01T08:34:55","modified_gmt":"2024-12-01T07:34:55","slug":"besserer-schutz-fuer-meeresschutzgebiete-der-ostsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17182","title":{"rendered":"Besserer Schutz f\u00fcr Meeresschutzgebiete der Ostsee"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Besserer Schutz f\u00fcr Meeresschutzgebiete der Ostsee<br \/>\nDie EU Kommission hat Regulierungen der mobilen grundber\u00fchrenden Fischerei erweitert<\/p>\n<p>Mit einem Paket an Ma\u00dfnahmen wird der Schutz sensibler Lebensr\u00e4ume wie Riffen und Sandb\u00e4nken in den Meeresschutzgebieten der deutschen ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone der Ostsee gest\u00e4rkt. Gemeinsam hatten sich das Bundesumwelt- (BMUV) und das Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) daf\u00fcr eingesetzt, wirksamen Meeresschutz mit einer Perspektive f\u00fcr eine nachhaltige Fischerei umzusetzen. Die Europ\u00e4ische Kommission hat dazu Vorschl\u00e4ge \u00fcbernommen, die Deutschland mit den EU-Nachbarstaaten der Ostsee abgestimmt hatte. Nach EU-Recht sind die Mitgliedstaaten zur Verst\u00e4rkung des Meeresschutzes verpflichtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=14428\" rel=\"attachment wp-att-14428\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14428\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1000118-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1000118-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1000118.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Claudia M\u00fcller: &#8222;Unsere Fischerei ist Existenzgrundlage f\u00fcr viele Menschen an der K\u00fcste und sichert Wertsch\u00f6pfung in l\u00e4ndlichen Regionen, auch weit \u00fcber die Fischerei hinaus. Um all das zu erhalten und unseren Fischerinnen und Fischern eine Zukunft zu geben, m\u00fcssen wir unsere Bem\u00fchungen f\u00fcr eine nachhaltige Fischerei verst\u00e4rken. Mit dem Ma\u00dfnahmenpaket wird sichergestellt, dass Sch\u00fctzen und Nutzen Hand in Hand gehen. Das sorgt f\u00fcr wirksamen Meeresschutz und ein gesundes \u00d6kosystem &#8211; und darauf ist die Fischerei angewiesen.&#8220;<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: &#8222;Unsere Meere sind in einem schlechten Zustand, vor allem der Ostsee machen die vielf\u00e4ltigen Nutzungen und die Klimakrise zu schaffen. Meeresschutzgebiete sind wichtig, um die Widerstandskraft der Ostsee zu st\u00e4rken. Durch den Ausschluss von Schleppnetzfischerei in weiten Teilen unserer Schutzgebiete machen wir jetzt einen wichtigen Schritt zu ihrer St\u00e4rkung und damit zum Erhalt bedrohter Arten und Lebensr\u00e4ume.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dem delegierten Rechtsakt der Europ\u00e4ischen Kommission wird eine Gemeinsame Empfehlung der Fischerei-Regionalgruppe der EU-Ostsee-Anrainerstaaten &#8211; die sogenannte BALTFISH-Gruppe &#8211; in EU-Recht umgesetzt. Das Paket leistet einen gro\u00dfen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeresschutzgebieten des Natura-2000-Netzwerks und zur Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, zu deren Umsetzung Deutschland EU-rechtlich verpflichtet ist. Das Paket der EU-Kommission umfasst Fischereibewirtschaftungsma\u00dfnahmen in f\u00fcnf Natura-2000-Meeresschutzgebieten in der deutschen ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone: Fehmarnbelt, Kadetrinne, Westliche R\u00f6nnebank, Adlergrund und Pommersche Bucht mit Oderbank. Die Fischerei mit mobilen grundber\u00fchrenden Fangger\u00e4ten wie Schlepp- oder Wadennetzen darf in gro\u00dfen Teilen dieser Schutzgebiete ganzj\u00e4hrig nicht mehr stattfinden. Die Gebiete umfassen rund 27 % der Fl\u00e4che der deutschen ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone der Ostsee und rund zwei Drittel (66 %) der bestehenden Schutzgebietsfl\u00e4chen. In der Pommerschen Bucht-Oderbank f\u00fchren die neuen Schutzma\u00dfnahmen dazu, dass dieses gro\u00dfe Meeresschutzgebiet &#8211; einschlie\u00dflich der Oderbank als gr\u00f6\u00dfte Sandbank in der deutschen Ostsee &#8211; nun besser gesch\u00fctzt ist. Das ist f\u00fcr viele Arten, von kleinsten Bodenlebewesen wie Muscheln oder Krebsen \u00fcber Wanderfische bis hin zu gesch\u00fctzten Seev\u00f6geln und Meeress\u00e4ugern wie Schweinswalen ein wichtiger Lebensraum f\u00fcr Nahrung, die Rast und Fortpflanzung sowie die Aufzucht der Jungtiere.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDer Rechtsakt wurde heute im Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union ver\u00f6ffentlicht. Als ausschlie\u00dfliche Wirtschaftszone (AWZ) wird das Gebiet jenseits des K\u00fcstenmeeres bezeichnet, d. h. das Meeresgebiet in einer Entfernung von 12 bis maximal 200 Seemeilen von der K\u00fcstenlinie, in dem der K\u00fcstenstaat in begrenztem Umfang souver\u00e4ne Rechte und Hoheitsbefugnisse wahrnehmen kann. Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Schutzgebiete in der AWZ liegt bei der Bundesregierung, w\u00e4hrend die Gebiete im K\u00fcstenmeer (bis 12 Seemeilen) in die Zust\u00e4ndigkeit der L\u00e4nder fallen. In den Naturschutz-Richtlinien der EU (der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutz-Richtlinie) sind Arten und Lebensr\u00e4ume benannt, f\u00fcr die Schutzgebiete ausgewiesen werden m\u00fcssen, um ein \u00f6kologisch koh\u00e4rentes Schutzgebietsnetzwerk (NATURA 2000) zu erzielen.<br \/>\nDeutschland hat gem\u00e4\u00df Artikel 6 der EU-Habitatrichtlinie und Artikel 4 der EU-Vogelschutzrichtlinie die Verpflichtung, Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Bewahrung bzw. Wiederherstellung des sogenannten &#8222;g\u00fcnstigen Erhaltungszustands&#8220; dieser Arten und Lebensr\u00e4ume festzulegen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen gem\u00e4\u00df Artikel 13 Absatz 4 der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU. Die Festlegung der Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Berufsfischerei erfolgt \u00fcber EU-Recht im Rahmen der Verordnung \u00fcber die Gemeinsame Fischereipolitik. Dazu sind Ma\u00dfnahmen zur Regulierung der Fischerei mit allen wirtschaftlich betroffenen Mitgliedstaaten der EU abzustimmen. Wenn mit allen betroffenen Staaten eine Einigung erzielt wurde, kann anschlie\u00dfend eine &#8222;gemeinsame Empfehlung&#8220; der zust\u00e4ndigen Regionalgruppe der Europ\u00e4ischen Kommission vorgelegt werden, die diese dann mit einer EU-Verordnung verbindlich festschreibt.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<br \/>\n* DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2024\/2943&lt;https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=OJ:L_202402943&gt; DER KOMMISSION zur \u00c4nderung der Delegierten Verordnung (EU) 2017\/117&lt;https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=OJ:L_202402943&gt; hinsichtlich Bestandserhaltungsma\u00dfnahmen in den Ostseegebieten Fehmarnbelt, Kadetrinne, Westliche R\u00f6nnebank, Adlergrund und Pommersche Bucht mit Oderbank<br \/>\n* BMUV Meeresschutz&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/themen\/meeresschutz\/ueberblick-meeresschutz\/meeresschutz-worum-geht-es&gt; und BMEL Meeresschutz&lt;https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/fischerei\/meeresschutz\/meeresschutz_node.html&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Besserer Schutz f\u00fcr Meeresschutzgebiete der Ostsee Die EU Kommission hat Regulierungen der mobilen grundber\u00fchrenden Fischerei erweitert Mit einem Paket an Ma\u00dfnahmen wird der Schutz sensibler Lebensr\u00e4ume wie Riffen und Sandb\u00e4nken in den Meeresschutzgebieten der deutschen ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone der Ostsee gest\u00e4rkt. 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